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01. Februar 2010 /OTZ
In freudiger Erwartung
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Eine Hürde hat Vikar Michael Riedel am Sonnabend zum Vorstel-
lungs-Gottesdienst genommen. Zusammen mit der Pöllwitzer
Pastorin Christine Lang und Frau Klaudia (I.) wurden alle
weiteren Kirchengebäude besichtigt.
Foto: OTZ/H. Henze
Michael Riedel bekommt von Kirchenältesten in Langenwetzendorf und Naitschau Votum
Von Heidi Henze Naitschau (OTZ).
Der Greizer Superintendent Andreas Görbert konnte es kaum fassen: Die kleine, aber durchaus beschauliche Kirche in Naitschau war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. "Die haben auf einen neuen Pfarrer gewartet", bemerkt Görbert freudig überrascht. "Wie soll das erst werden, wenn der Neue eingeführt wird?", fragt sich der Greizer Superintendent.
Michael Riedel stellte sich am Sonnabend in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Langenwetzendorf/Naitschau vor. Der Vikar kommt aus Mylau im Vogtland und hat in Kaulsdorf zweieinhalb Jahre zusammen mit einem Mentor sein Vikariat absolviert. Momentan absolviert er eine dreimonatige Ausbildung in Klinikseelsorge. Am 28. März steht dann seine Ordination an, eine Prüfung, die bei Erfolg ihn dann zum Pfarrer erhebt. Ende März wird er seine erste Pfarrstelle antreten, für die er von der Landeskirche in die Gemeinde entsandt wurde.
Seit dem Weggang des Pfarrers Sebastian Zweynert betreute zusätzlich zu ihren Aufgaben die Pöllwitzer Pastorin Christine Lang in Vakanzverwaltung das Kirchenspiel Langenwetzendorf/Naitschau. Ehrenamtliche Arbeit der zehn Gemeindekirchenratsmitglieder in Naitschau und fünf in Langenwetzendorf waren unabdingbar. "Uns war die Pastorin schon lieb, aber es wird Zeit, dass wieder ein eigener Pfarrer in die Gemeinde kommt", erklärt der Naitschauer Bernd Wendler. Hochachtung zollt auch die Pastorin den Gemeindegliedern. Sie haben sogar einen Weihnachtsgottesdienst mit einem Krippenspiel auf die Beine gestellt. "Das hat viel Kraft gekostet", war aus den hinteren Reihen zu hören, als sich der Neue nach dem Gottesdienst das Pfarrhaus in Naitschau anschaute. Dem folgte gleich noch ein zweiter Rundgang in Langenwetzendorf. Schließlich wird Vikar Riedel zusammen mit seiner Frau Klaudia ins Pfarrhaus des Ortes ziehen.
Am Ostermonntag um 9.30 Uhr wird die Einführung von Pfarrer Michael Riedel in der Kirche Langenwetzendorf gefeiert.
Pastorin Christine Lang
Bei dem sich anschließenden Gespräch zwischen den Riedels und den Gemeindekirchenräten bekam der 29-Jährige nicht nur das Votum der Anwesenden, klare Vorstellungen von seiner zukünftigen Arbeiten haben die Gemeindeglieder kundgetan. Sie wollen mehr als nur das Licht im Pfarrhaus, wollen eine lebendige Kirchenarbeit und vor allem die jungen Leute wieder im Boot haben.
Für Michael Riedel eigentlich gar keine so neue Herausforderung. Schließlich hat er das auch schon in Kaulsdorf bei Saalfeld mit recht gutem Erfolg praktiziert. Erste Spuren hat er bei der Arbeit in den Kindergärten, mit den Kirchenchören, bei Gesprächen mit Gemeindegliedern und Kirchenältesten sowie bei einem Ferienprojekt, das Kinder und Ehrenamtliche, Gemeinde und Schule in einem Theaterspiel verband, hinterlassen. Zusätzlich spielt er Violine, Geige, Klavier, Orgel und Gitarre.
Wenn nun alle Beteiligten den richtigen Draht zueinander finden, dann könnten Meilensteine gesetzt werden. Ehefrau Klaudia Riedel wird ihr Vikariat in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde in Zeulenroda absolvieren.
Kommentar
Licht im Pfarrhaus
Von Heidi Henze
Mehr als nur Licht im Pfarrhaus erwarten die Gemeindekirchenratsmitglieder von ihrem neuen Pfarrer Michael Riedel. Das Votum bekam er, doch gleichzeitig haben sie konkrete Vorstellungen von dem Neuen: Er soll sich um die Jugendarbeit kümmern, soll für die jungen Leute wieder Ansprechpartner werden und eine Junge Gemeinde ins Leben zurückholen. Kurzum, die Evangelen haben mehr als nur den Wunsch, dass ins Pfarrhaus wieder Leben und Regelmäßigkeit einzieht. Der Neue zumindest freut sich auf die Herausforderung.
Weniger glücklich hingegen ist die Zeulenrodaer Kirchgemeinde. Seit fast einem Jahr hören sie Vertröstungen von den vielen Anwärtern auf die freie Kantorenstelle oder sie treten ihren Dienst gar nicht erst an. Dabei hat die Stadt beste Voraussetzungen und eine sanierte Jehmlich-Orgel noch dazu. Wünschen wir ihnen Glück, dass bald in Zeulenroda ein Vorstellungs-Gottesdienst gefeiert werden kann, so wie bei ihren Nachbarn. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Von Schmetterlingen und zarten Gefühlen
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Katharina und Sven sind die beiden Hauptdarsteller, hier bei
den Proben am Sonnabend
Foto: OTZ/Silke Groß -
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Schattentheater mit Pfiff: Gestern präsentierten die Workshop-
teilnehmer ihr amüsantes, kurzweiliges Stück.
Foto: OTZ/Katja Grieser -
Amüsantes Schattentheater von den Beschäftigten der Vogtlandwerkstätten aufgeführt
Von Katja Grieser Greiz.
Licht, Musik und viele junge Leute, die aus ihrem Leben erzählen: Das sind die Zutaten, aus denen Heidi Turtl, Marina Brettfeld, Anke Thümmler und Elena Reuter das Schattentheaterstück "gebacken" haben, das gestern Vormittag im Greizer Theater präsentiert wurde. Darsteller sind jedoch keine professionellen Schauspieler, sondern 13 Beschäftigte der Vogtlandwerkstätten Naitschau, junge Leute mit Behinderungen, denen die Freude am Theaterspielen jedoch ins Gesicht geschrieben stand.
"Es war nicht einfach, die Geschichten, die uns die Jugendlichen erzählt haben, in einem Stück zusammen zu fassen", gesteht Heidi Turtl. Doch im Workshop und bei dessen Vorbereitung, organisiert vom Diakonieverein Carolinenfeld, hat sich dann alles doch zu einem Ganzen gefügt. Und so kommt es im Stück, in dem es um die noch zarte Liebe zwischen Katharina und Sven geht, vor, dass die Mutter mit Katharina schimpft, weil sie das Wort "geil" nicht gern hört. Solch kleine Begebenheiten stammen direkt aus dem Leben der Workshopteilnehmer und deshalb sei es wichtig gewesen, sie mit einzubauen.
Zur Geschichte: Katharina und Sven haben ihre Zuneigung zueinander entdeckt, in ihren Bäuchen flattern die Schmetterlinge nur so umher. Doch, fragen sich die jungen Leute, wie kommen die da rein? Die Eltern können hier auch keine zufrieden stellende Antwort geben, Schmetterlinge seien seltsame Wesen, viel mehr erfahren die jungen Erwachsenen nicht. Sei´s drum. Sie beschließen also kurzerhand, das Schmetterling-im-Bauch-Gefühl zu genießen und unternehmen einen Waldspaziergang. Erstaunlich, was sie im Moschwitzer Wald so alles erleben. Da sind Jugendliche, die Musik machen und tanzen, das junge Paar schließt sich begeistert an. Katharina und Sven begegnen auch einer Reiterin, einer Dame mit Hund und dem ältesten Obergrochlitzer, der jedoch mit Schmetterlingen im Bauch auch nicht so recht etwas anzufangen weiß - zu lang ist seine erste Liebe schon her.
Damit das Picknick der Verliebten nicht ins Wasser fallen muss - den Korb haben sie nämlich vergessen -, wird kurzerhand der Pizzaservice angerufen, der dann auf einem lustig bunt geschmückten Fahrrad auch tatsächlich vorfährt. Nur eine der witzigen Ideen, mit denen das Schattentheaterteam um Heidi Turtl die Zuschauer im Saal der voll besetzten Hinterbühne begeisterte.
"Den Teilnehmern macht es jedes Mal riesigen Spaß", freut sich Heidi Turtl, während die Schattentheater-Darsteller, nachdem es großen Applaus für ihre Aufführung gab, ausgelassen den Abschlussreigen gemeinsam tanzen. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Nachwuchsmannschaft für den Vorstand
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Bernt Schädlich, der Vereins-
vorsitzende des TSV 1890
Waltersdorf.
TSV 1890 Waltersdorf sucht junge Führung
Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).
"Es gibt nur drei Alternativen: ein neuer, jüngerer Vorstand, die Fusion mit einem anderen Verein oder die Auflösung des TSV Waltersdorf." Die Worte über ein drohendes Ende des Turn- und Sportvereins 1890 Waltersdorf gehen Bernt Schädlich hörbar schwer über die Lippen.
Am Ende seines Jahresberichtes, den der Vereinsvorsitzende zur Jahreshauptversammlung am Sonnabend vortrug, gab er als Hauptaufgabe des Jahres 2010 die "Aufstellung einer Nachwuchsmannschaft für den Vorstand" an. "Wir haben einheitlich den Entschluss gefasst, dass dies die letzte Legislaturperiode für alle Amtierenden ist", erklärte Schädlich. Man brauche einen Vorstand, der wieder den notwendigen Enthusiasmus an den Tag legt, der den Verein modernisiert und viele der eingefahrenen Strukturen mit Ideenreichtum erneuert.
Überalterung und Mitgliederschwund seien die Faktoren, die die Vereinsarbeit zunehmend schwieriger werden ließen. Aus diesen Gründen ist auch eine Institution im Waltersdorfer Vereinsleben weder im Terminkalender noch im Haushaltsplan für 2010 zu finden: das Sportfest. Von der finanziellen Seite her war die mehrtägige Sportveranstaltung auch 2009 wieder eine lukrative. Mit ihr konnte ein Überschuss von 2700 Euro erwirtschaftet werden. Dies ging aus der vom stellvertretenden Vorsitzenden Gerd Grüner präsentierten Jahresbilanz hervor. Nach dieser standen 2009 Ausgaben von 14 814,58 Euro Einnahmen in Höhe von 14 832,75 Euro gegenüber, wovon allein knapp 6000 Euro durch das Sportfest eingenommen wurden.
Geld, das auch notwendig war, denn so konnte das Großprojekt Kegelbahnsanierung realisiert werden. Die Sanierung der Anlauffläche kostete immerhin 6200 Euro, von denen 4200 Euro von der Gemeinde Teichwolframsdorf und dem Kreissportbund Greiz gefördert wurden. Warum das Sportfest nun nicht mehr auf dem Plan steht, erklärt Bernt Schädlich so: "Bei uns allen ist die Batterie alle, wir können das Pensum einfach nicht mehr stemmen."
Trotz all der Hiobsbotschaften ließen sich die Vereinsmitglieder dennoch nicht ihre gute Laune verderben. Schließlich wartete nach dem offizielen Teil noch ein gemütlicher gemeinsamer Abend im Kulturhaus in Waltersdorf mit musikalischer Umrahmung von "Leo´s Disco" auf sie.
Neben dieser Versammlung stehen bis auf das Sportfest auch einige weitere Vereinsaktivitäten auf dem Terminplan des TSV, die nächste am 30. April, wenn die Sektion Volleyball ihr traditionelles Oster-Volleyballturnier veranstaltet. Am 13. Mai steht außerdem die Frühjahrswanderung aller TSV-Sektionen an. Und auch in der Sektion Kegeln haben die Waltersdorfer drei Teams in den Ligen, die alle aussichtsreiche Positionen belegen.
Nur Fußball wird im TSV nicht mehr gespielt. Bis zum Ende der Saison 2008/2009 nannte der TSV Waltersdorf noch eine Juniorenfußballtruppe sein eigen. Da nicht genügend Nachwuchsspieler vorhanden waren, bildete diese eine Spielgemeinschaft mit den Junioren des FSV Berga. Nachdem in letzten Jahr der Trainer ausstieg, wurde die Mannschaft aufgelöst. Und was hier bei einer Sektion geschah, könnte noch in diesem Jahr den gesamten Verein als Schicksal ereilen. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Lederhosen und Premierenprunk
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Bei der Bütt von HCV-Präsident Mario
Funke blieb kein Auge trocken.
Auftakt der Faschingsveranstaltungen des HCV voller Erfolg
Von Tina Höch Hohenleuben (OTZ).
Oktoberfest mitten im Januar? Kein Problem, die "Leimschen" Karnevalisten zollten dem alljährlich in München wiederkehrenden, kollektiven Volksbesäufnis am Freitagabend gehörigen Tribut. Während sich die Jugend am Freitag austobte und mehr oder weniger ernsthafte Ehegelübde schloss, ging auch bei der 1. Prunksitzung am darauf folgenden Abend mächtig die Post ab.
Exzessiver Biergenuss hat im Fasching natürlich Tradition. Sogar die alten Ägypter legten sich vor Tausenden von Jahren schon mächtige Vorräte des heiligen Gerstensaftes in den eigens dafür erbauten "Bieramiden" an. Doch wen jucken Pharaonen in der Wüste, wenn es doch um regional wirklich bedeutende Bauwerke geht? Zelebrierte die ganze Republik noch vor kurzer Zeit den Fall der Mauer, so wird in Hohenleuben alles daran getan, den Schutzwall des "Zuchthauses" noch aufzustocken. Freilich liefern die Narren hierfür eine ganz simple Erklärung: Laut neuester EU-Regel dürfen die Gefangenen nämlich nicht mehr mit einer Eisenkugel am Fuß versehen werden, was höhere Sprünge zur Folge hätte. Aufgrund dieser Neuerung ist eine Aufstockung der Knastmauer unumgänglich geworden. Ganz ohne verbale Dresche ging der Bau allerdings nicht vonstatten. Umso kläglicher auch das Ergebnis, das im Nachgang sicher Fall eines Gutachters geworden wäre.
Würdevolle Bauchträger und Stachelbeerbeine im südländischen Baströckchen? Geschmackskontrolle oder gar Nacktscanner? Nein, so eine Peep-Show am Computer kommt den Leimschen Narren gar nicht in die Tüte - stattdessen bringen die aufreizend-lasziven Herren des Männerballetts das Publikum in gewohnter Manier zum Schreien.
Einigen Ausführungen homosexueller Lebensweise konnte sich auch Präsident Mario Funke in seiner hervorragenden Büttenrede nicht verwehren. "So vertritt uns seit der Wahl, Guido international. Wir wollen"s ihm auch wirklich gönnen, da lernt er nette Männer kennen." Je später der Abend, desto älter die Omas. Natürlich ließen es sich die selbsternannten Ureinwohner Hohenleubens - Liesbett, Else und Hulda - nicht nehmen, durch Anwesenheit zu glänzen. Ob sich hinter den dicken Brillengläsern allerdings auch das ein oder andere Gramm Hirn oder doch nur wettergegerbte Haut befindet, sollten die drei holden Seniorinnen im Wissensquiz beweisen. So triviale Fragen wie nach dem Innenleben von Thüringer Klößen sind allerdings gar nicht nach deren Geschmack. So orderten sie augenblicklich den 75:25-Joker, früher hatten sie den Kloßteig immerhin mit waschechten "Pferdeappeln" gestreckt und seien sich heute über dessen Zubereitung nicht mehr ganz sicher.
Rund 200 begeisterte und nach Verulkung lechzende Besucher seien für die Premiere wunderbar. Die folgenden Prunksitzungen sowie der Rosenmontag hingegen würden publikumsmäßig erst richtig knallen, wissen die Organisatoren. Wie Anetta Lindig mitteilt, warten noch ein paar Karten für jene Veranstaltungen sehnlich darauf, bei ihr bestellt zu werden. Sollte es doch einmal zu knackig voll werden im Reußischen Hof, nimmt Präsident Funke das auch ganz gelassen: "Wir schmeißen schon keinen raus", sagt die Frohnatur, die sich in ihrem Amt als Programmchef wieder einmal voll ausgetobt hat. Großartig lässt er menschliche und gesellschaftliche Unzulänglichkeiten aufleben und weiß den Saal zum Beben zu bringen: "Lachen ist ein Urinstinkt und Fasching unsere Lebensart." |
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01. Februar 2010 /OTZ
Steuererklärungsrätsel und Bauernstreik
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Tina Rottensteiner als Schnäppchenjägerin, Norbert K. Schultz
begleitet sie am Keyboard (im Hintergrund).
Foto: OTZ/Silke Groß
Kabarett Fettnäppchen mit anspruchsvoll-unterhaltendem Programm in "Neuer Schenke"
Neugernsdorf (OTZ/Groß).
Als Besuchermagnet haben sich die Kabarettabende im Gasthof "Neue Schenke" etabliert. So sorgte auch am Freitag die Crew des Geraer Kabaretts "Fettnäppchen" für einen vollen Saal, in dem den 80 Gästen politisch und gesellschaftliche Satire als gekonnte Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Anspruch serviert wurde. "Best of - ein Mix der beliebtesten Texte" überschrieben Tina Rottensteiner, Norbert K. Schultz und Michael Horacek ihr zweistündiges Programm. Tina Rottensteiner punktete mit Präsenz und Frische, zeigte Schauspiel- und Gesangstalent. So trällert sie süffisant das Couplet der manischen Schnäppchenjägerin "Das Geld kann mich nicht leiden", steht als streikende Milchbäuerin vorm Kanzleramt oder mutiert als Kanzlerin vom Funkenmariechen zur Stilikone im sprechenden Hosenanzug mit den drei weißen Knöpfe.
Passend zum Jahresauftakt verzweifelt Norbert Schultz als gemeiner Steuerpflichtiger, auch "Stpfl" genannt, an dem Fragebogen des Steuererklärungsrätsels, möchte er doch das Geburtstagsgeschenk an seine "Mutti" (Ehefrau) absetzen. Schließlich war ihr Aufenthalt in der Beautyfarm vergleichbar mit Seidenmalerei auf einem Kartoffelsack und die Idealmaße 90-60-90 hat sie nun auch an dem anderen Bein. Zum Thema wird auch die Krise der Krankenkassen gemacht - Zahnärzte, einst der Inbegriff von Reichtum, leben nun von der Hand in den Mund.
Das amüsierte Publikum verbrachte einen Abend, der durch die Kombination von Kultur und Gastronomie in traditionellem Ambiente gewiss seine Wiederholung findet. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Musikalische Reise um den Globus
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Sophie Schmidt
Elsterberger Musikschulklasse gibt Konzert
Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).
Finnland, Griechenland, China, die USA oder Deutschland - sie alle verfügen über einen reichen Schatz an Volks- und Kinderliedern. Auf eine musikalische Reise rund um den Globus nahm am Sonnabend die Elsterberger Musikschulklasse von Regine Horlbeck Eltern und Gäste in der Aula der Goetheschule in Greiz mit.
Unter dem Programmnamen "Ton um Ton um Ton - ...wenn die Töne laufen lernen" zeigten rund 30 junge Musikanten, was Privatlehrerin Horlbeck ihnen bisher beigebracht hat. Das war bei vielen von ihnen schon eine ganze Menge und so erklangen neben den Volksweisen und Kindermelodien recht anspruchsvolle klassische Stücke, teils mehrstimmig, teils im Duett. Das ist nicht selbstverständlich, eint doch alle die Tatsache, dass sie sich erst kurze Zeit an Gitarren, Block- und Querflöten versuchen. Die jungen Musiker stünden alle mehr oder weniger am Anfang ihrer Ausbildung, erklärt Horlbeck: "Im Gegensatz zu der Gruppe, die schon länger dabei ist, haben sie noch nicht so regelmäßig Auftritte. So nutzen sie die Gelegenheit, in einem Vorspiel zu zeigen, was sie schon alles können."
Was aber macht eine Elsterberger Schulklasse in der Goetheschule? "In unserem Raum in Elsterberg wird heute Fasching gefeiert", meint Regine Horlbeck und fügt an, "da hier ein schöner großer Raum ist und auch eine meiner Musikschülerinnen die Goetheschule besuchen, sind wir hier." Auch Gymnasiasten und Mittelschüler unterrichtet sie auf der Gitarre und im Flötenspiel.
Zum achten Mal veranstaltete sie diese Art der Leistungsschau nun schon, traditionell findet das Ganze am ersten Ferientag statt. Erstmals musste die Elsterberger Musiklehrerin dabei in die Thüringer Nachbarstadt ausweichen. Dass alles reibungslos verlief, verdanke sie, wie sie selbst unterstrich, der Schulleitung und dem Hausmeister der Schule.
Und natürlich den zahlreich erschienen Jungmusikern, ohne die es kein Konzert gegeben hätte. Denn selbst wenn der Ton einmal nicht stimmte, Mut bewiesen sie alle und wurden nicht zu knapp mit Beifall bedacht. Ein Glanzpunkt war das abschließende Lied "Im Land der Gewürze" der Musiziergruppe, in der zehn Schüler gemeinsam spielten. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Für Reiselustige und Ja-Sager
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Model Nicole Grüber zeigt
Brautmode. Anzüge für den
Brautigam gab es nur auf
Kleiderständern.
Messe vereint Reise und Hochzeit
Gera (OTZ/kas).
Wer den schönsten Tag im Leben mit den schönsten Wochen des Jahres verbinden wollte, der war am Wochenende zur Messe "Reisezeit und Hochzeitsträume" im Kultur- und Kongresszentrum Gera richtig. Die Themen Hochzeit und Reise hatte Bernd Thiel von der gleichnamigen Veranstaltungsagentur zu einem Messepaket geschnürt. Auf 1700 Quadratmetern Ausstellungsfläche konnten Reiseabenteurer ebenso wie Heiratskandidaten in spe Anregungen finden, und wer von den künftigen Ja-Sagern clever war, holte sich neben Brautkleid, Trauringen oder Stilberatung Informationen zum Flitterwochen-Ziel.
65 Aussteller präsentierten ihre Angebote im Bereich Hochzeit von Mode über Ringe und Torten bis zum Hochzeitsfotografen. Nicht fehlen durfte Silke Fröhlichs Hochzeitsstudio. 40 Anzüge und 40 Kleider hatte sie mit im Gepäck. "2010 wird es in der Brautmode entweder richtig opulent mit knisternden Taft und viel Tüll oder edel mit schmalen Schnitten und teurer Spitze", sagte Fröhlich. Für die Bräunlich-Feuerwerker aus Ronneburg war es die dritte Hochzeitsmesse der Saison. Sie bieten für Hochzeitspartys Feuerwerke an, ob romantisch in Herzform oder wild mit Rock´n´Roll-Musik. Eher klassisch geht es nach Ansicht von Fotografin Stefanie Döll bei den Bildern zu. Studioaufnahmen würden durch Bilder im Grünen abgelöst, erzählt die junge Frau, die sich vor einem Jahr selbstständig gemacht hat.
Spektakuläre Aussichten war auch das Stichwort im Reiseteil der Messe, der in den Foyers der ersten und zweiten Etage präsentiert wurde. Ganz gleich, ob nah oder fern, vielfach stand das Erleben von Natur, Land und Leuten im Vordergrund. Viel herumgekommen ist Besucherin Irmgard Heilmann aus Altenburg. Sie war schon in China. "Heute will ich mich inspirieren lassen", sagte sie. Vielleicht ist Urlaub in der Heimat eine Alternative? Der Neuentdeckung der Heimat hat sich etwa Wolfgang Förtsch verschrieben. Er bietet Safaris mit Landrover oder Trabi-Kübelwagen durch das Saaleland an. Viele Ostthüringer hat er damit schon verzaubert. Die Mehrzahl der Reisenden, verrät er, kommt aus der Region. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Flotte Käfer und süße Früchtchen
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Gleich doppelt ist Adelheids Wunsch
nach einem Gartenzwerg in Erfüllung
gegangen.
Bei Reudnitzer Faschingsfans kommen Tiere und Pflanzen ganz groß raus
Von Silke Groß Reudnitz.
Jubel, Trubel und Heiterkeit war beim närrischen Treiben im Saal des Gasthauses "Zur Concordia" angesagt, als die Reudnitzer Karnevalisten am Sonnabend zum ersten Faschingstanz der 36. Saison baten. Entsprechend dem Motto "Pflanzen, Käfer und anderes Getier... die Gartenschau ist heute hier" tummelten sich im Vereinshaus 180 Gäste in ebenso närrisch bunten wie freizügigen Kostümen. Da drehten auf der Tanzwiese flotte Käfer, süße Früchtchen, zarte Schmetterlinge, Elfen und Blumenkinder ihre Runden. Für die Musik sorgte die Band "Sound Company". In den Pausen strapazierten die Sportler mit ihren Sketch- und Tanzeinlagen die Lachmuskeln der Gäste. Topfit ist die männliche Prinzengarde mit Netzstrümpfen in kurzen Röckchen. Freudigen Zuspruch auch für die Witzeleien in den Gesprächen über den Gartenzaun mit Sven Langheinrich. Riesenapplaus erhielt Funkenmariechen Lisa Sieg. Für ihre Schrittfolge mit artistischen Einlagen erzielte sie kürzlich den vierten Platz beim Landesausscheid in Berlin. Bei der Auswahl zur Prämierung des schönsten Kostüms hielt es kaum einen auf den Sitzen, denn es war Polonaise angesagt. Für die Juroren ein schwieriges Unterfangen. Schließlich legte man sich auf drei erste Plätze für Herrn und Frau Kuh, Marienkäfer Katrin Siebach und das Blumenfreundkostüm mit Blumenkübel als Bauchladen fest.
Die 20 beim Fasching aktiven Sportfreunde laden am kommenden Sonnabend zur zweiten Auflage des Faschingstanzes ein.
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01. Februar 2010 /OTZ
Päckchen nach Pinzip Wundertüte
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Schlagkräftiges Auktion-Team: DJ Roy
(l.) und Torsten Bergens.
Foto: Silvia Böhm-Lämmer
Tannenbaumversteigerung des Kleingartenvereins Greiz-Süd mit Überraschungseffekt
Von Silvia Böhm-Lämmer Greiz.
Zur traditionellen Tannenbaumversteigerung des Kleingartenvereins Greiz-Süd trafen sich am Sonnabend die Vereinsmitglieder, um in gemütlicher Runde einen schönen Abend zu verbringen.
Zu ersteigern gab es Päckchen von den Gartenmitgliedern, wobei hier keiner so genau wusste, was er da ersteigerte, denn sie waren gut verpackt. Weiterhin waren im Angebot Wurstpakete und Gutscheine von hiesigen Unternehmen, um nur einige zu nennen. Für die Bereitstellung der Gutscheine bedankt sich der Verein bei den Sponsoren.
Die Erlöse aus der Versteigerung kommen dem Verein und seinen nächsten Vorhaben zugute. So werden im nächsten Jahr die Wasserleitung erneuert und das nächste Sommerfest mitfinanziert. Das Geld dient darüber hinaus zur Erhaltung des Vereinsheimes.
Für gute Stimmung und Tanzmusik sorgte wieder DJ Roy, der auch die Versteigerung zusammen mit dem 2. Vorstand, Torsten Bergens, durchführte.
Ein großer Dank des Vereins geht an die Vereinsbrauerei Greiz, die die Arbeit des Vereins vor allem in letzter Zeit sehr unterstützte.
Für vier freie Gärten werden neue Pächter gesucht. Wer also Intresse an einem Garten in der Anlage hat, kann sich beim Vereinsvorsitzenden Michael Pacht unter der Telefonnummer (03661) 67 00 33 melden. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Das weiße Gold der Reußen
Museum im Unteren Schloss zeigt ab April Sonderausstellung mit Fraureuther Porzellan
Greiz (OTZ).
„Porzellan aus Fraureuth — Das weiße Gold der Reußen" ist eine Sonderausstellung im Museum im Unteren Schloss überschrieben, die am 18. April eröffnet wird. Zu sehen ist die Schau bis 26. September.
Fraureuth mit seiner Porzellanmanufaktur gehörte bis 1918 zum souveränen Fürstentum Reuß älterer Linie mit der
Haupt- und Residenzstadt Greiz. 1865 kam es zur Gründung der Manufaktur durch Foedisch und Römer. Eine gute Geschäftsführung und die Gewinnung von namhaften Modelleuren verhalfen der Fraureuther Porzellanfabrik zu einem exzellenten Ruf.
Nach der Jahrhundertwende erwarb das Fraureuther Unternehmen die Fabrikationsstätten in Lichte und Wallendorf. In Dresden wurde eine Kunstabteilung gegründet. Obwohl selbst nach dem 1. Weltkrieg die Nachfrage an Fraureuther Porzellan nicht nachließ, zeichnete sich nach unausgereiften Modernisierungen, Fehlspekulationen und der schlechten wirtschaftspolitischen Entwicklungen der unaufhaltsame Niedergang des Unternehmens ab. 1926 wurde Konkurs angemeldet.
Mit der Sonderausstellung wird die Bedeutung der Fraureuther Porzellanfabrik wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Die Vielzahl der Ausstellungsstücke illustriert eindrucksvoll die breitgefächerte Produktpalette und die hohe Qualität des Fraureuther Porzellans. |
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01. Februar 2010 /OTZ
Der Kampf um die Schüler
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Lehrerin Annemarie Hecker führte zum Tag der offenen Tür die
Interessierten durch das Lernbüro der Übungsfirma „Teppich-
paradies"-GmbH. Hier werden für Auszubildende im kaufmänn-
ischen Bereich sehr realistisch Geschäftsvorgänge und
Unternehmenstransaktionen simuliert. -
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Lehrer Albrecht Rohleder (rechts) präsentiert Gästen
aus Neumark die Computerwerkstatt des Hauses.
Fotos: OTZ/Marcel Hilbert -
Tag der offenen Tür in der SBBS I - Ab kommenden Schuljahr nur noch zwei Standorte
Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).
„Die geburtenschwachen Jahrgänge kommen nun bei uns an." Lothar Rohs schaut der Zukunft mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegen. Eine erste Konsequenz der demographischen Entwicklung wird für den Schulleiter der Staatlichen Berufsbildenden Schule I (SBBS I) in Greiz und seinen Lehrerstab vermutlich schon ab kommendem Schuljahr deutlich. Von den bisher drei Standorten der Berufsschule bleiben dann nur noch zwei übrig. Dies erklärte Rohs zum Tag der offenen Tür der SBBS I am Sonnabend in der Greizer Wiesenstraße.
Neben diesem Hauptstandort unterhält die Schule noch zwei Außenstellen, in der Fritz-Reuter-Straße und der Kehrmannstraße. Letztere wird wohl bereits im Sommer geräumt, die Werkstatt soll in das Gebäude in der Fritz-Reuter-Straße umziehen. „Das liegt zum einen an sinkenden Schülerzahlen, zum anderen jedoch auch an der Bausubstanz", erklärt Rohs weiter.
Am Sonnabend hatten interessierte Neu-Berufsschüler und Eltern aber noch an allen drei Orten die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür über das Angebot der Schule zu informieren. In individuellen Beratungsgesprächen gab das Lehrpersonal Einblick in den Lehrplan sowie in das Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten und präsentierte die räumlichen Bedingungen für den theoretischen wie auch praktischen Unterricht.
Ein Zugpferd ist dabei zum Beispiel der Sektor Computertechnik. Mit zwei modernen PC-Kabinetten für den Software-Bereich und mehreren Werk- und Elektroräumen für den Hardware-Bereich wird dieser Entwicklung bei den Berufspräferenzen Rechnung getragen Immer wieder imposant ist auch das Lernbüro des Hauses, in dem ab dem zweiten Lehrjahr die Führung eines Unternehmens praktisch erlernt wird.
Den Aspekt des praktischen Lernens hebt auch Schulleiter Rohs noch einmal hervor: „Besonders im Bereich Vollzeitausbildung von Schülern ohne Lehrbetrieb legen wir darauf besonders viel Wert." Hierbei unterstreicht er speziell die Berufsfachschule. „Gerade für Hauptschulabsolventen, die in Deutschland berufsschulpflichtig sind, bieten wir die Möglichkeit, in zwei Jahren zu einem Realschulabschluss und zusätzlich zu jeder Menge an handwerklichen Fähigkeiten zu kommen", so Rohs, der selbst viel in diesem Bereich ausbildet.
400 Schüler zählt die SBBS I noch; 1991, berichtet der Schulleiter weiter, seien es noch rund 900 gewesen. Auch aus diesem Grund werden im Jahr bis zu drei Tage der offenen Tür veranstaltet, denn, das weiß Lothar Rohs, „jede Schule in der Region muss derzeit um wirklich jeden Schüler kämpfen." |
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01. Februar 2010 /OTZ
"Ballertrallen" siegreich
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Die drei erstplatzierten Teams aus Greiz (Mitte), Fraureuth
(links) und Mohlsdorf gemeinsam mit Koordinator Matthias Pätz
(rechts) und dem „Besten Torwart", Benjamin Ryba (vorn).
Foto: OTZ/Peter Reichardt
1. Beach-Soccer-Turnier in Mohlsdorf: Zwei Tage im Zeichen des Strandfußballs
Von Peter Reichardt Mohlsdorf.
Ein wenig verrückt müssen die schon sein, wird so mancher gedacht haben, als er die jungen Leute am Sonnabend in der Reithalle des Reiterhofes Jäschke in Mohlsdorf dem runden Leder nachjagen sah. Sicher, ein wenig stimmte das, doch mit unbändiger Freude am Beach-Soccer haben sie dieses 1. Indoor-Beach-Soccer-Turnier des FSV Mohlsdorf, des Zentrums für Sportmanagement und Beratung Matthias Pätz und des Reiterhofes Jäschke, zu einen vollen Erfolg geführt. Selbst der Deutsche Beach-Soccer- Verband war an dieser Veranstaltung interessiert, informierte sich darüber und knüpfte Kontakte zu den Mohlsdorfer Fußballern.
Letztendlich waren es die "Ballertrallen" aus Greiz, die sich nach einem langen Fußballtag in der Mohlsdofer Reithalle den Pokal erkämpften. Wenn man sich die Namen der teilnehmenden Teams anschaute, so war es doch klar ersichtlich, Freizeitfußball als Ereignis der besonderen Art gewinnt immer mehr Anhänger.
Das zeigte sich schon am Freitagabend, als die Sponsorenteams zum Sponsorenspiel über drei mal zehn Minuten aufliefen, was die Reiterhof-Kicker mit 17:10-Toren klar für sich entschieden.
Dann der Turnier-Sonnabend: In Gruppe A waren es die "Ballertrallen" und das Team "2minman", die sich für die Halbfinals qualifizierten. In Gruppe B setzten sich die "Ostblockschlampen" aus Fraureuth und Traktor Mohlsdorf durch und zogen in die Halbfinals ein. 159 Tore allein in den Vorrundenspielen zeigen, dass Beach-Soccer mehr ist als nur Fußballspielen im Sand. Es schlaucht ganz schön, so die Meinung der Aktiven, und der Ball macht auch nicht das, was man will. Die "Ballertrallen" gegen Traktor Mohlsdorf hieß die erste Begegnung, wobei erstere auftrumpften und mit 10:2-Toren Traktor Mohlsdorf vom Platz schickten. Es folgte ein ebenso bewegtes zweites Halbfinale, das die Fraureuther Fußballer ebenfalls mit 10:2-Toren für sich entschieden.
Fußballkrimi pur war das kleine Finale um Platz drei. Stand es doch nach der regulären Spielzeit von zwei mal sieben Minuten zwischen Traktor Mohlsdorf und dem Team "2minman" 5:5 unentschieden, so dass eine Verlängerung angeschlossen werden musste. Swen Ezold schoss mit seinem Treffer zum 9:8 Mohlsdorf noch auf die Siegerstraße und damit zum Bronzepokalgewinn.
Auch im Finale zwischen den Ballertrallen aus Greiz und den Fraureuthern sollte es ohne Verlängerung nicht abgehen. Letztere gingen durch Christian Seidel mit 0:1 in Führung. Doch Jan Herling sorgte mit einem sauberen Hattrick für die 3:1-Führung der "Ballertrallen". Doch dann einige Unaufmerksamkeiten bei ihnen und die Fraureuther Kicker glichen durch Treffer von David von der Grün und Christian Seidel zum 3:3 aus. Nach längerem Hin und Her endete das Spiel 5:5 nach der regulären Spielzeit. In der ersten Verlängerungs-Hälfte traf Kevin Tippmann für die Ballertrallen zum 6:5. Das Turnier und insbesondere das Finale hatte mächtig geschlaucht, so dass die Fraureuther Kicker trotz großen Aufbäumens nichts mehr entgegen setzen und die Greizer "Ballertrallen" aufopferungsvoll diese knappe Führung verteidigen konnten und den Pokal holten.
Erfreulich war der faire Umgang der Mannschaften miteinander auf dem Spielfeld, so dass die Schiedsrichter Marco Oelschlegel, Steve Grabowski und Matthias Pätz wenig Grund zum Eingreifen hatten. Erfolgreichster Torschütze des 1. Indoor-Beach-Soccer-Turniers Mohlsdorf wurde mit 18 Treffern der Fraureuther Michel Weiland. Zum besten Torwart wurde Benjamin Ryba vom Team "2minman" gewählt und mit einem entsprechenden Pokal geehrt.
Die Kicker und jungen Leute waren jedenfalls der Meinung, dass dieses Beach-Soccer-Event zu einer festen Einrichtung im Sportgeschehen der Region entwickelt werden sollte. Natürlich ging es dann bei der After-Show-Party mit DJ Twin noch lange hoch her, denn das gehört ja auch dazu. |
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01. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
"Wie ein Ritterschlag für das Unternehmen"
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Lars Birnbaum zeigt einige Bauerfeind-
Produkte, die er mit nach Vancouver
nimmt.
Foto: Kristin Kulow
Firma Bauerfeind übernimmt die orthopädietechnische Versorgung bei Olympia
Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ).
Eine Geschäftsreise der ganz besonderen Art tritt Lars Birnbaum von der Firma Bauerfeind heute an: Für ihn geht es nach Kanada zu den Olympischen Winterspielen nach Vancouver.
Dort ist er als Projektleiter Olympia dafür zuständig, dass alles, was er in Deutschland lang und sorgfältig geplant hat, auch so funktioniert. Die Firma Bauerfeind ist, nachdem sie vor zwei Jahren bei den Olympischen Sommerspielen in Peking orthopädietechnischer Versorger der deutschen Mannschaft war, bei den Winterspielen in Vancouver und Whistler "Friend of the Games" für alle 83 teilnehmende Nationalitäten. Das heißt im Klartext, das 14-köpfige Bauerfeind-Team ist für die richtige Versorgung von 5 500 Athleten, Betreuern und Trainern zuständig, die sich Verletzungen, Stauchungen oder Blessuren vom Sprunggelenk bis zum Daumen zugezogen haben.
Aus diesem Grund wurden bereits über 2 000 Produkte, hauptsächlich Bandagen und Orthesen, per Schiff und Flugzeug nach Kanada geschickt. "Für den Fall, dass uns irgend etwas ausgehen sollte, haben wir noch eine Niederlassung in den USA und Distributoren in Kanada, die uns schnell aushelfen können", erzählt Lars Birnbaum. "Nichts wäre schlimmer, als jemanden nicht versorgen zu können, weil wir eine Bandage nicht in der passenden Größe da haben."
Auch ein ganz neues Produkt für Rückenverletzungen, das erst seit Januar auf dem Markt ist, hat das Team im Gepäck. Doch das ist noch lang nicht alles: Auch Nähmaschinen, um Bandagen anzupassen, und spezielle Föne, um Schuhe zu weiten, sind mit in Kanada vor Ort - die olympische Erfahrung von Peking schafft Weitsicht.
Zu dieser Veranstaltung ist auch die medizinische Kommission auf die Produkte aus Ostthüringen aufmerksam geworden. "Die Kanadier waren angetan von unserem orthopädietechnischen Service für die deutsche Mannschaft und fragten uns noch vor Ort, ob wir das auch bei den Winterspielen machen könnten - dann allerdings für alle teilnehmenden Nationen", erinnert sich Birnbaum.
Zurück in Deutschland dauerte die Debatte, ob diese Aufgabe übernommen werden sollte, nicht sonderlich lange. "Herr Bauerfeind fühlte sich total geehrt. Schließlich ist es wie ein Ritterschlag, nach so etwas gefragt zu werden", so der Projektleiter.
Oberstes Ziel sei es, durch die Versorgung bei den Olympischen Winterspielen in den anderen Nationen bekannt zu werden, "denn schließlich sind bei einem solchen Ereignis bedeutende Ärzte des jeweiligen Landes anwesend", weiß Birnbaum.
Aufgeregt ist er vor seiner Abreise nicht. "Dafür habe ich viel zu viel zu tun, zu viel, woran ich denken muss. Die Aufregung kommt dann beim Kofferpacken", sagt er. Birnbaum hofft, dass vor Ort alles organisatorisch aufgeht und das Team gut funktioniert, "doch da habe ich nach unserem letzten vorbereitenden Treffen keine Bedenken."
Und sportlich? "Natürlich hoffe ich, dass Deutschland die Nationalwertung verteidigt und sich nicht allzu viele Athleten schwer verletzen, denn dies ist einer ihrer größten Wettkämpfe überhaupt," sagt er. "Außerdem", so verrät der Projektleiter abschließend, "hoffe ich natürlich, dass uns der Chefmediziner für London fragt, ob wir die orthopädietechnische Versorgung für die Olympischen Sommerspiele 2012 übernehmen - aber das ist noch Zukunftsmusik."
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01. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Investitionspaket für die Doppelstadt geschnürt
Haushaltsbeschluss mit Seitenhieben
Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).
Die Rangelei um den Haushalt für 2010 ist durchgestanden. Die Doppelstadt Zeulenroda-Triebes hat einen beschlossenen Haushaltsplan, wenn auch mit ein paar kräftigen Abstrichen, auf denen die Fraktionen von SPD und FDP bestanden.
Im Verwaltungshaushalt sind rund 18,8 Millionen Euro festgeschrieben. Im Vermögenshaushalt hingegen stehen gut vier Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme der Stadt über eine angesetzte Summe von 1,1 Millionen Euro zur Deckung des Vermögenshaushaltes scheint also diesmal unumgänglich zu werden.
Die größten Brocken für Investitionen werden für die Sanierungsgebiete der Innenstadt von Zeulenroda benötigt, wofür 855 000 Euro im Plan stehen. Unterlegt sind sie mit 221 150 Euro Fördermitteln. Allerdings ist auch die Sanierung des Rosa-Luxemburg-Platzes vorgesehen. Diese Baumaßnahme erhielt einen so genannten Sperrvermerk auf Drängen der beiden oben genannten Fraktionen. Um die Mittel für die Sanierung freizugeben, fordern FDP und SPD noch öffentliche Erörterungen im Stadtrat zum innerstädtischen Verkehrskonzept. Horst Gerber (FDP) verwies darauf, dass eine mittelfristige Investitionsbetrachtung unabdingbar sei, vor allem mit Blick auf die Zeiten immer knapper werdender Kassen. "Das erforderlich Notwendige ist der Maßstab, nicht zwingend das Wünschenswerte", so Gerber.
Noch sind es 75 Prozent EFRE-Fördermittel. 2013 soll der Topf geschlossen werden. Dann wird es richtig teuer für die Stadt.
Frank Steinwachs, Bürgermeister
Trotzdem hofft Bürgermeister Frank Steinwachs, dass er seine Stadträte noch von dem Bauprojekt überzeugen kann. "Wir bekommen jetzt noch 75 Prozent Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ", so Steinwachs und er weiß, dass es für diese so genannten EFRE-Mittel eine Beschränkung bis 2013 gibt. "Bis dahin unterliegen sie einer stetigen, aber konsequenten Kürzung, bis die Fördertöpfe ganz versiegen. Und dann wird es richtig teuer", so Steinwachs. Der Bau ist mit 325 000 Euro veranschlagt, der städtische Anteil beträgt 81 250 Euro. Für die Galerie Greizer Straße sind 150 000 Euro im Haushaltspapier enthalten. Das städtische Gebäude, in dem der Galerieverein "Hans Steger" neben Ausstellungs- auch Vereinsräume besaß, wollten die Stadtväter eigentlich bereits im vorigen Jahr sanieren. Deshalb fand bereits im Februar 2009 die letzte Schau statt. 2010 soll nun ein bundesweiter Wettbewerb für die Umgestaltung dieses Hauses ausgeschrieben werden. 100 000 Euro Fördermittel hofft man für diese Maßnahme zu bekommen. Die Stadt muss 50 000 Euro zuschießen.
Städtebaufördermittel in Höhe von 78 Prozent gibt´s auch für die Sanierung der Pahrener Kirche. Bei 130 000 Euro, die eingeplant sind, bleibt für die Stadt ein Betrag von 23 400 Euro.
Im Ortsteil Triebes konzentriert sich das Zahlenwerk auf den Erwerb der Immobilie der ehemaligen Firma MAT Transier. Die Immobilie verfällt zusehends. Die Arbeiterwohlfahrt hat konkrete Pläne für die Bebauung des Grundstückes. Doch vorab muss ein Gutachten des Grundstückes erstellt werden. Für Grunderwerb und Ordnungsmaßnahmen sind 200 000 Euro forciert. Das Areal liegt im innerstädtischen Sanierungsgebiet. Mit 75 Prozent will man den Fördertopf anzapfen, so dass ein Anteil von 66 667 Euro für die Stadt übrig bleibt. 60 000 Euro will die Kommune ferner für Gehwegs- und Wanderwegs-Sanierungen in die Hand nehmen.
Für Straßenausbaumaßnahmen sind 775 000 Euro eingestellt für die Friedrich-Ebert-Straße. Auch hier haben FDP und SPD-Fraktionen einen Sperrvermerk erwirkt. Aufklärung zum Verkehrskonzept wird gefordert, bevor über grünes Licht nachgedacht werden sollte. Steinwachs´ Hoffnungen zur Realisierung liegen auf dem Nachtragshaushalt im April. |
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01. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Karnevalistischer Notfalldienst
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Super Stimmung wie stets beim SV-Fasching.
Foto: Thomas Stöcker
Garantie zum Lachanfall, der Vereinsfasching des SV 1975 Zeulenroda
Von Thomas Stöcker Zeulenroda (OTZ).
,,In der Not ruft den SV - Helau Helau Helau!" Unter diesem Motto feierte der Sportverein 1975 Zeulenroda am Samstag die fünfte Jahreszeit - sprich seinen Vereinsfasching.
Wieder einmal konnte der SV 1975 Zeulenroda dabei sein goldenes Händchen für gute Unterhaltung eindrucksvoll unter Beweis stellen. In einem gut zwei Stunden dauernden Programm bekam das gutgelaunte und herrlich bunt kostümierte Publikum all jenes geboten, was Fasching ausmacht. Musik, Tanz und Sketche in kurzweiliger und sehr unterhaltsamer Form mit der zum Kult avancierenden Bütt als krönendem Abschluss. Schätzungsweise 300 Närrinnen und Narren verwandelten wieder einmal die Nacht zum Tag und feierten bis weit in den Sonntagmorgen ausgelassen und stimmungsvoll Fasching made by SV 1975.
,,Ich bin absolut zufrieden und finde kaum Worte. Das Publikum war super drauf und hat ordentlich mitgemacht", freute sich Michael Westenberger, seines Zeichens Vereinsvorsitzender, und von Anbeginn dabei. Das auch die 29. Auflage sich nahtlos an ihre Vorgänger anschloss, lag zum einem an dem Programm, zum anderen aber an den Darstellern. Diese glänzten mit Spielfreude, Charme und der dazu gehörigen Portion Witz. Als Gäste komplettierten der Zeulenrodaer Carnevals Verein (ZCV) mit seinen ,,Minis" und der Prinzengarde sowie der Post SV Zeulenroda die Show, die mit ihren musikalischen Auftritten für Aufsehen sorgten. Dem standen die SV´ler keineswegs nach, als beispielsweise Torsten Oettel alias Uschi Blum die Bühne betrat. Da war die Zugabe schon Pflicht. Ein Angriff auf das Zwerchfell und Garantie zur Vermehrung von Lachfalten. Das war einfach eine Augenweite - Jeckenherz was will Mann oder Frau mehr. Natürlich wieder ein Hit waren die "Zeugen Zeulenrodas". Kurz und prägnant, spitz und ironisch nahmen sie kleinere und etwas größere Dinge wie den neuen Markt ins Visier. ,,Der Markt ist auch groß, des is net für die Katz, wenn der Maibaum wieder umfällt, hat er wenigstens Platz", meinte augenzwinkernd ein Zeuge im heimischen Dialekt und traf damit den Nerv des Publikums. Optisch wie akustisch eine Bank für Stimmung war einmal mehr das Männerballett. Die Musik aus ,,Dirty Dancing" und die Herren der Schöpfung - eine hochexplosive karnevalistische Mischung. Die logische Konsequenz: Zugabe.
Mit flotten Reimen überzeugte Jürgen Rupprecht abschließend wieder in der Bütt. Selbstverständlich durften kleine verbale Seitenhiebe auf die Politik im Kleinen wie im Großen nicht fehlen. Da kam die Gesundheitspolitik ebenso zur Sprache wie die Steuern. Nach zwei sehr kurz erscheinenden Stunden übernahmen die Party-Brothers alias DJ Thomy und DJ Heintje, das Zepter und begleiteten das herrliche närrische Partyvolk in die lange Feier-Nacht. |
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01. Februar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Zwei Zeiss-Keeper im Motor-Tor
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Zeulenrodas Toni Schulz hat Jenas
Patrick Amrhein den Ball abgelaufen.
Foto: Peter Poser
Fußball: Zeulenroda unterliegt mit 0:6 im Testspiel beim Oberligisten FC Carl Zeiss Jena II
FC Carl Zeiss Jena II - FC Motor Zeulenroda 6:0 (3:0)
Jena (OTZ/Klaus Meitner).
Ehe die Begegnung angepfiffen wurde, Aufregung bei den Gästen aus Zeulenroda: Torhüter und Motor-Kapitän Matthias Hutter hatte sich beim Aufwärmen eine schmerzhafte Fingerverletzung zugezogen. Nach kurzer Absprache zwischen Michael Junker und Motor-Coach Tino Focke, stimmte der Jenaer Trainer spontan zu, dass die Nummer zwei der Saalestädter, Martin Dwars, ins Zeulenrodaer Tor rückt. Eine feine, vor allem aber sportlich faire Geste der Gastgeber.
Der Oberligist begann gegen einen nicht in Bestbesetzung antretenden FC Motor wie die Feuerwehr. Mit hohem Tempo wurde der Landesligavertreter gleich in die Defensive gezwungen. Vor allem Zeiss-Spieler Patrick Amrhein spielte eine ganz starke Partie. Er war überall zu finden, lenkte geschickt und mit viel Übersicht das Jenaer Spiel. Schon in dieser Anfangsphase musste man um die Zeulenrodaer bangen. Aber da stand ja noch Dwars im FCM-Gehäuse und der vereitelte mit mehreren Glanzparaden eine frühe Führung des Gastgebers. Benyamina (3. und 4. Minute) und Ullmann (25.) kaufte er den Schneid ab. Bei einer der ganz wenigen Offensiv-Aktionen des FC Motor kam Steven Lenzner nach Eingabe von Sebastian Gruner leider einen Schritt zu spät (26.). Der immer wieder über die rechte Seite nach vorn marschierende Tim Petersen flankte scharf in den Gästestrafraum und Unglücksrabe Gruner erzielte mit einem klassischen Eigentor das 1:0 (30.). Ullmann verwertete kurz darauf eine genaue Vorlage von Amrhein per Kopfball zum 2:0 (32.). Dann stand wieder Dwars im Brennpunkt. Er reagierte bei den Tormöglichkeiten von Ullmann und Eismann (beide 33.) hervorragend. Der Zeiss-Keeper im Motor-Tor konnte dann aber auch nicht den dritten Jenaer Treffer verhindern. Benyamina traf per Volleyschuss ins lange Eck (41.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Dwars ins Zeiss-Gehäuse und Daniel Kraus, der im ersten Abschnitt dort stand, ging bei den Gästen in die Kiste. Er wurde allerdings kalt erwischt, denn schon der erste Torschuss in Hälfte zwei führte zum 4:0 (48.). Amrhein traf aus 22 Metern genau ins rechte Toreck. Dann schlug Benyamina erneut zu, er überwand mit einem spektakulären Direktschuss Kraus zum 5:0 (53.). Spätestens jetzt wurde es für die sich redlich mühenden Zeulenrodaer langsam ungemütlich. Amrheins Freistoß-Flanke köpfte der aus Schleiz stammende Zeiss-Kapitän André Schmidt nur um Zentimeter am FCM-Tor vorbei (58.).
Bedingt durch einige Wechsel verflachte die Partie jetzt etwas. In der 82. Minute sorgte dann Schmidt für den 6:0-Endstand. Bedauerlich, dass sich bei den Gästen auch noch Lenzner und Feustel Verletzungen zuzogen.
Das Ergebnis sollte für den FCM nebensächlich sein, wichtig war, dass die Mannschaft in Jena auf Kunstrasen hervorragende Bedingungen vorfand und sich an einem Gegner messen konnte, der in der Vorbereitung auf die Rückrunde schon ein paar Schritte weiter ist.
Motor Zeulenroda: Dwars (46. Kraus), T. Schulz, Feustel (43. Thäder), Gruner, Senegewald, Jahn, Milde, Bauch, Seebauer, Lenzner, Lehmann. |
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| 01. Februar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Komm, lieber Mai und mache dies Bäumchen wieder grün...
Zeichnung: OTZ/Bruns
Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Strohballen brennen aus ungeklärter Ursache
Greiz (OTZ).
Am Sonnabend gegen 17.10 Uhr wurde der Polizei in Greiz ein Brand im Bereich der Gerhart-Hauptmann-Straße mitgeteilt.
Unterhalb des Rewe-Marktes, auf einer Wiese, lagerten mehrere Strohballen. Aus bislang noch ungeklärter Ursache gerieten zwei Strohballen in Brand. Durch die Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht werden, so die Polizei. Auf Grund der Umstände kann eine Selbstentzündung ausgeschlossen werden, so dass die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen wurden. Die Polizei sucht Zeugen, welche sachdienliche Hinweise zur Brandursache geben können, Tel. (03661) 62 10.
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