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29. Januar 2010 /OTZ
Schneezäune helfen nur bedingt
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An der Bundesstraße 175 zwischen der Fortuna und Clodra wird
die durch Verwehungen gefährdete Straße mittels Schneezäunen,
die an Feldrändern aufgestellt sind, geschützt.
Foto: OTZ/Christian Freund
Trotz über 25 Kilometer gestellter Zäune sind Schneeverwehungen an der Tagesordnung
Von Katja Grieser Wildetaube/Greiz.
Gestern gegen 3.50 Uhr auf der B 92 bei Wildetaube: Eine Citroen-Fahrerin fährt in Richtung Gera, wegen der Schneeverwehungen auf der Straße nimmt sie den Fuß vom Gas. Ein hinter ihr fahrender Peugeot-Fahrer hält offenbar nicht genügend Abstand und fährt auf. Bilanz: zwei kaputte Autos und 5000 Euro Schaden.
Kein ungewöhnliches Szenario bei Schnee und Wind, wie Polizeisprecher Michael Schwenzer sagt. Seiner Einschätzung nach sei es gestern auf den Straßen trotzdem relativ ruhig verlaufen. "Es musste keine Straße gesperrt werden, Unfälle gab es nur wenige", so Schwenzer auf OTZ-Nachfrage.
Schneeverwehungen machten gestern jedoch den Räumdiensten zu schaffen, wie Frank Schwietzke, Straßenmeister bei der Thüringer Straßenwartungs- und -instandhaltungs GmbH (TSI), bestätigt. Das Unternehmen ist im Auftrag des Freistaats auch für den Winterdienst auf den Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Greiz, Saale-Orla und Altenburger Land zuständig. Zwar hat die TSI im Landkreis Greiz insgesamt 19,2 Kilometer Schneezäune aufgestellt, doch "wenn der Wind von der verkehrten Seite kommt, nützt auch ein Schneezaun nichts", so Schwietzke. Beim Aufstellen der Zäune beruft sich das Unternehmen zum einen auf die Erfahrung der letzten 20 Jahre. Doch auch das Straßenbauamt Ostthüringen hat ein Wörtchen mitzureden. So werden die verwehungsgefährdeten Streckenabschnitte ermittelt und dort Zäune aufgestellt.
Erfahrungswerte zählen auch bei der Kreisstraßenmeisterei, wie Leiter Andreas Künzel sagt. 6720 Meter Schneezaun haben seine Mitarbeiter in der Region aufgestellt. Dabei stimmt sich die Straßenmeisterei mit dem Tiefbauamt ab, erklärt Künzel, der ebenfalls bestätigt, dass Schneeverwehungen dem Winterdienst gestern das Leben besonders schwer gemacht haben.
Die Eigentümer der Grundstücke, auf denen die Zäune stehen, müssen sich übrigens an den Kosten für diese nicht beteiligen. Allerdings, so Frank Schwietzke, gibt es eine Duldungspflicht. Das heißt, dass die Eigentümer nichts dagegen unternehmen können, dass Schneezäune auf ihren Grundstücken gestellt werden.KommentarZur VerkehrslageIm Zeitraum von Mittwoch, 18 Uhr, bis Donnerstag, 12 Uhr, ereigneten sich im Bereich der PD Gera aufgrund der Witterungsbedingungen 16 Verkehrsunfälle. Dabei wurden fünf Personen leicht verletzt, es blieb meist bei Blechschäden. Im Zuständigkeitsbereich der PI Greiz gab es fünf Verkehrsunfälle, bei denen zwei Personen leicht verletzt wurden.
Vom Winde verweht
Von Katja Grieser
An Schnee und Eis sind die Leute in diesem Winter nun mittlerweile gewöhnt. Der starke Wind, der gestern über die Region fegte, hat jedoch noch einen draufgesetzt. Auch wenn sich im Landkreis Greiz nur wenige Unfälle, die zum Glück glimpflich verliefen, ereigneten, sahen die Straßen zum Teil schneeweiß aus. Und das, obwohl über 25 Kilometer gestellte Schneezäune die Straßen der Region vor Verwehungen schützen sollen. Für zahlreiche Autofahrer wie einen Leser der OTZ ist das jedoch nicht genug, mehr Schneezäune werden gefordert. Verständlich ist diese Reaktion, wenn man im Schneckentempo über die Bundesstraße zuckeln muss, weil Schneewehen ein höheres Tempo vereiteln. Doch mehr Zäune aufzustellen, ist nicht das Allheilmittel. Denn die nützen ohnehin nur was, wenn der Wind aus der "richtigen" Richtung kommt. Hält sich der Wind nicht daran, sind alle Bemühungen buchstäblich vom Winde verweht. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Den Weihnachtsbaum leer genascht
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Die Kita-Kinder beim Abschmücken
des Christbaumes.
Kinder der Irchwitzer Kita "Kunterbunt" feiern Abschmückparty im Greizer Museum
Greiz (OTZ/M. Hilbert).
Ende Januar ist ein guter Zeitpunkt, um den Weihnachtsbaum abzuputzen. Tatkräftige Unterstützung holten sich hierfür die Mitarbeiter des Museums im Unteren Schloss. Gemeinsam mit Kindern der Greizer Kitas "Freundschaft" und "Kunterbunt" feierten sie in den vergangenen beiden Tagen im Museum eine Abschmückparty.
Gestern war die "Wackelzahngruppe" des Irchwitzer Kindergartens "Kunterbunt" dran. Von wackelnden Zähnen war bei der großen Gruppe der Kita jedoch keine Spur. Beim gemeinsamen Frühstück an der reich geschmückten Tafel im Weißen Saal wurden fleißig Nüsse geknackt und Kekse, Pfefferkuchen und andere Süßigkeiten vom Weihnachtsbaum genascht.
Der Vormittag im Museum, so erklärt Mitarbeiterin Simone Damm, sei dabei eine kleine Auszeichnung für die beiden Kindergärten, weil diese sich im Dezember an dem Projekt "Baumschmücken" im Hof des Unteren Schlosses beteiligten, wohl gemerkt als einzige Greizer Einrichtungen. Nach dem Frühstück stand Spielen auf dem Programm der Abschmückfeier, passend zur derzeitigen DDR-Spielzeug-Ausstellung mit Spielen wie "Fang´ die Maus" oder dem Angelspiel. Zum Abschluss wurde noch ein kleiner Film auf dem historischen Filmprojektor vorgeführt, bevor für die "Wackelzähne" der besondere Museumsvormittag zu Ende ging.
Gruppenleiterin Christiane Richter jedenfalls ist begeistert von den museumspädagogischen Projekten im Unteren Schloss: "Wir beteiligen uns regelmäßig an den Aktionen des Museums und freuen uns, dass es auch den Kindern so großen Spaß bereitet." |
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29. Januar 2010 /OTZ
Greizer Richter erläutert Gesetzestext
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Alexander Erbarth mit dem
Band, an dem er mitgear-
beitet hat.
Alexander Erbarth stolz auf Veröffentlichung
Von Katja Grieser Greiz.
Auf dem neuesten "Münchener Kommentar - Zivilprozessordnung" prangt auch der Name des Greizer Richters Alexander Erbarth auf der Rückseite. Er ist einer der Autoren dieses Ratgebers, der für Richter, Rechtsanwälte und Rechtswissenschaftler gedacht ist. "Dass ich gefragt worden bin, ob ich mich daran beteilige, ist eine große Ehre", sagt Erbarth stolz.
Die Paragrafen 200 bis 216 a sowie 266 bis 268 hat der Richter am Amtsgericht Greiz kommentiert. Hier geht es vorwiegend um das neue Verfahrensgesetz bei Familiensachen, das seit 1. September vorigen Jahres in Kraft ist. Familienrecht ist das Spezialgebiet von Alexander Erbarth, hier vor allem Ehewohnungen und Gewaltschutz. Im "Münchener Kommentar" werde das neue Gesetz "grundlegend aufgearbeitet", wie es der Richter nennt. Soll heißen, dass jeder der Autoren für einen Teil des Gesetzes zuständig war und diesen etwa mit Fallbeispielen erläuterte. Der dicke Band sei der umfangreichste Kommentar zum neuen Verfahrensgesetz, sagt Erbarth. Nicht nur bei Gericht, sondern beispielsweise auch in Uni-Bibliotheken sei dieser kürzlich erschienene Band nun zu finden.
Aufmerksam geworden ist Herausgeber Professor Thomas Rauscher durch Veröffentlichungen des Greizer Richters. In einschlägigen Fachzeitschriften sind bereits einige Artikel von Alexander Erbarth erschienen. Allerdings waren die Veröffentlichungen des Richters bislang nie so umfangreich wie die jetzt erschienene. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Broschüre "100 Jahre Chemiewerk" erstellt
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Lisa Kauerauf, Karl Schaller und Tina
Beyer (v. l.) bedanken sich bei
Simone Walzel.
Foto: privat
Greizer Gymnasiasten stellen Seminarfacharbeit vor
Greiz (OTZ/Kauerauf).
Völlig überrascht waren am Montag Anja Seidel und Simone Walzel, Mitarbeiterinnen der Firma Akzo Nobel Functional Chemicals in Greiz. Nach dem sehr erfolgreichen Abschluss ihrer Seminarfacharbeit "Das neue Akzo Nobel - 100 Jahre Chemiewerk Greiz-Dölau mit neuer Identität und neuem Gesicht" überreichten Tina Beyer, Lisa Kauerauf und Karl Schaller, Schüler der 12. Klasse des Greizer Gymnasiums, ein Präsent an sie. Zwei Jahre lang hatten Anja Seidel und Simone Walzel die drei Schüler tatkräftig unterstützt.
Hauptthema der Arbeit war der Zusammenschluss der beiden Chemie- und Farbenkonzerne Akzo Nobel und ICI zu dem neuen Akzo Nobel, dem unter anderem auch das Greizer Chemiewerk angehört. Ein wichtiger Punkt dabei war die Erstellung der Imagebroschüre "800 Jahre Stadt Greiz - 100 Jahre Chemie in Greiz". Sie soll die Geschichten von Werk und Stadt repräsentieren und einen Überblick über die Produkte des Standortes Greiz-Dölau geben. Dabei arbeiteten die Schüler eng mit einer Werbeagentur zusammen, die Ideen für die Gestaltung passend umsetzte. Die Broschüre wurde anlässlich des Wirtschaftsstammtisches und Besuches des damaligen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) an Bürgermeister Gerd Grüner (CDU) übergeben.
Vergangenen Donnerstag fand die Verteidigung der Arbeit im Gymnasium statt. Die Schüler mussten in einem 45-minütigen Vortrag wichtige Punkte ihrer Arbeit vorstellen und anschließend einigen kritischen Fragen standhalten. Die Anstrengung wurde jedoch belohnt und die Arbeit der drei sehr gut bewertet. Die Broschüre ist ein wichtiger Bestandteil des Werkes in der Öffentlichkeitsarbeit, ebenso die Ergebnisse einer im Rahmen der Arbeit durchgeführten Meinungsumfrage zum Chemiewerk. |
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29. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
TÜV für Städtisches Museum
Zeulenrodaer bewerben sich um Museumssiegel des Thüringer Museumsverbandes
Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).
Was Holger Nowack, Geschäftsführer des Thüringer Museumsverbandes, im vergangenen Jahr beim Team des Städtischen Museums angeregt hat, soll nun in Angriff genommen werden: Die Zeulenrodaer bewerben sich um das Museumssiegel des Landesverbandes.
Diese Anerkennung würde das Haus zum einen als Einrichtung mit einem bestimmten Sammlungskonzept ausweisen, in der wissenschaftlich gearbeitet wird. Zum anderen würde das Siegel die Akzeptanz gegenüber anderen musealen Einrichtung erhöhen und könnte hilfreich sein, wenn es um die Vergabe von Fördermitteln geht. Und die sind gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen auch für das hiesige Museum wichtig.
Punkten will das Musems-Team mit seiner konzeptionellen Arbeit. Die im 19. Jahrhundert im Stile der Neorenaissance erbaute Villa des Strumpfwarenverlegers Ferdinand Schopper beherbergt seit 1927 die museale Sammlung der Stadt. In verschiedenen Bereichen, aufgegliedert in einzelnen Abteilungen, werden viele wertvolle Ausstellungsstücke, insbesondere Stilmöbel verschiedener Epochen gezeigt. Ebenso finden Besucher der ehemaligen Schopperschen Villa detaillierte Darstellungen der Möbelstilepochen. Die Einzelstücke werden in Verbindung mit authentischen Lebensräumen ab dem 18. Jahrhundert gezeigt. Dabei wird klar, dass man sich die Geschichte Zeulenrodas keineswegs als Herberge verstaubten Kulturgutes vorstellen darf. Vielmehr werden geschichtliche Ereignisse fassbar. Modernste Technik macht´s möglich. Besonders seit der umfangreichen Sanierung und Umgestaltung im Jahr 2005 verfolgen die Mitarbeiter um Museumsleiterin Ute Arnold die Idee eines modernen, unterschiedliche Zielgruppen ansprechenden und spartenübergreifenden Museums.
Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen gehören in Zeulenroda zum Alltag.
Holger Nowack, Geschäftsführer des Thüringer Museumsverbandes
Das Konzept der Zeulenrodaer stimmt den Geschäftsführer des Museumsverbandes, Holger Nowack, optimistisch. Das Zeulenrodaer Haus werde die geforderten Kriterien für ein Museumssiegel erfüllen, meint Nowack, zumal er das Haus bestens kennt aus vergangenen Besuchen. "Kerntätigkeiten der musealen Arbeit wie Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen gehören in der Einrichtung zum Alltag, es ist barrierefrei, die Depot- und Sicherheitsbedingungen sind bestens", sagt der Geschäftsführer des Landesverbandes.
In Zeiten, wo sich jede Heimatstube Museum nennen könne, weil der Begriff nicht geschützt ist, belege ein solcher TÜV die Qualität der musealen Einrichtung, wissen auch die Zeulenrodaer.
Seit 2008 verleiht der Museumsverband nach den Kriterien des Deutschen Museumsbundes das Siegel. Inzwischen ist es vier Museen verliehen worden. Für das Jahr 2010 hat neben Zeulenroda auch das Geraer Stadtmuseum Interesse bekundet.
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29. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Essen für den guten Zweck
Friedrich-Solle-Schule sammelt mit Pausenaktionen für die Erdbebenopfer in Haiti
Von Kristin Kulow Zeulenroda (OTZ).
Ein Kuchenbasar, Wiener mit Brötchen oder auch ein Flohmarkt - all das haben sich die Schüler der Friedrich-Solle-Schule ausgedacht, um Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu sammeln. "Die Idee kam von einer Schülerin aus der Klasse 9b", erzählt Lehrerin Aletta Metzner. "Die haben wir dann im Schülerrat besprochen und die Klassensprecher waren begeistert von der Idee."
Alle der insgesamt zehn Klassen wollen ihren Teil zur Spendenaktion beitragen. In der Frühstückspause sollen die kleinen Snacks über den Tisch gehen. Den Anfang machte am Mittwoch die Klasse 6b mit einem Kuchenverkauf, mit dem sie rund 70 Euro eingenommen haben. Das übertrumpfte die Klasse 9b schon einen Tag später. Mit Wienern und Brötchen konnten sie rund 200 Euro einsammeln. Das Essen haben sie von hilfsbereiten Eltern bekommen. "Eine Mutter, die beim Bäcker arbeitet, sponserte uns die Brötchen, eine andere, die bei einem Fleischer angestellt ist, überließ uns einen Großteil der 120 Paar Wiener zum Einkaufspreis", freut sich Metzner über das Engagement.
Doch dies ist erst der Anfang, denn nach den Winterferien soll der Verkauf weiter gehen. "Alle Klassen planen irgend etwas und wollen ihren Teil für eine große Spendensumme beitragen, die wir abschließend überweisen wollen", erzählt die Lehrerin.
Dabei können sich auch Außenstehende beteiligen. Auf einen Snack könne man gern vorbei kommen, beispielsweise als Kindergartengruppe, nur müsse man das vorher signalisieren, so Metzner. "Auch, wer nicht weiß, wohin er spenden soll, kann sich mit uns zusammentun." |
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29. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Geteilte Liebe zur Bestandsaufnahme
Gymnasiasten unterwegs mit Energie-Fragen
Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).
Die beiden Schülerinnen Josefine Asmus und Elisa Lagaude gehören zu den rund 50 jungen Zeulenrodaer Schiller-Gymnasiasten, die seit Dezember vergangenen Jahres mit großem Engagement in der Stadt und den Ortsteilen unterwegs sind, um einen ersten Schritt hin zu einer energieautarken Region zu gehen.
Das Ziel ist die energetische Unabhängigkeit bei Strom, Wärme und Kraftstoffen von Energieversorgern außerhalb. Auch wenn es vorerst nur um die Erhebung des Energiebedarfes geht - das sei ihr Beitrag, meinen die beiden Schülerinnen der neunten Klasse. Mit einem Ausweis ausgestattet, gehen sie von Haus zu Haus und verteilen Bögen mit Fragen: Wie hoch ist der Energiebedarf? Welche Energiequellen werden derzeit genutzt? Und welche Einsparmaßnahmen, zum Beispiel Wärmedämmung, sind bereits erfolgt? Die Befragten bleiben anonym, dennoch stoßen die Frager nicht überall auf Gegenliebe. Das Ausfüllen der Fragebögen bedeute zu viel Aufwand, so der Einwand mancher. Andere lehnen ganz ab."Wir haben unseren Strom und brauchen keinen anderen, der wird nur wieder teurer", so eine Einwohnerin. Die Schüler versuchen aufzuklären, mit mehr oder weniger Erfolg. Ausgefüllte Fragebögen sind wichtig, denn schließlich sollten die Unterlagen schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Angaben von mindestens 1500 Haushalten werden benötigt, um mit 20 Prozent der Gesamtbevölkerung eine bedeutende Rücklaufquote zu haben, so die Verantwortlichen des Europäischen Zentrums für Erneuerbare Energien (ECRE) Güssing. Binnen eines Jahres wollen die Österreicher konkrete Schritte für den Weg zur energieautarken Stadt aufzeigen. Dass sich ausgerechnet die Städter zögerlich zeigen, ist weniger erfreulich. Auf alle Fälle soll Ende Februar die Datenerhebung abgeschlossen sein. Binnen eines Jahres wollen die Österreicher konkrete Schritte für den Weg zur energieautarken Stadt aufzeigen. Für 2020 ist das Ziel anvisiert.
Kommentar
Den Weg gehen
Von Heidi Henze
Viele kleine Bausteine innerhalb des Energiekonzeptes für eine energieautarke Region sollen sich einmal zu einem Ganzen zusammenfügen. Ein Puzzleteil - die Erfassung des Energiebedarfs der Einwohner von Zeulenroda-Triebes - wollen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums liefern.
Seit Dezember laufen sie Haus für Haus in Zeulenroda-Triebes an. In den Ortsteilen funktioniert es fantastisch, die Quote derer, die Auskunft gaben, ist hoch. Nur die Städter lassen zu wünschen übrig. Entweder stehen die Schüler vor verschlossenen Türen und wenn dann doch einer Interesse zeigt, dann ist dieses nur von kurzer Dauer. Rückmeldungen gibt es nur wenige. Doch Verdrossenheit zeigen die Schüler nicht, ihre Aufgabe wollen sie zu Ende bringen. Und nicht nur das, sie wissen sehr genau, dass es um ihre Zukunft geht, und auf dem Weg dahin sollten wir ihnen Unterstützung geben. |
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29. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Nachwuchsringer schürfen Gold

Ringen, Landesmeisterschaft A-, B-, C-Jugend: Acht Sachsenmeistertitel für Vogtländer
Von Jörg Richter Leipzig (OTZ).
Bei den sächsischen Landesmeisterschaften des Nachwuchses in Leipzig stießen die Ringer aus Pausa und Plauen auf eine Goldader. Die Bilanz: acht Gold, sechs Silber und zwei Bronze.
"Geschenkt bekommen haben wir hier nichts, ich sehe die Leistungen als Spiegelbild jahrelanger Anstrengungen", so Andreas Schwabe, Jugendleiter des KSV Pausa. ASV-Trainer Matthias Petzoldt zeigte sich vor allem mit der C-Jugend zufrieden: "Wir haben in beiden Stilarten die Vereinswertung gewonnen."
Und dabei kämpften die Nachwuchsringer aus Pausa und Plauen nicht im angestammten griechisch-römischen Stil, sondern im eher ungewohnten freien Ringkampf.
Ausgeschrieben war die Sachsenmeisterschaft in Leipzig in den Altersklassen der A-, B- und C-Jugend, wobei der KSV Pausa in der A-Jugend hinter Thalheim den zweiten Rang in der Vereinswertung erkämpfte, während der ASV Plauen die Konkurrenz von insgesamt 20 Vereinen in der C-Jugend klar distanzierte. Die Schützlinge von Nachwuchstrainer Matthias Petzoldt siegten mit 41 Punkten vor dem KFC Leipzig (31) und dem RV Thalheim (22). Der KSV Pausa folgte mit 14 Punkten hinter Gelenau (15) auf Rang fünf.
Bei den A-Jugendlichen dominierte André Becher (58 kg/KSV Pausa), wurde Doppelmeister, nachdem er auch schon im griechisch-römischen Stil Gold errungen hatte. Einen Doppelerfolg gab es in der Kategorie bis 63 kg, wo sich Martin Berkholz und Christian Hempel im Finale gegenüberstanden. Berkholz merkte man die Selbstsicherheit an, die er in den Oberligakämpfen gewonnen hat, er bezwang seinen Vereinskameraden in der ersten Runde per Schultersieg.
Wie ein Löwe kämpfte Florian Fröbisch (76 kg/Plauen) gegen die starke Konkurrenz. Der ASV-Ringer gewann hinter Jan Richtsteig Silber. Neben Florian Fröbisch und Christian Hempel erkämpfte sich in der Altersklasse der A-Jugend auch Kay Schmuck (54 kg) vom Plauener RSV Silber. Er unterlag im Finale Alois Stürmer aus Thalheim. Dritter wurde Tom Valtin (50 kg/ASV-Plauen).
In der B-Jugend stemmte sich vor allem Tobias Knittel dem Ansturm der starken Leipziger entgegen, wurde im Limit bis 38 kg Sachsenmeister.
Etwas geknickt stand Gregor Hergenhahn (42 kg/ASV Plauen) als Zweiter auf dem Siegerpodium. Er hatte das Finale nach starkem Kampf gegen Henry Hofmann (Gelenau) verloren. "Die Niederlage wurmt Gregor, er wird spätestens bei den Landesmeisterschaften Revanche wollen", ahnt Coach Matthias Petzoldt.
In der C-Jugend dann eine ganze Flut von Medaillen. Tobias Knittel (31 kg/KSV Pausa), Cedric Riedel (34 kg/ASV Plauen), Jonas Valtin (38 kg/ASV Plauen), Leonhardt Kuhr (50 kg/ASV Plauen) und Kevin Drehmann (63 kg) sammelten fünf der zehn vergebenen Titel. Janko Hergenhahn (31 kg) und Friedrich Fouda (54 kg) wurden Vizemeister, während Julian Jahn (29 kg/alle ASV Plauen) die Bilanz mit Bronze komplettierte. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Mit Leihgabe Prüfung besser meistern
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Ausbilder Gunar Oldenbruch erläutert den Lehrlingen Maik
Scharr, Robin Buchholz und Forian Börner (von rechts) die
richtige Messung der Druckluft am Traktor vom Typ
Fendt Vario 718.
Foto: Kühne
Künftige Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik freuen sich über Technik
Gera (OTZ).
Erstmals bietet die Handwerkskammer für Ostthüringen in ihrer Bildungsstätte in Gera-Aga einen Ergänzungslehrgang zur Vorbereitung auf die praktische Gesellenprüfung der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik an.
13 junge Männer aus ganz Thüringen sind derzeit mit Eifer dabei, die letzten Tipps und Handgriffe für die Gesellenprüfung zu erlernen, die vom 29. bis 30. Januar stattfindet.
Damit die künftigen Mechaniker die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start als Junggesellen haben, stellte die Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH in Vertretung von Mario Schiech aus Gera-Leumnitz einen neuen Traktor vom Typ Fendt Vario 718 als Leihgabe zur Verfügung. Jörg Behling, Bereichsleiter Technik, dankt im Namen der Ausbilder und Lehrlinge für die wertvolle Unterstützung.
Schließlich findet in Aga die überbetriebliche Ausbildung für alle Thüringer Lehrlinge in diesem Beruf statt. "Nur dank der Unterstützung durch die zahlreichen Unternehmen der Landtechnik ist es möglich, eine so hohe qualitative Ausbildung zu gewährleisten", so Behling. Ausbilder Gunar Oldenbruch nutzt die Leihgabe momentan sehr intensiv, um die Lehrlinge des 4. Lehrjahres auf die praktische Gesellenprüfung vorzubereiten. Dazu gehört u.a. die Prüfung der Hydraulik sowie der Druckluftanlage an diesem Traktor. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Kaum Zeit für Streitereien
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Christa und Walter Batschkus sind 60 Jahre
verheiratet.
Foto: OTZ/Marcel Hilbert
Christa und Walter Batschkus aus Neugernsdorf feiern ihre Diamantene Hochzeit
Neugernsdorf (OTZ/M. H.).
„Vernünftig bleiben" — so sieht das Rezept für eine glückliche und vor allem lange Ehe aus. Zumindest wenn es nach Walter Batschkus geht. Er und seine Frau Christa feierten gestern im engsten Familienkreis den 60. Jahrestag ihres Eheversprechens. Wie die Prinzipien Vernunft und Liebe dabei zusammengehen, das weiß Christa Batschkus zu erklären: „Es gibt immer mal Streitereien, aber man muss wissen, wann es genug ist." Viel Zeit für Streit, so erklärt Gatte Walter weiter, habe es ohnehin nicht gegeben, da beide die meiste Zeit im Schichtbetrieb arbeiteten, er bei der Wismut, sie in der Greika.
An ihr Kennenlernen können sich die zwei noch genau erinnern. „Walter kam kurz nach dem Krieg aus Ostpreußen und ich war im letzten Jahr an der Schule", so Christa Batschkus. Das war 1946. In den folgenden Monaten trafen sie sich immer wieder bei Tanzveranstaltungen und verliebten sich schließlich ineinander. Kaum waren beide 18 Jahre alt, ging es vor den Traualtar. „Wir wollten eigentlich schon eine Woche früher heiraten, aber Walter, der gerade erst Geburtstag feierte, hatte seine Papiere noch nicht", meint sie schmunzelnd. Im selben Jahr, 1950, kam auch Sohn Siegmar zur Welt und so war die Familie komplett. Er wird auch dabei sein, wenn die Eheleute Batschkus am 6. Februar dann in größerer Runde ihre Diamantene Hochzeit feiern. |
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29. Januar 2010 /OTZ
392 Arbeitslose mehr als im Dezember
Quote steigt im Januar auf 13,6 Prozent
Greiz (OTZ).
Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Geschäftsstelle Greiz der Agentur für Arbeit Gera von Dezember auf Januar um 392 auf 2644 Personen gestiegen. Das waren 231 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 13,6 Prozent, vor einem Jahr belief sich diese Quote auf
14,7 Prozent.
Dabei meldeten sich 802 Personen neu oder erneut arbeitslos, 60 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 413 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 31 mehr als im Vorjahresmonat.
Der Stellenbestand ist im Januar um zehn Stellen auf 118 gesunken, im Vergleich zum Vorlahresmonat gab es 25 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im fanuar 47 neue Stellen, 23 mehr ils vor einem Jahr.
Im Januar waren 10 220 Personen in den drei Argen des Agenturbezirkes Gera arbeitslos gemeldet. Das sind 600 mehr als im Dezember und 215 mehr als im Vorjahresmonat. 53 Prozent davon sind Männer und 47 Prozent
Frauen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen (Personen, welche länger als ein Jahr arbeitslos sind) liegt aktuell bei 37,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 12,3 Prozent-
punkte weniger.
2040 Personen, 124 mehr als im Dezember und 400 mehr als im Januar 2009, meldeten sich neu oder erneut arbeitslos. Dem stehen 1570 Abmeldungen, 160 weniger als im Dezember und 230 mehr als vor Jahresfrist, gegenüber. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg hier um 0,4 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent.
- Geschäftsstelle Greiz
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- • Arbeitslosenzahl im Januar: + 392 auf 2644
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- • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 231
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- • Arbeitslosenquote im Januar: + 2,0 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent
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29. Januar 2010 /OTZ
140 Weltentor-Positionen wechseln den Besitzer
xGestern zweite Versteigerung in Erfurt
Ronneburg/Erfurt (OTZ/kas).
Mit einem Erfolg aus Sicht des Auktionsbüros endete gestern der zweite Termin zur Versteigerung von Inventar des insolventen Mittelalter-Themenparks Weltentor in Ronneburg. „Es ist hervorragend gelaufen", bilanzierte Peter Prazak, Geschäftsstellenleiter der Erfurter Niederlassung der Golndustry GmbH.
Alle 140 Weltentor-Positionen haben den Besitzer gewechselt. Es sei nichts übrig geblieben, freute sich Prazak nach der dreistündigen Auktion. Die hatte in Erfurt stattgefunden und neben dem Weltentor-Inventar kamen weitere Positionen zum Aufruf, ingesamt 290 Gegenstände. Vom Weltentor seien besonders Werkzeuge und Container, aber auch Dekorationsmaterial gefragt gewesen, so Prazak. Eben jene Gegenstände hatte Golndustry schon vor der ersten Versteigerung im Dezember in Ronneburg vom 20 Hektar grollen WeltentorGelände in der Neuen Landschaft
sichern lassen. Wie wertvoll sie sind, das hatte sich gestern gezeigt, selbst wenn es nicht zu Bieterschlachten gekommen ist.
Rund 60 Personen haben die Versteigerung verfolgt. Das waren weniger als zum ersten Termin in Ronneburg, wo rund 150 Interessenten gekommen war. „Darunter waren aber auch viele, die nur mal schauen wollten", erinnert sich Prazak. In Erfurt hingegen habe es 44 Bieter gegeben, darunter einige Private, aber auch Gewerbetreibende und Handwerker, für die Hobelmaschinen, Kettensägen oder Bohrer interessant gewesen sein dürften. Für Januar, in Anbetracht der Witterung und der allgemeinen wirtschaftlichen Zurückhaltung, sei das Interesse gut, bilanzierte der Auktionator.
Einen weiteren Versteigerungstermin wird es seinen Angaben zufolge nicht geben. Was die beiden Weltentor-Auktion finanziell gebracht haben, war nicht zu erfahren. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Kampf um Enka Elsterberg geht weiter
Großes Interesse an Sonderratssitzung
Elsterberg (OTZ/KG; j. st.).
Der Kampf um den insolventen Viskosehersteller Enka Elsterberg geht weiter. Es gebe einen Interessenten, dessen Angebot bis Ende Januar gültig ist, erfuhren die Elsterberger zur Sonderstadtratssitzung. Das Angebot sei jedoch sehr weit von dem entfernt, was Insolvenzverwalter Marcus Winkler erwartet.
Der Interessent, der ein Angebot zur Übernahme der Enka abgab und der am 16. Januar das Betriebsgelände besichtigt hatte, heißt Preiss-Daimler. Diesen Namen verkündete Dr. Brunhild Jaeger zur Sondersitzung in dieser Woche.
Angeschoben hatten die Sitzung acht Stadträte. Maßgeblich Dieter Steudel (Linke), Andreas Oberlein (SPD) und Sandro Bauroth (FDP). Unterschrieben hatten den Antrag aber auch die drei Stadträte von „Gemeinsam für Elsterberg", CDU-Stadtrat Joachim Baierl und Wolfgang Krumm von der AHL. Die Antragssteller mussten eine erste Niederlage hinnehmen, als Bürgermeister Volker Jenennchen über den Antrag abstimmen ließ, ob die etwa 50 anwesenden ehemaligen Enka-Werker Rederecht erhalten sollten.
Jenennchen, wie Stadtrat und Enka-Betriebsratschef Klaus Wirth und die Leiterin der Agentur für Arbeit in Planen, Helga Lutz, Mitglied des Gläubigerausschusses, lehnten anschließend die Aufforderung von Andreas Oberlein (SPD), den aktuellen Stand im Insolvenzverfahren offen zu legen, aus rechtlichen Gründen ab. „Dies musste ich am Montag nochmals Insolvenzverwalter Marcus Winkler versichern", so das Stadtoberhaupt, Dr. Brunhilde Jaeger scherte sich nicht um Rederecht, sondern ergriff einfach das Wort. Die 72-Jährige war von 1966 bis 1970 Werkleiterin im damaligen VEB Kunstseidenwerk „Clara Zetkin", war dann im Chemiewerk Schwarza und in der Filmfabrik Wolfen tätig. Sie berichtete: „Ich habe den Investor mit gesucht." Und als Kennerin des Produktionsablaufes zur Viskoseseidenherstellung mahnte sie, „man sollte nicht die hohen Kosten zum Wiederanfahren der Produktion vergessen." Sie begründete so aus ihrer Sicht das Angebot des Investors. Es wäre also wichtig, „sich schnellstens über einen Kaufpreis zu verständigen." Ein zumindest für die anwesenden Ex-Enka-Werker akzeptabler Vorschlag. Brunhilde Jaeger bat den Bürgermeister, das Werk zu retten. Das Angebot des Interessenten gelte bis 30. Januar.
Auf gestrige OTZ-Nachfrage bestätigte Volker Jenennchen, dass das Angebot des Interessenten bis Ende Januar gültig ist. „Wir drehen uns, versuchen, noch etwas zu erreichen", so der Rathauschef. Sein Plan ist, über Mittel aus der Wirtschaftsförderung eine Übernahme des Werkes doch noch zu realisieren. In den nächsten Tagen gebe es deshalb viel zu tun. „Mal sehen, was wir erreichen", so Jenennchen mit verhaltenem Optimismus. |
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29. Januar 2010 /OTZ
"Mit meinen Augen"
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Gabriele Schuster: „Wörlitzer Park"
Foto: Schuster
Bilder von Gabriele Schuster ab 1. Februar in der Bibliothek am Puschkinplatz in Gera
Gera (OTZ).
Unter dem Titel „Mit meinen Augen" werden Werke der 1951 in Annaberg-Buchholz geborenen Künstlerin Gabriele Schuster ab Montag, 1. Februar, in der Bibliothek am Puschkinplatz von Gera präsentiert.
Gabriele Schuster zeigte ihre Arbeiten schon in mehreren eigenen Ausstellungen, zuletzt in ihrer Heimatstadt Greiz.
Mit dem Titel der Ausstellung „Mit meinen Augen" will die Künstlerin bewusst darauf hinweisen, dass sie ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge in ihren Bildern zum Ausdruck bringen will. Ihre Motive findet Gabriele Schuster vor allem in der Natur. So zeigen ihre Arbeiten in Öl, Acryl und Aquarelltechnik auch vorrangig Landschaften, Blumen und Tiere. Die vielseitige Künstlerin, die eigentlich Posamentiererin lernte und einen Zeichenzirkel besuchte, schreibt und illusfriert aber ebenso eigene Bücher. Kunst ist für Gabriele Schuster Talent, aber auch lebenslanges Üben, Ausprobieren und Weiterbilden.
Im vergangenen Jahr nahm sie erfolgreich am überregionalen Schreibwettbewerb „Erstmals Drüben" teil. Ihr Beitrag „Erhofftes Wunder wurde wahr" wurde schließlich von den Juroren zur Veröffentlichung in einer Anthologie ausgewählt.
Die Ausstellung in der Bibliothek Gera ist bis zum 27. Februar zu den Öffnungszeiten der Einrichtung, montags von 14 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags, von 10 bis 19 Uhr, und samstags von 10 bis 13 Uhr, geöffnet.
Mehr Informationen zur Bibliothek: www.biblio-gera.de
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29. Januar 2010 /OTZ
Wahrzeichen von Neumühle
Sechs Brücken über die Weiße Elster
Von Edgar Schwarz Neumühle.
Bis zum Jahre 1870 konnten die in den Dörfern rechts der Weißen Elster wohnenden Bauern die „Neue Mühle" nur durch eine Furt im Fluss erreichen.
Das veranlasste den damaligen Mühlenbesitzer Eduard Schaller, eine Holzbrücke zu bauen. Diese 1. Brücke wurde am 2. August 1870 in Betrieb genommen. Weil es nur eine sehr einfache Ausführung war, wurde sie bereits beim Eisgang im Frühjahr 1871 zerstört, jedoch danach etwas stabiler als 2. Brücke errichtet. Diese war 1880 baufällig geworden und so ließ Schaller auf massiven Fundamenten einen überdachten Neubau als 3. Brücke herstellen. Zur gleichen Zeit wurde rechts des Flusses das kleine Brückenhaus gebaut. In ihm wohnte der von Schaller eingesetzte Brückengeldeinnehmer, denn die neue, überdachte Holzbrücke war mit einem Eisentor verschlossen und wurde für die Benutzer erst nach Entrichtung eines Brückenzolls geöffnet.
Die neue Brücke war zwar stabiler, wurde jedoch bedeutend stärker beansprucht. Besonders mit der Inbetriebnahme der Elstertalbahn, mit dem Bahnhof Neumühle und dem Entladen
von Materialien und Kohle für die Firma Koch in Kleinreinsdorf erfolgte eine baldige Abnutzung der Brücke. Eduard Schaller wandte sich im August 1888 mit der Bitte an die „Hohe Fürstliche Landesregierung Reuß", die Privatbrücke zu übernehmen.
Ein langer Verhandlungsweg begann nun, bis am 20. April 1892 die Vergabe der Bauaufträge erfolgte und die Firma des Schmiedemeisters Louis Dix, Greiz, den Zuschlag für eine massive eiserne Brücke erhielt. Nach Abriss der alten Holzbrücke wurde innerhalb von vier Monaten eine neue für eine Bausumme von 19 519 Mark errichtet (davon 14 Mark für Bier und Zigarren für die Bauarbeiter) und als 4. Brücke am 5. September 1892 in Betrieb genommen.
53 Jahre hat diese dem wachsenden Verkehr standgehalten -und sie hätte es noch länger, wenn nicht die dort angebrachten Zünder am 15. April 1945 vor den heranrückenden amerikanischen Truppen ausgelöst worden wären — das Mittelstück der Brücke wurde gesprengt.
Dieses Ereignis hatte zur Folge, dass der Verkehr lange Zeit beeinträchtigt war. Bei der damaligen Materialknappheit nach Kriegsende wurden lange Zeit nur provisorisch Reparaturen durchgeführt, die sich bis zur
Jahrhundertwende hinzogen. Im Dezember 2003 war der Bohlenbelag so stark beschädigt, dass eine sofortige Veränderung notwendig war. Eine Behelfsbrücke wurde flussaufwärts vor der alten errichtet und am 23. April 2004 als 5. Brücke dem Verkehr übergeben. Die etwa 270 000 Euro teure Behelfsbrücke sollte nun die Zeit bis zum endgültigen Neubau überbrücken. Und das dauerte noch eine Weile. Fast zwei Jahre gab es in Neumühle zwei Brücken nebeneinander — die alte, beschädigte und die befahrbare Behelfsbrücke.
Als der Abrisstermin feststand, feierten zirka 80 Einwohner am 25. März 2006 die „Verabschiedung der alten Elsterbrücke" (ohne Tränen). Schon zwei Tage später begann mit der Demontage des Mittelstückes der Abriss der alten Brücke. Mit vielen technischen Hilfsmitteln, aber auch großen Anstrengungen der Mitarbeiter des „Vogtländischen Straßen- und Tiefbau Rode- wisch" und weiterer Subunternehmer wurde ein gigantischer Bau für unser Elstertal mit den Straßenanbindungen für 1,355 Millionen Euro vollendet.
Am 22. Dezember 2006 erfolgte mit dem Banddurchschnitt die Verkehrsfreigabe für die 6. Brücke. Ein wirkliches Wahrzeichen von Neumühle. |
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29. Januar 2010 /OTZ
Tommy Meier erkämpft Pokal
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Die Teilnehmer des 1. SK Greiz beim Feengrottenpokal am
vergangenen Sonnabend in Saalfeld.
Foto: Sabine Penzel
Schwimmen, Feengrottenpokal: Greizer Schwimmklub in der Teamwertung auf Rang vier
Von Sabine Penzel Saalfeld (OTZ).
Den Pokal für die beste Leistung der Altersklasse C (Jahrgänge 1997/ 1998) im Rahmen des Feengrottenpokals erkämpfte Tommy Meier, Jg. 97, am vergangenen Sonnabend in Saalfeld.
Für diese Wertung wurden alle geschwommenen Zeiten nach der 1000-Punkte-Tabelle des Weltschwimmverbandes FINA in Punkte umgerechnet. Da Tommy alle 50m-Einzelwettbewerbe seiner Altersklasse für sich entscheiden konnte, stand er nach Beendigung dieser als Pokalgewinner fest. Die meisten Punkte erzielte er für seine Zeit über 50 m Schmetterling, insgesamt 323 Punkte.
In der Gesamt-Pokalwertung wurden für die Plätze eins bis sechs die Punkte 7, 5, 4 usw. vergeben. Daraus errechnete sich die Gesamtpunktzahl je Mannschaft. Der 1. SK Greiz sammelte 265 Punkte und kam damit auf Rang vier hinter der SG Bad Schwartau, der DLRG Weimar und dem gastgebenden Saalfelder SV. Hinter Greiz platzierten sich weit abgeschlagen die WSG Jena-Lobeda und AST-Team Apolda. Die Wertung erfolgte pro Alterskasse, die der Masters ohne Altersklassen-Einteilung.
Neben je 25 m Rücken, Brust und Freistil für die Altersklasse E (Jahrgänge 2001/2002) und 50 m Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil für alle Älteren als Einzelwettkämpfe wurden 8x50 m Freistil- und Lagenstaffeln mixed (je zur Hälfte Mädchen und Jungen) in je zwei Altersgruppen (Jahrgänge 1997 und jünger und Jahrgänge 1996 und älter) ausgetragen. Den einzigen Staffel-Podestplatz für Greiz erkämpfte die 8x50 m Lagenstaffel Jahrgänge 1997 und jünger mit Melanie Werner, Maxi Seyffarth, Rosalie Babst, Franziska Hanke, Tom Friedrich, Lukas Wegerich, Tommy Meier und Richard Baumgärtel. Die drei anderen Staffeln schlugen als Vierte an. Weitere herausragende Ergebnisse waren die Thüringer Altersklassen- und Kreisaltersklassenrekorde von Benita Naumann über 50 m Schmetterling, Rücken und Freistil in der Altersklasse 55. Dass es dennoch "nur" zu den Plätzen vier, fünf und drei reichte, lag an der genannten Masters- Wertung. Kreisaltersklassenrekorde über 50 m Rücken und Freistil schwamm auch Carolin Mehlhorn, AK Junioren, Jg. 91. Nach zweiten Plätzen über 50 m Schmetterling, Rücken und Brust schlug sie zeitgleich mit ihrer stärksten Rivalin aus Jena als Erste an.
Die Aktiven, Betreuer und Kampfrichter bedanken sich herzlich bei Zölle-Reisen für den sicheren Transport.
Ergebnisse der Greizer Schwimmer: Rosalie Babst, Altersklasse C, Dritte über 50m Brust, Elisabeth Czwienczek, Altersklasse E, Dritte über 25m Rücken, Daniele Fröbisch, Altersklasse A, Siegerin über 50m Brust, Dritte über 50m Rücken und Freistil, Michael Grätz, Altersklasse Junioren, Zweiter nach 50m Schmetterling und Rücken, Dritter über 50m Brust und Freistil, Franziska Hanke, Altersklasse D, Zweite über 50m Schmetterling und Freistil, Alexander Jahn; Masters, Dritter nach 50m Rücken, Max Jahn, Altersklasse B, Zweiter über 50m Schmetterling, Steve Oltzscher, Altersklasse A, Dritter über 50m Schmetterling, Zweiter nach 50m Rücken und Freistil, Sieger über 50m Brust, Sabine Penzel, Masters, Zweite über 50m Schmetterling, Sieger über 50m Brust, Dennis Petzold, Altersklasse E, Dritter nach 25m Brust, Maxi Seyffarth Altersklasse C, Dritte über 50m Schmetterling, Zweite über 50m Brust, Melanie Werner, Altersklasse D, Dritte nach 50m Schmetterling, Stephanie Wessels, Masters, Zweite über 50m Rücken und Brust. |
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| 29. Januar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Zeichnung: OTZ/Bruns
Gegen Baum gefahren
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Foto: OTZ/Christian Freund
Ohne sichtliche Bremsspuren ist gestern Mittag der 31-jähriger Fahrer eines VW Golf auf der B 92 zwischen Weißem Stein und Silberloch gegen einen Baum geprallt. Offensichtlich hatte der Mann gesundheitliche Probleme. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Bundesstraße war kurzzeitig gesperrt.
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