23. Februar 2010 /OTZ

Mit geringen Turbulenzen

Reisebüros aus Greiz und Umgebung blicken relativ entspannt auf Pilotenstreik

Von Katja Grieser Greiz.

Die Piloten der Lufthansa streiken, Flüge werden annulliert. Die große Aufregung ist jedoch bei den Reisebüros in Greiz und Umgebung nicht angekommen. Das liegt zum einen daran, dass vorgesorgt wurde. Henrike Garke, Inhaberin des Reisebüros Brückenstraße, die auch weitere Filialen in Schleiz und Zeulenroda führt, hat kurzerhand den Fluganbieter gewechselt. "Wir haben rechtzeitig alle Flüge umgebucht", sagt sie. So konnte Garke vermeiden, dass einer ihrer Kunden am Flughafen nicht weiter kommt. "Wir können auch nicht einfach streiken", ist Garke aber auch ein wenig verärgert, schließlich ist das Umbuchen mit großem Mehraufwand verbunden. Völlig entspannt blicken die Mitarbeiter von Atlasreisen Greiz auf den Pilotenstreik, denn keiner ihrer Kunden sei davon betroffen, sie fliegen alle mit einer anderen Fluggesellschaft. Im Reise-Stüb´l Ludwig Greiz musste zumindest gestern kein Kunde unter dem Streik leiden. "Wir wissen aber noch nicht, wie lange der Streik dauert. Deshalb prüfen wir jetzt, wen es auf dem Rückflug aus dem Urlaub treffen könnte", so Inhaberin Christine Ludwig, die auch in Elsterberg und Langenwolschendorf Reisebüros betreibt. Da bisher lediglich Lufthansa-Piloten in den Streik getreten sind, seien die meisten Ferienflüge ohnehin nicht betroffen. "Ferienflieger sind bei uns hauptsächlich Air Berlin und Condor", so Christine Ludwig.
Zwei Anfragen von besorgten Reisewilligen hatte Reiseland Zölle gestern bereits am Vormittag. Erst Ende der Woche gebe es jedoch hier Kunden, die mit Lufthansa fliegen wollen. Abwarten ist also auch hier die Devise. Sollten deren Flüge jedoch in Frage stehen, werde man sich mit den betreffenden Reisegästen kurzfristig in Verbindung setzen und nach einer Lösung suchen.
Flugreisende müssen jedoch nicht die Flügel hängen lassen, auch wenn der gebuchte Lufthansa-Flug gestrichen wird. Darauf weist Silvia Georgi, Reisespezialistin bei der Verbraucherzentrale Thüringen, hin. "Wenn Flüge annulliert werden, haben die Gäste Anspruch auf Erstattung der Tickets", sagt sie. Die Kunden können sich jedoch alternativ für eine anderweitige Beförderung entscheiden. Sollte beispielsweise ein Flug von einem anderen Flughafen als dem ursprünglich gewählten gehen, können die Zusatzkosten vom "Streik-Unternehmen" ebenfalls gefordert werden.
Problematisch sei hingegen der Anspruch auf Ausgleichsleistung. Die könne zwischen 250 und 600 Euro liegen, abhängig von der Entfernung, die mit dem Flieger zurück gelegt werden sollte. Davon könne sich das Luftfahrtunternehmen entlasten, wenn die Flugannullierung auf außergewöhnliche Umstände zurück zu führen ist. Und das sei ein Streik. "Allerdings muss in einem solchen Fall das Unternehmen alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, damit der außergewöhnliche Umstand nicht eintritt. Ob Lufthansa wirklich alles Zumutbare getan hat, um den Streik zu verhindern, kann ich natürlich nicht beurteilen", so Silvia Georgi. Sie rät darum dazu, auch diese Ausgleichsleistungen zumindest mit zu beantragen. Den Versuch sei es wert, findet sie.

Kommentar

Hoffen auf Einlenken

Von Katja Grieser

Dass offenbar kaum Reisende aus der Region vom Pilotenstreik bei der Lufthansa betroffen sind, ist eine gute Nachricht. Natürlich ist das auch Reisebüros wie dem in der Greizer Brückenstraße zu verdanken. Inhaberin Henrike Garke hat nicht lange gefackelt und die Lufthansa-Flüge aus ihrem Reiseprogramm gestrichen, um keinen Streikkonflikt hervor zu rufen.
Selbstverständlich haben Piloten das Recht, für ihre Forderungen in den Arbeitskampf zu gehen. Ob allerdings der Reisende dafür Verständnis hat, der vergeblich am Flughafen auf seinen Flieger wartet und sich mit großem Aufwand um eine Alternativfortbewegungsmöglichkeit kümmert, ist zu bezweifeln. Bleibt also nur die Hoffnung auf ein baldiges Einlenken im Lufthansa-Streit.


23. Februar 2010 /OTZ

Nicht extravagant, aber attraktiv

In Beethovens
In Beethovens "Tripel-
konzert" übernimmt
Alexander Hülshoff den
Part des Violoncello.
Foto: Agentur

Tschaikowskis "Pathetique" zum 6. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie

Greiz (OTZ).

Besonders ausgefallen oder extravagant mag es vielleicht nicht sein, das Programm zum 6. Sinfoniekonzert der Vogtland-Philharmonie am kommenden Freitag um 19.30 Uhr im Theater Greiz. Dennoch ist es attraktiv, denn große Namen wie Wagner, Beethoven, Tschaikowski und ausgezeichnete Solisten stehen für anspruchsvolle Unterhaltung. Musikalischer Leckerbissen ist vor allem die Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 von Peter Tschaikowski, die den Beinamen "Pathetique" trägt. Sie stellt den Gipfelpunkt seines Schaffens dar und wurde, wie er selbst öfters während ihrer Entstehung bemerkte, sein bestes Werk. Musikalisch gänzlich gegensätzlich ist das zum Auftakt erklingende Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner. Er fasst hierin alle Grundgedanken der Oper, die mit viel Humor und Originalität die starren Verhältnisse der deutschen Kunst aufs Korn nimmt, in sogenannten Leitmotiven zusammen. Das folgende Konzert für Violine, Violoncello und Klavier C-Dur op. 56 ("Tripelkonzert") wird eher zu den weniger bedeutenden Werken von Beethoven gezählt. Trotzdem verzaubert das reizvolle "Nebenwerk" durch das virtuose Spiel gleich dreier Solisten. Den Part der Violine übernimmt Friedemann Eichhorn, am Violoncello Alexander Hülshoff und am Klavier spielt Andreas Frölich. Am Pult des Klangkörpers wird Stefan Fraas stehen. Das Einführungsgespräch zum Konzert mit Dr. Wolfgang Horlbeck findet wie gewohnt um 18.45 Uhr im Klubraum I des Theaters statt. Der Konzertbus fährt nach dem Konzert über die Stationen Reißberg und Pohlitz nach Elsterberg.
Eintrittskarten sind erhältlich im Theater der Stadt Greiz unter Tel.: (03661) 6 28 80, in der Greiz-Information unter Tel.: (03661) 68 98 15, bei der Buchhandlung Jäkel unter Tel.: (03661) 23 82, in der Buchhandlung Bücherwurm unter Tel.: (03661) 30 12 sowie in der Zeulenroda-Information unter Tel.: (036628) 8 24 41.
Das 7. Sinfoniekonzert der Vogtland-Philharmonie findet nicht, wie irrtümlich im Jahresheft angekündigt, am 27., sondern am 26, März statt.


23. Februar 2010 /OTZ

Nistkästen fast ausgebucht

Wolfgang Frühauf, Torsten Franke, Irene Lumpe und Irmgard Seemann (von links) reinigen die Nistkästen im Greizer Park.
Wolfgang Frühauf, Torsten Franke, Irene Lumpe und Irmgard
Seemann (von links) reinigen die Nistkästen im Greizer Park.
Foto: Josef Lumpe

Neun verschlissene Nisthilfen im Park von Greizer Ornithologen ersetzt

Von Josef Lumpe Greiz.

Vor elf Jahren wurde das Nistkastenrevier im Greizer Park von Mitgliedern des Vereins Ostthüringer Ornithologen Greiz eingerichtet und wird seither regelmäßig betreut. Bei der diesjährigen Kontrolle mussten neun verschlissene Nisthilfen ersetzt werden. Die jährliche Reinigung ist notwendig, um lästige Mitbewohner wie Wanzen, Milben, Läuse und anderes Kleingetier mit den Nestern zu entfernen. Gleichzeitig kann festgestellt werden, welche Vögel die Kästen zur Brutzeit benutzt haben. Dieser Aufgabe widmeten sich diesmal Wolfgang Frühauf, Torsten Franke, Andreas Kanis, Irene Lumpe, Irmgard Seemann und Sigfrid Schaarschmidt. Von den 88 künstlichen Nisthöhlen im Greizer Park sind in der vergangenen Brutsaison 80 von Vögeln bewohnt gewesen. Das stellt die bisher höchste Auslastung dar. Dafür wurden erstmalig weder Nahrungsdepots noch Schlafplätze von Mäusen gefunden. Das zeugt von einer starken Dezimierung der Population dieser Kleinsäuger unter anderem im nassen Frühjahr 2009. Das war schon an den geringen Bruterfolgen von Turmfalken und Schleiereulen ablesbar, denen zur Jungenaufzucht die Beutetiere fehlten. Als Mitbewohner konnten dafür in vier Fällen anhand der gefundenen Wabennester Hornissen (1), Wespen (2) und Bienen (1) ermittelt werden. In fünf Fällen kam es in den Nistkästen zu einer doppelten Belegung durch Meisen und Trauerfliegenschnäpper. In fünf weiteren Kästen wurde der Nestbau abgebrochen. Der Grund könnte am Tod eines Brutpartners gelegen haben, sei es aufgrund seines Alters oder durch einen Vogeljäger wie den Sperber. Mit 32 Bruten war wiederum die Kohlmeise am stärksten vertreten, gefolgt vom Trauerfliegenschnäpper mit 25, von der Blaumeise mit 14, und vom Kleiber mit vier Bruten. Immer wieder kommt es vor, dass nicht aus allen Eiern Jungvögel schlüpfen und nicht alle geschlüpften Jungvögel überleben. Folglich wurden 24 nicht ausgebrütete Eier und 22 tote Nachkommen gefunden. Das ist angesichts der Vielzahl der Bruten ein durchaus positives Ergebnis und zeugt von einem relativ guten Brutjahr. Durch große Gelege (Meisen bis 13 und Trauerfliegenschnäpper bis 7 Eier) werden die Verluste schnell ausgeglichen. Der Fortbestand der Vogelart wird auf diese Weise nicht gefährdet.
Ansammlungen von Vogelkot zeigten in 22 Fällen an, dass die künstlichen Behausungen von den Tieren ebenfalls als sichere Schlafplätze genutzt wurden. Das Geschehen im Greizer Park wurde auch in diesem Jahr wieder von Parkbesuchern verfolgt.


23. Februar 2010 /OTZ

Naherholungsgebiet für die Greizer

Die Blaue Maus soll noch attraktiver werden.
Die "Blaue Maus" soll noch
attraktiver werden. 

Kleingartenanlage "Hermann Löns" auf dem Reißberg will noch attraktiver werden

Greiz (OTZ/P. R.).

Unlängst hatte der Vorstand der Kleingartenanlage "Hermann Löns" Greiz aktive Mitglieder der Anlage zu einer Zusammenkunft in das Vereinsheim "Blaue Maus" eingeladen, um ihnen für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit im Umfeld der Anlage und bei den Festivitäten zu danken. Eine Runde, die natürlich nicht nur über das Geleistete sprach, sondern sich auch Gedanken über die weitere Entwicklung der Anlage, nicht nur als Erholungsfaktor für die Mitglieder, sondern auch als Naherholungsgebiet für die Greizer und ihre Gäste machte. So sollen noch intensiver das Umfeld der Kleingartenanlage einschließlich des Außenzaunes gepflegt, die Freiflächen und Wege in der Anlage in Ordnung gehalten und damit das Vereinsheim "Blaue Maus" attraktiver gemacht werden. Natürlich ist auch das alljährliche Sommerfest der Anlage am 10. Juli im Veranstaltungskalender für 2010 fest verankert. Sicher werden die Frauen des Gartenvereins wieder mit ihrem hausgebackenen Kuchen die Gaumen der Besucher kitzeln. Auch die Kinder werden auf ihre Kosten kommen und das Tanzbein kann geschwungen werden. Einen Tag vor dem Sommerfest findet die Mitgliederversammlung der Kleingartenanlage statt. Auch am Frühjahrsputz der Stadt Greiz Ende April werden sich die Mitglieder des Vereins beteiligen und das Umfeld der Anlage unter ihre Obhut nehmen. Genauso wie Ende Oktober wieder der Container für den Abtransport von Baum- und Heckenschnitt bereit gestellt wird.


23. Februar 2010 /OTZ

Reisender Missionar in Großkundorf

Hausvater Klaus Weber und sein Team laden zum offenen Abend in die Ranch ein.
Hausvater Klaus Weber und
sein Team laden zum offenen
Abend in die "Ranch" ein.

Frans Schadee am Sonnabend auf der Ranch

Großkundorf (OTZ).

Zu einem offenen Abend mit Frans Schadee lädt die Werk- und Lebensgemeinschaft "Die Ranch" für den kommenden Sonnabend um 19 Uhr nach Großkundorf ein. Frans Schadee, Jahrgang 1928, wurde in Vlaardingen in den Niederlanden geboren. Er gründete 1966 die Internationale Bibel-Mission und ist seitdem als reisender Missionar unterwegs. Seine Missionsreisen führten ihn in viele west- und osteuropäische Länder sowie nach Japan, Asien, Nord- und Südamerika. Im großen Saal der Ranch wird der Weitgereiste aus seinem Leben berichten. Frans Schadee verbringt eine schwierige Jugend in den Niederlanden, wo sein Vater während der Besatzungszeit mit den Deutschen kollaboriert. Früh von seinen Altersgenossen ausgegrenzt, wird Frans als Teenager nach Polen geschickt, wo er für die deutschen Besatzer als Hotelbursche arbeitet. Durch unglückliche Umstände findet er sich im KZ Majdanek wieder, wo er Furchtbares erlebt und nur um Haaresbreite dem Tod entgeht. Nach der Befreiung kehrt Schadee an seinen Arbeitsplatz zurück, muss aber bald mit vielen anderen nach Westen fliehen. Nach Wochen erreicht er seine Heimat, ist jedoch durch das Erlebte zutiefst traumatisiert und für sein Leben gezeichnet. Von Freunden zu einer Evangelisation mit Billy Graham eingeladen, findet er schließlich Frieden und eine neue Lebensperspektive im christlichen Glauben. Er beginnt einen Dienst als reisender Evangelist. Im März 2007 erscheint Frans Schadees aktuelles Buch und seine Lebensgeschichte "Vom Stacheldraht zur Dornenkrone - Mein Leben zwischen KZ und Eisernem Vorhang" im Wittener Verlag R. Brockhaus, ein christliches Medienunternehmen evangelikaler Prägung.
Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung oder zur Lebensgemeinschaft "Die Ranch" in Großkundorf gibt es unter Tel.: (036624) 2 28 70 oder kontakt@die-ranch.de.


23. Februar 2010 /OTZ

LESERBRIEFE

Das Datum (11.02.2010) rückwärts gelesen, dann sind wir im nächsten Jahr.

Die siegreichen Schülerköche aus Triebes.
Die siegreichen Schülerköche
aus Triebes.
Foto: Peter Wild

Warum denn schon ins nächste Jahr schauen?

Na, weil der Volkszorn immer größer wird. Wir leben heute in einer Zeit, wo ein Familienvater mit seinem Einkommen kaum noch Frau und Kinder ernähren kann. Schätzungsweise gibt es noch 30 Prozent (1. Klasse), die das können. 30 Prozent (2. Klasse)sind es, die sich durchkämpfen, 30 Prozent (3. Klasse), die in Armut leben und die restlichen zehn Prozent (4. Klasse), die gar nichts haben. Dieses Unverhältnis ist schädlich. Die Schuldigen zu suchen, wäre unangebracht. Die einzige Variante - alle arbeitsfähigen Menschen in Lohn und Brot zu bringen. Aus Geld noch mehr zu machen, führte zur Krise. Auch jetzt kann Gold, im Gegensatz zu Papiergeld, nicht beliebig vermehrt werden. Wenn also der Goldwert des Geldes nicht mehr da ist, dann wiederholt sich die Geschichte durch Inflation.
Renate Chalupka, Zeulenroda-Triebes

Am 30. Januar fand beim SV 1975 Zeulenroda der 29. Sportlerfasching in der Stadthalle Zeulenroda statt und es war wieder einmal Klasse zu sehen, mit welchen Mühen und Engagement die Sportler den Fasching vorbereiteten und zum Erfolg brachten. Wir möchten uns bei allen Helfern und natürlich dem treuen Publikum bedanken, dass mit viel Begeisterung und Superstimmung dazu beigetragen hat.
Frank Fleischer, Zeulenroda

Nicht "Futtern wie bei Muttern" stand auf der Speisekarte unserer Schülerköche zum Regionalausscheid, sondern die gehobene Küche, die "Haute Cuisine". Das Team der Unesco-Projekt-Schule Triebes wählte als Thema eine "kulinarische Zeitreise" aus Anlass des Jubiläums "60 Jahre Deutschland". Zutaten der traditionellen Küche und der der heutigen Zeit wurden angepasst und kreativ verbunden. Viele Übungsstunden unter der fachlichen Anleitung von Frau Marks und Frau und Herrn Scheuner aus dem Bio-Seehotel führten unser Kochteam zum Sieg beim Regionalausscheid.
Peter Wild, Rektor der Schule Triebes

Der CDU-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher Volker Emde will die Ergebnisse der aktuellen Bertelsmann-Studie "Qualität frühkindlicher Bildung in Deutschland muss verbessert werden" nicht akzeptieren. Warum wohl? Insgesamt erreicht kein Bundesland den von der Bertelsmann-Stiftung empfohlenen Personalschlüssel von 1: 7,5, der auf internationalen Erfahrungen basiert. "Der Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen", sagte Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger. "Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich individuell gefördert werden." Die Situation in den einzelnen Bundesländern zeigt, dass die Bildungschancen für Kinder ab drei Jahren, wenn sie eine Kindergartengruppe besuchen, je nach Wohnort unterschiedlich sind. Alle östlichen Bundesländer haben deutlich schlechtere Personalschlüssel. In Sachsen-Anhalt liegt er bei 1 zu 11,6, in Brandenburg bei 1 zu 12,1, in Thüringen und Sachsen bei 1 zu 12,6, gefolgt von Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit 1 zu 13,4. Der beste Personalschlüssel in Kindergartengruppen besteht in Bremen (1 zu 8), in Rheinland-Pfalz (1 zu 8,2) und in Baden-Württemberg (1 zu 8,9). Mit dem Personalschlüssel von über 1 zu 9 in Kindergartengruppen liegen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Saarland, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern sowie Hessen im Mittelfeld. Den Worten Emdes kann ich nicht vertrauen. Seine Aussage: "Die Bildung steht in Thüringen an erster Stelle und sie ist die einzige Chance, das Land weiter voranzutreiben", ist ein leeres Versprechen. Nehmen wir den Politiker beim Wort und sammeln gemeinsam Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik.
Stanislav Sedlacik, Hohenleuben, per E-Mail

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung.
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23. Februar 2010 /OTZ

Warmes Bier zum Bundeslied

Christian Großmann
Christian Großmann

Männerchor Dörtendorf probt dank Aufruf in der OTZ jetzt mit einem neuen Leiter

Von Steffen Beikirch Dörtendorf (OTZ).

Irgendetwas riecht. Ralf Dietzel steht hinterm Tresen, ist sich aber keiner Schuld bewusst. Vor sich eine gelblich schäumende Flüssigkeit auf dem Herd, deren Dunst sich im Dorfgemeinschaftshaus zum Glück schnell verzieht. Für die Stimmbänder soll´s gut sein, wenn der Gerstensaft etwas überschlagen ist. Deshalb gibt es warmes Bier aus dem Kochtopf, während der Dörtendorfer Männerchor das "Bundeslied" probt. An dem U aus Tischen und Stühlen sitzen Mannsbilder jeden Alters hochkonzentriert. "Ihr wart knapp daneben", sagt der Neue, der zwischen ihnen auf und ab schreitet. Er sucht Blickkontakt und trägt die Hände vorm Körper, damit deren Signale gut sichtbar sind. "Traut euch! Hier hört uns keiner", ermuntert er die Sangesbrüder, auf Kommando auch mal nur zu summen. Die Sänger und ihr neuer Chef fanden durch einen Hilferuf in der OTZ zusammen. Mitte Januar hieß es "Dirigent für Männerchor gesucht". Und binnen kurzer Zeit seien daraufhin drei Anfragen eingegangen, berichtet Chormitglied Andreas Staps. Aus Greiz und aus Gera wurde Interesse bekundet. Die Gerschen zogen aber gleich eine Übernahme durch einen anderen Chor vor. Dann klopfte ein Triebeser an, der sich erst nicht so recht getraut haben soll. Eine Arbeitskollegin, heißt es, habe ihn aber versucht zu überzeugen. Sie wusste von den gesundheitlichen Problemen Anton Daburgers, der im Sommer 2009 aus genau diesen Gründen die Dörtendorfer Männer ziehen lassen musste. Nun bekam nach einem halben Jahr ohne Leiter Christian Großmann seine Chance. Der gelernte Zimmerer, der als Mechatroniker in einem Zeulenrodaer Ingenieurbüro arbeitet, wirkt bereits seit 22 Jahren im Triebeser Fanfarenzug mit, ist dort "Blockführer Fanfaren" und ansonsten Autodidakt. "Es wäre schade gewesen, wenn dieser Chor den Bach runter gegangen wäre", erklärt der 32-jährige Triebeser seine Motivation, sich um die Chorleiterstelle im Nachbarort zu bewerben. Er selbst hat den Drang, etwas Neues dazu zu lernen. Den Sängern machte er gleich klar, was er kann und was nicht. Drohte ihnen an, "dass es ein bisschen Arbeit" mit ihm wird. Dass sie ihn trotzdem wollten, freut ihn natürlich sehr. Gab es zur ersten Singstunde noch Verstärkung durch Hans Wolf Oberreuter aus Zeulenroda, der bis April auch alle vier Wochen nach dem Rechten sieht, so führt Christian Großmann inzwischen schon bei seiner dritten Probe allein Regie. Die Sangesbrüder mögen ihn. "Das passt schon", sagt Marcel Pohl, der seit über 15 Jahren zur Stange hält. "Das ist unser Mann", meint auch Andreas Staps. "Wenn es dabei bleibt, haben wir ein gutes Los getroffen." Die erste gemeinsame Zielstellung lautet: kleinere Jubiläumsauftritte im privaten Kreis meistern. Am 23. März steht die erste Feier bei einem Sangesbruder an. Und dann möchte man sehr gern Ende Juni zum traditionellen Sängertreffen auf der Burgruine Reichenfels mit von der Partie sein, was der erste öffentliche Auftritt unter neuer Leitung wäre. Die Sänger sind ehrgeizig. Verlieren aber nie den Humor, wie Manfred Schreiber spitzbübisch bewies: "Beim Arbeiten und beim Singen, da lässt sich nischt erzwingen."


23. Februar 2010 /OTZ

Leserbriefe/Leserdank

Lieber umsiedeln

Zu „Nutrias gegen Absprache getötet", OTZ vom 19. Februar:

Warum muss man diese Tiere töten, qualvoll mit Fallen? Die Tiere haben Nachwuchs und die Besucher des Parks, besonders die Kinder, freuen sich riesig, wenn sie die Tiere sehen. Zumal die Tiere sehr zahm sind und leider nicht weglaufen. Ich bin der Meinung, man sollte sie umsiedeln und nicht töten, oder vielleicht kann man die weiblichen Tiere sterilisieren, um die Vermehrung einzudämmen. Hoffentlich gibt es noch mehr Menschen, die sich für das Leben der Tiere stark machen.

R. Reisinger, per E-Mail


Brutal

Zum gleichen Thema:

Wer im Greizer Park die Nutriafamilie sehen will, sollte sich beeilen, denn die Nutrias werden mit Bügelfallen gefangen und mit dem Hammer erschlagen. Kinder und Besucher des Parks können sich von dem brutalen Spektakel überzeugen. Aber bitte Vorsicht, denn die Fallen sind für jeden zugänglich.

Robby Petters, Greiz


Handeln notwendig

Zum gleichen Thema:

Die Nutrias sind zwar auf den ersten Blick niedlich. Jedoch gebe ich zu bedenken, dass sie sehr schnell zum Problem werden könnten. Nach einer Tragzeit von 130 Tagen können drei bis sieben, ja sogar bis zu 13 Jungtiere zur Welt kommen. Es können bis zu drei Würfe im Jahr erfolgen. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Nutrias der Greizer Park mit seinen Ökosystem verkraften kann. Ich halte es schon seit längerer Zeit für notwendig, dass die Verantwortlichen sich damit beschäftigen, um eine Überzahl zu vermeiden.
Des Weiteren ist es ja gut, dass wir eine Parkordnung haben, In letzter Zeit habe ich den Eindruck gewonnen, es interessiert keinen, was darin steht, geschweige denn wird sich daran gehalten Immer wieder sieht man frei laufende Hunde, Fahrradfahrer, Lagern auf den Wiesen. Im Interesse dieses hervorragenden Landschaftsparkes sollte man versuchen, den vorhandenen Vorschriften auch zur Einhaltung zu verhelfen.

Gudrun und Holger Dietzel, Greiz


Super Stimmung

Zum Fasching in Kurtschau:

Mit drei Veranstaltungen sorgte auch die Sportgemeinschaft Kurtschau in diesen Jahren für Jubel und Heiterkeit. Am 6. Februar startete die Faschingszeit in Kurtschau. Nach einem dreifachen „Donner Lippchen" tobte in der Turnhalle der Bär. Ob mit der Nachwuchs- Gruppe, welche sich von den Sieben Zwergen und Schneewittchen inspirieren ließen, oder eine Hexentanz der Frauen-Sportgruppe — jeder Auftritt wurde von den Gästen mit frenetischem Beifall begleitet. Zugabe-Rufe blieben natürlich auch beim Hauptakt nicht aus: Während einer musikalisch und tänzerisch untermalten Weltreise landete der Flieger immer wieder zum Beispiel in den Niederlanden, China, Brasilien oder auch Irland.
Auch ohne Programmteil sorgte das Publikum für beste Stimmung, so dass der zweite Teil des Showacts sogar um mehr als 30 Minuten verschoben werden musste. Wie jedes Jahr übertrafen sich die Karnevalisten auch in 2010 mit ihren Kostümideen, egal ob Wikinger, Fliegenpilze oder Simpsons — jedes Kostüm war individuell und einzigartig. Nun müssen alles Freunde und Sympathisanten des Kurtschauer Faschings noch ein Jahr warten, bis es wieder heißt: „Donner Lippchen".

Sebastian Lange, Greiz


Dank an Narren

Zum Fasching an der Grundschule Bertolt Brecht:

Am Faschingsdienstag stieg unsere diesjährige Faschingsparty von der Grundschule „Bertolt Brecht" und der Carolinenschule wieder gemeinsam. Nachdem alle Faschingsnarren über einen Hindernisparcours in die geschmückte Turnhalle eingezogen waren, begann eine Polonaise für alle. Bei Diskomusik tanzte die Prinzessin mit dem Teufel, der Räuber mit Pippi Langstrumpf, der Frosch mit dem Cowboy.
Bei lustigen Spielen konnten kleine Preise gewonnen werden. Als Höhepunkt tanzten für alle die Minis und Teenies des Obergrochlitzer Karnevalvereins. In wunderschönen Kostümen und mit einer gelungenen Choreographie begeisterten sie alle Partygäste. Im Namen aller Narren geht ein ganz großes Dankeschön an den Obergrochlitzer Karnevalsverein für diesen tollen Programmbeitrag.

Schulleiterin Sabine Noack


Beliebter Arzt

Ende 2009 ist ein Greizer Arzt in den verdienten Ruhestand gegangen, der beliebt und bekannt war. Dr. Frank Thomas war viele Jahrzehnte als Allgemeinarzt tätig und kann als ein wirklicher „Hausarzt" angesehen werden, weil er stets für seine Patienten da war. Vor allem seine menschliche Art und die vertrauensvollen Gespräche mit seinen Kranken haben ihn ausgezeichnet.
Wir möchten uns auf diesem Wege für seine verdienstvolle Arbeit bedanken und gleichzeitig alle guten Wünsche für sein Rentnerdasein aussprechen. Seinem Sohn Carsten, der die Praxis weiter führt, ebenfalls alles Gute.

Gerhard und Gudrun Zaumseil, Greiz


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung.
Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lr-greiz@otz.de.


23. Februar 2010 /OTZ

Bettina Winkler siegt in Berlin

Die Siegerin des Brandenburger Hallencups, Bettina Winkler, mit ihrem Zweispänner. Die Fahrerin des RFV „Gestüt Bretmühle holte sich den Sieg beim Wettkampf auf der Grünen Woche in Berlin.
Die Siegerin des Brandenburger Hallencups, Bettina Winkler, mit
ihrem Zweispänner. Die Fahrerin des RFV „Gestüt Bretmühle"
holte sich den Sieg beim Wettkampf auf der Grünen Woche
in Berlin.
Foto: Hanno Strauß

Fahrsport, Brandenburger Hallencup der Zweispänner: Weitere Höhepunkte in Aussicht

Von Peter Reichardt Berlin (OTZ).

Die Internationale Grüne Woche in Berlin ist für viele ein fester Termin im Messekalender und hat damit nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern weit darüber hinaus eine besondere Ausstrahlung. Deshalb auch war der Landkreis Greiz dort im Januar diesen Jahres präsent und hatte mit dem Töpfermeister Ralf Naundorf aus Waldhaus mit seiner Töpferscheibe einen besonderen Anziehungspunkt. Doch nicht nur Ralf Naundorf, sondern auch Bettina Winkler vom Reit- und Fahrsportverein (RFV) "Gestüt Bretmühle" war für die Region Greiz in Berlin präsent. Sie startete am 25. Januar beim Brandenburger Hallencup, der anläßlich der Internationalen Grünen Woche auf dem Berliner Messegelände gestartet wurde, mit ihrem Zweispänner in einer kombinierten Hindernisprüfung und konnte sich dort ganz ausgezeichnet in Szene setzen. Sicher waren die äußeren Bedingungen - auf der Abreitfläche herrschten immerhin minus 18 Grad - nicht unbedingt die besten, doch ein sechster Platz von 33 startenden Gespannen bei zwei Umläufen am Vormittag ließ die Pferdesportfreunde beim Brandenburger Hallencup und den Besuchern in der Halle aufhorchen. Und das sollte sich noch steigern, denn in der zweiten Prüfung, die am Nachmittag dieses Tages gefahren wurde, zeigte sie mit ihren eingespannten Pferden "Amazone" und "Nirvane" in zwei Umläufen eine blitzsaubere sowie fehlerfreie Leistung auf dem Hallenparcours und erkämpfte sich verdient die Siegerschleife beim Brandenburger Hallencup im Zweispännerfahren. Ein toller Auftakt des Wettkampfjahres 2010 für Bettina Winkler vom RFV Gestüt Bretmühle , die sich schon jetzt mit ihrem Gespann auf den nächsten Höhepunkt vom 26. bis 28. März beim "Großen Preis von Sachsen " - ebenfalls ein kombiniertes Hindernisfahren für Zweispänner - in der Zwickauer Stadthalle vorbereitet.
Auch Hubert Jäschke vom RFV Mohlsdorf bereitet sich auf dieses Turnier vor, er wird ebenfalls beim "Großen Preis" in Zwickau starten. Bleibt nur, beiden Fahrern und ihren Gespannen dazu viel Erfolg zu wünschen.


23. Februar 2010 /OTZ

Schmidt, Gerbert und Lamb erfolgreich

Lennard Schmidt
Lennard Schmidt

Eisschnelllauf: Nachwuchs des TSV Mylau eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt

Von Katrin Müller Chemnitz/Erfurt (OTZ).

Von einem Wettkampfhöhepunkt zum anderen laufen besonders die jüngeren der Eisschnellläufer auf ihren flinken Kufen. So fanden sich die Acht- bis Zehnjährigen am Sonnabend in Chemnitz zum Sachsen-Thüringen-Pokal ein. Wieder gab es einen Wettstreit von sechs Vereinen um Pokalgold: Erfurt, Dresden, Chemnitz, Crimmitschau und Mylau waren gemeldet und angereist. Acht Sportler des TSV Mylau standen wieder mit auf der Startliste und schließlich auch als sehr erfolgreich auf dem Ergebnis-Protokoll. Ausgeschrieben waren für die Altersklassen acht und neun jeweils 100 m und eine Runde (400 m) Massenlauf, für die Altersklasse 10 standen 100 m und zwei Runden Massenlauf auf dem Programm. Die erfolgreichsten Teilnehmer waren Lennard Schmidt (9) und Philipp Gerbert (10), beide wurden in ihren Altersklassen Pokalgewinner. Die Bronzemedaillen erkämpften sich Susette Gerbert (8) und Linda Reinhold (10). Clemens Herrmann (9) verfehlte mit nur 0,4 Punkten Rückstand den Podestplatz und wurde Vierter. Im starken Starterfeld der Altersklasse 10 belegten Jessy Seifert und Maximilian Mothes beide Gesamtrang 7. Maximilian konnte sich zudem noch über eine persönliche Bestzeit über 100 Meter freuen. Nico Wilfert kam in der gleichen Altersklasse auf Platz 16. Zum Ende stand wieder ein Staffelrennen für die Vereinsmannschaften auf dem Programm. Fast wäre jedoch der Start wegen eines fehlenden Sportlers der Altersklasse acht für Mylau ins Wasser gefallen, aber dann bekam die Staffel-Mannschaft kurzfristig noch Unterstützung vom Chemnitzer Verein und war somit komplett. Für die Staffel wurden Susette Gerbert, Arian Klemendi (ECC), Lennart Schmidt, Clemens Herrmann, Maximilian Mothes und Philipp Gerbert gesetzt, und sie schnappten den beiden Crimmitschauer Vereinen CPV und CEV Gold vor der Nase weg. Auch eine Deutsche Meisterin gilt es zu vermelden. Doreen Lamb lief bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen 16/17 in Erfurt allen Konkurrentinnen davon. Mit drei Streckensiegen und einem zweiten Platz ließ sie souverän auch die älteren Teilnehmerinnen hinter sich. Auch Florian Bischof (18) hatte die Nominierung zur "Deutschen" in der Tasche und belegte in der Altersklasse 18/19 ebenfalls in Erfurt den 14. Gesamtrang. Auch am letzten Februarwochenende folgen wichtige Wettkämpfe. Die 10- und 11-Jährigen starten am Sonnabend in Dresden zur Sachsenmeisterschaft und schon am nächsten Tag geht es nach Erfurt, denn dort findet der letzte Sachsen-Thüringen-Pokal für die jüngeren Jahrgänge statt.
Zum gleichen Wettkampf werden die Altersklassen 11 bis 17 am selben Tag nach Chemnitz gerufen.

Ergebnisse Sachsen-Thüringen-Pokal: Susette Gerbert (8): Ges. 3.; 100m 17,01 (5.); Massenl. 1 Runde: 1:01,48 (3.); Lennard Schmidt (9): Ges. 1.; 100m 14,37 (2.); Massenl. 1 Runde: 48,81 (1.); Linda Reinhold (10): Ges. 3.; 100m 13,96 (3.); Massenl. 2 Runden: 1:33,80 (3.); Philipp Gerbert (10): Ges. 1.; 100m 13,11 (1.); Massenl. 2 Runden: 1:30,30 (1.).


23. Februar 2010 /OTZ

Bald fliegen sie wieder

Die Obergrochlitzer Luftsportler sind startklar.
Die Obergrochlitzer Luftsportler
sind startklar.
Foto: privat

Für den Luftsportverein Greiz-Obergrochlitz beginnt am 3. April die neue Flugsaison

Greiz-Obergrochlitz (OTZ/Peinl).

Am 3. April beginnt die neue Flugsaison. In diesem Jahr haben sich die Mitglieder des Luftsportvereins Greiz-Obergrochlitz viel vorgenommen. Das vergangene Halbjahr kümmerten sich die Luftsportler intensiv um die Wartung der Flugtechnik und die vereinsinterne Weiterbildung. Unter anderem wurden neue Flugleiter und Fallschirmwarte ausgebildet. Im Moment beginnt der Theorieunterricht für die Segelflugschüler, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung begonnen haben. Natürlich sucht der Verein auch 2010 wieder viele Fluginteressierte. Zu den fliegerischen Höhepunkten 2010 zählt einerseits das Landesjugend-Vergleichsfliegen, das im Juni am Flugplatz Gera stattfinden wird. Junge Luftsportler aus ganz Thüringen werden daran teilnehmen. Anschließend findet der Wettbewerb im Streckensegelflug der Euregio Egrensis am Flugplatz Greiz-Obergrochlitz statt. Im selben Rahmen richtet der Luftsportverein Greiz die Thüringer Landesmeisterschaft im Streckensegelflug aus. Auch die Kooperation mit anderen Vereinen kommt nicht zu kurz. Es werden wieder viele Veranstaltungen gemeinsam mit dem Motorsportclub Greiz ausgerichtet, und im September hält der Modellflugverein sein jährliches Flugplatzfest ab. Für alle Freunde des Drachensteigens ist am 7. November das Drachenfest geplant, das von der Vereinsjugend organisiert wird.
Weitere Informationen rund um den Luftsportverein Greiz-Obergrochlitz gibt es im Internet unter www.lsv-greiz.de oder am Wochenende telefonisch unter (03661) 30 96.


23. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Frost lässt Reichenbachs Kämmerer zittern

Reichenbach – Erste Frostschäden beseitigt: Im Zeitraum von Dezember 2009 bis Anfang Februar 2010 wurden bereits einige Straßen im Stadtgebiet von Reichenbach repariert. Die gröbsten Straßenschäden wurden laut Stadtsprecherin Heike Keßler auf dem Obermylauer Weg, der Bebel-, Baumgarten-. Buchen-, Eschenstraße sowie im Wasserturmgebiet in Angriff genommen. Für die Straßenreparatur bei eiskalten Temperaturen wurde ein spezielles Kaltmischgut verwendet. „Kaltmischgut ist ein Spezialprodukt, das bis minus 25 Grad Celsius einsetzbar ist“, so Keßler. Voraussetzung für dessen Einsatz sei ein trockener Untergrund beim Aufbringen. Der Preis pro Tonne Kaltmischgut liegt bei 900 bis 1000 Euro und reicht je nach Größe und Tiefe des Schlaglochs für rund 50 zu reparierende Straßenschäden. Aus Kostengründen werde das Material ausschließlich zur Beseitigung von Gefahrenstellen eingesetzt – also zum punktuellen Verschließen von Schlaglöchern. Großflächige Schadstellen könnten mit diesem Material nicht behandelt werden. Auf Grund der lang anhaltenden Frostperiode sei bereits jetzt absehbar, dass im Vergleich zum Winter 2008/09 mehr Straßenschäden – vor allem großflächige Aufbrüche – zu verzeichnen sind. Der tatsächliche Schadensumfang könne erst ermittelt werden, wenn der Boden frostfrei ist.
va


23. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Deutscher Dauerwinter
Deutscher Dauerwinter
Zeichnung: OTZ/Bruns


Mit dem Kran ins Schulgebäude bugsiert

Für die umfangreichen Umbauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Lessing-Regelschule in der Greizer Heinrich-Fritz-Straße, in das noch in diesem Jahr das Gymnasium einzieht, rollen ständig Materialtransporte an. Mit Hilfe eines Krans werden Gipsplatten für den Bau von Zwischenwänden in rund zehn Metern Höhe durch ein Fenster bugsiert.
Foto: OTZ/Christian Freund

Für die umfangreichen Umbauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Lessing-Regelschule in der Greizer Heinrich-Fritz-Straße, in das noch in diesem Jahr das Gymnasium einzieht, rollen ständig Materialtransporte an. Mit Hilfe eines Krans werden Gipsplatten für den Bau von Zwischenwänden in rund zehn Metern Höhe durch ein Fenster bugsiert.


Böhme-Biografie wird vorgestellt

Spannend war es für all jene Besucher, die am 9. März 1990 im Greizer Kino UT-Lichtspiele bei der Lesung des Schriftstellers Jürgen Fuchs (links) dabei waren. Denn als Ehrengäste wurden der Vorsitzende der SPD der DDR, Ibrahim Böhme (Mitte), und Wolfgang Templin vom Bündnis 90 begrüßt. Eine Böhme-Biografie wird am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Weißen Saal von Christiane Baumann und Ulrike Poppe vorgestellt.
Foto: OTZ-Archiv/Freund

Spannend war es für all jene Besucher, die am 9. März 1990 im Greizer Kino „UT-Lichtspiele" bei der Lesung des Schriftstellers Jürgen Fuchs (links) dabei waren. Denn als Ehrengäste wurden der Vorsitzende der SPD der DDR, Ibrahim Böhme (Mitte), und Wolfgang Templin vom „Bündnis 90" begrüßt. Eine Böhme-Biografie wird am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Weißen Saal von Christiane Baumann und Ulrike Poppe vorgestellt.


Eröffnungsband für Festival gesucht

„Rock für ein buntes Vogtland"-Bandcontest

Reichenbach (OTZ/M.Hilbert).

Mit einem Bandwettbewerb sucht das Team des Musikfestivals „Rock für ein buntes Vogtland" an der Göltzschtalbrücke die Eröffnungsband für die diesjährige Auflage. Bis zum 18. März haben Nachwuchsmusiker aus dem Vogtland noch Zeit, sich für den Ausscheid zu bewerben. Aus den Anmeldungen werden fünf Bands gewählt, die dann am 10. April im Reichenbacher Neuberinhaus live gegeneinander antreten. Das Publikum wählt dann per Stimmzettel seinen Favoriten, im Falle eines Unentschiedens wird eine Jury den Sieger küren.
Zur Erstauflage von „Rock für ein buntes Vogtland" im vergangenen Jahr konnten mehr als 2000 Menschen begrüßt werden. Vor einem ähnlich großen Publikum wird der Sieger des Bandwettbewerbs die diesjährige Auflage des Festivals am 12. Juni vor der Göltzschtalbrücke eröffnen. Als zweiter Preis ist die Aufnahme einer Demo-CD in einem Tonstudio ausgelobt. Bewerbungen zur Teilnahme an dem Bandcontest sind zu richten an Daniel Kertscher, E-Mail daniel@sk-audioworks.de, und sollten neben einer kurzen Band- und Stilbeschreibung auch ein Foto der Gruppe, eine Hörprobe und ggf. die Adresse der Bandhomepage beinhalten. Die Starter des Bandausscheids im Neuberinhaus werden am 19. März auf der Internetseite des Festivals bekannt gegeben. »www.rock-vogtland.de


Winter reißt Loch in die Stadtkasse der Greizer

Greiz (OTZ/-lz).

Auch in Greiz wird durch den langanhaltenden Winter ein Loch in die Stadtkasse gerissen, wenngleich momentan noch keine konkreten Summen dazu angegeben werden können, wie Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) auf OTZ-Nachfrage betonte.
Die Haushaltsstelle für den Winterdienst reiche momentan aus, weil sich die Stadt schon im Vorjahr mit Streusalz bevorratet bzw. rechtzeitig Optionen über die Lieferung von Streusalz ausgehandelt habe. Mit 400 Tonnen hatte sich der Bauhof bevorratet, 800 Tonnen waren über Vorverträge optioniert und daher zum Preis zwischen 60 und 90 Euro pro Tonne zu haben. Gegenwärtig seien Preise von 400 Euro je Tonne im Gespräch, sofern überhaupt lieferbar. Noch 80 Tonnen Streusalz sind von den insgesamt 1200 in dieser Saison in Greiz vorrätig, so Grüner zum aktuellen Stand. Der Personalaufwand sei im Januar/Februar 2010 aufgrund der Wetterlage freilich um etwa 50 Prozent höher, auch die Kosten für Betriebsmittel und Sprit stiegen. Erst wenn die Bevorratung für die nächste Wintersaison bevorsteht, werde man dieses Manko in der Stadtkasse spüren, meint Grüner. Ungleich größer allerdings schätzt er die Kosten, die im Frühjahr durch die Reparatur auftretender Frostschäden auf den Straßen auf die Stadt zukommen.


Lessingturnhalle bald wieder bespielbar

KSB-Chef hofft auf schnelle Reparatur

Greiz (OTZ/M. Hilbert).

Vermutlich bereits am kommenden Wochenende kann der komplette Sportbetrieb in der Turnhalle der Greizer Neustadt, auch „Lessingturnhalle", wieder aufgenommen werden. Uwe Jahn, Vorsitzender des Kreissportbundes Greiz (KSB) zeigt sich dahingehend optimistisch: „Wir konnten das Dach am Freitag begehen und die Stelle, an der es tropft, zunächst vom Schnee zu befreien." Nach näherer Begutachtung sei ein undichtes Dachblech die Ursache für den Wassereintritt. „Wir haben das Problem den zuständigen Personen übergeben und hoffen auf baldige Reparatur", so Jahn Am vergangenen Wochenende mussten abermals Sportveranstaltungen umziehen, unter anderem die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft. „Das war schon eine Herausforderung, es waren immerhin acht Teams und deren Fans", meint Jahn weiter.
Für die Handballbegegnung von Concordia Reudnitz am Sonntag in der Lessingturnhalle ist Jahn aber zuversichtlich, nicht wieder auf Ausweichhallen zurückgreifen zu müssen.


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