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Neun Millionen - das ist ein Wort
Papierfabrik Koehler GmbH investiert dieses Jahr Millionen in energetische Umrüstung Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Die Papierfabrik Koehler GmbH investiert in diesem Jahr rund neun Millionen Euro in die energetische Umrüstung des Standorts: "Wir haben eine zukunftsorientierte Lösung gesucht, mit der wir unabhängig vom Öl- und Gaspreis sind. Zudem ermöglicht sie planbare Energiekosten bis 2020. Ich weiß, was uns die Kilowattstunde in zehn Jahren kostet", wirbt Holger Palm für die Notwendigkeit des Investitionsvorhabens. Auf dem Betriebsgelände gegenüber dem jetzigen Heizwerk wird ein Braunkohlenstaub-Heizkraftwerk entstehen. Die Bauvorbereitung läuft. In Jahresfrist soll das Heizkraftwerk den Probebetrieb aufnehmen. Im Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates, so Palm, habe er das Projekt bereits vorgestellt. Der Werkleiter betont, dass natürlich eine hocheffiziente Filteranlage eingebaut werde. Der Schornstein sei auf 54 Meter Höhe ausgelegt. Die gemahlene, getrocknete Braunkohle wird im geschlossenen Tanklastzug angeliefert. Anfallende Asche geht auf gleichem Wege auf Rücktour. Zwei Tanklastzüge täglich sind nach Angaben des Unternehmens nötig, um das Kraftwerk optimal zu fahren. "Diese Investition", betont Palm gestern im OTZ-Gespräch, "ist ein wichtiger Standortfaktor. Neun Millionen Euro - das ist ein Wort, das gibt wirtschaftliche Sicherheit für die Zukunft".
Die Beschäftigtenzahl der Papierfabrik im Göltzschtal habe man auch über das Jahr 2009 mit 100 Mitarbeitern und acht Auszubildenden konstant halten können. 2009, das bestätigt der Werkleiter, sei besser gelaufen als die Prognose. Trotz Wirtschaftskrise habe man die Absatzmenge gegenüber 2008 konstant halten können - rund 28 500 Tonnen Büro-, Kreativ- und Spezialkarton konnten vom Greizer Werk an den Kunden gebracht werden.
Allerdings habe es aufgrund der Preisentwicklungen einen Umsatzrückgang um 3,5 Prozent gegeben. Unterm Strich bleibt dennoch eine positive Entwicklung innerhalb der Papierindustrie, wie der Branchenkenner weiß. Zudem konnte die Ergebnissituation 2009 durch aktive Arbeit an den Kosten und durch Optimierung des technischen Ablaufs insgesamt um fünf Prozent verbessert werden. "Chance pur" heißt die Aktion dazu innerhalb der Koehler-Gruppe, die Produktivität und Rendite in Zeiten der Wirtschaftskrise gezielt ins Visier nimmt.
Kommentar Nicht nur auf dem Papier Von Kathrin Schulz Keine Frage - die über 100-köpfige Belegschaft der Papierfabrik im Göltzschtal setzt bei weitem nicht allein auf die energetische Umrüstung und den Neubau eines Braunkohlenstaub-Heizkraftwerkes. Ein Weg, den übrigens andere Papierfabriken beim sächsischen Nachbarn ebenfalls realisiert haben. Investiert wird darüber hinaus aktuell in einen neuen Stoffauflauf der Papiermaschine, in das Belüftungssystem der Abwasserreinigungsanlage oder in die Veredlung von Produkten. Neben Büro- und Kreativkarton in tollen Farben, wie das Lager des Hauses zeigt, sind es vor allem die Spezialpapiere mit Know how, deren Absatz ausgebaut werden soll. Papiere für Dachunterspannbahnen beispielsweise; nassfeste oder fungizid-ausgerüstete Papiere haben die Papierwerker zu bieten. Und eine Eigenentwicklung, für die der Markt noch im Aufbau ist: Flammenfeste Papiere, die dennoch flexibel und gut zu verarbeiten sind, wie sie beispielsweise im Messebau gebraucht werden. Zukunft, die hier nicht nur auf dem Papier steht. |
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Nach der Saison ist vor der Saison
Bürgermeister erhält die Stadtmacht zurück - GFG-Präsident mit Resonanz zufrieden Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Am Aschermittwoch, kurz nach der 33. Saison der Greizer Faschingsgesellschaft (GFG), sei man schon erst einmal froh, dass der Fasching für diese Saison ad acta gelegt werden könne, meinte GFG-Präsident Peter Heckel zur gestrigen Rathausschlüsselübergabe an Bürgermeister Gerd Grüner (SPD).
Die Stadtmacht ist somit wieder beim Stadtoberhaupt angekommen. "Doch nach der Saison ist vor der Saison", betonte Heckel, und verwies darauf, dass die Vorbereitungen für die nunmehr 34. närrische Saison der GFG nicht mehr lange auf sich warten lassen. Schon am 1. März treffen sich Vorstand und Gruppenleiter, um den Karneval 2010/2011 zu besprechen. "Dann wird es auch wieder ein spezielles Thema geben", verkündete der Präsident. In diesem Jahr hatte man sich aufgrund der 33. Saison kein zusätzliches Motto überlegt. "Es ist für die einzelnen Gruppen aber einfacher, wenn sie sich an einem vorgegebenen Thema orientieren können", gab Heckel zu bedenken. Auch zahlreiche Vorschläge seien schon eingegangen, verraten wollte er natürlich noch nichts.
Von schwindenden Gästezahlen, wie sie laut Heckel viele Karnevalsvereine verkraften müssen, konnte er gestern nicht berichten. "Wir hatten zirka 2500 Gäste, konnten unsere Besucherzahlen also im Vergleich zu den Vorjahren konstant halten", bilanzierte er. Sieben Veranstaltungen plus der Rathauserstürmung standen zur 33. Saison auf dem Terminzettel. Die größte Resonanz erzielten die Feste, die zur direkten Faschingszeit im Januar oder Februar abgehalten wurden, wie Kinderfasching oder die Schürzenbälle.
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Straßenbau in Teich'dorf noch unter Fragezeichen Bürgerversammlung am 25. Februar geplant Teichwolframsdorf (OTZ/-lz). Das Straßenbauamt in Gera als auch der Zweckverband TAWEG haben die grundhafte Erneuerung der Teichwolframsdorfer Ortsdurchfahrt für 2010 fest ins Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster (TAWEG). Auch Oliver Noritzsch bestätigt, dass das Vorhaben zunächst auf Eis liegt, bis der Landeshaushalt steht und die Visier genommen. Und doch steht das Vorhaben, wie alle Investitionen des Landes, derzeit infrage. „Wir planen beantragten Fördermittel für den Abwasserbereich der geplanten Investition bewilligt sind. Der Zweckverband unter Haushaltsvorbehalt, solange die Haushaltssperre nicht aufgehoben und der Etat 2010 verabschiedet ist, stehen alle Vorhaben unter Fragezeichen", stellt Lothar Lüder, der Leiter des Straßenbauamtes in Gera, auf OTZ-Nachfrage seinen Ausführungen voraus. Geplant ist der Straßenbau also vorzugsweise 2010 und 2011, aber der genaue Zeitpunkt des Beginns muss derzeit offen bleiben. Es geht um den Teil der Teichwolframsdorfer Ortsdurchfahrt, der von Höhe der geplanten Kläranlage etwa 200 Meter vor dem Ortseingang Teichwolframsdorf aus Richtung Kleinreinsdorf kommend, bis zum Abzweig nach Ronneburg verläuft: Ingesamt rund 1400 Meter, die in Kooperation mit dem Zweckverband TAWEG in zwei Jahresscheiben grundhaft erneuert werden sollen. Die Einteilung der Bauabschnitte werde gegenwärtig noch abgestimmt, so Lüder. Allein der Investitionsanteil des Straßenbauamtes für die Erneuerung der Fahrbahn der L 1085 in besagtem Abschnitt ist mit 800 000 Euro veranschlagt.Das Vorhaben liegt auf Eis solange der Landeshaushalt nicht steht. Oliver Noritzsch, Zweckverband TAWEG Hinzu kommt der Investitionsanteil des Zweckverbandes hoffe dennoch, im Laufe dieses Jahres 890 Meter Schmutzwasser-, 300 Meter Regenwasserkanal; 320 Meter Hausanschlüsse für Schmutzwasser, 55 Meter Regenwasseranschlüsse und eine Punpstation an der Krebsbachbrücke bauen zu können. Im Abwasserbereich unterm Strich eine Jahresinvestition von 735 000 Euro. Eine Förderung ist wie gesagt beantragt. Hinzu kommen 550 Meter Trinkwasserleitung, die mit 150 000 Euro veranschlagt ist. Bis etwas über den Sportplatz hinaus hofft Noritzsch die Bauarbeiten 2010 voran treiben zu können. 2011 soll es dann bis zur Ronneburger Straße gehen und im Anschluss ist der Bau der Kläranlage oberhalb der ehemaligen Talsperre vorgesehen. Die Umleitung für den Teichwolframsdorfer Straßenbau werde zur Zeit mit der Verkehrsbehörde abgestimmt. „Für die Anwohner werden wir annehmbare Lösungen suchen", verspricht Lothar Lüder. Zu einer Bürgerversammlung zum Bauvorhaben lädt der Zweckverband TAWEG für den 25. Februar 2010 um 18 Uhr in den Hof zum grünen Tal ein. |
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Entwarnung bei Schweinegrippe Dafür Noroviren-Erkrankungen im Vormarsch Greiz (OTZ/-1z). Entwarnung bei der Schweinegrippe: „Die Situation hat sich beruhigt", wie Amtsärztin Dr. Gudrun Böttger gestern auf OTZ-Nachfrage für den Landkreis Greiz bestätigen konnte.
Seit Januar dieses Jahres sei lediglich noch eine Schweinegrippe-Erkrankung im Landkreis Greiz registriert worden, sodass es seit April 2009 insgesamt 305 bestätigte Fälle dieser meldepflichtigen Erkrankung gegeben habe. Im Gesundheitsamt Greiz hatten sich knapp 700 Personen aus dem Kreis des sogenannten Schlüsselpersonals vorsorglich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. |
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Schwanensee in Moll
Tiere verhungern mangels Futter an der Talsperre - Landratsamt: Natürliche Auslese Von Steffen Beikirch Pahren (OTZ). Der harte Winter fordert Opfer. Jetzt auch auf der Talsperre Zeulenroda: Seit etwa einer halben Woche verenden Schwäne im Hinterland des Staubeckens unmittelbar am Übergang zur Vorsperre Riedelmühle. Darauf machte ein OTZ-Leser aus Zeulenroda aufmerksam.
Rund 50 Schwäne und unzählige Enten tummelten sich vorgestern Nachmittag unweit des Überlaufes, weil dort die Wasserfläche nicht zugefroren ist. Direkt am Ufer: drei tote Schwäne im Schnee. Nach Beobachtungen von Passanten waren in den vergangenen Tagen bereits einige Kadaver abtransportiert worden. Maiskörner zeugen davon, dass jemand mit Futter helfen wollte. Die Meinungen darüber gehen auseinander.
Das Landratsamt Greiz ist über den Sachverhalt informiert, sieht aber weder Anlass noch Zuständigkeit. Es sei nun mal ein harter Winter und die Natur gleiche solche Verluste auch wieder aus, sagte eine Sprecherin. Die Angelegenheit sei Sache des Talsperrenbetreibers. Und dieser, die Thüringer Fernwasserversorgung, hält sich ebenfalls mit Aktivitäten eher zurück. "Wir sehen das als ein Stück Natur, die wir auch nicht beeinflussen können", meinte Sprecher Sten Schmidt. Informiert sei man über alles und dazu auch mit Umweltschützern und Ornithologen im Kontakt. "Die einen sagen, man soll die Tiere in Ruhe lassen. Die anderen sagen, man soll sie füttern", so Schmidt. "Der Konsens, den wir gefunden haben, ist: Wir lassen die Natur weitestgehend in Ruhe. Sie hat selbst Kräfte, sich zu regulieren. Auch wenn das für manchen grausam aussieht."
Da man in erster Linie für die Gewässerqualität verantwortlich sei, habe man den ersten toten Schwan sofort in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt untersucht. Amtstierarzt Dr. Klaus Rudolph bestätigt: Stichprobenartig wurden mehrere verendete Schwäne eingesammelt und zur Untersuchung auf das H5N1-Virus in das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz nach Bad Langensalza geschickt. Aber nicht, weil man den Verdacht auf Geflügelpest hegte, sondern im Rahmen des derzeit laufenden bundesweiten Wildvogelmonitorings, betont Rudolph. Ergebnisse habe man noch nicht. Den ersten Anzeichen nach seien die Tiere aber mit großer Wahrscheinlichkeit verhungert. Auch der Amtstierarzt führt die natürliche Auslese ins Feld. "Man muss das Ganze auch mit Abstand sehen", sagt er. Denn der Bestand an Schwänen sei in letzter Zeit rapide angestiegen.
Harter Winter fordert Opfer Sollten Schwäne und Enten gefüttert werden?
Es fragte: Marcel Hilbert |
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Greizer SV und Hohndorf oben auf
Hallenfußball, Turnier des SC Blau-Weiß 90 Greiz, Alte Herren und Männerteams Greiz (OTZ/Reichmuth). Am Sonnabend veranstaltete der SV Blau-Weiß 90 Greiz in der Turnhalle der Ostvorstadt in Greiz sein alljährliches Hallenturnier. Dabei wurden über den Tag verteilt zwei Turniere ausgetragen.
Zum Auftakt trafen die Alten Herren des SV Blau-Weiß 90 Greiz auf die Altherrenvertretungen des Greizer SV, des Hohndorfer SV, und die englischen Gäste von Watford Labour. In einem spannenden Turnier, in dem alle Mannschaften jeweils zweimal gegeneinander spielten, konnte sich der Hohndorfer SV klar gegen das restliche Feld durchsetzen. Sie siegten mit 18 Punkten und 18:9 Toren vor dem Watford Labour mit sieben Punkten und 15:15 Toren. Den dritten Rang erreichte der Greizer SV mit fünf Punkten und 12:17 Toren auf dem vierten Platz landete der SV Blau-Weiß 90 Greiz mit vier Punkten und 9:13 Toren. Bester Torschütze wurde Jens Kuderer (Hohndorfer SV) mit acht Toren. Als bester Torhüter wurde Michel Kurzwart (SV Blau-Weiß 90 Greiz) ausgezeichnet.
Im Anschluss daran spielten die Mannschaften des Blau-Weiß 90 Greiz, des Greizer SV, der SG/1.FC Chemie Greiz, Watford Labours und der Langenwolschendorfer Kickers. Bei diesem Turnier traten alle Mannschaften jeweils einmal gegeneinader an, um den Sieger zu ermitteln. Auch hier entwickelte sich ein spannendes Turnier vor zahlreichen Zuschauern. Der Turniersieger Greizer SV (13 Punkte und 26:7 Tore) konnte sich knapp gegen die SG/1.FC Chemie Greiz II (13 Punkte und 20:5 Tore) durchsetzen. Dritter wurde SV Blau-Weiß 90 Greiz I mit neun Punkten und 17:7 Toren, den vierten Platz erreichten die Langenwolschendorfer Kickers mit sechs Punkten und 12:14 Toren, den fünften Platz erreichte Blau-Weiß II mit drei Punkten und 8:29 Toren auf dem fünften Platz landete Watford Labour mit null Punkten und 4:25 Toren. Als bester Torschütze wurde Jan Herrling (Greizer SV) mit 10. Toren ausgezeichnet. Bester Torhüter wurde Marcus Franke ebenfalls vom Greizer SV.
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Starke Heim-Vorstellung des TSV 1890 II
Kegeln, Herren, Kreisliga (OTZ/H. Löffler). Mit einer ausgezeichneten Gesamt-Mannschaftsleistung, gestützt auf einige sehr gute Einzel-werte, erledigte die zweite Herren-Kegel-Mannschaft des TSV 1890 am vergangenen Samstag ihr sechstes Heimspiel der laufenden Saison in der Kreisliga mit dem dritten Erfolg auf der heimischen Anlage.
Da Bernd Strobel wegen Krankheit fehlte, musste diesmal das Landesklasse-Team von Thomas Böhm aushelfen. Er tat dies, im Vergleich mit seinen bisherigen Ergebnissen, hervorragend. Gemeinsam mit Robert Ringel legte er den Grundstock für den mit 90 Kegel Unterschied letztendlich deutlichen Erfolg. Beide reisten unmittelbar danach mit der ersten Mannschaft nach Zöllnitz bei Jena zu ihrem Punktspiel.
Der nun doch recht ordentliche Vorsprung wurde im Anschluss mehr oder minder verwaltet, bevor es im letzten Durchgang noch einmal einen richtigen Kracher gab. Dem Waltersdorfer Hans-Peter Meyer gelang die Gesamttagesbestleistung aller zwölf Spieler und er war damit für ein nicht all zu oft zu bestaunendes Erlebnis verantwortlich.Die Gastgeber lagen dabei in allen Wertungskategorien mehr oder weniger deutlich vorn, weswegen ihr Erfolg auch in seiner Höhe als absolut verdient erscheint.
Zur Ehrenrettung der Wünschendorfer 3.-Bundesliga-Reserve muss angemerkt werden, dass ihr Gesamtresultat in allen voran gegangenen Heimspielen der Waltersdorfer in der Saison 2009/10 in jedem Fall zu einem Sieg gereicht hätte.
Das tröstet diese sicher nicht unbedingt, andererseits unterstreicht es aber eine nicht neue Erfahrung, dass eben nicht jeder Tag wie der andere ist.
Einzelergebnisse und Spielverlauf: |
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Greizer erkämpfen sechs Medaillen
Schwimmen, Offene Thüringer Meisterschaften Gera (OTZ/S. Penzel). Bei den Offenen Thüringer Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften "Lange Strecke", die am Sonnabend im Geraer Hofwiesenbad (50m- Bahn) ausgetragen wurden, standen 400m, 800m, 1500m Freistil und 400m Lagen auf dem Programm. Neben 148 Aktiven aus 19 Thüringer Vereinen und aus acht Vereinen Bayerns, Niedersachsens, Sachsens und Sachsen- Anhalts stellten sich sieben Greizer Schwimmer dieser großen Herausforderung.
Über 400m Lagen und 1500m Freistil schwamm Steve Oltzscher, Jahrgang 1994, zu Silbermedaillen. Beide Strecken beendete er zudem mit persönlichen Bestleistungen.
Über 400m Lagen unterbot Tommy Meier, Jahrgang 1997, nicht nur seine bisherige Bestmarke über die gesamte Distanz, sondern auch seine Bestzeit bei 100m Schmetterling. Verdienter Lohn ist die Silbermedaille. Über 800m Freistil stellte er neben der Endzeit persönliche Rekorde bei 200 und 400m Freistil auf. Auf dieser Strecke belegte Tommy Platz fünf.
Die 400 und 1500m Freistil nahm Daniela Fröbisch, Jahrgang 1993, in Angriff. Nach Platz drei auf der kürzeren Distanz schlug sie nach dem langen Kanten mit Bestzeit als Zweite ihres Jahrgangs an.
Erstmals bewältigte Maxi Seyffarth, Jahrgang 1997, 400m Lagen auf der 50m- Bahn. Sie tat dies mit Bravour und konnte die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Mit Rang neun über 400m Freistil und Bestleistungen nach 200 und 400m schlug sie sich ebenfalls achtbar. Im gleichen Jahrgang schlug Michelle Müller nach 400m Freistil mit Bestzeit als Elfte an. Auf der doppelten Distanz belegte sie mit persönlichem Rekord Platz zwölf.
Kai Fülle, Jahrgang 1996, und Max Langer, Jahrgang 1998, gingen über 400m Freistil an den Start. Kai beendete sein Rennen mit Bestzeit auf Platz sieben. Max wurde in seinem Jahrgang Achter. Seine Endzeit und die 200m-Zwischenzeit sind für ihn persönliche Bestleistungen.
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18. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Es kann losgewandert werden 46 Tage vor dem MDR-Osterspaziergang stehen die Wanderrouten fest Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ). Wenn heute Ostersonntag wäre, dann könnten rein theoretisch die erwarteten acht- bis 15 000 Wanderfreunde zum 16. Osterspaziergang von Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) auf gut vorbereiteten Wegen laufen. Das Wege- und Parkplatzkonzept jedenfalls steht und so pfiffig wie man nun mal sei, ist der größte Teil der Arbeit bereits im Herbst des vergangenen Jahres erledigt worden, erläutert Hans Lipka, Wirtschaftsförderer im Rathaus Zeulenroda-Triebes. Grundlage dafür waren erste Pläne, die bereits auf dem Heimweg von Bleicherode, dem Ausrichter des Osterspaziergangs 2009 und dem Ort der Staffelstab-Übergabe für 2010, geschmiedet wurden. Ein dreiviertel Jahr später ist jetzt zwar alles unter einer dicken Schneedecke verborgen. Doch wird mächtig gewirbelt hinter den Kulissen. Verschiedene Arbeitsgruppen für Wanderwege, Kultur und Erlebnis haben sich gebildet mit dem Erfolg, dass 46 Tage vor der Ostertour die gesamte Gestaltung eine klare Form angenommen hat und die Streckenführung für alle drei angebotenen Wanderrouten über fünf, zehn und 15 Kilometer steht. Ebenso scheint das Parkplatzproblem keines mehr zu sein, das Industriegebiet I und die dortigen Flächen sollen dem Abstellen der Fahrzeuge dienen. Und selbst das Programm im Festzelt, das rund 2500 Wanderfreunden Platz bietet, ist auf dem Papier sicher. Über Mangel an Interesse zum Mitmachen konnten sich die Organisatoren wieder einmal nicht beklagen. Vereine und Einrichtungen der Doppelstadt haben sich beworben, wollen die Vielfalt des kulturellen Angebotes der Stadt präsentieren. Wenn wir schon mal einen so schönen Marktplatz haben, dann müssen wir ihn auch zeigen. Hans Lipka, Wirtschaftsförderer in der Stadt Zeulenroda Große Aufmerksamkeit haben die Organisatoren darauf gelegt, dass alle Wanderfreunde markante Punkte der Stadt auf der Höhe zu Gesicht bekommen. So sollten die acht- bis 15-tausend erwarteten Gäste einen Blick auf den neugestalteten Marktplatz, das Zeulenrodaer Meer und natürlich die Naturschönheiten werfen können. Das seien auch wichtige Kriterien für die Auswahl der Routen-Führung gewesen, bestätigt Doppelstadt Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU). "Wenn wir schon mal einen so schönen Marktplatz haben, dann müssen wir ihn auch zeigen", ergänzt Wirtschaftsförderer Lipka. Ideen sind gefragt Von Heidi Henze Wer glaubt, dass der Osterspaziergang noch weit in der Ferne schmort, weil eben Schnee und Eis noch dominieren, der sollte sich nicht täuschen lassen. Wie nah doch das Osterfest ist, zeigen uns die sich schon präsentierenden Hasen aus Schokolade in schönster Vielfalt in den Einkaufscentern. Nichtsdestotrotz verbindet die Doppelstadt mit dem diesjährigen Osterfest ein überregionales Ereignis und Organisatoren freuen sich über die vielen Hände derer, die allesamt mit anpacken wollen. |
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18. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Schluss mit der Narrenherrschaft
Bürgermeister Frank Steinwachs nimmt Rathausschlüssel vom ZVC wieder entgegen Zeulenroda (OTZ/kk). Nach 99 Tagen Narrenherrschaft übergab Wolfgang Richter, Präsident des Zeulenrodaer Carnevalvereins (ZCV), gestern den Schlüssel des Rathauses und zurück an Zeulenrodas Bürgermeister Frank Steinwachs. Um 13.03 Uhr nahm er seine Amtsgeschäfte wieder auf und hatte gleich eine Beschwerde vorzubringen: "Das Schnee räumen hat ja bei euch nicht wirklich geklappt. Und die Auswirkungen eurer Konfettiparaden hat jetzt die Stadt am Hals. Die einen vergnügen sich und die anderen müssen hinterher aufräumen", mahnte er - mit einem Augenzwinkern und nicht ganz so ernst gemeint - beim ZCV an. Im gleichen Atemzug lobte Steinwachs aber auch das Engagement des Vereins, das weit über die närrische Zeit hinausgehe und zur Bereicherung jedweder Veranstaltung beitrage. Vereinspräsident Richter zog ein positives Resümee der inzwischen 26. Karnevalssaison des ZCV: "Rund 1 800 Gäste hatten wir in den sieben Tagen bei unseren Veranstaltungen. Wenn auch nicht alles perfekt war, so war es doch einmal mehr eine schöne Saison." Steigerungsmöglichkeiten lasse sich der Verein dabei natürlich immer offen. Am Vortag waren die Zeulenrodaer Narren bei einer Veranstaltung in Hirschberg, bei der sie des Öfteren auf die noch ausstehende 16. "Zellreder Narretei" am 13. März angesprochen wurden, auch von Vereinen, die in diesem Jahr gar nicht teilnehmen. "Zu dieser Veranstaltung ist viel Gutes zu erwarten, wie wir in Hirschberg sehen durften", verspricht sich Richter. Danach ist die fünfte Jahreszeit auch in Zeulenroda endgültig vorbei, bis zum 11. November, wenn die Narren wieder den Rathausschlüssel an sich nehmen. |
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18. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Von der Rostbeule zum Glanzstück Marco Freund baut einen 1973er Volkswagen mit viel Zeit und Hingabe wieder auf Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ). "Wenn ich mit diesem Wagen fertig bin, habe ich davon jede Schraube in der Hand gehabt." Marco Freund restauriert derzeit einen Volkswagen Karmann Ghia, Baujahr 1973. Seit September 2008 baut er den Oldtimer schon auf. "Zu machen war eigentlich alles", erzählt er. "Man fängt an, das Auto auseinanderzubauen und kriegt dann das böse Erwachen, was wirklich alles gemacht werden muss." Eimerweise Rost habe er aus dem Wagen herausgeholt. Dann steht man vor der Entscheidung, ob man weitermacht. Dies war für Freund das Schwerste an der ganzen Restauration, denn schließlich ist das nicht nur eine Geld-, sondern auch eine Zeitfrage. Um als echter Oldtimer zu gelten, dürfen nur Teile verwendet werden, die den Originalzustand wieder herstellen. "Ich habe beispielsweise Teile aus den USA, England und Vietnam bestellt. Zum Glück geht das dank Internet recht unkompliziert", erzählt Freund. Bei Restaurationsarbeiten wie Lackieren und Schweißen hat er Wert auf Hilfe aus der Region gelegt. "Wenn da etwas zu besprechen ist, geht das zeitnaher und unkomplizierter vor Ort zu klären", begründet er dies. Der VW selbst stammt allerdings aus der Nähe von Frankfurt am Main. Gefunden hat er ihn über das Internet. "Als ich den Wagen gekauft hatte, bin ich mit dem Zug zum Abholen gefahren und mit dem Auto wieder zurück - und natürlich unterwegs stehen geblieben, wie sich das gehört", lacht Freund. Den VW hat er sich ausgesucht, weil die Käfer-Technik, die damals von Karmann für mehrere Fahrzeugaufbauten verwendet wurde, heute noch bezahlbar ist. "Außerdem hat mir die Ära von Fahrzeugen des 311er Wartburg, dem dieser VW sehr ähnlich sieht, schon immer gut gefallen. Allerdings mag ich das Geräusch von Viertaktern wie bei diesem Wagen, der Wartburg ist ein Zweitakter", erklärt Freund. Man fängt an, das Auto auseinanderzubauen und bekommt dann das böse Erwachen, was wirklich alles gemacht werden muss. Marco Freund, Zeulenroda In diesem Jahr möchte er endlich mit der Restauration fertig werden. Indes liegt noch viel Arbeit vor ihm: Scheibenwischeraufnahme und Tank müssen eingebaut, Elektrik angeschlossen, Teppiche verklebt, Seitenverkleidungen, Scheiben und Lüftungssystem eingesetzt werden. "Ich möchte unbedingt dieses Jahr mit dem Wagen an der Ausfahrt unseres Vereins teilnehmen", hat er sich fest vorgenommen.
Zum Verein Oldtimerclub Zeulenroda (OCZ) kam er eher durch Zufall: Sein Nachbar Michael Glock, heute Vorstand, erzählte von der Idee, einen solchen zu gründen. Freund war mit dabei und gehörte im März 2007 zu den 21 Gründungsmitgliedern. "Anstoß war in erster Linie, dass sich jemand des ehemaligen Woolworth-Gebäudes annimmt", erinnert sich Freund. "Es sollte eigentlich nur notdürftig in Stand gesetzt und als Winterunterstand für die Fahrzeuge genutzt werden." Zur Gründung hatten noch lange nicht alle Mitglieder Oldtimer - das änderte sich im Laufe der Zeit. Momentan sieht man im Haus in der Puschkinstraße beispielsweise restaurierte Armee- und Feuerwehrfahrzeuge und eine alte "Stadtschnecke", eine Dauerleihgabe der Stadt. Das älteste unter den Autos ist ein Ford aus den 20er Jahren.
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18. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger Hochhaus in Reichenbach ausgebaut Reichenbach – Helena Barchfeld aus Reichenbach und ihr neunjähriger Sohn Philipp fiebern ihrem Umzug in eine neue Wohnung entgegen. Dann wird vieles leichter für die Beiden, denn der Junge sitzt im Rollstuhl und die neue Bleibe ist behindertenfreundlich ausgebaut. Sie ziehen im April/Mai ins Hochhaus im Reichenbacher Plattenbaugebiet.
Seit August vergangenen Jahres wird das Gebäude von der Wohnungsbaugesellschaft teilsaniert. Drei Millionen Euro nimmt das Unternehmen in die Hand, um den aus DDR-Zeiten stammenden, altersgerechten Wohnblock heutigen baulichen Anforderungen anzupassen. Fördermittel gibt es dafür keine, lediglich einen zinsvergünstigten Kredit.
Die Arbeiten bedeuten täglichen Lärm und Staub für die rund hundert Mieter, zumeist ältere oder behinderte Menschen. Denn zwei Drittel der Bewohner bleiben während der Bauarbeiten in ihren Wohnungen. Zwar hatte ihnen der Vermieter angeboten, während der Bauzeit kostenfrei in eine andere Wohnung umziehen zu können, aber nur zehn Mieter nutzten dieses Angebot auch. Um den Leuten die Belastungen etwas erträglicher zu machen, lädt die Wohnungsbaugesellschaft regelmäßig zu Kaffee und Kuchen und einem gemütlichen Plausch in die benachbarte Begegnungsstätte ein.
Bis Ende April dauern die Arbeiten voraussichtlich noch an. Dabei erhält das Haus neue Installationen und Brandschutztüren. Die Flure werden modernisiert, mit Handläufen und neuem Fußboden ausgestattet. Und der Aufzug wird so umgebaut, dass die Bewohner damit künftig problemlos vom Eingangsbereich bis in die oberste Etage fahren können. Leerstehende Wohnungen, und das sind immerhin zirka vierzig, werden vom Vermieter komplett saniert. Dabei kommt es zu Grundrissveränderungen und Wohnungszusammenlegungen, so dass Küchen mit Fenster entstehen und barrierefreie Übergänge, auch auf die Balkone. In so eine 70 Quadratmeter große Wohnung ziehen auch die Barchfelds ein. Der kleine Philipp freut sich am meisten, dass er sich mit seinem Rollstuhl dann selbständiger bewegen kann. Bisher musste ihn die Mutti mangels Lift die Treppen bis in den zweiten Stock hochtragen.
Die Sanierung läuft unter dem Anspruch „Barrierefreies Wohnen im Alter“. Deshalb bietet der Vermieter in den unteren beiden Etagen im Haus künftig Betreutes Wohnen an. Dazu hat man sich einen Pflegedienst als Kooperationspartner ins Boot geholt, der auch das große Pflegebad betreibt. Daneben behält auch der Blindenverband im Hochhaus seinen Sitz. Die Mitarbeiter bieten bisher schon Haushaltshilfe, Hol- und Bringedienste und andere Hilfsangebote an und werden den Bewohnern des Hochhauses auch künftig zur Seite stehen. |
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| 18. Februar 2010 /OTZ | ||||
Kurz notiert: |
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Technischer Defekt löst Brand des Wohnhauses aus Greiz (OTZ). Wie die Polizeidirektion Gera gestern informierte, hat sich nach polizeilichen Ermittlungen der Anfangsverdacht bestätigt, dass der Brand im Einfamilienhaus Am Salzacker in Greiz-Obergrochlitz am Dienstagmittag auf einen technischen Defekt in der Sauna zurückzuführen ist.
Wie bereits berichtet, kamen Personen glücklicherweise nicht zu Schaden. Eine 75-jährige Frau konnte das Gebäude noch rechtzeitig verlassen und wird zunächst bei Angehörigen wohnen können.
Karikatur des Tages
Fortbildungskatalog für Jugendarbeit Netzwerkstelle legt Bildungsplan auf Greiz (OTZ/Reichardt). Vielseitige Veranstaltungen für alle, die mit Kindern und Jugendlichen ehrenamtlich arbeiten oder arbeiten wollen, hat die Netzwerkstelle der Jugendarbeit im Kreis, Kreissportbund, in einem Weiterbildungskatalog vorgestellt. Nutzen können diesen Mitarbeiter der Jugendarbeit, Lehrer und Erzieher, aber auch Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. |
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