06. Februar 2010 /OTZ

Jede Minute entscheidet

Die Greizer Feuerwehren bei einem Einsatz wegen eines Fehlalarms im Greizer Krankenhaus. Ein im Halteverbot stehender Auto (links) blockiert die Feuerwehr-Zufahrt. Im Ernstfall kann das Menschenleben kosten.
Die Greizer Feuerwehren bei einem Einsatz wegen eines Fehl-
alarms im Greizer Krankenhaus. Ein im Halteverbot stehender
Auto (links) blockiert die Feuerwehr-Zufahrt. Im Ernstfall
kann das Menschenleben kosten.
Foto: OTZ/Christian Freund

80 Einsätze der Feuerwehren des Landkreises entpuppen sich 2009 als Fehlalarm

Von Christian Freund Greiz.

Wenn bis zu fünf Feuerwehren mit Blaulicht und Martinshorn nacheinander durch die Stadt brausen, erregen sie nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch die dem Menschen angeborene Neugier. Höchst erstaunt sind dann die Schaulustigen, wenn am Einsatzziel, wie zum Beispiel der Greizer Altstadtgalerie oder der Kinopassage, weder Flammen aus den Gebäuden schlagen, noch Menschen gerettet werden müssen. Allein 27 Mal entpuppten sich im zurückliegenden Jahr die Einsätze der Greizer Kameraden als Fehlalarmierungen, ausgelöst durch Brandmeldeanlagen. In Zeulenroda mussten die Feuerwehren in diesem Zeitraum sieben Mal ausrücken. Zum Großeinsatz bei Breckle kam es dabei sogar am vergangenen Wochenende mit Wehren aus Zeulenroda-Triebes, Weida, Greiz, Hohenleuben und Hohenölsen.
Die Gründe der Fehlalarmierungen sind unterschiedlich. So macht der Geschäftsführer der Greizer Altstadtgalerie, Wilhelm Wüstner, seinem Unmut darüber Luft, dass bisher fast alle Fehlalarme durch Vandalismus ausgelöst wurden. Die Rechnung für derartige Einsätze, die in die hunderte Euro gehen, müssen die jeweiligen Betreiber berappen. "Die Brandmeldeanlagen in der Kinopassage sind technisch robust, Alarmierungen wurden in der Vergangenheit vor allem durch Missbrauch ausgelöst. Dabei hatten die Täter die Feuermelder eingeschlagen, einige Täter konnten wir überführen", erklärt der Geschäftsführer der Greizer Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft, Frank Böttger.
Auch das Greizer Krankenhaus blieb in der Vergangenheit von Fehlalarmen nicht verschont. Mit Vandalismus haben die Verantwortlichen hier nicht zu kämpfen. "Oft haben kleine Ursachen große Wirkung. So können zum Beispiel Spinnen in einer solchen Anlage schon Alarm auslösen. In unserem Objekt sind etwa 3000 Brandmeldeanlgen installiert", so der Technikchef Frank Fischer.
"Kommt die Alarmierung über die Rettungsleitstelle, müssen wir schnell reagieren, denn die ersten Minuten einer Brandbekämpfung sind entscheidend. Da können wir nicht erst nachsehen, ob es ein Ernstfall ist oder nicht", erklärt Stadtbrandmeister Jürgen Heuschkel. Deshalb werden auch gleichzeitig die Wehren Obergrochlitz und Gommla alarmiert, die entsprechende Technik besitzen.
25 Objekte sind im Greizer Einsatzgebiet mit Brandmeldeanlagen ausgestattet, darunter neben den genannten solche Objekte wie mittelständische Betriebe, das Landratsamt, Schulen und Pflegeheime.
Im Landkreis waren 2009 insgesamt 80 Fehlalarmierungen zu verzeichnen, die stattliche Zahl von 2500 im Land Thüringen. "Manchmal nervt es schon, wenn wir nachts raus müssen. Wir wissen aber auch, was zum Beispiel im Krankenhaus auf dem Spiel stehen könnte, wenn wir nicht rechtzeitig vor Ort wären", erklärt der gestandene Obergrochlitzer Feuerwehrmann Rainer Spehala.

Kommentar

Gefährliche Unvernunft

Von Christian Freund

Fehlalarmierungen wird es aus verschiedensten Gründen immer wieder geben und die Feuerwehrleute werden auch weiterhin auf jeden Alarm schnell reagieren. So versichert es der Greizer Stadtbrandmeister Jürgen Heuschkel. Er weiß genau, wie wichtig schnelles Handeln im Ernstfall ist und auch, welcher Aufwand zum Beispiel im Greizer Krankenhaus bei der Auslösung eines Alarms betrieben wird - und wie groß die Belastungen dabei für das diensthabende Personal sind. Doch immer wieder müssen die Feuerwehrleute auch mit der Unvernunft der Leute am Einsatzort fertig werden, so im Krankenhausgelände oder vor der Altstadtgalerie, wo die Zufahrtswege für die Feuerwehren trotz Halteverbot regelmäßig zugeparkt sind. An Schaulustigen mangelt es während der Einsätze ohnehin nicht. Selbst nachts stehen Besserwisser im Weg, haben nichts anderes zu tun, als sich über die Fehlalarmierungen aufzuregen.


06. Februar 2010 /OTZ

Regelmäßiges Eislaufen belohnt

Gerd Grüner (l.), Wolfgang Seifert (Mitte) und Frank Böttger gratulieren Emily Luther (r.) und Zoé Hiemisch.
Gerd Grüner (l.), Wolfgang Seifert (Mitte) und Frank Böttger
gratulieren Emily Luther (r.) und Zoé Hiemisch.
Foto: OTZ/Christian Freund

Geschenke für 600 000. und 600 001. Besucher auf Greizer Eisbahn

Von Katja Grieser Greiz.

Sie sind vier und acht Jahre alt und haben eins gemeinsam: Die Mädchen lieben das Eislaufen. Regelmäßig sind sie deshalb in der Greizer Eishalle zu finden. So auch gestern. Dass sie plötzlich Geschenke bekamen und von Fotografen umzingelt wurden, überraschte nicht nur die Mädchen, sondern auch deren Eltern. Die Erklärung ist einfach: Emily Luther aus Leubnitz ist die 600 000. Besucherin auf der Eisbahn in Aubachtal, Zoé Hiemisch aus Greiz die 600 001. Besucherin.
Eisbahn-Chef Wolfgang Seifert, Frank Böttger, Geschäftsführer der Greizer Freizeit- und Dienstleistungs GmbH, und Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) gratulierten den Jubiläumsbesuchern und schenkten ihnen nicht nur Blumen. sondern auch je zwei Freikarten für den "Traumzauberbaum", mit dem Reinhard Lakomy am 21. März im Greizer Theater gastiert. Zudem gab es für die Mädchen eine gefüllte Kosmetiktasche und natürlich freien Eintritt in die Eishalle bis zum Ende des Jahres.
Über Letzteres freuten sich die beiden Eisverrückten besonders. Ein enormes Tempo hat Emily Luther beim Eislaufenlernen hingelegt: Ende letzten Jahres hat sie die ersten zaghaften Schritte - noch mit Unterstützung des Lernlaufpinguins - auf dem Eis gewagt, inzwischen geht es schon ganz gut ohne die Hilfe. "Ich fahr besser als Mama", behauptet die Kleine sogar. Und Mutti Corina Luther kann das nur bestätigen. Schon ihre große Tochter Michelle hat auf der Greizer Eisbahn geübt, seit Eröffnung der Fläche ist die Familie aus Sachsen regelmäßig hier zu finden.
Zoé Hiemisch ist ebenfalls häufig mit Schlittschuhen unterwegs. "Am besten gefällt mir, dass ich hier einfach so fahren kann, wie ich möchte", sagt die Achtjährige, die sich freut, dass auch ihre Eltern Eislaufen können und mit ihr auf die Eisbahn gehen.
Gefreut haben sich die beiden Mädchen zwar über die Geschenke, doch eigentlich wollten sie nur eins: wieder aufs Eis. Deshalb waren sie ja schließlich auch nach Aubachtal gekommen.

Eisbahn - Zahlen und Fakten
Eröffnet wurde die Eisfläche in Greiz-Aubachtal am 4. Dezember 1999. Sie ist 60 mal 30 Meter groß.
Die Eishalle entstand in vier Bauabschnitten:
1999: Erstellung der Eispiste, Kältetechnik installiert 2000: Technikräume, Überdachung und Bande fertig gestellt.
2001: Rohbau Sozial- und Funktionsräume, Schallschutz und Teile der Außenanlage werden erstellt.
2002: Übergabe Sozial- und Funktionsräume wie Ausleihe, Kasse, Imbiss, Sanitäranlagen.


06. Februar 2010 /OTZ

Zeit zum Spielen

Erik Eichelkraut zeigt einige Neuheiten. Tierfiguren, die neueste Ausgabe von Monopoly oder Mitnehmspiele von Playmobil sind bei den Kindern beliebt.
Erik Eichelkraut zeigt einige Neuheiten. Tierfiguren, die
neueste Ausgabe von Monopoly oder Mitnehmspiele von Playmobil
sind bei den Kindern beliebt.
Foto: OTZ/Juliane Maier
Mit Tierfiguren spielt der Nachwuchs besonders gern.
Mit Tierfiguren spielt der Nachwuchs besonders gern.

Sammelkarten und Brettspiele liegen bei Kindern im Trend - Geselligkeit im Vordergrund

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Puppen, die einen eigenen Herzschlag haben, E-Gitarren aus Pappe, Monopoly, bei dem nicht nur das Spielbrett rund ist, sondern die Spieler mit Plastikkarte bezahlen - welcher neue Trend sich letztendlich zur internationalen Spielwarenmesse, die derzeit in Nürnberg läuft, durchsetzt, entscheiden die Kinder. "Wer nicht mit dem Trend geht, ist out", weiß Erik Eichelkraut, Inhaber des gleichnamigen Spielwarengeschäfts in Zeulenroda und Greiz. Seit Donnerstag ist auch er deswegen mit seinen Mitarbeiterinnen auf der Messe unterwegs, um sich zu informieren, Ideen zu holen und vor allem die Neuheiten zu bestaunen. Sammelkarten, Mitnehmspiele von Playmobil, die man sich an den Gürtel heften kann und Tierfiguren der Firma Schleich, die täuschend echt aussehen, seien derzeit besonders bei den Kindern beliebt. Aber auch sportliche Großereignisse werfen ihre Schatten voraus. Sammelkarten und Sportartikel für die Fußball-WM in Südafrika oder für die in Kürze beginnenden Olympischen Winterspiele hat Eichelkraut bereits bestellt. Aber auch zu Bau-, Experimente- oder Zauberkästen greifen Kinder immer wieder gern. "Spielen kann jeder", ist sich der Geschäftsinhaber sicher. Ob klein oder groß - auf die Geselligkeit käme es an. "Klar geht der Trend immer mehr dahin, dass die Kinder vor dem Rechner sitzen", hat Marion Zablowski, Leiterin des Zeulenrodaer Freizeitzentrums beobachtet. Computer zum Spielen sucht man deswegen in der Einrichtung vergebens. Stattdessen legt die Leiterin Wert auf die ganz traditionellen Spiele. Halma, Mühle, Mensch ärgere dich nicht - Klassiker, bei denen die ganze Familie mitspielen kann. Während sich früher die Angebote im Freizeitzentrum nur an Kinder richteten, werden jetzt auch die Eltern mit einbezogen.
Bei den Sprösslingen käme es darauf an, wie man sie beschäftigt, weiß auch Steffen Helm, der Vorstandsvorsitzende des Stadtjugendrings in Greiz. Und das sei nun einmal auch Sache der Erwachsenen. Rollschuhfahren, Fußballspielen und Strategiespiele würden von den Kindern, die den Stadtjugendring aufsuchen, bevorzugt. "Spiele gibt es massenhaft. Man muss die Kinder nur dazu anleiten", ist Helm überzeugt.
Brettspiele, die sich seit Jahrzehnten allgemeiner Beliebtheit erfreuen, kämen in neuen Auflagen auf den Markt. Größere Figuren, größere Spielbretter - noch bis zum Dienstag können sich Besucher von den Neuheiten auf der Spielwarenmesse in Nürnberg überzeugen.


06. Februar 2010 /OTZ

Für Soziales unterwegs

Unter den Augen der Sponsoren übergibt Volker Nestler von der Firma SSD das Fahrzeug an den Kreisgeschäftsführer der Volkssolidarität, Thomas Gerling (links).
Unter den Augen der Sponsoren übergibt Volker Nestler von der
Firma SSD das Fahrzeug an den Kreisgeschäftsführer der Volks-
solidarität, Thomas Gerling (links).
Foto: OTZ/Christian Freund

Sponsoren finanzieren Fahrzeug für die Greizer Volkssolidarität

Greiz (OTZ/Frd.).

Für soziale Dienste soll es künftig in Greiz und Umgebung unterwegs sein, das Fahrzeug, das von Volker Nestler von der Firma SSD an den Kreisvorsitzenden der Volkssolidarität, Thomas Gerling, übergeben wurde. "Wir werden es für Essen auf Rädern ebenso nutzen wie für unseren Pflegedienst, der täglich auf den Beinen ist", erklärte Gerling den Sponsoren, die mit der Bezahlung der Werbeaufschriften das Vorhaben finanzierten. Insgesamt sind dabei 11 000 Euro zusammen gekommen. "Wir sind auf solche Finanzierungsmodelle angewiesen, denn die uns zur Verfügung stehenden Mittel werden immer knapper. Deshalb geht unsere Bitte an die Politik, die Arbeit der Volkssolidarität mit weiteren Mitteln zu unterstützen", ergänzte er. Die Grafik sowie das Bekleben des Fahrzeuges übernahm die Firma Ring-Werbung.
Thomas Gerling nannte den Besuchern die Vorhaben für 2010. So steht zum Beispiel am 22. Oktober eine Feier anlässlich der Wiedergründung der Volkssolidarität vor 20 Jahren auf dem Programm. Außerdem wird es eine Seniorengalerie geben, in der Greizer Künstler aller Genre die Möglichkeit haben werden, sich im Rahmen von Ausstellungen vorzustellen. Mit besonderem Stolz verwies er auf das Vorhaben, in der Jugendherberge "Juri Gagarin" ein Ferienlager für Kinder, die sonst keinen Urlaub erleben können, zu unterstützen.


06. Februar 2010 /OTZ

Zwischen Archiven und Augenzeugenberichten

Friedrich Machold
Friedrich Machold

Ortschronist hält Vortrag über KZ Lengenfeld

Reichenbach (OTZ/AGM).

"Man sollte immer wieder an das düsterste Kapitel deutscher Geschichte erinnern", zeigt sich Friedrich Machold, der Lengenfelder Ortschronist, mehr als überzeugt. Am Vorabend des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus traf sich im Vereinsraum des Reichenbacher Neuberinhauses die Fachgruppe Ortschronik im Heimatverein des Kulturbundes Reichenbach, um neue Forschungsergebnisse über das Konzentrationslager Lengenfeld und den "Todesmarsch" vom 13. April 1945 zu erfahren. Vom 9. Oktober 1944 bis zur Räumung am 13. April 1945 befand sich am nördlichen Stadtrand des vogtländischen Ortes Lengenfeld, in der Nähe der Walkmühle, ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Bereits 1943 wurden die Magdeburger Junkerswerke nach Lengenfeld verlegt, um die für Nazideutschland kriegswichtige Produktion von Einspritzdüsen für Flugzeugmotoren vor Luftangriffen zu schützen. Unter dem Decknamen "Leng Werke" produzierten dort Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, ab Oktober 1944 auch KZ-Häftlinge. Etwa 1000 Menschen vor allem polnischer Herkunft, aber auch ungarische Juden, Franzosen und Holländer wurden zur Zwangsarbeit verurteilt. 246 gingen an den fürchterlichen Haftbedingungen zugrunde. Nach dem Räumungsbefehl des Lagers machten sich am Abend des 13. April 1945 etwa 700 gehfähige Menschen auf den so genannten "Evakuierungsmarsch", der für viele Häftlinge zum Todesmarsch wurde. Über Rodewisch, Schönheide, Eibenstock, Johanngeorgenstadt und Marienbad endet der Marsch am 26. April 1945 kurz vor dem Stammlager in Flossenbürg mit dem Erschießen der letzten Häftlinge. Der Lengenfelder Ortschronist wird nicht müde, nach neuen Fakten zu forschen. "Den Toten die Persönlichkeit wiedergeben", nennt das der 65-Jährige. Bewegende Momente erlebte der Historiker, als im vergangenen Sommer Dioniso Dorigo aus Italien mit Familie vor seiner Tür stand. Der 85-Jährige war als italienischer Militärinternierter im Lengenfelder KZ inhaftiert. Machold bat ihn, seine Erinnerungen an die Zeit im Lager aufzuschreiben, was Dorigo tat. Sechs Seiten verfasste der Italiener, die an die furchtbarsten Monate seines Lebens erinnern.
Betroffenheit herrscht bei Machold, wenn er mit ehemaligen Häftlingen spricht. "Ich erinnere mich an wunderbare Begegnungen und trotzdem bleibt da so ein Stück Schuld. Und das, obwohl ich erst zum Kriegsende geboren wurde." Die Aufarbeitung der Naziverbrechen spiegele sich in der gesamtdeutschen Geschichte wider. "Im Osten wurde der kommunistische Widerstand propagiert, meist waren es sowjetische Opfer; im Westen allerdings verdrängte man dieses Kapitel zum großen Teil." Erst nach der Wende habe es neue Informationen gegeben, "Archive konnten erschlossen und Überlebende befragt werden."


06. Februar 2010 /OTZ

Sporttalente werden weiter unterstützt

Fördermittel für Trainingszentren vergeben

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Die Talentförderzentren Schwimmen, Ringen, Tischtennis, Radsport, Fechten, Leichtathletik, Hand- und Fußball werden auch weiterhin vom Landkreis Greiz gefördert. Das beschloss der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Hintergrund ist, dass zum 31. Dezember vergangenen Jahres die Anerkennung der Talentförderzentren ausgelaufen ist. Mit dem Ja zur weiteren Förderung für dieses Jahr haben die Ausschussmitglieder zugleich die bestehenden Zentren anerkannt, und zwar für die Jahre 2010 und 2011. „Ziel ist es, dass die Kinder über die Aktivität im eigenen Verein hinaus in den Zentren ihr Talent fördern lassen können", erläutert Uwe Jahn das Anliegen, das der Bildung von Talentförderzentren zugrunde liegt. Was in diesen geleistet wird, lasse sich anhand von Delegierungen an Sportgymnasien, an der Anzahl etwa von Landeskadern und den Platzierungen bei regionalen Wettkämpfen sowie Thüringer und Deutschen Meisterschaften messen, so der Kreissportbund- Chef weiter. Diesbezüglich seien die Talentförderzentren im Landkreis vorbildlich.
So können beispielsweise die Schwimmer sieben Landeskader aufweisen, 23 Thüringenmeistertitel seien ein weiterer Erfolg. Ebenfalls sieben Landeskader gibt es bei den in Greiz ansässigen Ringern, hinzu kommt ein Bundeskader und fünf Nach wuchsringer, die am Sportgymnasium Jena trainieren. Vergleichbare Erfolge durch das Training an anderen Talentförderzentren ließen sich anfügen.
Gefördert wird mit insgesamt 21 500 Euro vom Landkreis die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den Trainingszentren, die zum größten Teil von Honorartrainern und ehrenamtlichen Übungsleitern betreut werden. Lediglich einen hauptamtlichen und vollzeitbeschäftigten Trainer — in der Leichtathletik — gebe es in den Zentren, so Uwe Jahn. Seit 1. August vergangenen Jahres haben die Ringer und Radsportler zudem von einem über Förderprojekte der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) angestellten Sichtungstrainer Unterstützung bekorrimen.
Bei vier Talentförderzentren komme hinzu, dass sie ihren Sitz in vereinseigenen Sportstätten haben. So trainieren die Nachwuchsleichtathleten im Waldstadion des TSV Zeulenroda, die Ringer in der Jahnturnhalle des RSV Rotation Greiz, die Radrundbahn des 1. RSV Greiz wird von den Radsportlern genutzt und die Kicker trainieren auf dem Tempelwaldsportplatz des 1. FC Greiz. „Wenn die Vereine die Sportstätten für vereinsfremde Aufgaben zur Verfügung stellen, dann bedeutet das natürlich einen Mehraufwand", sagt der Kreissportbundvorsitzende. Aus diesem Grund unterstützt der Landkreis diese Vereine, insgesamt mit 5687 Euro. Auch dem stimmte der Ausschuss zu. Ziel ist es, dass die Kinder über die Aktivität im eigenen Verein hinaus in den Zentren ihr Talent fördern lassen können.
Kreissportbund-Chef Uwe Jahn

Talentförderzentren

Folgende Vereine und Institutionen, die Talentförderzentren betreiben, werden vom Landkreis unterstützt:
RSV Rotation Greiz 2000 Euro
(Ringen)
1. RSV 1886 Greiz 2000 Euro
(Radsport)
Kreissportbund/KFA 4500 Euro
(Leichtathletik)
Kreissportbund/KFA 5000 Euro
(Tischtennis)
HSV Ronneburg 2500 Euro
(Handball)
TuS Osterburg 90 Weida 1500 Euro
(Fechten)
1. Schwimmklub Greiz 3500 Euro
(Schwimmen)
1. FC Greiz 500 Euro
(Fußball; DFB-Stützpunkt)
Zuschüsse zur Unterhaltung von Talentförderzentren des Landkreises Greiz in Trägerschaft von Sportvereinen erhalten:
RSV Rotation Greiz 1025 Euro
1. FC Greiz 2520 Euro
TSV Zeulenroda 2002 Euro
1. RSV 1886 Greiz 140 Euro


06. Februar 2010 /OTZ

Nachdenkliches zum Wochenende

Die Bibel teilen

Superintendent Andreas Görbert
Superintendent Andreas Görbert

Von Superintendent Andreas Görbert, Greiz

In der kommenden Woche lesen wir gemeinsam die Bibel, einen kleinen Teil, zehn Seiten aus dem 1. Buch Mose, jeden Abend im Gemeindehaus Bonhoeffer. Wir hören die Erzählungen um Jakob, dem späteren Stammvater Israels. Mancher kennt Jurek Beckers „Jakob der Lügner" als Film oder als Buch. Auch Thomas Manns „Joseph und seine Brü- der" erzählt in vier Bänden die Jakobsgeschichte in seiner barocken Sprache. Der Stoff ist tatsächlich erzählenswert, in Teilen unterhaltsam, witzig und vertraut.
Zwillinge werden geboren und streiten sich von der ersten Minute an, wer von beiden der Erste und der Erbe sein wird. Weil Moral gut ist, aber eine große Erbschaft besser, betrügt Jakob seinen Bruder und seinen blinden Vater. Der Jakob der Bibel bezahlt seine Lüge mit 20 Jahren seines Lebens, die er in der Fremde als Leiharbeiter verbringt. Als er nach 20 Jahren zurückkehrt, die Begegnung mit seinem Zwillingsbruder vorbereitet, überfällt ihn in der Nacht eine unbekannte Gestalt. Der nächtliche Kampf am Grenzfluss ist der rätselhafte und mehrdeutige Höhepunkt der Erzählungen. Jakob hinkt nach diesem Kampf, bleibt aber der glückliche Sieger und heißt fortan Israel, so wie das spätere Volk bis heute heißt. Das Volk Israel sieht bis heute in der Geschichte Jakobs sein eigenes Schicksal als Volk und als Nation.
Als Christen teilen wir bestimmt nicht alle Einzelheiten der Jakobsgeschichten. Aber im Kern hat die gespaltene Kirche unserer Tage viel mehr Nähe zu den tiefen Konflikten der Jakobsgeschichten als zu anderen Erzählungen. Das Drängen um die Sitzplätze in den ersten Reihen und die Konflikte um das christliche Erbe sind uns keineswegs fremd. Geschwisterlichkeit setzt natürlich Unterschiede voraus, aber immer solche, die unterscheiden und nicht trennen. Katholiken sollen katholisch bleiben und Gott dafür loben; Evangelische sollen evangelisch bleiben und Gott dafür loben; Freikirchler sollen freikirchlich bleiben und Gott dafür loben — sie alle haben gute Gründe dafür. Aber der uns allen gemeinsame Dank gilt doch Gott, der uns alle erhält mit dem Segen seines Wortes und der Wegzehrung des Abendmahles durch unsere Welt, die eben ihre Nächte und ihre Kämpfe kennt. Seit seinem Betrug und seiner Flucht in die Fremde wurde Jakob richtig verändert. In der Nacht vor der Begegnung nach 20 Jahren bleibt er allein zurück und muss sich im Kampf seiner Angst und seiner Schuld stellen. Der nächtliche Kampf verändert ihn sogar körperlich. Er verändert aber auch unsere Vorstellung von Gott. Gott bleibt nicht unverändert, wenn er seiner Welt nahe kommt. Der Glaube erkennt die Veränderung, sozusagen das zweite Gesicht des unbekannten Kämpfers am Fluss. Darum loben wir Gott wie einst Jakob auch als gezeichnete, als konfessionell getrennte und als verletzte Christenmenschen. Wir teilen auch diese Erfahrungen der Bibel als Christen in verschiedenen Konfessionen. Wir teilen diese Erfahrung aber auch mit dem Volk Israels und den Juden in aller Welt. Im Angesicht Jesu Christi erkennen wir den Gott des Segens. Das ist die geistliche Herausforderung, wenn wir heute die Bibel teilen.


06. Februar 2010 /OTZ

Bergwerk in der Brückenstadt

Stippvisite im vogtländischen Bergbaumuseum in Netzschkau

Netzschkau(OTZ/PB).

Eine gewisse Zeit wurde an verschiedenen Orten im Vogtland wie Zobes, Schneckenstein, Bergen und Gottesberg Uran abgebaut. Zwickau war die Hochburg des Steinkohlenabbaus. Mit der Wende gab es immer weniger Zeitzeugen dieses Wirtschaftszweiges. Gäbe es da nicht den 44-jährigen Michael Straub im vogtländischen Netzschkau. Der Maschinen- und Anlagenmonteur ist gegenwärtig in einer Stahlbaufirma Vorarbeiter. In seiner Freizeit frönt er einem besonderen Hobby. Nach der Wende wurden immer mehr Gruben stillgelegt. Das begann, sein Interesse für den Vogtland-Bergbau zu wecken. Michael Straub trug nach und nach Ausstellungsstücke zusammen, die er nun in Netzschkau zeigt.
Betritt man das Bergwerk der besonderen Art, fühlen sich die Besucher wie bei einer echten Grubenbefahrung. Wie in Wirklichkeit geht es in die Kaue zum Umkleiden. Die Sachen werden wie einst an die Decke hochgezogen. Anschließend rüsten sich die Bergmänner mit einem Retter aus. Das ist ein Gerät zum Filtern der Luft bei Gefahren. Sein Wissen hat Michael Straub aus Fachbüchern und von Fachleuten erworben. Die Ausstellungsz stücke werden immer aktualisiert. Gegenwärtig zeigt dasMuseum die Bergbautechnik von 1945 bis 1990: von der Ausrüstung des Bergarbeiter über die Arbeitsbedingungen bis hin zu Rettungsgeräten der Grubenwehr usw. Viele Dinge sind modellhaft nachgebaut und mit originalen Schaustücken aus Bergwerken ergänzt. In der Steigerstube, sie bietet für zirka 25 Besucher Platz, werden auf Wunsch Veranstaltungen durchgeführt. Führungen im Museum werden nach Voranmeldung auch für Schulklassen und Gruppen durchgeführt. Voranmeldungen sind unter Tel. (03765) 3 16 47 möglich.
Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Netzschkau.

www.vogtlaendisches-bergbaumusem.de


06. Februar 2010 /OTZ

Viele neue Gesichter

So sahen die glücklichen Gewinner der Sportlerwahl 2008 zur Ehrung in Zeulenroda aus. Aus den über 24 000 abgegebenen Stimmen gingen Maximilian Uhlmann bei den Männern sowie sein Heimverein, der Tauchclub Chemie Greiz bei den Teams und Judosportlerin Nadine Schuster vom JSV Auma bei den Damen als Sieger hervor.
So sahen die glücklichen Gewinner der Sportlerwahl 2008 zur
Ehrung in Zeulenroda aus. Aus den über 24 000 abgegebenen Stim-
men gingen Maximilian Uhlmann bei den Männern sowie sein Heim-
verein, der Tauchclub Chemie Greiz bei den Teams und Judosport-
lerin Nadine Schuster vom JSV Auma bei den Damen
als Sieger hervor.
Foto:OTZ/Archiv/Henze

Startschuss zur Wahl der Sportler des Jahres 2009 im Landkreis Greiz

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Sportlicher Erfolg und Popularität - das sind die zwei Faktoren, auf die es ankommt, will man "Sportler des Jahres" im Landkreis Greiz werden. Während das gute Abschneiden bei Wettkämpfen Voraussetzung ist, um überhaupt auf der Liste der Nominierten zu landen, entscheidet letzten Endes die Beliebtheit der Sportlerinnen, Sportler und Teams über Sieg und Niederlage bei der Wahl.
Ab heute für insgesamt vier Wochen ruft der Kreissportbund (KSB) Greiz alle Bürger des Landkreises Greiz, aber auch jeden anderen, der mitmachen möchte, auf, sich fleißig an der Stimmabgabe zu beteiligen. Dies kann zum einen per Post geschehen, indem der anhängende Coupon mit jeweils einem Kreuz pro Sportler sowie Name, Anschrift und Unterschrift an die genannte Adresse gesendet wird. Zum anderen kann auch wieder per E-Mail an aktion-gr@otz.de abgestimmt werden. Einsendeschluss ist in beiden Fällen der 8. März. Zur Wahl stehen für das Jahr 2009 jeweils elf Kandidaten in allen drei Kategorien. Unter diesen befinden sich wieder einige alte Bekannte wie die Vorjahressieger bei den Mannschaften, der Tauchclub Chemie Greiz, oder die Aumaer Judosportlerin Nadine Schuster, Siegerin bei den Frauen. Aber, so betont KSB-Vorsitzender Uwe Jahn bei der Präsentation der Nominierten-Listen, "im Vergleich zu anderen Jahren sind ziemlich viele neue Gesichter dazu gekommen."
Unter den Debütanten befinden sich dabei nicht zwangsläufig Unbekannte. "Zur Wahl gestellt werden Personen ab 17 Jahren", so Jahn, "Daher kommt jetzt ein Schwung erfolgreicher Nachwuchssportler dazu." Als Beispiel nennt er den Sieger der Wahl zum Nachwuchssportler des Jahres 2008, Fabian Thiel vom 1. Radsportverein 1886 Greiz. "Er hat in diesem Jahr die Altershürde genommen", erklärt der KSB-Chef. Apropos Nachwuchs, auch bei diesem werden die Sportler des Jahres 2009 gewählt, hier allerdings durch den Vorstand der Sport-Jugend im Landkreis.
Gemeinsam haben die Junioren und die "Alten Hasen" dagegen, dass die Sieger der Sportlerwahl am 27. März zum Sportlerball des Landkreises im Bio-Seehotel Zeulenroda gekürt und prämiert werden. Zu dieser Veranstaltung, die wieder mit einem abwechslungsreichen Showprogramm aufwartet, werden rund 270 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und selbstredend Sport anwesend sein. Mit ein wenig Glück können sich drei Personen in Begleitung mit unter das Publikum mischen: Der Kreissportbund Greiz verlost wieder unter allen Einsendungen dreimal zwei Freikarten für die Sport-Gala in Zeulenroda.


06. Februar 2010 /OTZ

Unnötige Niederlage im letzten Vorrundenspiel

Die Altenburger (Dunkelrot) im Angriff.
Die Altenburger (Dunkel-
rot) im Angriff.

Handball, Verbandsliga - Ost, Männer
TSG Concordia Reudnitz - Aufbau Altenburg III 27:31 (9:14)

Greiz (OTZ/Kanis).

Obwohl dieses Spiel nichts mehr an den Platzierungen beider Teams in Staffel 1 der Verbandsliga ändern konnte, wollten die Reudnitzer Männer das letzte Vorrundenspiel gegen den Tabellenzweiten siegreich gestalten. Schon zu Beginn der Begegnung geriet die TSG in Rückstand. In der Abwehr wurde wieder einmal zu inaktiv gearbeitet. Einzig Torhüter Mario Stier hielt den Rückstand in Grenzen. Im Angriff wurde zu wenig gespielt, es fehlte an Tempo und man vergab eine Reihe guter Chancen leichtfertig. So gingen die Gastgeber mit einem deutlichen Rückstand in die Halbzeitpause.
Dies änderte sich auch in der zweiten Halbzeit zunächst nicht. Statt sich Chancen herauszu-spielen, zerfiel das Angriffsspiel der TSG in Einzelaktionen, diskutierte man innerhalb der Mannschaft und mit den Schiedsrichtern und brachte sich deshalb selbst aus dem Rhythmus. Die Gäste nutzten dies und zogen auf 19:13 davon. Bis zum 19:25 hatte man nicht das Gefühl, dass noch ein Reudnitzer Punktgewinn möglich sei. Doch dann ließen auch die Gäste nach, schlossen ihre Angriffe überhastet ab und leisteten sich eine Reihe von individuellen Fehlern. Dies brachte die TSG noch einmal heran, und mehrmals verkürzten sie den Rückstand auf zwei Tore. Beim Stand von 26:28 drei Minuten vor dem Schlusspfiff hatten die Reudnitzer die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch eine Bogenlampe verfehlte das leere Tor. Im Gegenzug erhöhten die Altenburger auf 29:26. Damit war die Partie entschieden. Wieder gelang es nicht, einen keineswegs überzeugenden Gegner zu Hause beide Punkte abzunehmen.
Nun gilt es für die Reudnitzer in den Platzierungsspielen gegen den LSV Ziegelheim III und den TSV 05 Rothenstein in Hin-und Rückspiel möglichst gut abzuschneiden, denn mit der Saison 2010/2011 werden sämtliche Handball-Ligen entsprechend der Platzierungen dieser Saison neu eingeteilt.
Reudnitz mit: Stier; Schneider; Ansorge; Wandersee; Jens Lüttchen (10); Plietsch (8/2); Jörg Lüttchen (7); Rupprecht; Peschke (1); Kraus; Bauer (1).


06. Februar 2010 /OTZ

Wasser tropft durch die Decke

Hallenwart Udo Zielinski (links) zeigt Uwe Jahn und Andreas Damm (rechts) die Stellen, an denen Wasser eindringt.
Hallenwart Udo Zielinski (links) zeigt
Uwe Jahn und Andreas Damm (rechts) die
Stellen, an denen Wasser eindringt.

Lessingturnhalle wegen eintretender Nässe gesperrt - Turniere und Trainings verlegt

Greiz (OTZ/M. Hilbert).

Mitten in der Hochphase der Hallensportsaison kann eine der meistgenutzten Einrichtungen der Stadt Greiz, die Sporthalle in der Greizer Neustadt oder "Lessingturnhalle", vorerst nicht mehr genutzt werden. An mittlerweile drei Stellen im Dach des Gebäudes tritt Wasser ein und tropft von der Decke direkt auf den Hallenboden. "Die Nässe auf dem Boden sorgt für ein erhöhtes Verletzungsrisiko", begründete am gestrigen Vormittag Uwe Jahn, Vorsitzender des Kreissportbundes Greiz, die Entscheidung, zunächst nur für dieses Wochenende die Halle zu sperren. "Alle Turniere, die für das Wochenende geplant sind, finden dennoch statt, aber in der Turnhalle der Regelschule Pohlitz", so Jahn weiter. Das betrifft sowohl die beiden Zwischenrundenturniere der Fußball-Hallenkreismeisterschaft am Sonnabend ab 8 Uhr, als auch die beiden E-Junioren-Turniere des 1. FC Greiz am Sonntag ab 8.30 Uhr. Letzteres entschied der Verantwortliche des FC, Andreas Damm, ebenfalls gestern, nachdem er sich in der Turnhalle selbst von der Situation überzeugte.
Uwe Jahn mutmaßt, dass der Wechsel von Tauwetter und Frost, sowie die Hallenwärme von unten dafür sorgten, dass sich das Wasser seinen Weg ins Halleninnere bahne. Genaueres könne jedoch erst gesagt werden, wenn das Dach von Schnee und Eis befreit ist. Dann würde auch ersichtlich werden, ob und inwieweit das Hallendach Schaden genommen hat. "Bis dahin entscheiden wir von Woche zu Woche, ob wir die Halle nutzen können oder nicht", meint Jahn abschließend.


06. Februar 2010 /OTZ

Bewegte und unbeschwerte Ferien

Am Donnerstag ging´s auf die Eisbahn.
Am Donnerstag ging´s auf
die Eisbahn.

Sportliches Programm gut angenommen

Greiz (OTZ/Reichardt).

"Ach schade, schon vorbei"- das Aufseufzen der Schulkinder war groß am Freitag, dem letzten Tag der Winterferien. Doch haben sie sicher frohe und unbeschwerte Ferientage erlebt, zu denen sicherlich auch das Sozialraumteam "Südost" beim Kreissportbund Greiz beigetragen konnte. Dieses hatte eine Winterferienfreizeit mit vielen sportlichen, aber auch kreativen Angeboten vorbereitet, die von den Greizer Kindern und Jugendlichen mit großer Begeisterung angenommen wurden.
Bereits zum Ferienauftakt am in der Greizer Sportschule "Kurt Rödel" war einiges los. Es herrschte buntes Gewimmel bei Sport, Spiel und Spaß in der Halle. Dem runden Leder beim Fußballturnier nachjagen, das war am Dienstag das Größte für die Fußballbegeisterten. Wenn auch am Mittwoch die Skitour nach Mühlleiten, geschuldet den widrigen Witterungsbedingungen im oberen Vogtland, nicht stattfinden konnte, so war doch mit dem Ausflug auf den Ski- und Rodelhang in Kleinreinsdorf bei herrlichstem Winterwetter wurde würdiger Ersatz gefunden. Mit Ski oder Schlitten den langen Hang hinab flitzen, sich dabei auch mal im Schnee kugeln - so lässt sich das Winterwetter aushalten. Am Donnerstagvormittag gehörte den jungen Leuten dann die Eisfläche auf der Greizer Eisbahn. Rund 150 Kinder schnallten sich die Kufen an.
Insgesamt wurde das Angebot von den Kindern gern angenommen, um sich auszuprobieren, dabei Freunde zu finden und mit anderen aktiv zu sein. Ziel dieser Winterferienfreizeit war aber auch, den Gemeinschaftssinn der Kinder zu fördern. Dazu gehört auch die Integration der Kinder sozialschwacher Familien und der Kinder ausländischer Mitbürger. Interessant ist , dass trotz negativer demographischer Entwicklung die Teilnahme an den Ferienaktivitäten ständig gewachsen ist. Deshalb auch laufen beim Sozialraumteam bereits jetzt die Vorbereitungen für die Oster-, Sommer- und Herbstferien.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Die Angst geht um

Tariferhöhung im öffentlichen Dienst für Bürgermeister und VG-Chefs nicht finanzierbar

Zeulenroda (OTZ/HH/jane/HZ).

Für die geforderte Tariferhöhung von fünf Prozent für die Angestellten im öffentlichen Dienst haben die Bürgermeister und VG-Chefs der Region zwar teilweise Verständnis, jedoch hält keiner von ihnen diese Lohnsteigerung für die Kommunen finanzierbar.
"Die Notwendigkeit ist klar", sagt Aumas Bürgermeister Gernot Purkart (CDU). Es sei momentan in allen Bereichen schwierig - die Lebenshaltungskosten sind überall angestiegen -, aber gerade 2010 sei für die Kommunen ein schwieriges Jahr. "Wir haben dieses Jahr bereits drauf geschultert, die Forderung wäre so nicht zu verkraften", weiß Purkart, der auch Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Auma-Weidatal ist. Zudem hat die Stadt bereits 2010 eine Tariferhöhung eingeplant, eine weitere wäre, so Purkart, "nicht ganz ohne". Es gelte nun, mit Fingerspitzengefühl an die Sache heranzugehen.
"Fünf Prozent - das können wir im Moment nicht schultern", meint Sabine Lehmann (WG-PÖ), Bürgermeisterin der Gemeinde Vogtländisches Oberland, im Hinblick auf den Haushalt. Da sei die Gemeinde froh, dass dieser halbwegs ausgeglichen sei. Auch das Vogtländische Oberland hat in diesem Jahr eine gewisse Steigerung eingeplant, "aber keine fünf Prozent", so Lehmann. Die Forderung könne sie nachvollziehen, fünf Prozent hält sie aber für zu hoch.
Ähnlich sieht es ihr Kollege Klaus Köhler (parteilos). Der Bürgermeister von Hohenleuben fragt sich, "wo wir das Geld hernehmen sollen". Die Personalkosten seien schon jetzt richtig hoch. "Es mag sein, dass die Leute es verdient haben", sagt Köhler, aber zuhause könne man auch nur das Geld ausgeben, was man hat. Überhaupt sei die finanzielle Situation bis 2013 - dies zeigen Haushalt und Finanzplan - schon so schwierig genug für die Stadt Hohenleuben. Selbst wenn es nur zu einer Erhöhung von zwei Prozent kommen würde, sei das schon problematisch. Eingeplant ist eine Tariferhöhung in Hohenleuben jedenfalls nicht.
Es sei in der gegenwärtigen Situation sowieso nicht machbar, findet Matthias Lindig. "Für mich ist das Wahnsinn", sagt der Gemeinschaftsvorsitzende der VG Leubatal. Eine Erhöhung würde im Endeffekt nur wieder zur Vernichtung von Arbeitsplätzen führen, das hätte die Vergangenheit gezeigt. Er rät deswegen: Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sollen auch mal mit einem Prozent zufrieden sein. Falls es zu einer Erhöhung kommt, weiß Lindig schon jetzt, "das können wir nicht stemmen". Man müsse dann wieder die Umlage erhöhen und das wolle schließlich keiner.
"Wünsche kann man äußern, aber es ist nicht die Zeit, diese im Moment zu realisieren", sagt das Stadtoberhaupt von Zeulenroda-Triebes, Frank Steinwachs (CDU). Auch er spricht sich gegen eine Tariferhöhung aus und gibt zu bedenken, dass sich "die tatsächliche finanzielle Situation der Kommunen gravierend verschlechtert hat. Für uns allein innerhalb der letzten Monate um fast 20 Prozent." Dies hätte u. a. schon dazu geführt, dass die bisher gewohnten Belastungen, die den Bürgern aufgebürdet werden, schon erhöht wurden. "Jede weitere Forderung einer Gewerkschaft auf Lohnsteigerung, so wünschenswert sie auch sei, führt automatisch dazu, dass freiwillige Leistungen gestrichen werden und darüber hinaus weitere Mitarbeiter abgebaut werden müssen", gibt der Zeulenrodaer Rathauschef zu bedenken.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Ostthüringen seismisch aktiv

Erst in dieser Woche wieder ein Erdbeben bei Altenburg - Auch Gera oft betroffen

Von Dr. Horst Neunhöfer und Albrecht Ziegert Gera/Altenburg.

Das große, verheerende Erdbeben in Haiti und ein kleiner Erdbebenschwarm, der am 22. Januar dieses Jahres im sächsischen Bad Elster begann, und ganz aktuell am 2. Februar ein schwaches Erdbeben mit der Magnitude 1,4 bei Altenburg haben die Frage wieder einmal aufgeworfen, wie es in der Ostthüringer Region mit dem Auftreten von Erdbeben bestellt ist.
Da ist als erstes auf den 6. März 1872 zu verweisen, als nachmittags gegen 16 Uhr ganz Thüringen von einem für unsere Gegend außergewöhnlich starken Erdbeben erschüttert wurde. Das war wohl das stärkste Erdbeben, das hier sicher nachgewiesenen werden konnte. Es ist deshalb als das mitteldeutsches Erdbeben in die Fachliteratur eingegangen.
In den Mauern des alten Postersteiner Schlosses sind, wie Zeitzeugen berichteten, zahlreiche Risse entstanden und im Keller ist Putz von der Decke gerieselt. Im neuen Schloss seien in fast allen Räumen neue Mauerrisse zu sehen gewesen.
Aus Schmölln wird gemeldet, dass mehr als dreißig Essen beschädigt worden seien. Auch im größeren Gera stürzten einige Schornsteinköpfe und Dachziegel herab. Eine Person wurde dabei verletzt. Aus Gößnitz ist mitgeteilt worden, dass Öfen verrückt wurden oder eingestürzt sind, ein Drittel aller Essen sei beschädigt worden.
Neben diesem relativ starken Ereignis ist im Laufe der Jahrhunderte bis heute auf dem Gebiet Thüringens noch eine mühelos überschaubare Anzahl weiterer Erdbeben entweder durch die Bevölkerung wahrgenommen oder in den letzten einhundert Jahren auch von Seismografen registriert worden.
Da Erdbeben ein Phänomen unserer natürlichen Umwelt sind, ist ihre "Verwaltung" in der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie angesiedelt, die sich meist auf wissenschaftliche Arbeiten in Jena beruft. Heute ist das Thüringer Seismische Netz (TSN) als Nachfolger des Ostthüringer Seismischen Netzes (OTSN) zur Überwachung der Erdbeben in Betrieb.
Auf Grund der Häufigkeit und Stärke auftretender Erdbeben werden vier Regionen unterschieden:
Die aktivste Zone, die Zone 1, umfasst Ostthüringen und Westsachsen. In ihr fand auch das bereits genannte mitteldeutsche Beben statt. Aller paar Jahre wird ein schwache Beben von der Bevölkerung gespürt und einige wenige Ereignisse pro Jahr werden von den seismischen Stationen registriert. Die Erdbebengefahr ist selbst in dieser Zone, legt man globale Maßstäbe an, sehr moderat.
Wesentlich geringer ist sie in der Zone 2, dem Thüringer Wald mit seinem nördlichen und südlichen Vorland. In ihm wurde im Jahre 1847 sehr deutlich ein Erdbeben bei Lauscha gespürt. Nahezu frei von Erdbeben ist die Zone 3 mit Nordthüringen und dem Harz.
Im Südosten, etwa in der Gegend von Greiz, ragt ein kleiner Zipfel der Zone 4 nach Thüringen hinein. Sie gehört zur Erdbebenregion Vogtland/Westböhmen und wird vor allem durch das Auftreten soge-nannter Schwarmbeben charakterisiert.
Die Epizentren der Erdbeben haben eine Beziehung zu geologischen Störungszonen. Und diese bevorzugen in Thüringen drei Himmelsrichtungen. Besonders auffällig ist die Richtung von Nordwest nach Südost, in der sich auch der Thüringer Wald einordnet.
Bezüglich der Erdbeben ist eine gut bekannte Störungszone aktiv, welche in etwa die Orte Osterfeld bei Naumburg, Eisenberg, Gera, Werdau und Jachymov tangiert. Auf ihr liegt u.a. ein 1926 in Stadtroda und Umgebung deutlich gespürtes Erdbeben. Es ist das erste in Jena sicher registrierte Beben aus Thüringen. Sein Epizentrum liegt bei Eisenberg.
Geologisch gut bekannt ist ebenfalls die Störung zwischen Eichenberg in Nordhessen, Gotha und Saalfeld, ihre Anfälligkeit für Erdbeben ist bis heute noch unsicher. Stattdessen scheint die seismische Aktivität südlich vom westlichen Thüringer Wald entlang der Störung Heustreu-Haßberge etwas besser durch Beobachtungen begründet zu sein.
Ganz sicher mit Erdbeben belegt ist eine Störung zwischen Jocketa (Plauen) und Chodov in Tschechien, die in das vogtländische Erdbebengebiet hinein reicht.
Eine zweite Gruppe von seismisch aktiven Störungen streicht von Südwest nach Nordost. Sie schneidet zum Beispiel senkrecht den Thüringer Wald. Auf ihr liegt das bereits erwähnte Beben aus dem Jahre 1847 unter Lauscha. Zusätzlich gibt es noch die Linie A. Geologisch wenig markant, wurde sie erst vor kurzem auf Grund der Lage schwacher Erdbeben erkannt und erhielt den Namen Altenburger Seismische Störung.
Eine sehr wichtige, etwa dreißig Kilometer breite Störungszone verläuft in nordsüdlicher Richtung von Rostock über Leipzig nach Regensburg. Sie verbindet die Erdbeben, die bei Leipzig beobachtet werden, mit denen bei Gera und den Schwarmbeben im Gebiet Vogtland/Westböhmen.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Malerei und Floristik im Einklang

Malerin Andrea Lorenz und Floristin Yvonne Schuster (von links).
Malerin Andrea Lorenz und Floristin
Yvonne Schuster (von links).
Foto: OTZ/Heidi Henze

Andrea Lorenz und Yvonne Schuster zeigen Gemeinschaftsarbeiten im Museum

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Sie sind jung und stecken voller kreativer Ideen: Malerin Andrea Lorenz und Floristin Yvonne Schuster. In der Ausstellung im Städtischen Museum Zeulenroda, die am Sonntag 14 Uhr mit einer Vernissage eröffnet wird, sind Kunstwerke zu sehen, die Malerei und Floristik miteinander vereinen und als Ganzes wirken lassen. Schier unendlich scheint das Spektrum zu sein, dem sich die beiden jungen Damen widmen. In 15 Acryl-Zeichnungen auf Leinwand wird eine große Palette des künstlerischen Schaffens gezeigt. Diese reicht von typischen Zeulenrodaer Motiven, wie Kreuzkirche und Rathaus, über frühlingshafte Motive, die ein Hauch Vorfreude aufkommen lassen, bis zur Akt-Malerei als Selbstporträt. Andrea Lorenz hat nach ihrer Zeulenrodaer Schulzeit die Fachschule für Porzellan als Porzellanmalerin und Dekorgestalterin absolviert. Seit diesem Jahr ist sie freiberuflich tätig. Auch die Wurzeln von Yvonne Schuster sind eng mit ihrem Heimatort verbunden. Sie lernte nach der Schule den Beruf einer Floristin und eröffnete im Jahre 2008 ein eigenes Geschäft in Zeulenroda, den "Grüne Laden".
"Kunst mal anders" zeigt alles Arbeiten, die in den vergangenen Monaten entstanden sind. Während Andrea Lorenz Porträts, florale Motive und Tiere auf die Leinwand bringt, gibt Yvonne Schuster den Kunstwerken einen ganz besonderen Reiz. Sie setzt die Motive mit Trockenfloristik und Farbabstimmung richtig in Szene. Die Ausstellung ist bis zum 21. März zusehen.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Aus für "Einkaufseck" in Arnsgrün

Christine Frotscher musste ihr
Christine Frotscher musste
ihr "Einkaufseck" schließen.

Christine Frotscher beendet eine Ära

Arnsgrün (OTZ/Wetzel).

Noch steht am Gebäude "Einkaufseck", Inhaberin Christine Frotscher, in der Ortsmitte in der Elsterberger Straße in Arnsgrün. Das ist aber seit Ende des vergangenen Jahres Geschichte. Die 59-Jährige Arnsgrünerin hat ihren Laden, in dem es neben dem ländlichen Grundsortiment auch Obst und Gemüse, Getränke, Zeitungen und eine Postagentur gab, geschlossen.
"Es hat sich nicht mehr gerechnet. Das hat sich schon länger abgezeichnet. Nach und nach wurde es immer weniger. Und dann hat auch noch die Post gekündigt, wo ich für eine Stunde täglich für Briefmarkenverkauf, Paket- und Päckchenannahme bezahlt wurde. Jetzt bin ich arbeitslos." Die Ära "Einkaufseck", die von 1992 bis 2009 dauerte, ist zu Ende. Jedes Leben hat seine Abschnitte", blickt Christine Frotscher zurück. Die Arnsgrüner sind ihr für diese 17 Jahre der Einkaufsmöglichkeit im Ort sehr dankbar.
Neben einem mobilen Einkaufswagen hat nun die Landbäckerei Becher als letzte Einkaufsstätte in Arnsgrün außer ihren Backwaren auch einige Waren des täglichen Bedarfs sowie Zeitungen und Zeitschriften ins Angebot übernommen.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Alarmglocken schellen bei den Junioren

Ringen: Vogtländer in der D-Jugend zufrieden

Weißwasser (OTZ/Richter).

"Stell dir vor, es sind Sachsenmeisterschaften und keiner geht hin." Ärger bei den Verantwortlichen des Verbandes, aber auch beim Veranstalter SV Grün-Weiß Weißwasser gab es am vergangenen Wochenende bei den Ringer-Landesmeisterschaften der Junioren und D-Jugendlichen in Ostsachsen, denn nur 19 Junioren kämpften um die Meistertitel.
War es das schlechte Wetter, das einige Ringer abhielt, an die Ostgrenze Sachsens zu reisen? "In einem Bundesland mit zwei Erst- und drei Zweitbundesligisten sowie den Leistungszentren in Leipzig und Chemnitz ist das ein schlimmer Zustand", ärgert sich der sportliche Leiter des RVS, Wolfgang Quente, schon lange über die zurückgehenden Teilnehmerzahlen bei den Einzelmeisterschaften. Aus diesem Grunde gibt es die Titelkämpfe im Männerbereich schon gar nicht mehr, hier geht es erst bei den Mitteldeutschen Meisterschaften los.
Nach dem Wiegen der Junioren war klar, gerade einmal sechs Gewichtsklassen wurden besetzt, den einzigen Lichtblick gab es im Limit bis 74 kg, wo sechs Ringer für spannende Begegnungen sorgten. Dabei dominierten die starken Leipziger Kai Fleckenstein und Jan Richtsteig (beide KFC Leipzig), nur Kirk Haupt (RSK Gelenau) konnte mit den Messestädtern mithalten und kämpfte sich auf den Bronzerang. Leidtragender war Florian Fröbisch (ASV Plauen), der trotz großem Kampfgeist in dieser Kampfklasse nur auf dem 5. Rang über die Ziellinie kam.


Im Juniorenbereich fassen wir uns an die eigene Nase.

KSV-Nachwuchstrainer Carsten Seidel


Erfreulicher stellte sich in Weißwasser die Situation in der Altersklasse der D-Jugend (10/11 Jahre) dar, hier traten zumindest 68 junge Ringer zum Titelkampf an. Unter den 17 angereisten Vereinen platzierte sich der KSV Pausa in der Mannschaftswertung auf Rang vier, der ASV Plauen einen Rang dahinter. Trainer und Betreuer des KSV Pausa freuten sich vor allem über den Titelgewinn von Travis Schröder (38 kg), der nach seinem Erfolg im griechisch-römischen Stil nun das Double feierte. Der Plauener ASV-Ringer Alexander Porst (34 kg) fügte seiner Silbermedaille aus dem griechisch-römischen Stil nun den Sachsenmeistertitel im freien Ringkampf hinzu. Im Finale bezwang der junge Plauener Chris Militzer (KSV Pausa), der nach siegreicher Vorrunde Silber erkämpfte. Silber gewann auch Paul Tschersig (21 kg), der gegen Markneukirchens Nikita Meinel unterlag. Mit einer weiteren Silbermedaille besserte Axel Steeger (ASV Plauen) die Medaillenbilanz seines Vereines auf. Mit gewohnt gutem Kampfgeist gingen Bastian Seidel (25 kg) und Nils Buschner (27 kg/beide KSV Pausa) auf die Matte und gewannen jeweils die Bronzemedaille in ihrer Gewichtsklasse.
"Im Juniorenbereich fassen wir uns an die eigene Nase, dort haben wir unseren Athleten den "langen Kanten" nach Weißwasser erspart, zudem wir ohnehin nicht im freien Ringkampf zu Hause sind. Dennoch lag es nicht allein an uns, dass die Teilnehmerfelder unterirdisch waren", gestand KSV-Nachwuchstrainer Carsten Seidel, der allerdings mit den Leistungen seiner D-Jugendlichen im freien Ringkampf mehr als zufrieden war.


06. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Ehrgeiziger Stürmer und erfolgreicher Trainer

Olaf Distelmeier
Olaf Distelmeier

Olaf Distelmeier spielte auch in der Oberliga

Zeulenroda (OTZ/Klaus Meitner).

Olaf Distelmeier kam 1977 zur BSG Motor Zeulenroda. Er war ein ungemein ehrgeiziger Fußballer. Distelmeier zeichnete sich durch seine Schnelligkeit, Dynamik, eminente Torgefährlichkeit und Siegermentalität aus. Bei ihm waren also alle Voraussetzungen, die ein überdurchschnittlich guter Stürmer haben sollte, vorhanden. In der Saison 1976/77 war er mitbeteiligt am Aufstieg der 1. Männermannschaft von Motor zur Bezirksliga.
Distelmeier bestritt dabei neun Begegnungen und erzielte sechs Tore. Ein Jahr später wurde der Klassenerhalt geschafft und der Bezirkspokal durch einen 2:1-Endspielerfolg gegen Glaswerk Schleiz erreicht. Zweifacher Torschütze in Neustadt/Orla vor weit über 2000 Zuschauern war Olaf Distelmeier jeweils durch Kopfball nach Flanken von Wolfgang Brückner.
Im Punktspieljahr 1978/79 dann der wohl größte Erfolg in der Zeulenrodaer Fußballgeschichte überhaupt. Motor wurde Bezirksmeister und erreichte damit den Aufstieg zur DDR-Liga, damals die zweithöchste Spielklasse der DDR. Leider folgte sofort wieder der Abstieg, doch Olaf Distelmeier, der in 22 Einsätzen sieben Treffer erzielte, machte auf sich aufmerksam. Er war übrigens der erste Liga-Torschütze für Zeulenroda gegen Motor Rudisleben im zweiten Heimspiel (Endergebnis war 1:2).
Es war durchaus nicht überraschend, dass Distelmeier 1980 zur BSG Wismut Gera wechselte. Dann ging es weiter nach oben, der schuss- und kopfballstarke Angreifer gehörte ab 1982 zum Kader des DDR-Oberligisten Wismut Aue. Im Erzgebirge hatte er dann aber auch Pech, einige Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Unvergessen sein entscheidender Treffer für Aue in einem Punktspiel bei Dynamo Dresden (Endstand 2:1 für Aue).
Weitere sportliche Stationen waren Wismut Gera (1986/87) und erneut die BSG Motor Zeulenroda (1988).
Nach seiner erfolgreichen aktiven Fußball-Laufbahn blieb er dem runden Leder selbstverständlich verbunden. Während der Saison 1991/92 löste er beim ehemaligen Amateur-Oberligisten FV Zeulenroda Siegfried Gneupel als Trainer ab. Distelmeier feierte mit seiner Mannschaft solch grandiose Siege wie den 4:2-Heimerfolg gegen den FC Erzgebirge Aue, seinen Ex-Verein, oder das 3:0 gegen Meißen. Der FVZ sicherte sich in der ersten Oberliga auch den Klassenverbleib unter Distelmeiers Regie. Eine umstrittene, von ihm an die Mannschaft gestellte Vertrauensfrage stürzte ihn dann bedauerlicherweise vom Trainerstuhl.
Es folgten vier Jahre als verantwortlicher Coach beim FSV Schleiz. 2003 übernahm er das Traineramt beim Bezirksligisten FC Motor Zeulenroda, erreichte 2004 mit dem Team den Aufstieg zur Landesklasse. Im März 2008 sprang er noch einmal beim FC Motor in die Bresche, musste jedoch mit seiner von ihm betreuten Mannschaft in den sauren Apfel des Abstiegs aus der Thüringenliga beißen. Leider zwangen Olaf Distelmeier gesundheitliche Probleme erst einmal zum Pausieren auf der Fußballbühne.
Es wäre aber gerade für den Zeulenrodaer Fußballsport enorm wichtig, wenn ein im positiven Sinn "Fußballverrückter" wie Olaf Distelmeier seinen großen Erfahrungsschatz im Verein einbringen könnte.


06. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

In Vereinshaus des 1. FC Greiz eingebrochen

Greiz (OTZ).

Im Zeitraum zwischen Mittwoch, 15.30 Uhr, und Donnerstag, 6.50 Uhr, drangen unbekannte Täter gewaltsam in das Vereinshaus vom 1. FC Greiz auf dem Sportplatz „Am Tempelwald" ein. Zunächst brachen der oder die Täter in eine Garage ein, aus der sie unter anderem einen Trennschleifer entwendeten. Danach zerstörten sie eine Fenstervergitterung sowie die Doppelverglasung und drangen in das Vereinsheim ein. Entwendet wurden Münzgeld aus einer Registrierkasse, Lebensmittel und Getränke. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion Greiz zu wenden unter Tel. (03661) 62 10 oder per E- Mail an pi.greiz.pdg@polizei.thueringen. de.


Abwechslungsreiche Ferientage im Schullandheim

Unter dem Motto „Selbst aktiv und live dabei erlebten zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren aus Ostthüringen abwechslungsreiche Ferientage im Schullandheim „Schönsicht in Netzschkau. Ausflüge zur Greizer Eissporthalle, zur großen Schanze in Klingenthal und ein Tag im Schwimmbad standen neben dem täglichen Rodelspaß auf der hauseigenen, sogar mit Flutlicht ausgerüsteten Rodelbahn auf dem Programm.
Foto: OTZ/Christian Freund

Unter dem Motto „Selbst aktiv und live dabei" erlebten zwölf Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren aus Ostthüringen abwechslungsreiche Ferientage im Schullandheim „Schönsicht" in Netzschkau. Ausflüge zur Greizer Eissporthalle, zur großen Schanze in Klingenthal und ein Tag im Schwimmbad standen neben dem täglichen Rodelspaß auf der hauseigenen, sogar mit Flutlicht ausgerüsteten Rodelbahn auf dem Programm.


Karikatur des Tages

Nichts hören - nichts sehen - bei Bedarf irgenwas sagen
Nichts hören - nichts sehen - bei Bedarf irgenwas sagen
Zeichnung: OTZ/Bruns


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