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Einweihung zum 140. Jubiläum
Spaleck Oberflächenveredlung nimmt neue Gleitschleiferei am Greizer Standort in Betrieb Von Kathrin Schulz Greiz. Die Einweihung der neuen Gleitschleiferei der Spaleck Oberflächenveredlung am Greizer Standort in der Zeulenrodaer Straße bildete gestern den Höhepunkt der Feierlichkeiten des Traditionsunternehmens anlässlich seines 140-jährigen Bestehens. Am 17. Dezember 1869 war die von Otto Spaleck gegründete Firma ins Handelsregister der Stadt Greiz als Maschinenbauunternehmen eingetragen worden. Die erste Geschäftsadresse hatte die neu gegründete Handwerksstätte in der Webergasse. Rund 2,3 Millionen Euro investierte die Spaleck-Gruppe jetzt in die Erweiterung des Greizer Standortes. Für die neue Produktionshalle war am 13. Marz 2009 der erste Spatenstich erfolgt. Nach gut sechs Monaten Bauzeit standen damit weitere 2100 Quadratmeter Nutzfläche für die Spaleck Oberflächenveredlung zur Verfügung. 3500 Kubikmeter Erdmassen hatten dafür bewegt werden müssen, 1000 Kubikmeter Beton stecken im Neubau. In neue Maschinen und Ausrüstung investierte das Unternehmen rund 750 000 Euro, schuf darüber hinaus fünf weitere Arbeitsplätze, die abhängig von der weiteren Entwicklung am Markt weiter aufgestockt werden sollen. Firmeninhaber Otto Spaleck und der Geschäftsführende Gesellschafter in Greiz, Dieter Höland, sind sich einig: "Die bauliche Erweiterung und Aufstockung des Maschinenparks bedeutet Ausbau unserer technischen und logistischen Möglichkeiten für mehr Qualität und höhere Effizienz. Wir sind flexibler für Kundenwünsche und vielseitiger im Leistungsangebot." Neben der neuen Gleitschleiferei und Poliererei entstand eine modere Abwasserbehandlungsanlage und eine vernünftige Be- und Entladezone, sodass dieses "Abenteuer" direkt in der Zeulenrodaer Straße entfalle. Seit 1991 hat Spaleck in Greiz zehn Millionen Euro investiert und 65 Arbeitsplätze geschaffen. Otto Spaleck, Firmeninhaber Auch die Platznot, die man zeitweise mit einem Zelt überbrückt hatte, gehört nun der Vergangenheit an, fasst die Unternehmensführung das jüngste Investitionsvorhaben gestern vor den zahlreichen Einweihungsgästen zusammen. Seit 1991 habe die Spaleck-Gruppe am Greizer Standort somit zehn Millionen Euro investiert und 65 Arbeitsplätze geschaffen, freut sich Otto Spaleck über Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens. Er dankte allen am jüngsten Erweiterungsabschnitt beteiligten Unternehmen, allen Mitarbeitern und Unterstützern für ihr Engagement. "In Greiz kann man investieren. Es ist uns von allen Seiten sehr viel Unterstützung zuteil geworden", unterstreicht Spaleck seine Erfahrungen. Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) beglückwünschte die Firma zu ihrer soliden Entwicklung am Greizer Standort, die Tradition und Zielorientierung in der Sache miteinander verbinde. Neben der existenziell wichtigen Frage der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen betonte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) vor allem auch die Tatsache, dass der Ausbau des Spaleck-Standortes städtebauliche Missstände beseitigt und durch moderne Industriearchitektur ersetzt habe. Grüner ermunterte das Unternehmen gestern zu weiteren Investitionen in der Stadt. |
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"Wir fangen jetzt einfach mal an"
Einblicke in 140 Jahre Spaleck Greiz (OTZ/-lz). Die Spaleck-Gruppe - das sind heute acht Firmen an vier Standorten, die insgesamt 200 Mitarbeiter beschäftigen und nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro Jahresumsatz machen. Otto Spalecks Urgoßvater hatte vor 140 Jahren den Grundstein gelegt. Dass die Firma, die sich 1949 aus Greiz zurückzog, nachdem die Maschinenbaufirma nach Kriegsende demontiert worden war und man sich zunächst mit dem Bau von 5000 Holzleiterwagen über Wasser gehalten hatte, nach der Wende 1991 wieder einen Standort eröffnete, würdigte der Greizer Stadtrat mit der Namensgebung der Straße ins Gewerbegebiet, die seit Januar 2008 den Namen Otto Spalecks trägt. Max Spaleck kam 1949 über Bayreuth nach Bocholt, wo er zunächst als Geschäftsleiter eines langjährigen einstigen Kunden begann und sich 1950 selbstständig machte. Viele Mitarbeiter aus der Greizer Region seien ihm gefolgt. Nach dem Fall der Mauer war es Dieter Höland, einst Direktor Forschung und Entwicklung eines Maschinenbaubetriebes in Großbreitenbach, der auch Gleitschleifanlagen für Spaleck baute, der Kontakt nach Bocholdt suchte. Aus der Industrievertretung Höland wurde im Oktober 1991 die Spaleck Oberflächenveredlung. "Wir fangen jetzt einfach mal an" berichtete OTZ seinerzeit vom Start in der Zeulenrodaer Straße. Es habe einen großen Bedarf an galvanischen Dienstleistungen gegeben, erläutert Höland. 1,5 Millionen DM investierte man in computergestützte Anlagen, die 1996 eingeweiht worden sind. 1999 entstand die zweite Galvanisier-Gestell-Anlage für 1,4 Millionen. Zu der seit 1991 produzierenden Spaleck Oberflächenveredlung mit 50 Arbeitskräften kam Anfang 2008 die Spaleck-Präzisionstechnik, die mit neun Mitarbeitern startete. Gleichzeitig wurde ein neues Gewerbegebiet an der Zeulenrodaer Straße in Greiz eingeweiht. Abriss und Altlastenentsorgung gelangen mit Hilfe der Wirtschaftsfördergesellschaft. Die Sprengung des 30 Meter hohen Fabrikschornsteins der Brache im Juni 2007 war ein Ereignis in Greiz. Signal für die Region Von Kathrin Schulz Eine Torte mit dem Firmenlogo oder eine Fotomappe mit Hochglanzaufnahmen der einst maroden Industrieimmobilie, mit der Spalecks seit der Neuansiedlung nach der Wende zu kämpfen hatten -, neben den Geschenken, die die zahlreichen Einweihungsgäste gestern in der neuen Halle an der Zeulenrodaer Straße überreichten, hatten sich die Hausherrn wohl selbst das schönste Geschenk gemacht. Die neue Gleitschleiferei bringt mehr Vielfalt ins Produktionsprofil, die Halle bietet mehr Lagerplatz und noch Reserve-Kapazität für weitere Ideen. Nicht zu vergessen: In der Region dringend benötigte weitere Arbeitsplätze. Eine Einweihung zum Firmenjubiläum, die ein Signal in der Wirtschaftskrise setzt. Und eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte, die nicht zuletzt über die Erschließung des Gewerbegebietes und den Abbruch der Brache der einstigen Jahnschen Färberei auch mit Unterstützung der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen, der Stadt, des Landkreises und des Freistaates Thüringen 2007 und 2008 wichtige Impulse erhielt. Das vielbeschworene Ziehen an einem Strang - hier hat es geklappt. |
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Indianerfan schlägt Konkurrenz
Laura Winges aus Schmölln gewinnt beim Vorlesewettbewerb in Greiz Von Katja Grieser Greiz. Sehr akzentuiert las Laura Winges aus Schmölln gestern Nachmittag in der Greizer Bibliothek nicht nur die selbst ausgesuchte Passage aus ihrem Indianerbuch vor, sondern meisterte ebenso gut den zweiten Teil der Aufgabe, das Lesen eines unbekannten Textes. Klare Entscheidung für die Jury des Vorlesewettbewerbes auf Kreisebene: Laura Winges wird weiter delegiert und darf an der nächsten Stufe des Wettbewerbs teilnehmen.
Sechs Schüler der sechsten Klasse aus den Landkreisen Greiz und Altenburger Land, alles bereits Sieger an ihrer Schule, haben sich gestern den aufmerksamen Ohren der Jury gestellt. Die bestand aus Kathrin Schulz, Lokalchefin der OTZ Greiz, Annett Geinitz, Projektmanagerin des Theaterherbstes, Carolin Beutler, Chefin der Kinder- und Jugendbibliothek Greiz, Bücherei-Azubi Maria Scheider und Eva Rudolf, Greizer Lese-Scout des vergangenen Jahres.
Aufgeregt waren die Schüler schon, doch sobald sie sich in ihre Bücher vertieft hatten, ließen sie sich davon zumindest nichts mehr anmerken. Philip Berthold aus Weida beispielsweise las aus "Gregs Tagebuch 2" und ließ die Zuhörer wissen, dass eine bis zum Anschlag aufgedrehte Heizung nützlich sein kann, will man den anstrengenden Thanksgiving-Besuch loswerden.
Ebenfalls eine Tagebuchgeschichte hatte sich Caroline Helm aus Greiz ausgesucht. "Julie und Schneewittchen" heißt das Buch, das sie vorstellte. Darin hat eine Zwölfjährige mit diversen Alltagsproblemchen zu kämpfen. Zum einen ist ihr der Neuankömmling in der Familie, ihre kleine Schwester, zumindest suspekt. Dass ihr Vater dann noch findet, das kleine zerknautschte Etwas sehe ihr ähnlich, erschüttert Julie umso mehr.
Probleme ganz anderer Art haben die "Wilden Fußballkerle", die Nico Naujok aus Greiz den Zuhörern vorstellte. Denn der dicke Michi, Dampfwalzen-Joe und Simon, die Sense, machen den nicht ganz so zähen Jungen doch mächtig zu schaffen. Moritz Karl aus Triebes entführte die Zuhörer auf eine Insel, auf der Gestrandete ums Überleben kämpfen. Im Fußball-Fieber war die Zeulenrodaerin Marie Luise Hildebrand, die einen Auszug aus ihrer rätselhaften "Drei ???"-Geschichte vorlas. Doch das war nur der erste Teil der Aufgabe, die es zu erfüllen galt.
Im zweiten Teil bekamen die Kinder einen bisher unbekannten Text. Erst hier wurde deutlich, wer wirklich ein guter Vorleser ist. Denn den neuen Text zu lesen, ist ungleich schwieriger, als einen längst bekannten. Und da kam mancher Teilnehmer doch etwas ins Schwitzen. Nicht so Laura Winges, die souverän diese Hürde nahm und mit Ausdruck die Passage las.
"Marie Luise war allerdings eine harte Konkurrenz", urteilt die spätere Siegerin. Doch selbstbewusst gibt Laura Winges zu, dass sie schon ein wenig damit gerechnet hat, die Konkurrenz stehen zu lassen. "Ich freue mich ganz sehr", sagt sie mit strahlenden Augen und einem Blumenstrauß in der Hand. Sie liest nicht nur gern, sondern auch viel, eine Indianerbücherreihe hat sie bereits komplett gelesen. "Indianerbücher mag ich am meisten", gesteht die Sechstklässlerin.
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Rosenmontagsumzug von Kameras begleitet
Endspurt bei Greizer Faschingsgesellschaft Greiz (OTZ). Bevor am Aschermittwoch für die GFG die 33. Jubiläumssaison zu Ende geht, haben die Narren um GFG-Präsident Peter Heckel alle Hände voll zu tun. Nach der gut besuchten 3. Weiberfastnacht am Donnerstag findet heute in der Sport- und Veranstaltungshalle in der Greizer Beethovenstraße der seit Wochen ausverkaufte 2. Schürzenball der GFG statt. Die GFG weist darauf hin, dass es keine Eintrittskarten für diesen Abend mehr gibt.
Für diejenigen, welche dennoch das Programm der GFG erleben möchten, wird der Rosenmontagsball, Beginn 19.30 Uhr, an gleicher Stelle empfohlen. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
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Kaum Zuversicht für Bauern
Kritik am Förderprogramm "Zukunft Milch" bei Versammlung des Kreisverbandes Von Sylvia Eigenrauch Hohenölsen (OTZ). Viel Zuversicht konnten die Mitglieder des Kreisbauernverbandes Greiz/Gera e.V. bei ihrer Mitgliederversammlung nicht tanken. Ein Drittel Preisverfall bei Milch musste der neue Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) für 2009 konstatieren. Zwar kündigte er für 2010 ein zusätzliches Förderpotenzial von 22 Millionen Euro an. "Doch das kann die Verluste durch sinkende Marktpreise nicht ausgleichen", sagte er und erklärte: "Die Politik kann die Lücke nicht schließen". Dr. Albrecht Broßmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, hatte den Minister im "Thüringer Milchland" begrüßt. Immerhin 22 Prozent der in Thüringen produzierten Milch kommen aus der Region des Kreisverbandes. "Es geht darum, dass die Agrarverwaltung und der Berufsstand in eine Richtung marschieren", forderte Broßmann und verlangte auch, dass die Agrarförderung nicht weiter über die Thüringer Aufbaubank, sondern wieder über Landwirtschaftsämter und das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung abgewickelt werde. Unklarheiten gibt es zum Landesprogramm "Zukunft Milch", das der Minister gepriesen hatte. Helmut Gumpert, Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes und Genossenschaftschef in Knau, forderte, die Ausschreibungsrichtlinien zu ändern. Europaweit würde heißen, einen Melkstand aus Italien beziehen zu müssen, wenn der günstigste ist. Während der Minister behauptete, Ein Stück Butter ist mittlerweile billiger als Schuhcreme. Helmut Gumpert, Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes drei Angebote würden reichen, hatte Wolfram Köber von der Ervema Agrar GmbH aus Wöhlsdorf erst am Vortag anderes gehört. Jürgen Reinholz tippte die Frage wie andere auch in seinen Black Berry und will sich kümmern, wie er sagte. "2009 war schwer, 2010 wird eher noch schwieriger", ahnt Gumpert. Nicht jeder Betrieb werde sich stabilisieren lassen. "Aber nur starke Landwirtschaftsbetriebe retten die Regionen", beschrieb er das Bedingungsgefüge. Deshalb kann der Bauernverband-Vize nicht verstehen, dass die Landwirtschaft bei beiden Konjunkturprogrammen und auch beim Kurzarbeitergeld unberücksichtigt blieb. Vom Minister forderte er, dass die Agrarwirtschaft ins System der Landesbürgschaften einbezogen wird. "Wir sind auch Mittelstand", untermauerte Gumpert. "Wir brauchen solchen Lobbyismus wie die Banken. Aber dazu fehlen uns die Strukturen", wandte sich Dr. Albrecht Broßmann durchaus selbstkritisch an die Mitglieder. Ein Fünftel Bioenergie in Ostthüringen Landrätin Martina Schweinsburg gegen Windräder Hohenölsen (OTZ/eig). In Ostthüringen werden jetzt schon 20 Prozent der hier benötigten Energie aus Bioenergie gewonnen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Regionale Planungsgemeinschaft Ostthüringen bei der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Auftrag gegeben hatte. Darüber informierte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), zu- gleich Präsidentin der Planungsversammlung, zur Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes Greiz/ Gera. Sie verwahrte sich dagegen, „die kulturhistorisch wertvolle Landschaft mit Windenergieanlagen zuzupflastern, weil jene in Deutschland privilegiert sind". Viel wichtiger sei, das in der Region Angebaute und zudem anfallende Gülle zu vermarkten. Deshalb versuchte Schweinsburg den anwesenden Landwirtschaftsminister dafür zu begeistern. Weil sie weiß, dass die Bioenergiegewinnung vielerorts zum zweiten Standbein für Landwirte geworden ist, ermunterte sie jene, mit den Gemeinden zu reden, um deren Wohnungen mit zu versorgen. „Ich hoffe nicht, dass die Biokraftstoffsteuer auf Biogas ausgeweitet wird", sagte der Kreisverbandsvorsitzende Dr. Albrecht Broßmann. „Wenn wir die Bioenergie im Moment nicht hätten, sähe es schlecht aus", sagte der Chef des Agrarbetriebes Pahren. Für 14. April kündigte er in Schmölln ein Treffen mit Vertretern der dezentralen Ölmühlen an. Umfrage zur Bauerntagung Was erwarten Sie vom neuen Minister?
Beihilfen für Landwirte gehen ab 2014 zurück Thüringen arbeitet an Gegenvorschlag mit Hohenölsen (OTZ/eig). „2010 werden wichtige Weichen für die gemeinsame Agrarpolitik mit der Europäischen Union ab 2014 gestellt", das kündigte Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) vorgestern in Hohenölsen an. „Nicht vor November" rechnet er aber mit einem Konzept, von dem er weiß, dass „Beihilfen tendenziell zurückgehen".
„Im Ergebnis wird die stabilisierende Wirkung der Agrarpolitik auf die Einkommen der Landwirte abnehmen", ließ er die in Hohenölsen versammelten fast 60 Mitglieder des Kreisbauernverbandes Gera/Greiz wissen. |
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Globaler Kameraschwenk
Ausstellung "Bis ans Ende der Welt" im Greizer Krankenhaus eröffnet Von Antje-Gesine Marsch Greiz. Einfach wegfahren, am besten bis ans Ende der Welt, Eindrücke sammeln, Land und Leute und vor allem die wunderbare Natur kennen lernen. Katja Linke hat sich diese Träume wahr gemacht. Seitdem die 33-Jährige die Fotografie zu ihrem Hobby gemacht hat, ist sie, wann immer es ihre Zeit erlaubt, unterwegs. Am Donnerstagabend wurde in der Magistrale des Funktionsbaus des Kreiskrankenhauses Greiz die Ausstellung "Bis ans Ende der Welt" eröffnet, die fotografische Reiseeindrücke von den schönsten Naturlandschaften Europas bis hin nach Patagonien an der Südspitze Amerikas präsentiert.
Katja Linkes Ausstellung feiert damit in ihrer Heimatstadt Premiere. 1976 in Greiz geboren, absolvierte sie von 1995 bis 1998 eine Banklehre in der Sparkasse Gera-Greiz, bevor sie im gleichen Jahr an die Deutsche Bundesbank nach Bayern ging und die Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst einschlug. Seit 2001 ist Katja Linke in München als Sachbearbeiterin in der Personalabteilung der Bundesbank tätig. Als "schönen Ausgleich" zu ihrer Arbeit findet die sympathische Frau das Reisen und "Festhalten der Momente", wie sie sagt. "Ich bin immer wieder gern draußen und fasziniert von den Natur- und Lichtstimmungen." Dass sie ihr Handwerk versteht, ist offenbar, wobei sie ihr Wissen über die Fotografie meist im Selbststudium von Fachliteratur erlangte. "Ich glaube, ich habe jetzt meinen ganz eigenen Stil gefunden", wie Katja Linke überzeugt erklärte.
Pia Büttner, die Laudatorin des Abends, weiß als kompetente Chefin des Greizer Fotoclubs, von was sie spricht, wenn sie sagt, Linkes Bilder seien "betörend"; die Künstlerin habe den "flüchtenden Augenblicken Halt und Nachdruck verliehen".
So würden "majestätische Berge" und "lichtumflutende Steinhaufen" den besonderen Blick auf Charakteristisches lenken. "Die Fotos hinterlassen einfach ein gutes Gefühl, wecken Sehnsüchte und schüren die Lust auf Reisen", so Pia Büttner abschließend. |
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Doch noch Faschingsspaß in Grundschule
Trotz Künstler-Absage tolle Feier in Turnhalle Berga (OTZ/Frd.). Dass sie Meister im Improvisieren sind, haben die Lehrer der Bergaer Grundschule beim Schulfasching bewiesen. Das ursprünglich bereits vor einem Jahr "eingekaufte" Unterhaltungsteam konnte nicht anreisen, übermittelte kurzfristig per Handy, dass ihnen der massive Schneefall und die Glätte einen gehörigen Strich durch die Rechnung machten.
Es wäre eine riesige Enttäuschung gewesen, wenn deswegen der lang ersehnte Fasching ausgefallen wäre. Außerdem hatten sich die Kinder schon vorher im Rahmen eines Schulprojektes auf diesen Tag vorbereitet.
Und so zogen die 115 Schüler und ihre Lehrer in fantasievollen Kostümen zwar ohne "Bespaßer", jedoch festem Feier-Willen doch noch in die Turnhalle ein.
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Nachdenkliches zum Wochenende Aufdecken
Von Pfarrer Hermann Rose, Greiz „Schnee, Schnee, Schnee - liebes bisschen weh!" — so kennen und hören wir es in dem alten Kinderlied. Es tut wirklich nicht weh, wenn Schneeflocken leise und leicht vom Himmel fallen. Die ganze Natur verändert sich und bekommt ein neues Kleid. Die Farben der Landschaft hüllen sich in ein uniformes Weiß. Das ist das Einzige, was mir am Winter nicht gefällt, diese Eintönigkeit. Aber ich werde entschädigt durch die bizarren Bäume im märchenhaften Winterwald und die vielfältigen Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Schön, wenn man dies noch wahr nimmt und nutzen kann.
Schnee tut nicht weh, singen wir, aber er kostet Kraft, Ärger und auch Geld. So manche Stunden verbringen wir in diesem Winter mit Schneeschippen. Verwehte Straßen verhindern einen pünktlichen Arbeitsbeginn und ein Unfall auf glatten Wegen kann sehr schmerzhaft sein. Schnee ist also gar nicht so harmlos, wie er in diesem Kinderlied besungen wird. Schnee deckt auch zu. Das nicht winterfest gemachte Beet, die illegale Mülldeponie am Waldrand und die entstandenen Schäden auf unseren Straßen. Das mag ja für eine kurze Zeit recht schön und einfach sein, aber es kommt der Tag der Wahrheit. Der Tag der Wahrheit, wo das Zugedeckte, das Verborgene ans Licht kommt. Schnee deckt zu und die Welt scheint in Ordnung zu sein.
Genauso leben wir oft als Menschen. Wir decken lieber zu als auf. Wir verschweigen lieber, als dass wir über unsere Schwächen, Fehler und Versagen sprechen. Wir versuchen damit, unsere kleine heile Welt zu retten. Wir decken zu mit Unaufrichtigkeit und Verdrängen, mit Diskutieren und Raus-Reden, mit Entschuldigungen und Beschuldigungen anderer, mit Alkohol und ständigem Stress im Berufsleben und in der Freizeit. |
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Nicht ohne Risiko
Wintertour der Ortsgruppe Greiz des Deutschen Alpenvereins Von Dieter Schröder Greiz (OTZ). Die inzwischen traditionelle Schneeschuhtour führte die Ortsgruppe Greiz des Deutschen Alpenvereins ins Verwall nach Sankt Anton/Arlberg. |
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Das Wechselkarussell dreht sich Fußball-Teams rüsten auf Greiz (OTZ/M. H.). Wie in der Bundesliga im Großen, so drehte sich auch in den Ligen auf Bezirks- und Kreisebene in der Winterpause das Wechselkarussell auf Hochtouren. Trotz möglicher Sperrfristen änderten zahlreiche Spieler in der heißen Phase der Saison die Trikotfarben, rüsteten Vereine für den Auf- oder Abstiegskampf auf oder stopften Löcher im Kader.
Während in Kreisligen und -klassen bereits mehrere Spieltage zumindest angesetzt wurden, wird es in den Bezirksligen jetzt wieder ernst. Ab 20. Februar soll der reguläre Punktspielbetrieb aufgenommen werden. Die beiden höchstklassigen Vereine der Region, die SG Daßlitz/Langenwetzendorf und die SG 1. FC/Chemie Greiz, haben sich hierfür Verstärkung geholt. Nach einem Gastspiel bei Blau-Weiß 90 Greiz kehrte Felix Körner zurück auf den Tempelwald, um nach der Nachwuchsabteilung nun die erste Mannschaft zu bereichern. Über seinen ersten Einsatz im Testspiel gegen Werdau zeigte sich der Greizer Trainer Dietmar Sengewald zufrieden.
Ähnliches lässt sich über die SG Daßlitz/Langenwetzendorf berichten. Hier konnte Abwehrspieler Enno Tiller nach zwei Jahren im Dienste der SG Greiz wieder in den Daßlitzer Reihen begrüßt werden. Auch er konnte am Wochenende im Testspiel überzeugen. Allerdings musste Daßlitz in besagtem Testspiel einen herben Rückschlag hinnehmen. Torwart Nummer eins Tobias Kühnel verletzte sich schwer am Knie und wird, so bestätigte Vereinspräsident Gerd Halbauer, mindestens ein halbes Jahr ausfallen. "David Pfennig wird seinen Platz einnehmen", so Halbauer.
Auch einige Vertreter der Kreisliga nutzten die Winterpause zu Personalwechseln. Mit David Amstätter im offensiven Mittelfeld und Christian Fischer in der Abwehr will der SV 60 Untergrochlitz, derzeit Vorletzter der Tabelle, die Abstiegsränge verlassen. Inwieweit das gelingt, wird sich gegen Wünschendorf/Falka am Sonnabend zeigen.
Der FSV Berga, derzeit Sechster, geht unverändert in die zweite Saisonhälfte. Einen Platz vor den Elsterstädtern steht der Hohndorfer SV. Von den zwei neuen Kräften, beide ehemals im Trikot der Reserve der SG Greiz, können eventuell Impulse für den umgehenden Wiederaufstieg gegeben werden. Ralf Pippig in der Abwehr und Kai Uhlig im Mittelfeld stünden dem HSV ab Mitte Februar zur Verfügung. Immer noch im Vogtländischen Oberland, allerdings eine Liga niedriger in der 1. Kreisklasse, spielt die Mannschaft der VSG Cossengrün. Unter Umständen jedoch nur noch eine Saison, denn das Team geht, ohne Wechsel, mit sechs Punkten Vorsprung als ungeschlagener Tabellenführer in die Rückrunde.
Ebenfalls im oberen Tabellendrittel mischen der Greizer SV (4.) und Blau-Weiß Greiz (5.) mit. Während Erstere ohne Personalveränderung auskommen, können die Blau-Weißen den Zugang Daniel Schneiders vom FSV Mohlsdorf in der Verteidigung verbuchen. Allerdings ist Schneider noch für sechs Spiele gesperrt, wird also frühestens Ende März ins Spielgeschehen eingreifen können. Der Hainberger SV, Zehnter der 1. Kreisklasse, geht unverändert in die Punktspiele des Jahres 2010. |
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13. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Neue Ziele im neuen Jahrzehnt Wohnungsbaugesellschaft Zeulenroda will sich auf älter werdende Menschen einstellen Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ). Die schwarze Null im Jahresabschluss hat Michael Zitzmann noch nicht geschafft, seit er 2006 Geschäftsführer der Zeulenrodaer Wohnungsbaugesellschaft wurde. "Aber es geht voran", zeigt sich der Erfurter zuversichtlich. Denn die Zukunft des kommunalen Tochterunternehmens jener Stadt, in der er sein Geld verdient und die Woche über lebt, ist jetzt wieder planbar - seit der Wohnungsverkauf vom Tisch ist und stattdessen Bankenzusagen zur Weiterfinanzierung unterschrieben sind. In den letzten Jahren galt es noch die Anforderungen des Stadtumbaukonzepts zu erfüllen: 302 Wohnungen nahm die GmbH bis 2008 "vom Markt", bekam dafür Altschulden von 1,1 Millionen Euro erlassen und konnte die Leerstandsquote von 22 auf jetzt 16,2 Prozent drücken. "Im neuen Jahrzehnt wollen wir nun neue Schwerpunkte in den Fokus der Arbeit rücken", sagt Zitzmann und erklärt, was er damit meint: Es gilt, sich auf die älter werdende Gesellschaft einzustellen. Da die demografische Entwicklung nicht an Zeulenroda vorbei geht, müssten zwar auch noch weitere Wohnungen abgerissen werden, was im Stadtbachring moderat durch Umbau oder Rückbau geschehen soll. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Anpassung des Bestandes an die veränderten Mieter-Ansprüche. So will man Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige integrieren, um damit den Weg ins Pflegeheim vermeiden zu helfen. "Die Leute wollen möglichst lange in ihrem angestammten Umfeld bleiben", weiß Zitzmann. Realisiert werden könnte diese Idee in der Straße der DSF durch Fahrstuhl-Vorbau und Erschließung der betreffenden Wohnungen durch einen Laubengang. Ab wann und in welchem Block, ist noch nicht entschieden. Zumal derzeit ein Modellprojekt für das ganze Areal Rötlein/Straße der DSF in Kooperation mit AWG Solidarität und Stadtverwaltung in Vorbereitung ist (OTZ berichtete). Ebenfalls in der Straße der DSF, aber auch in Parterrewohnungen an anderen Standorten, möchte der Geschäftsführer den alters- und behindertengerechten Ausbau von Quartieren weiter fortsetzen. In Zeulenroda-West, konkret der Dr. Otto-Nuschke-Straße, kann er sich Balkonanbauten vorstellen. Dies allerdings zunächst punktuell an einem Aufgang, um erstmal zu sehen, wie die Resonanz unter den Mietern ist. "Es geht nicht um Schnellschüsse, sondern um Nachhaltigkeit", so Zitzmann. Dieses Jahr werde man noch mit moderaten Instandhaltungen beschäftigt sein, gleichzeitig aber größere Investitionen vorbereiten. Kommentar Blick wieder voraus Von Steffen Beikirch Nach den Turbulenzen um Verkauf oder nicht kann die Zeulenrodaer Wohnungsbau GmbH jetzt wieder Strategien für die Zukunft entwickeln.
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13. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Kreisch-Alarm beim Weiberfasching
Denn die Damen in der Stadthalle lassen sich natürlich von Männern unterhalten Zeulenroda (Th. Stöcker). Als am Donnerstagabend Ines Bayer um genau 20.11 Uhr den 3. Zellreder Weiberfasching offiziell eröffnete, war dies nicht nur der Beginn der heißen Faschingsphase, sondern der Auftakt zu einer rauschenden Partynacht. Geschätzte 250 bestens gelaunte und herrlich bunt kostümierte Frauen feierten mit hohem Unterhaltungswert. Bereits mit den ersten Takten schnippte der Stimmungspegel in die Höhe. Was das närrische Publikum in dem rund zwei Stunden dauernden Programm geboten bekam, war eine gelungene Mischung aus Musik, Tanz und Sketchen. Dass es hin und wieder zu "männerunfreundlichen" Witzen und verbalen Seitenhieben kam, liegt in der Natur der Sache. Und wer unterhielt eigentlich die Damen? Na klar, die Männer. Insgesamt vier Männerballetts aus Zeulenroda, Wöhlsdorf und vom Handwerkerfasching Schleiz sorgten für akustische wie optische Leckerbissen. Kreisch-Alarm à la Tokio Hotel auch in Zeulenroda. Ohne Zugaben wurde kein Männerballett aus dem Saal gelassen. Dass die Bütt von Ute Konrad etwas ins Hintertreffen geriet, war dem starken Auftritt der Herren der Schöpfung geschuldet.
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13. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Positive Aussichten für Müllbeseitigung
Dietmar Lübcke spricht über AWV-Zukunft Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ). Müll ist ein unangenehmes Thema, das aber alle angeht. "Deshalb ist es selbstverständlich, dass Neuerungen und Konzepte öffentlich diskutiert werden", sagte Dietmar Lübcke, Geschäftsleiter des Abfallwirtschaftszweckverbandes Ostthüringen (AWV), zu Beginn seiner Ausführungen in der jüngsten Sitzung der Bürgerinitiative für sozialverträgliche Abgaben und Leistungsgerechtigkeit in Zeulenroda und Umgebung (BIZ) im Gasthof "Grüner Baum".
Lübcke war gekommen, um den Entwurf eines neuen Konzeptes für die nächsten fünf Jahre vorzustellen, mit den Bürgern darüber zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Beim vorgelegten Konzept stehen Abfallvermeidung und die voraussichtliche Gebührenentwicklung im Mittelpunkt.
"Eine Vision, die wir noch in diesem Jahr verwirklichen wollen, ist die Gelbe Tonne Plus", berichtet Lübcke. Darin dürfen nicht nur Verpackungen entsorgt werden, sondern beispielsweise auch defekte Rührschüsseln. "Ich halte diese Regelung für viel sinnvoller, da derzeit kaum jemand weiß, was in der Gelben Tonne entsorgt werden darf", erläutert der Geschäftsleiter. Außerdem soll die Vorbehandlung von Abfällen, also die Vorsortierung, weiter ausgebaut werden.
Eine Abfallprognose liegt dem AWV ebenfalls vor. Sie besagt, dass es bei der Verwertung von Haus- und Sperrmüll keine Kapazitätsprobleme geben wird, wohl aber beim Biomüll. "Für den Fall, dass das eintritt, denken wir schon jetzt über Verträge mit weiteren Kompostieranlagen nach", so Lübcke.
Bei der Entwicklung der Gebühren sind laut dem Geschäftsleiter in naher Zukunft keine großen Sprünge zu erwarten. Derzeit setzt sich der Endpreis für den Kunden je zur Hälfte aus Grund- und Leistungsgebühr zusammen. In erstere fallen beispielsweise Kosten für Personal und Dieselkraftstoff. Die Leistungskosten ergeben sich aus den tatsächlich geleerten Tonnen. Bis 2009 wurden für einen Zwei-Personen-Haushalt vier Pflichtentleerungen pro Jahr berechnet, was großen Unmut bei jenen auslöste, die weniger Restmüll zur Entsorgung gaben, jedoch alle vier bezahlen mussten. Seit 2010 sind es nur noch drei Pflichtentleerungen. "Es ist für uns die einzige Möglichkeit zu gewährleisten, dass jeder Haushalt eine vorgeschriebene Restmülltonne hat", erklärt Lübcke. "Drei Entleerungen jährlich sind dabei für einen Zwei-Personen-Haushalt realistisch, wie wir uns in der Praxis überzeugt haben."
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13. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Milchkühe gehen selbst zum Melken
Landrätin Martina Schweinsburg besucht Stallanlage der Schleif GbR in Wöhlsdorf Von Holger Zaumsegel Wöhlsdorf (OTZ). Artig stehen die Kühe in einer Reihe. Sie wissen, es ist Zeit - Zeit zum Melken. In der Stallanlage der Schleif GbR in Wöhlsdorf brauchen sie keinen, der selbst Hand anlegt. Seit 2007 steht hier ein Melkroboter, der Inhaber Volkmar Schleif 120 000 Euro gekostet hat.
Die Kühe freut´s: Immer, wenn ihr Euter sich meldet, gehen sie zum Roboter, der ihnen die Milch abnimmt. "Das klappt ganz von allein", erklärt Volkmar Schleif. "Die Kühe wissen am besten, wann sie dran sind".
Schleif durfte am Donnerstag Besuch in seinem Stall begrüßen. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) war zusammen mit Wirtschaftsreferent Steffen Täubert, der Bürgermeisterin der Gemeinde Wiebelsdorf, Iris Seidel (Bürgergemeinschaft), Dr. Arnfried Völlm, Leiter des Landwirtschaftsamtes Zeulenroda, sowie Angelika Geilert, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, gekommen, um die 70 Milchkühe und alles, was Schleif noch zu bieten hat, unter die Lupe zu nehmen.
Zu schaffen macht Schleif der aktuelle Milchpreis. Er ist viel zu niedrig, um rentabel arbeiten zu können. So habe er schon die Produktion auf 8700 Liter Milch pro Kuh im Jahr herunter gefahren. Als er sich den Melkroboter 2007 zulegte, dafür auch extra Umbauarbeiten im Stall vornehmen ließ, konnte man die jetzige schlechte wirtschaftliche Lage der Milchbauern noch nicht erahnen. "Man muss ja wenigstens leben können", sagt er und hofft, dass sich bald eine Verbesserung einstellt. Jedes andere Unternehmen würde einfach die Dinge abschaffen, die negativ ins Kontor schlagen. "Wenn ich aber einmal meine Kühe abschaffe", so Schleif, "dann kann ich sie später nie wieder anschaffen". Und so wird er weiter durchhalten.
Außerdem hat Volkmar Schleif ja noch andere Pferde - als seine Kühe - im Stall. Auf 150 Hektar baut er Getreide an. Im letzten Jahr hat er sich sogar auf ein sehr zukunftsfähiges Feld gewagt. Eine Photovoltaik-Anlage ziert sein Stalldach. Der Solarstrom ist für Schleif sehr lukrativ, kann er sich jetzt doch selbst versorgen und, wenn das Wetter stimmt, hin und wieder auch welchen in das Stromnetz einspeisen.
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13. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Torjäger vom Feinsten
Fußball: Robby Boucherifi erzielte jede Menge Tore für die Zeulenrodaer Von Klaus Meitner Zeulenroda (OTZ). Robby Boucherifi begann seine Fußball-Laufbahn im Nachwuchsbereich der BSG Motor Zeulenroda im Alter von sechs Jahren. Schon bald stellte er unter Beweis, was für ein exzellenter, vor allem aber torgefährlicher Stürmer er war.
Mit 17 Jahren absolvierte Robby sein erstes Spiel in der 1. Männermannschaft, außerdem wurde er 1985 mit 28 Treffern Torschützenbester der Junioren-Bezirksliga. 1987 wechselte Boucherifi zu Fortschritt Weida, kehrte aber schon 1988 wieder nach Zeulenroda zurück.
In der Saison 1988/89 belegte Motor in der Bezirksliga Gera einen guten 4. Platz. Robby Boucherifi, damals 21 Jahre jung, erzielte von den 60 Zeulenrodaer Toren allein 26 und war damit bester Schütze in der Bezirksliga.
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13. Februar 2010 /Vogtland-Anzeiger AWO-Reichenbach beklagt Personalmangel Reichenbach – Einen symbolischen „goldenen Schlüssel“ überreichte der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Vogtland Steffan Günther kan den Reichenbacher CDU-Landtagsabgeordneten Alfons Kienzle und forderte den Politiker damit auf, sich im Landtag für die Erhöhung des Personalschlüssels in sächsischen Kindertageseinrichtungen einzusetzen.
Günther schließt sich damit einer Aktion unter dem Motto „Weil Kinder Zeit brauchen – für mehr Personal in Sachsens Kitas“ an, die von der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Freistaat Sachsen initiiert wurde. Die AWO, Bereich Reichenbach, macht auf ihre Personalsituation in den Kindereinrichtungen aufmerksam. Dort fehle, so berichteten Kindergartenleiterinnen und Erzieherinnen unisono, Personal an allen Ecken und Enden. Derzeit gelten Personalschlüssel von 1:6 im Krippen-, 1:13 im Kindergarten- und 1:20 im Hortbereich.
Und so sei es kaum oder nur auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeiter möglich, die geforderte Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes zu verwirklichen. Es bleibe keine Zeit, um den Kindern Zeit zu lassen, die je nach Alter das Anziehen, das Essen oder andere lebenspraktische Dinge lernen sollen. In kleineren Einrichtungen werden vom Baby bis zum Vorschulkind alle in einer Gruppe betreut. Wenn dann nur eine Erzieherin zur Verfügung steht, bleibt ein Teil der Kinder auf der Strecke.
Im Hortbereich ist das nicht anders. Bei einem Personalschlüssel von 1:20 kann die Erzieherin nicht allen Kindern bei den Hausaufgaben zur Seite stehen. Hinzu kommt die Unzufriedenheit, die bei den Erziehern wächst. Schließlich haben sie jeden Tag mit der Diskrepanz zu leben, den Kindern die bestmögliche Erziehung und Bildung zukommen zu lassen, können aber wegen Überforderung gar nicht alle Aufgaben erfüllen.
Bei der AWO Reichenbach, die 13 Kindereinrichtungen in Trägerschaft hat und dort 118 Erzieherinnen beschäftigt, treten die einzelnen Probleme deutlich zutage. Die Einrichtungsleiterinnen, berichteten von hochmotivierten Mitarbeiterinnen und dass der Kita-Betrieb bisher mit viel persönlichem Einsatz und einigen Praktikanten immer aufrechterhalten wurde. Aber auf Dauer sei das kein Zustand. Zugespitzt werde die Situation noch bei krankheitsbedingten Ausfällen. Für Vorbereitung, Dokumentation oder die Umsetzung spezieller Konzepte bleibe da keine Zeit. |
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| 13. Februar 2010 /OTZ | ||||
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Karikatur des Tages
700 Euro für den Straßenlauf Greiz (OTZ/KG). Einen Zuschuss von 700 Euro genehmigte der Kultur-, Sport- und Tourismusausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Über die Fördermittelvergabe für weitere Vereine, die bis 31. Januar ihre Anträge eingereicht haben, entscheide der Ausschuss in seiner Aprilsitzung. Da der Straßenlauf jedoch bereits am 13. März stattfindet, stand dieser Antrag bereits jetzt auf der Tagesordnung. Von der Schmiede zur Kunst- und Kulturregion Bildungsreise ins Ruhrgebiet nach Essen Greiz (OTZ). Auch in diesem Frühjahrsemester bietet die Kreisvolkshochschule Greiz wieder eine Bildungsreise an, für die jetzt noch freie Plätze verfügbar sind. Vom 8. bis 10. Juni erleben Interessierte die Entwicklung des Ruhrgebietes von der Schmiede Europas zu einer modernen Dienstleistungs-, Kunst- und Kulturregion. Die Metropole Ruhr betritt 2010 als Kulturhauptstadt Europas mit weit über 200 Projekten und fast 3000 Veranstaltungen in 53 Städten die internationale Bühne und hat täglich für jeden Geschmack etwas Zu bieten. Unter dem Motto „Wandel durch Kultur — Kultur durch Wandel" zeigt das Ruhrgebiet, wie es sich zu einer außergewöhnlichen Metropole mit kulturellem Pulsschlag entwickelt. In den Sparten „Mythos Ruhr begreifen", „Metropole gestalten" und „Europa bewegen" wird der Wandel durch eindrucksvolle Architekturen und einmalige Kunstprojekte deutlich. Geplante Programminhalte: Stadtführung in Essen, Besuch des Kunstquartiers Hagen, Besichtigung der Zeche Zollverein, des Ruhrmuseums und des Museums Folkwang, Besuch der Villa Hügel und der Bergarbeitersiedlung Margarethenhöhe. Nähere Informationen und Kursanmeldungen unter Tel. (03661) 6 28 00, per E-Mail an verwaltung@kvhs-greiz.de oder über die Internetseite: www.kvhs-greiz.de Linke-Politikerin will Wegweiser zu Mahnmal Greiz (OTZ/KG). Mit einer Anfrage wendete sich Helgard Gothe (Die Linke) im Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus am Donnerstagabend an den Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD). Da in diesem Jahr der 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus begangen wird, brachte sie das vom Parkeingang auf den Alten Friedhof versetzte Mahnmal wieder ins Gespräch. Gothe fragte, ob es nicht möglich wäre, Hinweisschilder in der Stadt aufzustellen, denn „jetzt weiß doch keiner, wo das Mahnmal steht". An welchen Stellen die Schilder aufgestellt werden sollen, dazu hatte die Linkssozialistin allerdings noch keine Vorstellung. Drucktechnikschau wird heute eröffnet
Heute um 11 Uhr wird im Sommerpalais die Ausstellung „Graphische Drucktechniken" eröffnet. Hausmeister Uwe Pietrock ist mit dem Aufbau der Ausstellung beschäftigt. Den Olympioniken nacheifern
Während in Vancouver die Olympiateilnehmer um die Medaillen kämpfen, kann dank des schneereichen Winters auch in Greiz und Umgebung dem Wintersport nachgegangen werden, wie hier beim Skilaufen im Greizer Park. |
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