05. Februar 2010 /OTZ

Gegensteuern

Da sich auf dem Abschnitt der B 92/94 zwischen Silberloch und Weißem Stein im Januar allein zwölf Verkehrsunfälle ereignet haben, hat die Polizei gestern eine Kontrolle durchgeführt, die zur Prävention dienen soll. Polizeihauptmeister Uwe Löppen misst die Geschwindigkeit der Autos in diesem Bereich.
Da sich auf dem Abschnitt der B 92/94 zwischen Silberloch und
Weißem Stein im Januar allein zwölf Verkehrsunfälle ereignet
haben, hat die Polizei gestern eine Kontrolle durchgeführt, die
zur Prävention dienen soll. Polizeihauptmeister Uwe Löppen misst
die Geschwindigkeit der Autos in diesem Bereich.
Foto: OTZ/Christian Freund
Polizeiobermeister Hartmut Schmidt kontrolliert, wie sicher die Ladung im Kleintransporter des Freibergers Rolf Hermann verstaut ist. Solche Kontrollen führten die Polizisten gestern ebenfalls durch.
Polizeiobermeister Hartmut Schmidt kontrolliert, wie sicher die
Ladung im Kleintransporter des Freibergers Rolf Hermann ver-
staut ist. Solche Kontrollen führten die Polizisten gestern
ebenfalls durch.
Foto: OTZ/Christian Freund

Polizei misst Geschwindigkeit der Autos auf B 92/94, um weiteren Unfällen vorzubeugen

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Zwölf Verkehrsunfälle in einem Monat auf einem Streckenabschnitt, der sonst in der Unfallstatistik unauffällig ist. Da wird Holger Kunow hellhörig. Der Polizeioberkommissar, Leiter des Verkehrsdienstes bei der Greizer Inspektion, hat deshalb gleich reagiert. Zum einen hat er den Winterdienst gebeten, die kurvige Strecke zwischen Silberloch und Weißem Stein auf der B 92/94 besonders im Auge zu behalten. Die zweite Maßnahme war die Verkehrskontrolle, die gestern zwischen 8.30 und 11 Uhr durchgeführt wurde. "Hierbei geht es nur um Prävention", sagt Holger Kunow. Zwar wurde gemessen, wie schnell die Autos in diesem Bereich unterwegs waren. Doch zur Kasse wurde kein Fahrer gebeten, wenn er zu schnell fuhr. Viel mehr als die erlaubten 60 km/h sei zwar gestern ohnehin keiner gefahren, aber "im Grenzbereich waren einige", so der Polizist. Und eben jene Autofahrer wurden angehalten. Im Gespräch haben die Ordnungshüter den Kraftfahrern dann zu erklären versucht, dass die kurvige Strecke gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Gefahr sein kann. Deshalb also lieber runter vom Gas.
Mit der Aktion will Holger Kunow vor allem eins: gegensteuern. Denn diese Strecke kristallisiere sich in diesem Jahr zum Unfallschwerpunkt heraus, eine "Unfallhäufigkeitsstelle" sei sie bereits jetzt. Um einen Abschnitt als Unfallschwerpunkt zu bezeichnen, müssen fünf gleichartige Unfälle über einen längeren Zeitraum dort passiert sein. Die B 92/94 zwischen Silberloch und Weißem Stein zählt noch nicht dazu, sei aber auf bestem Wege.
So richtig erklären kann sich Kunow nicht, weshalb gerade auf diesem Abschnitt im Januar zwölf Unfälle, zehn davon am helllichten Tag, geschehen sind. Gut, die Strecke sei kurvig, aber das war sie in den vergangenen Jahren schließlich auch. Der im Vergleich zu den letzten Jahren lange Winter ist vermutlich eine Ursache. "Komischerweise haben wir weniger Unfälle, wenn die Straßen schneebedeckt sind als dann, wenn sie geräumt sind", sagt der Polizist. Die schwarze Fahrbahn verleitet offenbar zum Gasgeben, überfrierende Nässe kann da zum Verhängnis werden.
"Zum Großteil einsichtig" seien die angehaltenen Autofahrer gestern gewesen. "Schon deshalb, weil sie keine Strafe zahlen mussten", sagt Holger Kunow schmunzelnd. Erleichtert über die Kontrolle sei eine Beifahrerin sogar gewesen, die die Fahrerin des Wagens schon länger darauf hinwies - "seit Zeulenroda" -, dass sie zu schnell fahre.
Quasi als Nebenprodukt der gestrigen Kontrolle hatten die Polizisten auch auf andere Dinge ein Auge. So wurde ein Fahrer an den Straßenrand gebeten, der nicht angeschnallt war. Bei einem Auto funktionierte das Licht nicht richtig, worauf die Beamten hinwiesen. Eine Frau war mit einem Auto mit total demoliertem Außenspiegel unterwegs, was die Polizei natürlich bemängelte. Doch es gab auch Lob: "Die eingebauten Regale sind eine optimale Lösung", so Polizeiobermeister Hartmut Schmidt, als er kontrollierte, ob die Ladung von Rolf Hermann im Kleintransporter gut verstaut war.

Verkehrsunfallzahlen
Auf dem Streckenabschnitt der B 92/94 zwischen Silberloch und Weißem Stein sind allein im Januar zwölf Verkehrsunfälle passiert. Im gesamten Jahr 2009 ist dieser Bereich in der Unfallstatistik nicht auffällig gewesen. Im Bereich der Polizeiinspektion Greiz verzeichneten die Bematen im Januar 162 Verkehrsunfälle mit 16 Verletzten. Im Januar des Vorjahres waren es lediglich 149 Unfälle mit zwölf Verletzten.

Kommentar

Schwarz verführt

Von Katja Grieser

Meist sind Winterdienste Ziel von Beschimpfungen. Völlig zu Unrecht, findet Polizeioberkommissar Holger Kunow. Zumindest in seinem Zuständigkeitsbereich, also dem der Polizeiinspektion Greiz, hätten die Winterdienste ausgezeichnete Arbeit geleistet, findet er. Seine Kollegen in Gera und Altenburg haben da anderes zu berichten.
Was einerseits schön ist, hat auch Nachteile. Denn Kunow konnte feststellen, dass auf schneebedeckten Straßen weniger Unfälle passieren als auf geräumten und gestreuten. Die schwarze Fahrbahn verführe zum Schnellfahren, zu leichtsinnig würden Gefahren wie überfrierende Nässe außer Acht gelassen. Deshalb appelliert Holger Kunow nochmals an die Autofahrer: Im Winter Fuß vom Gas - selbst dann, wenn die Straße allem Anschein nach ungefährlich aussieht. Zwölf Unfälle innerhalb eines Monats auf einem kurzen Streckenabschnitt dürften Abschreckung genug sein.


05. Februar 2010 /OTZ

Kufenflitzer toben sich auf Eisfläche aus

Zu einem Ferienvergnügen auf der Greizer Eissportfläche hat die Kreissportjugend eingeladen. Über 150 Kinder freuten sich gestern über das Angebot.
Zu einem Ferienvergnügen auf der Greizer Eissportfläche hat die
Kreissportjugend eingeladen. Über 150 Kinder freuten sich
gestern über das Angebot.
Foto: OTZ/Peter Reichardt

Über 150 Kinder und Jugendliche nutzen Angebot der Kreissportjugend

Greiz (OTZ/P. R.).

Mächtig was los war gestern Vormittag auf der Greizer Eisfläche in Aubachtal. Das Sozialraumteam Südost im Kreissportbund Greiz hatte zum Eislaufen in den Winterferien eingeladen und mehr als 150 Kinder und Jugendliche waren dieser Einladung gefolgt.
Während es für manche die ersten Schritte auf dem Eis waren, versuchten sich andere bereits in Sprüngen und Pirouetten auf dem Eis, auch wenn das manchmal nicht gut ging. Die Lernlauf-Pinguine waren heiß begehrt, hatte man doch da etwas, woran man sich festhalten konnte. Spaß hat es jedenfalls allen gemacht, was man den Kindern und Jugendlichen auch ansah. Besonders wichtig ist den Mitarbeitern des Sozialraumteam Südost bei solchen Aktionen die Integration von Kindern aus sozial schwachen Familien sowie von Kindern ausländischer Mitbürger. Das gilt nicht nur für das Eislaufen gestern, sondern für alle Aktivitäten, die in den Winterferien organisiert wurden. In diesem Zusammenhang geht ein Dank an die Stadt Greiz, denn diese hat den gestrigen Besuch der Eishalle gesponsert und damit eine kostenlose Benutzung für die Greizer Kinder möglich gemacht. Der gestrige Eislaufvormittag war so ganz nach dem Geschmack der Kinder und Jugendlichen und wird ihnen sicher für die nun bald schon wieder anstehenden Schultage Kraft und Selbstvertrauen geben.

Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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05. Februar 2010 /OTZ

Bürgermeister mit Sorgenfalten

Tarifforderung "nicht finanzierbar"

Von Katja Grieser Greiz.

Für "nicht finanzierbar" durch die Kommunen hält Bergas Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) derzeit jede Tariferhöhung für die Angestellten im öffentlichen Dienst. Schon gar nicht die fünfprozentige Steigerung, die aktuell von Gewerkschaftsseite gefordert wird. Allerdings, räumt er ein, geht er auch nicht davon aus, dass ein Gehaltsplus von fünf Prozent tatsächlich auf die Kommunen zukommen wird.
"Eine Tariferhöhung hat enorme Auswirkungen auf den Haushalt", so Büttner. Je nach Höhe werde es dann erforderlich, dass kurzfristig Projekte aus anderen Bereichen gestrichen werden müssen. Langfristig werde dann über die Personalstruktur nachzudenken sein. "Ich denke da an Reduzierung der Arbeitszeit oder auch daran, dass frei werdende Stellen dann nicht mehr besetzt werden können", beschreibt der Bergaer Rathauschef, was in dem Fall passieren könnte.
Bei zehn Millionen Euro Personalkosten jährlich wie in Greiz könne sich jeder selbst ausrechnen, was eine fünfprozentige Tariferhöhung für Auswirkungen auf den städtischen Haushalt hat, so der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD). "Aber die Erfahrung der letzten 20 Jahre hat ja gezeigt, dass am Ende nicht das heraus kommt, was am Anfang von Tarifverhandlungen gefordert wird", sagt Grüner. Mit einem fünfprozentigem Plus rechnet er jedenfalls nicht. "Ich finde auch, dass es momentan ganz andere Baustellen gibt", weist er auf den Tarifvertrag zur Altersteilzeit hin, der ausgelaufen ist. Sinnvoller findet er es, darüber zu reden und auch das Thema Übernahme von Auszubildenden nicht zu vergessen. "Ich empfehle den Verhandlungsführern, auch daran zu denken", so das Greizer Stadtoberhaupt.
Für "überzogen" hält Christian Häckert (CDU), Bürgermeister von Mohlsdorf, die Fünf-Prozent-Forderung. "Für Kommunen wäre das ein großer Batzen", so Häckert und verweist auf die angespannte Haushaltslage, vor allem die ungewisse Einnahmesituation der Gemeinden. Zwar habe er auch Verständnis für die Angestellten, für die das Leben in den vergangenen Jahren ja nun auch nicht preiswerter geworden sei. "Im Vergleich zur freien Wirtschaft bekommen die Angestellten im öffentlichen Dienst aber viel", weiß das Gemeindeoberhaupt. Christian Häckert kämpfe derzeit um den Haushalt, sei kurz davor, einen ausgeglichenen vorzulegen. Eine Tariferhöhung riefe dann erneut Sorgenfalten hervor.
Dass ihre Mitarbeiter sich an den Warnstreiks, zu denen die Gewerkschafter aufrufen, beteiligen wollen, davon haben die drei Bürgermeister bislang noch nichts erfahren.


05. Februar 2010 /OTZ

Steuersünder im Wettlauf mit der Zeit

Selbstanzeige nur vor Entdeckung möglich

Von Katja Grieser Greiz.

Die Steuersünder-Datei ist weiter Gesprächsstoff, der Ärger über Steuerhinterziehung vermutlich in Millionenhöhe wächst. Doch auch die Steuersünder dürften zittern, wie Steuerberaterin Gabriele Trenner von der Zietan & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft in Greiz sagt. "Wenn die Tat erst einmal entdeckt ist, ist eine Selbstanzeige nicht mehr möglich", so Frau Trenner.
Wer also freiwillig Spekulationsgewinne, Dividenden oder Zinsen nachmelden und somit straffrei aus der Sache kommen will, muss es tun, bevor ein Finanzbeamter darauf aufmerksam geworden ist, dass da etwas nicht stimmt. "Wenn der Finanzbeamte die Hand schon an der Türklinke hat, ist es zu spät", formuliert es die Steuerberaterin.
Straffreiheit ist passé, selbst wenn die Tat bislang nur zum Teil aufgedeckt wurde und der Betroffene dies wusste oder zumindest damit rechnen musste. Wenn ein Finanzbeamter einmal wegen einer Steuerstraftat oder -ordnungswidrigkeit ermittelt und an den Steuersünder heran getreten ist, ist es für die straffreie Selbstanzeige ebenfalls zu spät. Das Gleiche gilt, wenn dem Steuerhinterzieher oder seinem Vertreter mitgeteilt wird, dass ein Straf- oder Bußgeldverfahren wegen der Tat gegen ihn eingeleitet wurde.
Dass Prüfungen vom Finanzamt mitunter mit äußerster Akribie durchgeführt werden, davon weiß Gabriele Trenner zu berichten. "Es hängt eben immer vom Prüfer ab", sagt sie. Bei großen Unternehmen werden oftmals lediglich die wesentlichen Bilanzkonten angeschaut. Es könne aber auch passieren, dass sich ein Steuerprüfer auf Kleinigkeiten stürzt, wenn er sonst nichts gefunden hat. Spätestens dann kommt auch die letzte Unregelmäßigkeit ans Licht.


05. Februar 2010 /OTZ

Elly-Viola Nahmmacher als Vorbild

Landessieger Katharina Wolfrum (von links) und Raoul Stirkat erhalten die Glückwünsche ihres Geschichtslehrers Christian Tischner.
Landessieger Katharina Wolfrum (von
links) und Raoul Stirkat erhalten die
Glückwünsche ihres Geschichtslehrers
Christian Tischner.
Foto: privat

Greizer Schüler Katharina Wolfrum und Raoul Stirkat erhalten Preis für Seminarfacharbeit

Greiz (OTZ).

90 Jahre Weimarer Republik, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre friedliche Revolution - diese Daten bildeten die historische Klammer für das "Jahr der Demokratie 2009". Schülerinnen und Schüler aus Thüringer Regelschulen, Förderzentren und Gymnasien nahmen das zum Anlass für Projektarbeiten. Die besten Arbeiten im Wettbewerb des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurden nun mit Sach- und Geldpreisen ausgezeichnet. Zu den Landessiegern zählten auch zwei Greizer Gymnasiasten der elften Jahrgangsstufe.
Katharina Wolfrum und Raoul Stirkat beschäftigten sich mit der Greizer Künstlerin Elly-Viola Nahmmacher. In einem sechsmonatigen Projekt erforschten beide Geschichte, die in Greiz und der näheren Umgebung stattgefunden hat. Sie recherchierten in Archiven, interviewten Zeitzeugen, befragten Experten und führten Umfragen durch. So seien sie zu einem stimmigen und kritisch ausgewogenen Bild über eine Künstlerin gelangt, die mit ihrer Geradlinigkeit und menschlichen Wärme eine Vorbildfunktion für junge Menschen in Demokratien einnehmen kann, erklärte Christian K. Tischner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Didaktik an der Uni Jena.
Grundlegend für das Verständnis von Demokratie ist die Annahme der beiden Schüler, dass hierdurch eine möglichst große Fülle an Freiheits- und Menschenrechten gewährleistet werden kann. Demokratisches Verhalten kennzeichnet sich demnach durch das Zurückstellen persönlicher Belange gegenüber anderen Menschen und das moralische Handeln in Situationen aus, die von autoritären Strukturen bestimmt werden. Ein Demokrat besitzt also Standhaftigkeit, Ehrgeiz, moralische Urteilsfähigkeit und gesellschaftliches Engagement. Durch die Arbeit werde gezeigt, dass demokratisches Leben auch heute als vorbildhaftes Handeln verstanden werden muss.
In ihrem Wettbewerbsbeitrag mit dem Titel "Demokratin und Künstlerin im DDR-Alltag" beschreiben beide die Künstlerin als eine durch den Glauben geleitete, die Nächstenliebe umsetzende Persönlichkeit. Dabei wird beschrieben, dass sie es sowohl während des Nazi-Regimes als auch in der DDR-Diktatur nicht leicht hatte und trotzdem von ihrem künstlerischen Weg und demokratischen Überzeugungen nicht abgekommen ist.
In Gesprächen mit Günter Ullmann, Reiner Kunze und Dietmar Brosig wurde den jungen Greizer Historikern deutlich, dass Elly-Viola Nahmmacher eine charakterstarke Frau mit viel Ehrgeiz, Standhaftigkeit und Produktivität war. Ihre moralische Größe zeigte sie an herausragenden Taten wie der unbeirrten Arbeit an dem Denkmal für Pfarrer Brüsewitz aus Zeitz oder dem sichtbaren Protest gegen die sozialistische Diktatur, durch das Fallenlassen einer Stalinbüste.
Hilfreiche Hinweise fanden die Schüler bei Winfried Ahrenhövel, dem künstlerischen Nachlassverwalter von Elly-Viola Nahmmacher, und ihrem Geschichtslehrer Christian Tischner.
In ihrer Seminarfacharbeit erarbeiten die Jugendlichen derzeit Vorschläge, wie das Wirken und Schaffen der Künstlerin gerade bei jungen Menschen stärker wachgehalten werden kann.


05. Februar 2010 /OTZ

Schneller an Termin für Berufsberatung kommen

Neuorganisationen bei Arbeitsagentur Gera

Greiz (OTZ).

Jugendliche, die noch keinen Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit Gera hatten, können jetzt einfacher und noch schneller einen Termin vereinbaren. Bisher wurden Termine für die Erstberatung beim Berufsberater erst dann vergeben, wenn ein Beratungsbogen ausgefüllt an die Agentur für Arbeit zurückgeschickt wurde. Unter der Telefonnummer (01801) 555 111* oder am Empfang der Arbeitsagentur bekommen die Jugendlichen jetzt ohne Rücklauf des Beratungsbogens einen Termin beim Berufsberater. Zugleich erhält der interessierte Jugendliche den Beratungsbogen mit der Post zugeschickt, den er möglichst ausgefüllt und dann zum ersten persönlichen Gespräch mit dem Berufsberater mitbringen sollte, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur. Das ist wichtig, damit der Berufsberater zielgerichtet auf die Bedürfnisse des Jugendlichen eingehen und beispielsweise die Suche nach der passenden Ausbildungsstelle schneller starten kann. "Mit dem neuen Service wollen wir es unseren Jugendlichen noch leichter machen, Kontakt zu uns aufzunehmen", so Birgit Becker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gera, zu den Gründen für die Neuorganisation im Bereich der Berufsberatung.
(*Festnetzpreis 3,9 Cent/Minute; Mobilfunkpreise abweichend. Ab 1. März 2010 gilt: Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent/Minute).


05. Februar 2010 /OTZ

Winter von allen Seiten

Bei frostigem Wetter hat sich unser Leser Michael Hendel zum Rastplatz am Kultzsch oberhalb von Greiz-Reinsdorf begeben und diese stimmungsvolle Aufnahme gemacht.
Bei frostigem Wetter hat sich unser Leser Michael Hendel zum
Rastplatz am Kultzsch oberhalb von Greiz-Reinsdorf begeben und
diese stimmungsvolle Aufnahme gemacht.
Foto: otz.de

Von Katja Grieser Greiz.

Auch wenn in Greiz und Umgebung in den letzten Tagen nur wenig Neuschnee gefallen ist, hat der Winter die Region trotzdem noch fest im Griff.
An zahlreichen Stellen sorgt er für stimmungsvolle Ansichten, da Städte und Dörfer weiterhin in ein weißes Kleid gehüllt sind. Unserem Leser Michael Hendel ist ein solch eindrucksvolles Foto gelungen. Für Kinder — gerade in der Ferienzeit — ist der Winter natürlich enorm spannend. So haben nicht nur Zeulenrodas Kinder viel Spaß beim Toben im Schnee, sondern auch die Greizer Judy Schneider und Felix Kranz. Sie haben sich im Wohngebiet Reißberg ihre ganz eigene Unterkunft selbst gebaut. Das Iglu hat Ramona Kranz im Bild festgehalten. Keine Verschnaufpause ist den Winterdiensten vergönnt. Schneeverwehungen machten auf bereits geräumten Straßen weitere Einsätze notwendig. Das leichte Tauwetter am Tag im Wechsel mit den Minusgraden in der Nacht lässt die Straßen mitunter auch wieder sehr glatt werden.
Dankbar stürzen sich derzeit auch die Enten beispielsweise im Greizer Schlossgarten auf das Futter, das ihnen freundliche Menschen zuwerfen. Durch den Dauerfrost dürfte deren Futterangebot inzwischen ziemlich rar sein. Glaubt man den Wetterfröschen, wird sich in der Region in den nächsten Tagen das Wetter kaum ändern. Durch den vorhergesagten Schneeregen könnte es sogar noch ein wenig ungemütlicher werden. Auch die Autofahrer sind gewiss nicht erfreut, sollte der Schneeregen wirklich kommen. Die Polizei rät deshalb zu erhöhter Vorsicht.
Übung darin müsste der Verkehrsteilnehmer ja inzwischen haben.


05. Februar 2010 /OTZ

Greizer Achtungserfolg in Jena

Das Teaniderreizer E II-Junioren freut sich über das gute Abschneiden beim Turnier des FC Thüringen Jena. Die jungen Kicker erreichte n einen guten zweiten Platz und mussten sich lediglich Silbitz/Crossen geschlagen geben.
Das Teaniderreizer E II-Junioren freut sich über das gute
Abschneiden beim Turnier des FC Thüringen Jena. Die jungen
Kicker erreichte n einen guten zweiten Platz und mussten
sich lediglich Silbitz/Crossen geschlagen geben.
Foto: Zimmer

Hallenfußball, E-Junioren, Hallencup 2010: Tempelwald-Junioren werden Zweite

Von Jörg Zimmer Jena (OTZ).

Am 30. Januar nahm die Mannschaft der E II-Jugend des 1. FC Greiz an dem Turnier um den Hallencup, ausgerichtet vom FC Thüringen Jena, teil. Bei diesem Turnier galt es, gegen sieben starke Mannschaften aus Jena, Schwarza, Silbitz/Crossen, Rudolstadt und Weimar zu bestehen, so dass man am Ende eine echte Standortbestimmung zum Trainingsstand der Mannschaft bekam.
Im ersten Spiel der Greizer hieß der Gegner FC Einheit 04 Jena. Hier kamen die Jungen des 1. FC Greiz nicht über ein 1:1 hinaus, obwohl das Spiel von den Greizer Kickern bestimmt wurde. Durch einen Übermittlungsfehler reiste FC Einheit Rudolstadt mit den älteren D-Junioren an. Hier schlug sich das Greizer Team mit einem achtbaren 0:3 aus der Affäre. Im letzten Vorrundenspiel musste gegen Thüringen Jena ein Sieg her, wollte man einen der begehrten Pokale mit nach Hause nehmen. Mit starker Leistung wurde ein 3:0-Sieg eingefahren.
Das Halbfinale lautete 1. FC Greiz gegen SV 1883 Schwarza. Die spielbestimmende Greizer Mannschaft ließ jedoch wieder beste Torchancen aus, so dass der Endstand nach regulärer Spielzeit 0:0 lautete. Das Neunmeter-Schießen musste also eine Entscheidung herbeiführen. Verdient wurde der Einzug mit 3:2 geschafft. Im Finale wartete die stärkste Mannschaft des Turniers, Silbitz/Crossen. Schnell gerieten die FC-Kicker mit 0:3 in Rückstand. Am Ende unterlag Greiz mit 2:4. Mit dem Erreichen des zweiten Platzes wurde jedoch ein hervorragendes Ergebnis erzielt, auf dem es nun aufzubauen gilt.
Stolz auf den zweiten Platz traten die Spieler, Betreuer und Eltern die Heimreise an.

1. FC Greiz: Marleen Weiß, Tom Richter, Marcel Jatho, Niklas Riedel, Toni Zimmer, Tobias Baldrich, Dennis Mohr, Adrian Halimaj, Maximilian Weiß, Karim Bataineh.


05. Februar 2010 /OTZ

Goldener Abschluss der Jugendspiele

Michelle Reinhold holte alle Altersklassensiege und zusätzlich den Sächsischen Meistertitel
Michelle Reinhold holte alle Alters-
klassensiege und zusätzlich den
Sächsischen Meistertitel
Foto: K. Müller

Eisschnelllauf, 9. Landesjugendspiele - Zweiter Wettkampftag

Von Katrin Müller Chemnitz (OTZ).

Beim zweiten Wettkampftag der Landesjugendspiele in Chemnitz wurde wieder früh gestartet. Wie am Vortag bei Sonne, jedoch frostigen Temperaturen gab es erneut keine optimalen Bedingungen, da das Eis bei solchen Temperaturen extrem hart und schwer zu laufen ist. Dazu kam abermals der Wind aus wechselnden Richtungen, der Höchstleistungen fast unmöglich machte.
Doch nicht für die 11- bis 15-jährigen Sportler, die am zweiten Tag wieder mit großen Erwartungen zur Stelle waren. Besonders beeindruckten die Leistungen von Alicia Barndt (11), die wie an Vortag alle Strecken dominierte und dazu den schon zehn Jahre alten Bahnrekord ihrer Vereinskameradin Denise Roth auf 500 m knackte. Ebenso wie Alicia stand Michelle Reinhold (14) bei allen Siegerehrungen ihrer Altersklasse ganz oben auf dem Treppchen. Gemeinsam mit Lisa Mulack (11), Laura Korndörfer (15) und Saskia Lange (12) liefen sie mit der Staffel zu Gold. Lisa Mulack hatte nach gutem Start Pech und stürzte, konnte sich jedoch über den 5. Platz und die Urkunde der Gesamtwertung freuen. Da die Mehrkampfwertung für die Altersklassen 12 bis 15 gleichzeitig die Wertung zur Sächsischen Meisterschaft ergab, schnappte sich Michelle neben den Goldmedaillen aller vier Strecken (2 x 500 m, 300 m, 1500 m) auch noch diesen Titel. Lukas Reinhold (13) erkämpfte sich im Mehrkampf den Bronzeplatz. Über zweimal 500 m und 1500 m wurde er jeweils Vierter, auf 300 m kam er auf Rang zwei. Mit einer Urkunde für die Plätze fünf und sechs in der Gesamtwertung wurden Franz Scherf und Marcel Müller (14) geehrt. Zum Schluss gab es noch eine Extra-Auszeichnung für die beiden erfolgreichsten Sportler im Rahmen der Landesjugendspiele in der Kategorie Eisschnelllauf. Diese besondere Ehre wurde Alicia Barndt und Lennard Schmidt zuteil.
Die erfolgreiche Teilnahme ihrer Schützlinge und die gute Medaillenbilanz erfreute natürlich Trainer und Übungsleiter und spricht für die gute Form der Mylauer Eisflitzer, die sie auch am kommenden Wochenende zum Elbepokal und in zwei Wochen zur Deutschen Meisterschaft weiter unter Beweis stellen müssen und natürlich auch wollen.


05. Februar 2010 /OTZ

Für Greizer Nachwuchs wird es ernst

Winfried Wundersee
Winfried Wundersee

Ringen, Mitteldeutsche Meisterschaften

Olbernhau (OTZ/Wolf).

Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden bei den Thüringer Landesmeisterschaften mit 24 Meistertiteln wird es am Sonnabend Ernst für die Greizer Nachwuchsringer. Im sächsischen Olbernhau finden die Mitteldeutschen Meisterschaften der Junioren (Jahrgang 1990/91/92/93) in acht Gewichtsklassen und der B-Jugend (Jahrgang 1996/97) in zehn Gewichtsklassen im Freistil und griechisch-römischen Stil statt. Gekämpft wird im Poolsystem. Ausrichter dieser Titelkämpfe der ist Regionalligist RTV Zöblitz. Der sächsische Verein richtete diese Meisterschaften schon einmal aus, hat also Erfahrung in der Organisation solcher Veranstaltungen.
Beginn der Meisterschaften ist 10 Uhr in der Dreifelderhalle in der Olbernhauer Thomas-Mann-Straße.
Es werden Ringer aus allen Landesverbänden der neuen Bundesländer an diesen Meisterschaften teilnehmen.
Diese Titelkämpfe bieten den Greizer Nachwuchsringern die Gelegenheit, sich mit starken Gegnern aus den Leistungszentren der anderen Bundesländer wie Luckenwalde, Leipzig, Potsdam, Magdeburg, Halle und Jena in Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, den Deutschen Meisterschaften, zu messen und die eigenen Form zu überprüfen.
Die beiden Greizer Trainer Andreas Mattern und Falk Schlehahn wollen in Olbernhau eine schlagkräftige Truppe auf die Matte bringen. Geplant sind fünf Starter bei den Junioren und acht bei der B-Jugend. Die Greizer Teilnehmer werden allesamt im Freistil auf die Matte gehen.
Bei einer weiteren Steigerung gegenüber den Landesmeisterschaften sind Platzierungen im Vorderfeld durchaus möglich, etwas Glück bei der Auslosung gehört aber sicherlich auch dazu. Natürlich möchte sich der eine oder andere RSV-Ringer mit entsprechenden Leistungen für die Deutschen Meisterschaften bei Landestrainer Winfried Wundersee anbieten. Bleibt nur noch, allen teilnehmenden Greizer Ringern viel Erfolg zu wünschen..


05. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Zeit zum Spielen

Sammelkarten und Brettspiele liegen bei Kindern im Trend - Geselligkeit im Vordergrund

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Puppen, die einen eigenen Herzschlag haben, E-Gitarren aus Pappe, Monopoly, bei dem nicht nur das Spielbrett rund ist, sondern die Spieler mit Plastikkarte bezahlen - welcher neue Trend sich letztendlich zur internationalen Spielwarenmesse, die derzeit in Nürnberg läuft, durchsetzt, entscheiden die Kinder. "Wer nicht mit dem Trend geht, ist out", weiß Erik Eichelkraut, Inhaber des gleichnamigen Spielwarengeschäfts in Zeulenroda und Greiz. Seit gestern ist auch er deswegen mit seinen Mitarbeiterinnen auf der Messe unterwegs, um sich zu informieren, Ideen zu holen und vor allem die Neuheiten zu bestaunen. Sammelkarten, Mitnehmspiele von Playmobil, die man sich an den Gürtel heften kann und Tierfiguren der Firma Schleich, die täuschend echt aussehen, seien derzeit besonders bei den Kindern beliebt. Aber auch sportliche Großereignisse werfen ihre Schatten voraus. Sammelkarten und Sportartikel für die Fußball-WM in Südafrika oder für die in Kürze beginnenden Olympischen Winterspiele hat Eichelkraut bereits bestellt. Aber auch zu Bau-, Experimente- oder Zauberkästen greifen Kinder immer wieder gern. "Spielen kann jeder", ist sich der Geschäftsinhaber sicher. Ob klein oder groß - auf die Geselligkeit käme es an. "Klar geht der Trend immer mehr dahin, dass die Kinder vor dem Rechner sitzen", hat Marion Zablowski, Leiterin des Zeulenrodaer Freizeitzentrums beobachtet. Computer zum Spielen sucht man deswegen in der Einrichtung vergebens. Stattdessen legt die Leiterin Wert auf die ganz traditionellen Spiele. Halma, Mühle, Mensch ärgere dich nicht - Klassiker, bei denen die ganze Familie mitspielen kann. Während sich früher die Angebote im Freizeitzentrum nur an Kinder richteten, werden jetzt auch die Eltern mit einbezogen. Bei den Sprösslingen käme es darauf an, wie man sie beschäftigt, weiß auch Steffen Helm, der Vorstandsvorsitzende des Stadtjugendrings in Greiz. Und das sei nun einmal auch Sache der Erwachsenen. Rollschuh fahren, Fußball spielen und Strategiespiele würden von den Kindern, die den Stadtjugendring aufsuchen, bevorzugt. "Spiele gibt es massenhaft. Man muss die Kinder nur dazu anleiten", ist Helm überzeugt.
Brettspiele, die sich seit Jahrzehnten allgemeiner Beliebtheit erfreuen, kämen in neuen Auflagen auf den Markt. Größere Figuren, größere Spielbretter - noch bis zum Dienstag können sich Besucher von den Neuheiten auf der Spielwarenmesse in Nürnberg überzeugen.

Kommentar

Würfel fallen

Von Juliane Maier

Es gab sie, die Zeiten, in denen Computer und Fernseher Mangelware in den Haushalten waren. In denen Familien zusammen saßen, Rommé oder Mensch ärgere dich nicht spielten. Gut, der Mensch ist nun einmal dazu veranlagt, nie rastlos stehen zu bleiben und sich die neuesten Trends selbst im Keller einzulagern.
Spielen ist nie aus der Mode gekommen, nur hat sich die Art, wie sich das moderne Kind von heute beschäftigt, geändert. Playstation statt Domino, Zocken statt Ball spielen. Vielen von ihnen kann man nicht einmal einen Vorwurf daraus machen. Vorbilder sind immer noch die Eltern, die ihre Kinder nicht vor der Flimmerkiste abstellen, sondern sich mit ihnen beschäftigen sollten. Kinder brauchen Zeit und Anreize. Kinder lieben Überraschungen und spielen gern. Am liebsten gemeinsam mit den Eltern. Die Würfel dürfen zu Hause also ruhig öfter einmal fallen.


05. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Leckeres kann auch gesund sein

Die Köche beim Testessen.
Die Köche beim Testessen.
Foto: Kristin Kulow

Jugendliche aus Bernsgrün bereiten mit Kindern hochwertige Brotaufstriche zu

Hohenleuben (OTZ/kk).

Gesundes Essen ist für viele Kinder etwas, um das sie einen großen Bogen machen. Dass das aber auch wirklich lecker sein kann, bewiesen der angehende Diätassistent David Neumeister und die angehende Sozialbetreuerin Franziska Fischer von Jugendclub Bernsgrün. Im Jugendclub Hohenleuben hatten sie Kinder dazu eingeladen, gemeinsam leckere Brotaufstriche zuzubereiten und zu probieren. Dem ging eine kleine theoretische Lektion voraus, in dem David Neumeister den Kleinen auf spielerische Art etwas über die verschiedenen Nahrungsmittelgruppen erzählte. Dabei wurde auch gebastelt. "Auf einem Nahrungsmittelzug sollten die Kinder verschiedene Lebensmittel, die in eine Gruppe gehören, in einen Waggon einsortieren und dabei die vorn im Zug fahren lassen, die man oft essen soll", erklärt Katja Hahn, Jugendkoordinatorin im Bereich Sport der Bereichsjugendpflege Süd-West.
Anschließend ging´s ans Schneiden und Rühren. Drei Brotaufstriche aus Frischkäse, einer mit Bananen, einer mit Weintrauben und einer mit Sojasoße, bereiteten die Kinder zu. Dann der Spannende Moment: Schmeckt das auch? "Total lecker", sind sich Florentine Scheffel (9 Jahre) Tina Gerstner (8 Jahre), Vanessa und Lukas Günther (12 und 9 Jahre) und Andi Ackermann (10 Jahre) einig. Natürlich schmeckte jedem das am besten, was er selbst zubereitet hatte. Annett Günther, Mama von Vanessa und Lukas, war begeistert von der Aktion des Jugendclubs: "Ich finde das toll. Die Aufstriche sind ganz einfach zu machen und mir schmecken alle drei sehr gut." Und die Kleinen und die Großen sind sich einig: "Das gibt es jetzt zu Hause auch."


05. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Joachim Kapp stellt neues Buch vor

Joachim Kapp
Joachim Kapp

"Kalifornier und Russen" im Blickpunkt

Von Holger Zaumsegel Zeulenroda (OTZ).

"Kalifornier und Russen" heißt das neue Buch von Joachim Kapp. In dem zweiten Werk des Triebesers geht es nicht etwa um die Menschen westlich und östlich von uns, sondern wie in seinem 2003 veröffentlichten Buch um Kapps liebstes Tier: das Kaninchen. Kalifornier und Russenkaninchen hat Joachim Kapp zu Hause selbst im Stall und weiß genau, was für die Zucht wichtig ist. Seine Erfahrungen gibt er jetzt im Buch des Verlags Oertel und Spörer weiter. Die Halbalbinos werden dabei genau unter die Lupe genommen.
Kalifornier, die im Normalfall zwischen vier und fünf Kilogramm wiegen, gibt es in verschiedenen Farbvarianten - in schwarz-weiß, blau-weiß und havanna-braun-weiß. Weiß ist dabei der Körper, in den anderen Farben präsentieren sich Nase, Ohren, Läufe und die Blume (Schwanz). Ähnlich sind die Russenkaninchen, sie kommen allerdings nur in den Farbvarianten schwarz-weiß und blau-weiß vor und sind mit bis zu drei Kilogramm auch etwas kleiner.
Den Blick zurück in die Geschichte spart Joachim Kapp in seinem neuen Buch ebenfalls nicht aus. "Bis in das 12. Jahrhundert reichen die Quellen zur Kaninchenzucht zurück", erzählt der 66-Jährige. Die Venezianer hätten dabei eine Vorreiterrolle gespielt. Ein besonders wichtiges Kapitel für ihn ist auch jenes über die Genetik. "Hier hatten wir zu DDR-Zeiten schon einen kleinen Vorsprung", findet Kapp. Im Westen habe die Genetik in der Kaninchenzucht früher keine Rolle gespielt, heute zeige sich, wie wichtig sie ist. Auf das Phänomen der "Kältefärbung" wird ebenso eingegangen wie auf die Standardbeschreibungen.
Mit Joachim Kapps hat ein echter Fachmann zur Feder gegriffen. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen hat er schon für sein Hobby erhalten, das er seit 1963 ausübt. Seit 1973 darf er sich auch geprüfter Preisrichter nennen.
Die Auflage des 91 Seiten dicken Buches, das in der Reihe "Expertenwissen Rassekaninchenzucht" im Januar erschienen ist, beträgt zunächst einmal 1000 Stück. Sein erstes Buch, in dem er die Rassen Marder und Siamesen beleuchtet hatte, könnte bald in einer zweiten Auflage in der gleichen Reihe erscheinen. Eventuell steht auch ein drittes Werk in Aussicht - diesmal über Fleischkaninchen.
Probleme, seine Erfahrungen weiter zu geben, hat Joachim Kapp keine. Schließlich soll es die Rassekaninchenzucht auch noch in vielen Jahren geben. Tipps vom Profi sind dafür unerlässlich. Gerade Nachwuchszüchter fehlen. Vielleicht kann ja sein neues Buch dazu beitragen, dass sich auch wieder junge Leute für Kaninchen interessieren.


05. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Museum lockt Hochzeitswillige

2009 gaben sich 80 Paare in Zeulenroda-Triebes das Ja-Wort - 20.10.2010 fällt auf Sonntag

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Auch wenn der 10.10.2010 auf einen Sonntag fällt, in der Doppelstadt kann auch an diesem Tag ausnahmsweise geheiratet werden. Zahlenspiele sind für Hochzeitstermine besonders dann beliebt, wenn sie auf einen Samstag oder Sonntag fallen, ist sich Standesbeamtin Antje Focke sicher. Hingegen wurde der 9.9.2009, ein Mittwoch, weniger für die Hochzeitszeremonie gewählt. Diesen Wochentag hatte im vorigen Jahr trotz des prägnanten Datums nur ein Paar zum Hochzeitstag auserkoren. Im vergangenem Jahr gaben sich in der Doppelstadt 80 Paare das Ja-Wort. Dabei arbeitet sich die Schoppersche Villa mit dem Balkensaal als Zeremonie-Ort unter den Paaren, die allesamt ihre Wurzeln in der Region hatten, langsam aber sicher an die Spitze in der Beliebtheitsskala. 20 Trauungen, organisiert durch das Team des Museums und dessen Förderverein, mit rund 500 Gästen fanden im musealen Ambiente statt. Das klassizistische Amtsgebäude, die Trauzimmer der Amtshäuser Zeulenroda und Triebes werden ebenso als exquisite Räumlichkeiten angenommen. 44 Trauungen fanden im Rathaus und 16 Vermählungen im Triebeser Trauzimmer statt. Dabei waren die Wochentage Freitag und Sonnabend besonders begehrt, etwa der 20. Juni und 5. September (sechs Trauungen) sowie der 25. Juli, ein Donnerstag, mit vier Trauungen.
Getreu dem Motto "Drum prüfe, wer sich ewig bindet..." genießen die Frauen und Männer in der Region ihr Single-Dasein aber etwas länger. Das Durchschnittsalter der Hochzeiter beträgt 34 Jahre.


05. Februar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Lediglich 13 Geburten im vergangenen Jahr

Kein Babyboom im Vogtländischen Oberland

Pöllwitz (OTZ/G. W.).

Nach dem Babyboom mit 27 Kindern im Jahr 2008 gab es im vergangenen Jahr nur 13 Geburten in der Gemeinde Vogtländisches Oberland. Acht Jungen und fünf Mädchen erblickten das Licht der Welt. Mit drei Geburten war der Wonnemonat Mai der geburtenstärkste Monat vor Januar mit zwei Geburten. Spitzenreiter in Sachen Nachwuchs waren mit jeweils vier Geburten Arnsgrün (ein Mädchen, drei Jungen) und Bernsgrün (zwei Mädchen, zwei Jungen) vor Pöllwitz mit drei (ein Mädchen, zwei Jungen). Jeweils ein Neugeborenes gab es in Cossengrün (Junge) und in Hohndorf (Mädchen).


Karikatur des Tages

Surrealisten
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Zeichnung: OTZ/Bruns


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