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09. Februar 2010 /OTZ
Flexible Drucktechnik-Schau
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Die Einladung für die Ausstellung "Graphische Drucktechniken",
die am Sonnabend, 11 Uhr, im Sommerpalais eröffnet wird,
präsentiert Eva-Maria von Mariassy.
Foto: OTZ/Christian Freund -
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Im Gartensaal stellt Hausmeister Uwe Pietrock das Heizgerät
auf, damit die Bauarbeiten dort weiter gehen können.
Foto: OTZ/Christian Freund -
Am Sonnabend wird neue Ausstellung in erster Etage des Sommerpalais eröffnet
Von Katja Grieser Greiz.
Flexibilität ist gefragt, selbst bei einer Ausstellung. Zumindest gilt das im Sommerpalais, solange dort Bauarbeiter und Restauratoren zugange sind. Doch die Mitarbeiter sind diesbezüglich geübt und so wird es auch bei der am Sonnabend um 11 Uhr eröffneten Ausstellung "Graphische Drucktechniken" sicher keine Probleme geben, auch wenn sie in der ersten Etage gezeigt wird, in der die Restauratoren derzeit arbeiten.
In der Schau wird ein Überblick über die Geschichte der Drucktechniken gegeben, angefangen vom Holzschnitt als frühester Form des Hochdrucks bis hin zum Siebdruck. "Aktuell sind alle Techniken ja bis heute, sie werden immer noch angewendet", so Sommerpalais-Chefin Eva-Maria von Mariassy. Für den Besucher werde es gewiss spannend, die Ergebnisse unterschiedlicher Techniken gegenüber gestellt zu sehen.
Die Exponate stammen aus dem Depot des Sommerpalais, wobei die Leiterin betont, man habe "keine alten Gassenhauer rausgeholt". Vielmehr werden unbekannte, auch in Katalogen selten zu findende Blätter gezeigt.
Dass die Ausstellung nur bis 18. April zu sehen ist, hat seinen Grund. Da es eben teils Jahrhunderte alte Blätter seien, die extrem empfindlich sind, könne man sie nicht so lange dem Licht aussetzen.
Nach Motiven wurden die Blätter nicht ausgesucht, jedoch zeichnen sich die Favoriten der jeweiligen Zeit deutlich ab. Die älteren, um 1400 entstandenen Arbeiten zeigen christliche Motive, bei später entstandenen sind dann beispielsweise auch Mythologieszenen zu finden.
Dass diese und die nächste Ausstellung - es folgt eine Scherenschnitt-Schau - aus dem eigenen Bestand bestückt werden, ist eine Folge der Sanierung und Restauration. Denn eine Ausstellung einzukaufen, während im Sommerpalais Bauarbeiter mit Hochdruck bei der Sache sind, ist schon allein aus Versicherungsgründen schwierig. "Ich musste jetzt zum Beispiel deshalb auch ein Angebot aus Erfurt ablehnen", erzählt Eva-Maria von Mariassy.
Auf eine Besonderheit weist die Sommerpalais-Leiterin noch hin. Besucher der Ausstellung "Graphische Drucktechniken" können sich die erläuternden Texte nicht nur in den Vitrinen durchlesen, denn für die Schau wurden Handzettel gedruckt, die einen Überblick über die Techniken und deren Entwicklung geben. Diese seien maßgeblich von Bianca Kötter, die im Sommerpalais ihr Freiwilliges Kulturelles Jahr absolviert, gestaltet worden, betont von Mariassy.
Während gestern noch Karikaturen, Cartoons etc. von Ulrich Forchner in den Ausstellungsräumen hingen, geht es heute in die heiße Phase der Vorbereitungen für die Drucktechnik-Schau.
Die Personalschau anlässlich des 60. Geburtstags von Forchner haben 675 Besucher gesehen, sagt Schlossverwalterin Pia Büttner. Das sei, gerade in Anbetracht der Wintermonate, kein schlechtes Ergebnis.
Kommentar
Kleines Mekka
Von Katja Grieser
"Die Bude rennen uns die Leute nicht ein", räumt Sommerpalais-Chefin Eva-Maria von Mariassy ein. Trotzdem habe sie mitbekommen, dass sich die Eröffnung von Bibliothek und Studiensaal herum gesprochen hat. So habe sich die Klientel seit Eröffnung Ende November verändert. Die Leute kommen von weit her, nur um sich die Bibliothek anzusehen. Und das, obwohl die Wintermonate im Sommerpalais besuchertechnisch sonst "dürr" seien. Die Neugier treibe die Leute eben an, worüber sich die Sommerpalais-Mitarbeiter freuen. Das Schönste seien Reaktionen wie bei den Studenten, die voller Verzückung beim Besuch der Bibliothek ausgerufen haben: "Ein Mekka." Hoffentlich kann sie sich als Geheimtipp für Studierende etablieren. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Kinderimpfstoff-Vorrat schrumpft
Engpass durch Lieferprobleme verursacht
Von Katja Grieser Greiz (OTZ).
Die Meldung der ständigen Impfkommission ging wie ein Lauffeuer um: Wichtige Impfstoffe für Kinder werden knapp. Seit Mitte Januar seien mehrere Impfstoffe nicht mehr lieferbar. "Ja, es gibt eine Verknappung bei Impfstoffen, insbesondere bei den Dreier- bis Sechser-Kombinationen", bestätigt Stefan Fink, Vorsitzender des Thüringer Apothekerverbands, auf OTZ-Nachfrage. Obwohl auch der Sechsfach-Impfstoff, den Kinder bis zum ersten Lebensjahr für die Grundimmunisierung brauchen, betroffen ist, sieht Fink keinen Grund zur Panik. Ob ein Säugling die Impfung nun ein oder zwei Wochen später bekomme, sei nicht so dramatisch, so der Verbandschef.
An eine oder zwei Wochen Wartezeit glaubt Dr. Annelie Kroneberger, Kinderärztin in Greiz, jedoch nicht. Sie wurde bei der Nachbestellung auf Mitte März vertröstet. "Ich vermute aber, es wird noch später", sagt die Medizinerin. Sie hat bereits geforscht, wie sie jetzt an den Impfstoff heran kommen könnte. Zwar hat sie für die eigenen Patienten noch Impfstoff auf Vorrat, so dass sie den Engpass aller Voraussicht nach ganz gut überstehen werde. Einen "unschöne Angelegenheit" sei die Sache aber trotzdem, ärgert sich Dr. Annelie Kroneberger. Besorgte Eltern haben sich jedoch noch nicht bei ihr gemeldet, ebenso wenig wie bei ihrer Greizer Kollegin Uta Ressel-Gündel. "Wir haben noch Impfstoff da", betont die Medizinerin.
Ob der Impfstoffengpass nun damit zu tun hat, dass Hersteller mit der Produktion von Pandemie-Impfstoffen beschäftigt waren und deshalb Produktionsprozesse umstellen mussten, bleibt laut Stefan Fink vorerst eine Vermutung.
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09. Februar 2010 /OTZ
Abgedrehtes Live-Spektakel
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Mit einem etwa 20-köpfigen Ensemble inszeniert die Laiendar-
steller-Gruppe „TheArter" das Kult-Musical „The Rocky Horror
Picture Show". Derzeit laufen die Proben für Tanz, Gesang
und Musik. Die Choreografien werden dabei im Club 2000 in
der Greizer Zentastraße einstudiert.
Foto: Marcel Hilbert -
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Im Proberaum der Band "Wellenbrecher" wird die musikalische
Live-Untermalung des Musicals einstudiert.
Foto: OTZ/Marcel Hilbert -
Greizer Schauspielgruppe "TheArter" inszeniert "The Rocky Horror Picture Show"
Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).
Hochhackige Schuhe, Miniröcke und tief ausgeschnittene Oberteile - Was zur Tanzprobe des Greizer Theaterensembles "TheArter" im Club 2000 bisher nur von einigen Frauen getragen wird, soll später auch die männlichen Darsteller zieren. Schließlich steht auf dem Spielplan der Gruppe nicht irgendein Stück, sondern die Inszenierung des Travestie-Musicals "The Rocky Horror Picture Show".
In ihrer bisher größten Inszenierung, gemessen an der Darstellerzahl, wollen die Greizer Laiendarsteller das Kultmusical Richard O´Briens aus dem Jahr 1973 beziehungsweise dessen noch bekanntere Verfilmung von 1975 auf die Bühne bringen. "Neben den zehn Hauptdarstellern haben wir ein etwa zwölfköpfiges Ensemble für die Massen- und Tanzszenen", erklärt Stephan Harpeng. Die genaue Spielerzahl könne er nicht beziffern, da die Festbesetzung für die Premiere noch nicht feststehe.
Fest steht der Premierentermin. Am 16. April wollen die schrägen Figuren um Dr. Frank N. Furter und seine Schöpfung Rocky Horror, die Eheleute Janet und Brad, Butler Riff Raff und Rocker Eddie die Hauptbühne des Greizer Theaters entern. Das Neuberinhaus in Reichenbach soll eine Woche später bespielt werden.
Die Choreografien, die zur Tanzprobe einstudiert werden, entstammen den Vorstellungen von Melanie Thomas, wie Harpeng weiter berichtet. Und so wird beispielsweise zu dem Lied "Timewarp" Rock´n´Roll getanzt oder die Schrittfolge eines Cancan in immer schnellerem Tempo durchexerziert.
Nur wenige hundert Meter weiter dringen die gleichen Lieder wie zur Tanzprobe zu Ohren, dieses Mal allerdings nicht vom Band, sondern handgemacht. Im Proberaum der Greizer Band "Wellenbrecher" haben sich verschiedene Musiker zusammengefunden, um aus der Musicalinszenierung des Darsteller-Ensembles auch ein musikalisches Live-Erlebnis zu machen. Wie schon bei der TheArter-Inszenierung von "Die Welle" soll auch die "Rocky Horror Picture Show" wieder komplett von einer Band begleitet werden. Mit knapp 20 Musikstücken haben sich die Instrumentalisten dabei einiges vorgenommen, zumal in den etwa 90 Minuten Spielzeit musicaltypisch nur wenig Zeit zum Verschnaufen bleibt. "Dafür ist die Musik recht einfach, da fast ausschließlich im Rock´n´Roll-Stil gehalten", meint Daniel Kertscher, einer der zwei Gitarristen. "Einzig das Proben ist aus Zeitgründen immer etwas schwierig zu organisieren."
Wie sich die Kombination aus Gesang und Livemusik später auf der Bühne einmal anhören soll, davon geben die Musiker schließlich noch eine Kostprobe. Eben hat Matthias Pohle den Proberaum betreten, nachdem er an diesem Abend wie die anderen Hauptdarsteller bereits eine Einzelprobe bei Regisseur Stephan Marek hinter sich hat.
Gemeinsam interpretieren Band und Sänger Pohle, der die Rolle des "Dr. Frank N. Furter" übernimmt, dessen Eröffnungsstück "Sweet Transvestite" und eines wird deutlich: Wenn das Stück durchweg auf diesem Niveau inszeniert wird, erwartet die Premierengäste am 16. April im Greizer Theater ein temporeiches und abgedrehtes Musical-Spektakel.
- Mitwirkende Hauptdarsteller:
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- · Janet - Sophia Thomas · Brad - Sandro Bernhardt · Dr. Frank N. Furter - Matthias Pohle · Riff Raff - Matthias Groß · Magenta - Antje Viehhäuser · Columbia - Melanie Thomas · Dr. Everett v. Scott - Stephan Marek · Eddie - Daniel Kertscher · The Lips - Katrin Regner · Rocky Horror - Tobias Hopfer · Erzähler - Stephan Harpeng
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- Musiker:
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- · Marco Roggemann (Gitarre) · Daniel Kertscher (Gitarre) · Frank Marek (Schlagzeug) · Marcus Pömpner (Bass) · Julian Riedel (Saxophon) · Thorsten Grimm (Klavier)
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- Inszenierung:
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- · Regie - Stephan Marek · Choreografie - Melanie Thomas
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09. Februar 2010 /OTZ
Kranke Eiche muss weichen
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Gefällt werden musste diese Eiche an
der Straße zwischen Hirschbach und
Langenwetzendorf.
Foto: Petra Reucker
Auflage: Neupflanzung an gleicher Stelle zwischen Hirschbach und Langenwetzendorf
Von Katja Grieser Langenwetzendorf.
"Erbost und traurig" zugleich war unsere Leserin Petra Reucker, wie sie in einer E-Mail an die OTZ schrieb. Täglich ist sie auf der Straße zwischen Hirschbach und Langenwetzendorf unterwegs, musste dabei jetzt feststellen, dass eine der beiden alten Eichen am Wegesrand gefällt worden ist.
Sabine Hellmuth von der Naturschutzbehörde im Landratsamt bestätigt, dass der Grundstückseigentümer den Antrag auf Baumbeseitigung gestellt hat. Da es sich jedoch um landschaftsbildprägende Bäume handele, kann die Behörde nur dann eine entsprechende Genehmigung erteilen, wenn nachgewiesen ist, dass der Baum wirklich umstürzen könnte oder dessen Vitalität stark beeinträchtigt ist. "Also wurde ein Sachverständiger hinzugezogen", so Sabine Hellmuth auf OTZ-Nachfrage.
Der habe nun festgestellt, dass das Totholz einer Eiche durch Baumschnittarbeiten entfernt werden kann, sie demzufolge nicht gefällt werden muss. Schwieriger habe es jedoch bei der zweiten Eiche ausgesehen. 30 Prozent Totholz zeigten bei ihr zur Straßenseite, was eine Gefahr für die vorbeifahrenden Autos bedeutet. Das Totholz sei wohl eine Folge von Wurzelschädigungen, die durch Straßenbauarbeiten entstanden sind. Zwar liegen diese schon Jahre zurück, doch oftmals reagieren Bäume auf solche Vorfälle erst bedeutend später, weiß Hellmuth.
Über Baumrückschnitt habe man deshalb nachgedacht. Doch Eichen würden nach so einem Eingriff "zurücktrocknen", die Krone würde nochmals kleiner werden und der Baum dann vielleicht eingehen. Da es sich bei dieser Eiche um einen so genannten Straßenbaum handelt, also einen direkt an der Straße stehenden, hat die Verkehrssicherheit Priorität. "Laut Baumzustandsbewertung ist diese Eiche nicht mehr verkehrssicher gewesen", sagt die Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde und fügt an: "Die Fällung war unumgänglich." Denn nur so habe weiterhin Verkehrssicherheit garantiert werden können.
Dem Grundstückseigentümer wurde die Fällgenehmigung jedoch nur mit Auflage erteilt. Im Frühjahr muss er eine neue Eiche an dieser Stelle pflanzen. Da bei Neupflanzungen aber ein Grenzabstand von vier Metern eingehalten werden muss - dieser würde an dieser Stelle unterschritten -, muss die Gemeinde Langenwetzendorf als Straßeneigentümer um Erlaubnis gefragt werden. "Ich habe natürlich nichts dagegen, freue mich sogar, dass wieder ein Baum dort stehen wird", sagt der Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos) auf Nachfrage. Die Gemeinde wird der Neupflanzung zustimmen. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Zweiter Mann jetzt Nummer eins
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Oliver Hasert
Oliver Hasert neuer Direktor im Bio-Seehotel
Zeulenroda (OTZ/Henze).
Ein Fünkchen Wahrheit ist an jedem Gerücht dran. Auch dann, wenn, wie im Fall des ehemaligen geschäftsführenden Direktors des Bio-Seehotels, Stephan Bode, dieser noch vor zwei Wochen gegenüber OTZ versicherte, dass er die Nobelherberge definitiv nicht verlassen werde. Zum 1. Februar war er dann doch weg. "Im beiderseitigen Einvernehmen", heißt es, haben sich Hoteleigner Hans B. Bauerfeind und Bode getrennt. An seine Stelle ist Oliver Hasert getreten. Der 42-Jährige war als Prokurist siebeneinhalb Jahre der zweite Mann im Haus.
Hasert ist nach wie vor der Meinung, dass Bode nach längerer Krankheit 2009 noch einmal durchstarten wollte, gemäß dem von ihm gepflegten Spruch: Das Hotel ist wie ein Schiff, das nur mit voller Fahrt fahren kann. Doch wollten Bauerfeind und Bode wohl in verschiedene Richtungen fahren. "Die Verwirklichung seiner Ideen standen nicht mit denen vom Unternehmer Bauerfeind im Einklang", so Hasert. Für Bode steht nun nach acht Jahren Power ein Erholungsurlaub an, um sich für neue berufliche Herausforderungen zu stärken. Die aber würden definitiv nicht in der Bauerfeind AG liegen. Trotzdem will man dem scheidenden Direktor sein Engagement für das Hotel, das er seit 2002 führte, nicht absprechen.
An diese Erfolgen anzuknüpfen, ist für den Neuen wichtig. Er wird nach wie vor das Thema Bio in den Vordergrund stellen. Der Leitgedanke Nachhaltigkeit soll im Unternehmen Bauerfeind weiter ausgebaut werden. Ebenso will man nicht vom Engagement zur Bio-Energie-Region "Thüringer Vogtland" abrücken. Ändern wird sich die Kommunikation nach Außen. Marketing und Campus wie Bio-Kongress oder Arena zur Nachhaltigkeit sollen neu aufgestellt und hierbei die Verbindung zum Mutterunternehmen, Bauerfeind AG, stärker betont werden. Die Zusammenarbeit zwischen Bauerfeind-Kerngeschäft und Hotel will man erweitern, die Bereiche Sport und Prävention, die auch in der Firmenphilosophie verankert sind, forcieren.
Für Hasert wird sich noch etwas ändern: Er ist bodenständig und nicht wie Bode bekennender Esoteriker. "Diese Ausrichtung wird im Haus nicht weitergeführt", so Hasert. Respekt und Dankbarkeit begleiten Bode dennoch. So weiß man sehr wohl, dass auch die Auszeichnung für den 1. Platz im Wettbewerb "Bestes Tagungshotel zum Wohlfühlen" 2010/2011 ein Teil seines Engagements und der 120 Mitarbeiter im Unternehmen ist. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Familien-Volksbegehren startet heute Nacht
Mitternachtsstand in Zeulenroda-Triebes
Greiz/Zeulenroda-Triebes (OTZ).
In der Nacht zu Mittwoch, Punkt Mitternacht, beginnt das „Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik in Thüringen" mit einer Unterschriftensammlung. Dazu plant das Greizer Organisatorenteam, bestehend aus Mitgliedern der Jusos, der Linken, der Bürgerinitiative Zeulenroda-Triebes (BIZ), des DGB, verdi und der SPD einen Sammelstand auf dem Zeulenrodaer Marktplatz.
Der Stand soll heute abend, genau um 23.45 Uhr aufgebaut werden, damit pünktlich um Mitternacht mit der Sammlung begonnen werden kann.
Als Ehrengast der Veranstaltung wird der parteilose Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert erwartet, welcher Ende 2005 ein Mitbegründer des Familienvolksbegehrens war, seither Sprecher der Initiative auf Landesebene ist und derzeit für Die Linke im Deutschen Bundestag sitzt. Das Volksbegehren soll die negativen Folgen der so genannten „Thüringer Familienoffensive" zurück nehmen, welche im Jahr 2005 von der damaligen CDU-Mehrheit im Landtag beschlossen wurde. Zwar brachte die neue Regierung aus CDU und SPD inzwischen ein neues Ge setz in den Landtag ein, was die damaligen Reglungen an den entscheidenden Stellen ändern würde, doch muss dieses erst den parlamentarischen Weg durchlaufen, bis es beschlossen werden kann.
Aus diesem Grund ist sich das landesweite Organisatorenteam einig, dass ein Start der Unterschriftensammlung ohne Alternative ist.
Alle Bürger, die zu den Erstunterzeichnern des Thüringer Familienvolksbegehrens gehören möchten, sind eingeladen, heute ab 23.59 Uhr auf dem Marktplatz in Zeulenroda-Triebes der Veranstaltung beizuwohnen.
Wer Unterschriftsbögen oder Infomaterial möchte, kann diese kostenfrei bei Thomas Liehr unter Tel. (036602) 50 96 63 oder (0151) 11 57 20 57 oder unter der E-Mail-Adresse Thomas-Liehr@gmx.net anfordern. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Ausstellungen auf der Großbaustelle
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Marcus Köhler (vorn) und Henry Wagner arbeiten
im ehemaligen Schlafzimmer.
Foto: OTZ/Christian Freund
Ende 2011 sollen die umfangreichen Bauarbeiten im Greizer Sommerpalais abgeschlossen sein
Von OTZ-Redakteurin Katja Grieser Greiz.
Wer das Greizer Sommerpalais besucht, kann sich kaum vorstellen, dass hier der Ausstellungsbetrieb fast normal weiterläuft: Die Wände im Schmuckstück Gartensaal sind abgeklebt, die Fußbodendämmung wird diese Woche eingebaut, Bodenheizung und Terrazzo folgen. In der ersten Etage, in der am Sonnabend die Schau "Graphische Drucktechniken" eröffnet werden soll, sind die Restaurateure schwer am Arbeiten. Die Restauration in den westlichen Räumen in der oberen Etage neigen sich inzwischen dem Ende entgegen, die anderen Bereiche stehen danach an.
Die Sommerpalais-Mitarbeiter stellen sich auf die schwierige räumliche Situation so gut es geht ein. Auch wenn das bedeutet, dass sie einen Teil der Exponate während der Ausstellungsdauer in einen anderen Raum bringen müssen. Sommerpalais-Leiterin Eva-Maria von Mariassy steht jedoch zur Entscheidung, den Ausstellungsbetrieb trotz Bauarbeiten fortzusetzen. Begonnen wurde mit der Sanierung 2005, 2008 sollte sie abgeschlossen sein. Doch den Plan vereitelte der Hausschwamm, der sich im Gebäude breitgemacht hatte. Inzwischen steht Ende 2011 als Termin für den Abschluss der Sanierungs- und Restaurationsarbeiten im Sommerpalais. Danach sollen nur noch kleine Restarbeiten folgen.
Durch Konjunkturpaketmittel wird die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, zu der das Sommerpalais gehört, bei der Sanierung unterstützt. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Nichts zu holen für junge Greizer
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Für die Zweite der Greizer E-Junioren gab es vor heimischer
Kulisse nichts zu holen. Die jungen Kicker mussten ein ums
andere Mal empfindliche Niederlagen hinnehmen, wie hier
gegen den späteren Turnierzweiten SpVgg Heinsdorfergrund
(in Orange), dem sie mit 2:0 unterlagen.
Foto: Marcel Hilbert -
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Die Münchenbernsdorfer wurden Turnierfünfte.
Foto: OTZ/Marcel Hilbert -
Hallenfußball, E-Junioren: Gastgeber nur Fünfter bei 5. Konny-Weise Cup
Von Andreas Damm Greiz (OTZ).
Der ehemalige Nationalspieler des FC Carl Zeiss Jena, gebürtige Greizer und Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäftes, Konrad Weise, konnte am Ende des Turniers, das von den E-II-Junioren des 1. FC Greiz ausgerichtet wurde, dem Carl Zeiss Jena II den Siegerpokal überreichen.
Nach dem kurzfristigen Wechsel der Veranstaltung in die Turnhalle der Regelschule Pohlitz konnte das Turnier reibungslos und unbürokratisch durchgeführt werden. Dem Hallenpersonal, das ohne jegliche Probleme einen reibungslosen Turnierablauf sicherstellte, gilt besonderer Dank.
Einige neue Gesichter konnte man zum Turnierbeginn mit dem Hohenölsener SV und dem Lusaner SC 1980 II begrüßen. Der 1. FC Gera 03, der FC Carl Zeiss Jena, der SV Schott Jena, der Lusaner SC und der 1. FC Greiz nutzten das Turnier für ihre zweiten E-Junioren- Mannschaften.
Nach zwölf Vorrundenspielen setzte sich der Lusaner SC II knapp mit fünf Punkten vor dem überraschenden Hohenölsener SV mit vier Punkten, dem 1. FC Gera 03 II mit vier Punkten und dem SV Schott Jena II mit drei Punkten durch.
Klare Sache dagegen in Staffel zwei. Hier war es der FC Carl Zeiss Jena II, der alle Spiele gewann und mit neun Punkten klar dominierte. Zweiter wurde die SpVgg Heinsdorfergrund mit sechs Punkten vor dem SV 1924 Münchenbernsdorf mit drei Punkten und punktlos der etwas enttäuschende 1. FC Greiz II.
Die Halbfinalbegegnungen endeten mit klaren Resultaten. Die SpVgg Heinsdorfergrund setzte sich mit 4:0 gegen den Lusaner SC II durch und der FC Carl Zeiss Jena bezwang den Hohenölsener SV mit 6:1.
Im Spiel um den Platz sieben zeigten die Jungs des 1. FC Greiz II mit 5:0 gegen den SV Schott Jena II deutlich, dass sie in der Vorrunde den Turnierverlauf wohl etwas verschlafen hatten.
Auch der SV Münchenbernsdorf ließ im Spiel um den fünften Platz keine Frage offen, wer der Herr im Hause war. Mit 3:0 gegen den 1. FC Gera 03 II gewannen sie das Spiel.
Im Spiel um Platz drei zeigte der Lusaner SC 1980 II, warum er in der Vorrunde den ersten Platz belegte und ließ der tapfer kämpfenden Mannschaft des Hohenölsener SV mit einem 4:1-Sieg keine Chance. Aber auch der vierte Platz konnte sich für diesen kleinen Verein sehen lassen.
Das Endspiel war gleich früh entschieden und der FC Carl Zeiss Jena II ließ der SpVgg mit 5:0 keine Chance. Mit der Finalteilnahme des Heinsdorfergrund belegte die Mannschaft aus dem Vogtland einen nicht erwarteten zweiten Platz.
Die Siegerehrung nahmen Konny Weise und sein ehemaliger und wohl ältester aktiver Trainer Thüringens, Otto Schlutter, vor. Den Pokal des besten Torschützen erhielt Johannes Neumann, bester Spieler wurde Michael Kick (beide Hohenölsener SV) und als bester Tormann wurde Linus Kolle (FC Carl Zeiss Jena II) ausgezeichnet.
Der 1. FC Greiz bedankt sich für die Schiedsrichterbetreuung bei Silvio Höfer und Ronald Patzer, die mit viel Fachkompetenz und Auftreten auch dem einen oder anderen übereifrigen Trainer, Betreuer, Vati oder Opa Nachhilfe in Sachen Regelkunde in der Halle gaben. Dank gilt außerdem dem Turnierleiter Aike Pötschlag und dem Pokalsponsor. |
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09. Februar 2010 /OTZ
Olbernhau gutes Pflaster für Greizer Ringer
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K Max Strasen (Rot, hier im Ligakampf gegen Sömmerdas Rene
Seydewitz) musste verletzungsbedingt aufgeben.
Foto: OTZ/Silvia Böhm-Lämmer
Ringen, Mitteldeutsche Meisterschaften
Olbernhau (OTZ/Wolf).
Am vergangenem Sonnabend fanden in der Stadt der sieben Täler, Olbernhau, die Mitteldeutschen Ringer-Meisterschaften der Junioren (Jahrgänge 1990-93) und der B-Jugend (Jahrgänge 1996/97) in beiden Stilarten statt. Es nahmen Sportler aus 40 Vereinen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen daran teil. Ausrichter dieser sehr gut organisierten Meisterschaft war der Reginalligist RTV Zöblitz. Gerungen wurde auf vier Matten, dies trug wesentlich zum zügigen Ablauf dieser Meisterschaften bei.
Der RSV Rotation Greiz war mit 13 Sportlern, fünf Junioren und acht B-Jugendlichen, vertreten. Mit einem Meistertitel, zwei Vizemeistertiteln und drei Bronzemedaillen war der RSV recht erfolgreich.
Leon Jäschke (B-Jugend/34 kg) besiegte Nick Penndorf, Nick Gäbler (beide TuS Jena) und Paul Traus (RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder), ihn schon mit der ersten Aktion, jeweils auf Schulter und wurde damit souveräner Mitteldeutscher Meister. Er kämpfte in griechisch-römischen Stil.
John Urban (B-Jugend/34 kg/Freistil) stand nach zwei Schultersiegen gegen Tom Laerz (1. Luckenwalder SC) und R. Daun aus Sangerhausen im Finale. In diesem traf er auf Fabian Nguyen vom KFC Leipzig. Er unterlag nach einem guten Kampf hauchdünn mit 0:2 (0:1/0:1) Runden. Er freute sich über die Silbermedaille.
Ebenfalls Silber erkämpfte Robert Schaller (Junioren/ 96 kg/Freistil). Er besiegte Hagen Steinhäuser vom SV Sömmerda. Gegen Karsten Meinhardt vom TuS Jena musste er eine Niederlage hinnehmen.
Joel Greschok (Junioren/74 kg/Freistil) zeigte sich von seiner Krankheit gut erholt und zeigte eine starke Leistung. Nach einem Sieg gegen seinen Vereinskameraden Max Strasen mit 2:0 (6:4/6:0) Runden und einer 0:2-(0:3/2:3) Rundenniederlage gegen Vizemeister Jan Richtstein vom KFC Leipzig stand er im Kleinen Finale. In diesem besiegte er Kay Fleckenstein vom KFC Leipzig. Die Bronzemedaille war der Lohn für diese Leistung.
Ebenfalls über eine Bronzemedaille konnte sich Toni Krassow (B-Jugend/46 kg/Klassisch) freuen, obwohl im Kampf gegen Lucas Faun von Preußen Berlin, den er mit 1:2 (0:6/6:4/0:1) Runden verlor, mehr zu erreichen war. Es leuchtete schon silbern.
Nach einem Schultersieg gegen Paul Küster (RC Germania Potsdam) und einer Niederlage gegen Maxemilian Ebert vom KFC Leipzig stand Dennis Nürnberger (B-Jugend/58 kg/Freistil) im kleinen Finale. In diesem besiegte der Greizer Alexander Wobster vom MSV 90 Magdeburg auf Schulter und gewann damit eine Bronzemedaille.
Fünfte Plätze belegten bei der B-Jugend Maximilian Kahnt (50 kg/Freistil), Nils Andrä (38 kg/Freistil) und Florian Sieg (46 kg/Freistil).
Bei den Junioren erkämpften Konstantin Sommer (74 kg/Freistil) und Gideon Greschok (66 kg/Freistil) jeweils den fünften Platz. Platz sechs belegten Michel Jelen (B-Jugend/58 kg/Freistil) und Max Strasen (Junioren/74 kg/Freistil), wobei sich Max Strasen im zweiten Kampf am Knie verletzte und die anderen Kämpf dadurch aufgeben musste.
Nachwuchsvereinstrainer Andreas Mattern meinte nach den Kämpfen: "Es wäre der eine oder andere Sieg mehr möglich gewesen und damit noch bessere Platzierungen. Wir können mithalten, wenn sich die Sportler optimal konzentrieren. Man muss jetzt abwarten, wen Landestrainer Winfried Wundersee für die Deutschen Meisterschaften nominiert." |
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09. Februar 2010 /OTZ
Bergaer Oldies mit undankbarer Platzierung
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Jens Wellert, der beste
Spieler des Turniers
Hallenfußball, Turnier, Alte Herren
Gößnitz (OTZ/F.H.).
Mit dem fünften Platz beim Traditionsturnier des FSV Gößnitz für Oldieteams waren die Bergaer Kicker unter ihren Erwartungen geblieben.
Obwohl man im letzten Spiel alles in der Hand hatte, das Turnier mit einem Sieg über den SV Niklas als Sieger zu verlassen, spielten die Nerven nicht mit und man unterlag dem Turniersieger mit 0:2 .
Das Turnier begann für die Bergaer sehr vielversprechend. Mit einem Punkt bei OTG 1902 Gera und einem 0:0 gegen die Kicker von der SG Braunichswalde hatten sie sich alle Optionen offen gelassen. Den Gastgeber FSV Gößnitz konnten die Bergaer Fußballer in einem guten Spiel mit 1:0 bezwingen, bevor dann Nöbdenitz die drei Siegpunkte aus der Partie gegen Berga mitnahm.
Trotz des fünften Platzes haben die Männer des FSV Berga keineswegs enttäuscht. Deutlich wurde das, als mit Jens Wellert der beste Spieler des Turniers in den Reihen der Elsterstädter spielte.
Berga mit: Lutz Kulikowski, K.-H. Zuckmantel, Lars Petzold, Sven Neumann, Frank Hofmann, Andre Wykedahl, Jens Wellert, Frank Heiroth.
Statistik: FSV Gößnitz - Niklas 1:4, Braunichswalde - Nöbdenitz 0:0, OTG Gera - FSV Berga 1:1, Nöbdenitz - FSV Gößnitz 0:1, Niklas - OTG Gera 0:1, FSV Berga - Braunichswalde 0:0, FSV Gößnitz - OTG Gera 1:2, Nöbdenitz - Niklas 0:3, OTG Gera - Braunichswalde 0:1, FSV Berga - FSV Gößnitz 1:0, Nöbdenitz - OTG Gera 4:0, Braunichswalde - Niklas 0:0, FSV Berga - Nöbdenitz 0:2, FSV Gößnitz - Braunichswalde 8:1, Niklas - FSV Berga 2:0.
Abschlusstabelle: 1. SV Niklas 2. Nöbdenitz 3. OTG 1902 Gera 4. Braunichswalde 5. FSV Berga |
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09. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
"Männer geben ihr Bestes"
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Nicht jede gelbe Tonne konnte in der
vergangenen Zeit in Greiz und Umgebung
rechtzeitig geleert werden.
Auch Müllabfuhr kämpft mit den Winter - Unrat wird größtenteils regelmäßig abgeholt
Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).
Vereiste und schlecht geräumte Straßen, Schneeberge auf den Gehwegen - die derzeitige Witterung fordert nicht nur den Bürgern, Autofahrern und dem Winterdienst alles ab, auch den Mitarbeitern der Müllabfuhr macht die kalte Jahreszeit mit ihren Wetterkapriolen mittlerweile zu schaffen. Der Müll kann aber überall größtenteils zu den angegebenen Terminen abgeholt werden.
"Es geht. Wir sind derzeit nirgendwo im Rückstand.", bestätigt Rainer Heuschkel, Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft "Umwelt", die ihren Sitz in Mehla hat. Dennoch hielt der Schnee in den vergangenen Wochen so manche Tücken für die 58 Mitarbeiter bereit. Probleme würden dabei nicht die Hauptstraßen, sondern die kleinen Nebenstraßen bereiten. Die sind sowieso schon relativ eng, zusätzliche Schneehaufen an den Seiten machen derzeit ein Befahren mit Drei- oder Vierachsern unmöglich.
"Es gibt Straßen, wie etwa in Reichenfels, da können wir momentan nicht mit unseren großen Autos hin", erklärt Reuschkel. Eine lohnenswerte Anschaffung sei der Multicar gewesen, den das Unternehmen seit Ende Dezember sein Eigen nennt. Das kleine Fahrzeug sei schon in so manche unzugängliche Ecke vorgedrungen, um den Müll zu holen. Wo es gar nicht vorwärts ging, habe man die Tonnen einen Tag später geleert.
Die Entsorgungsgesellschaft ist zuständig für die Müllabfuhr sowie die Abholung des Sperrmülls, der Biotonne und der blauen Altpapiertonnen im Landkreis Greiz und sorgt zudem im Altkreis Zeulenroda für die Entleerung der gelben Tonnen. Auch die Bürger hätten zum großen Teil mit Verständnis reagiert und ihre Mülltonnen etwas weiter als sonst üblich an die Straßen gebracht. "Auf einigen Dörfern haben die Leute ein wenig Platz gemacht, aber manchmal war es schon schwierig, an die Tonne ranzukommen. Da haben wir noch einen Beifahrer mehr aufgestockt", sagte der Geschäftsführer. In Seitenladern ist nur ein Mitarbeiter unterwegs, die Tonnen werden hier automatisch mit einem Schwenkarm aufgeladen. In Heckladern dagegen fahren ein Fahrer plus Beifahrer. Insgesamt sind 14 Fahrzeuge, vom Multicar bis zu schweren Vierachsern, unterwegs und leeren täglich zwischen 300 und 400 Mülltonnen. Beschwerden seitens der Bürger hätten sich, so Reuschkel, bei der Entsorgungsgesellschaft aber in Grenzen gehalten.
In Gera, dem Sitz des Abfallwirtschaftszweckverbands (AWV) Ostthüringen habe das Telefon dagegen öfter geläutet. Grund war mitunter, dass in Greiz in der vergangenen Woche nicht jede gelbe Tonne abgeholt werden konnte. In der Kreisstadt ist der AWV dafür verantwortlich. In den engen und bergigen Straßen, aber auch in so manchen Ortsteilen, musste die Tour jedoch verschoben werden. "Der Winter macht uns schon zu schaffen. Gerade zum Jahresanfang gab es große Probleme. Viele Straßen sind nicht geräumt. Die Nerven liegen manchmal blank", berichtet Elisabeth Großmann, Leiterin der Abfallwirtschaft beim AWV. Bis gestern Nachmittag sollten auch die letzten gelben Tonnen geleert werden. Die Fahrzeuge seien mitunter mit Schneeketten unterwegs gewesen, haben sich mancherorts dennoch festgefahren. "Da verzögert sich automatisch alles", sagt Großmann und weiß: "Unsere Männer geben Tag für Tag ihr Bestes". Weniger Probleme hätten die Mitarbeiter mit festgefrorenem Müll gehabt . |
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| 09. Februar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Zeichnung: OTZ/Bruns
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