27. Januar 2010 /OTZ

Weiße Flecken sollen weg

Das Breitbandkonzept überreicht Holger Neubauer von der IBZ Neubauer GmbH & Co. KG (l.) an Landrätin Martina Schweinsburg (vorn) im Beisein von Andreas Kaßbohm, Leiter des Breitband-Kompetenzzentrums Thüringen bei der Landesentwicklungsgesellschaft, und Katrin Eggert vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF). Die Kosten für das Konzept in Höhe von 50 000 Euro wurden durch das ALF gefördert.
Das Breitbandkonzept überreicht Holger Neubauer von der IBZ
Neubauer GmbH & Co. KG (l.) an Landrätin Martina Schweinsburg
(vorn) im Beisein von Andreas Kaßbohm, Leiter des Breitband-
Kompetenzzentrums Thüringen bei der Landesentwicklungsgesel-
lschaft, und Katrin Eggert vom Amt für Landentwicklung und
Flurneuordnung Gera (ALF). Die Kosten für das Konzept in Höhe
von 50 000 Euro wurden durch das ALF gefördert.
Foto: OTZ/Christian Freund

Breitbandkonzept zeigt die unterversorgten Orte im Landkreis Greiz auf

Von Katja Grieser Greiz.

"Der ländliche Bereich ist arm dran", fasst Diplom-Ingenieur Ingolf Glaeser von der IBZ Neubauer GmbH & Co. KG das Ergebnis der Untersuchungen im Landkreis Greiz zusammen. Die Zeulenrodaer Firma hat in Rekordzeit von nur vier Monaten ein so genanntes Konzept zur Breitbandversorgung im Landkreis Greiz erstellt und es gestern präsentiert. Dabei ist heraus gekommen, dass 84 Prozent aller Ortsbereiche unterversorgt sind, also sich im Internet mit Geschwindigkeiten unter zwei Mega-Bit pro Sekunde begnügen müssen.
Das soll sich ändern. Bis 2011, so das ehrgeizige Ziel, sollen diese weißen Flecken verschwunden sein. Dann soll im gesamten Landkreis eine Internetgeschwindigkeit von zwei Mega-Bit pro Sekunde, bis 2018 sogar 50 Mega-Bit erreicht sein. Wichtig sei das vor allem, führt IBZ-Chef Holger Neubauer aus, mit Blick auf die touristische Vermarktung der Region. Denn die schönste Landschaft nütze nichts, wenn sie im Internet nicht auffindbar oder der Online-Auftritt nicht zeitgemäß ist. Urlaubsplanung werde inzwischen häufig im Internet gemacht, doch das müsse dann eben entsprechend schnell sein. Auch für Verwaltungs- und Behördenaufgaben, die im Internet erledigt werden können - im Fachjargon E-Government -, brauche man die Breitbandtechnik, um diese effektiv gestalten zu können. Nicht zuletzt sei schnelles Internet für die Unternehmen im Landkreis wichtig, denn will man im Wettbewerb bestehen, gehört ein zeitgemäßer Internetauftritt dazu.
Deshalb legen die Konzeptersteller den Gemeinden im Landkreis ans Herz, in puncto Breitbandausbau Gas zu geben und sich einen Anbieter zu suchen, der diesen vornimmt. Dass das nicht so einfach ist, darauf weist Andreas Kaßbohm, Leiter des Breitband-Kompetenzzentrums bei der LEG Thüringen, hin. "Der ländliche Raum ist geprägt von kleinen Siedlungsräumen und großen Abständen dazwischen", so Kaßbohm. Hinzu komme, dass statistisch gesehen lediglich 66 Prozent der Haushalte Internet tatsächlich nutzen. Als unwirtschaftlich sehen deshalb viele Anbieter den Breitbandausbau an. Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) kann das bestätigen, schließlich versuche man im Gewerbegebiet Burkersdorf seit Jahren, Breitbandanschluss zu bekommen. Vergeblich, aus eben jenen Gründen.
Etliche Gemeinden und Kommunen im Landkreis wollen den Breitbandausbau trotzdem voran treiben. Das jetzt erstellte Konzept ist dabei Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln durch die Gemeinden.KommentarWeiße Flecken in der RegionWeiße Flecken, also Orte, in denen noch kein schnelles Internet genutzt werden kann, gibt es im Landkreis Greiz zahlreiche. In Greiz und Umgebung sind das u. a. Reudnitz, Mohlsdorf, Kahmer, Gottesgrün, Dölau, Kurtschau, Nitschareuth, Neugernsdorf, Wittchendorf, Kühdorf, Lunzig, Wildetaube, Großkundorf, Clodra, Waltersdorf und große Teile der Gemeinde Vogtländisches Oberland.
Quelle: Breitbandkonzept

Umsetzung zweifelhaft

Von Katja Grieser

Zumindest eines geht klar aus dem Konzept zur Breitbandversorgung hervor: Ziel ist es, bis Ende 2011 die weißen Flecken im Landkreis Greiz verschwinden zu lassen, sprich, sie mit schnellem Internet zu versorgen. Problem ist wie so oft die Finanzierung. Denn verständlicherweise nehmen die entsprechenden Anbieter nur ungern einen großen Batzen Geld in die Hand - die Umrüstung ist teuer - für eine Region, in der es nur relativ wenige Nutzer des schnellen Internets gibt. Und das ist in ländlichen Regionen nun mal der Fall. Die Gemeinde Neumühle hat vorgemacht, wie es funktionieren kann. Sie hat sich an den Ausbaukosten beteiligt. Doch hatte Neumühle das Glück, dass Konjunkturpaketmittel - immerhin 10 000 Euro - eingesetzt werden konnten.
Ob sich jede Gemeinde, die noch im Schneckentempo durchs Internet surft, einen Zuschuss zum Breitbandausbau leisten kann, ist stark zu bezweifeln. Daran kann auch kein noch so akribisch erstelltes Konzept etwas ändern.


27. Januar 2010 /OTZ

Cineastischer Blick nach Frankreich

Reger Andrang herrschte zur
Reger Andrang herrschte zur "Cinéfête" im Greizer Kino.
Foto: OTZ/Marcel Hilbert

Hunderte Greizer Schüler sehen französische Filme in Originalsprache im Kinocenter

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Unterricht im Kinosaal - ein Konzept, für das Kinobetreiber Mario Konrad immer ein offenes Ohr hat. Der Chef des Greizer Kinocenters UT 99 hieß gestern Vormittag wieder zahlreiche Greizer Schüler in seinen heiligen Hallen willkommen. Auf dem Stundenplan stand dieses Mal "Französisch".
Zum bereits zehnten Mal schmissen das Kino und der Sächsische Kinder- und Jugendfilmdienst e. V. die französische Kinofete "Cinéfête". Gezeigt wurden die Filme "Être et avoir", "La promesse", "Moi César" und "Entre les murs" dabei jeweils in der Originalsprache. Einziger Kompromiss für die jüngeren Schüler waren Untertitel in den ersten drei Filmen.
Ziel der Sondervorstellungen ist ein alternativer Ansatz der Sprachvermittlung, formulierte es Ina Ehrig vom Kinder- und Jugendfilmdienst, die zudem betonte, "dass der Einblick in andere Kulturen und in das Land ebenso wichtig und für die Filmauswahl entscheidend" ist. Vor jedem Film gab Ehrig für die Schüler eine Einführung in Inhalt und Kontext der Werke. Allerdings nicht auf Französisch. Russisch sei eher ihre Sprache, meint sie schmunzelnd.
Insgesamt 246 Schüler vom Greizer Gymnasium und der Regelschule Greiz-Pohlitz nahmen an der Französischlektion im Kino teil, unter ihnen auch Max und Matteo. Sie besuchten mit ihrer siebten Klasse und den Lehrerinnen Petra Enders und Monika Wohlrab den Film "Sein und Haben" (Être et avoir). Und auch wenn der Film, wie die Schüler im Anschluss meinten, "schwierig zu verstehen" war - ihren Spaß hatten sie beim Unterricht der anderen Art dennoch.


27. Januar 2010 /OTZ

Hochbetrieb bei Bienenflug

Martin März mit einer Honigschleuder (rechts), in die drei Waben passen, und einem Schutz, der vor allem angelegt wird, wenn am Bienenstock gearbeitet wird.
Martin März mit einer Honigschleuder (rechts), in die drei
Waben passen, und einem Schutz, der vor allem angelegt wird,
wenn am Bienenstock gearbeitet wird.
Foto: OTZ/Christian Freund

Martin März ist von Kindesbeinen an fasziniert von der Imkerei

Von Christian Freund Greiz.

Martin März, Inhaber des Imkereigeschäftes Böttcher, hält wie die Bienen keinen Winterschlaf. Dafür fehlt dem Irchwitzer ganz einfach die Zeit, schließlich steht die Saison unmittelbar vor der Tür. Und dafür muss er ein umfangreiches Sortiment in dem bereits 1953 von Christa Böttcher gegründeten Laden bereit halten. Schon als Kind wohnte er in dem Haus Am Zieger und durfte bei der Inhaberin mithelfen. Schließlich mussten schon damals vor dem Verkauf tausend kleine Dinge verpackt werden. Gern erinnert er sich an diese Zeit zurück, so durfte der heute 54-Jährige zum Beispiel als Neuntklässler bei einer großen Bezirks-Bienen-, Lehr- und Leistungsschau in der "Friedensbrücke" dabei sein. Später wurde in der Forschungsstelle in Hohen-Neuendorf bei Potsdam von Imkern eingeschmolzenes Wachs alter Waben nach dem Schleudern gegen neue Waben getauscht. Frische Wachswaben, genannt Mittelwände, die den Bienen als Vorgaben für den neuen Wabenbau dienen, hält Martin März in reichlichen Mengen für die Imker bereit.
Im Jahr 2000 übernahm der gelernte Regeltechniker, der jahrelang als Monteur unterwegs war, das Geschäft mit dem nicht alltäglichen Angebot, das nicht nur Imker anspricht. Dass er Honig frisch vom Imker anbietet, ist selbstverständlich, wer weiß aber schon, dass für Feinschmecker Honigbier, Met-Honigwein. Honigsenf, Omas bester Honigkuchen, Honigbonbons und sogar Honiglikör im Angebot sind. "Wer das einmal probiert hat, kommt immer wieder", meint März, der auch kosmetische Artikel wie Hautcreme, Seife oder Shampoo anbietet.


Zitat: Herkömmliche Bienenhäuser haben weitestgehend ausgedient, heute gibt es Beuten-Magazine.

Martin März, Imkereifachhändler


Zum größten Kundenstamm gehören nach wie vor die Imker, die nicht nur aus dem Greizer Raum, sondern auch aus Bad Elster und Rudolstadt kommen. Die meisten Imker kommen aus dem Raum Elsterberg und Fraureuth. "Spätestens im März, wenn die ersten Bienen fliegen, geben sich die Kunden die Klinke in die Hand, decken sich mit allerlei Zubehör ein, dazu gehören Rauchkräuter, die früher in den Pfeifen der Imker geraucht wurden, ebenso wie Wabenzangen oder Wachskratzer." Raritäten sind bei ihm auch zu haben, so zum Beispiel die kleinen Teile für Bienenbeuten, denn die früher üblichen Hinterbehandlungsbeuten werden von der Industrie nicht mehr hergestellt.
Die Bienenhäuser von früher haben weitestgehend ausgedient, vielmehr werden heute Beuten-Magazine in unterschiedlicher Anzahl in den Garten gestellt. Zu DDR-Zeiten waren Bienenhäuser ein gefragter Artikel, wurden von einigen nie als solche, sondern als Gartenhäuser genutzt, erinnert sich Martin März.


27. Januar 2010 /OTZ

Des Prinzen Sorge um Prinzessin und Zepter

GFG-Präsident Peter Heckel mit dem Prinzenpaar Sandra I. (Mitte) und Christian II. (rechts). Der Prinz hält das Zepter, dessen Ende ein Narrenkopf ziert.
GFG-Präsident Peter Heckel mit dem Prinzenpaar Sandra I.
(Mitte) und Christian II. (rechts). Der Prinz hält das Zepter,
dessen Ende ein Narrenkopf ziert.
Foto: Stefaniak

Sandra I. und Christian II. repräsentieren die GFG in der aktuellen Faschingssaison

Greiz (OTZ/j. st.).

Eine Gymnasiastin, Sandra I., und ein Physiotherapeut, Christian II., sind das 33. Prinzenpaar in Greiz. Sie wurden am 11. 11. 2009 bei der Rathauserstürmung im Krankorb in luftiger Höhe vom Bürgermeister als "närrisches Paar" getraut, wie Präsident Peter Heckel berichtete. Privat sind beide jedoch kein Paar. Der Prinz, Christian Schöndorfer mit bürgerlichem Namen, ist seit vier Jahren in seine Janine Pilz verliebt. Und hat mit ihr seit drei Jahren einen Sohn namens Phillip. "Wir haben uns im Faschingsverein kennen und lieben gelernt. Auch die Verlobung fand schon statt", berichtete stolz der Prinz, dessen Freundin in der Garde tanzt und der selbst zur "GFG 9" gehört. Das ist nichts weiter als die Saalpolizei der Greizer Faschingsgesellschaft.
Und die Prinzessin ? Mit bürgerlichem Namen heißt sie Sandra Gerg und besucht die zwölfte Klasse des Greizer Gymnasiums. "Meine Lieblingsfächer sind Biologie und Geschichte", erzählt sie. Auch sie ist privat seit zwei Jahren mit einem jungen Mann zusammen.
Aufpassen muss in der närrischen Zeit Christian II. nicht nur auf seine Prinzessin, auch sein Zepter darf er nicht verlieren. Beides kostet - wie viel, das erklärt Peter Heckel so: "Ein kleines Fass Bier muss da schon als Lösegeld aufgebracht werden." Die Greizer Karnevalisten rechnen immer mit solchen Dingen, ist doch der Gag ihnen selbst schon mal in Jocketa gelungen. "Da hat der Elferrat vor vier Jahren die Braut entführt, einen Kasten Bier gab es damals", erinnerte sich Heckel.
Heckel, der umtriebige Faschingsmacher, ist 53 Jahre alt, Bauingenieur von Beruf und Ur-Elsterberger. Sein Vater Gustav Heckel sorgte maßgeblich dafür, dass bereits im Jahre 1967 im damaligen Kulturbund die Grundlagen des heutigen Elsterberger Faschingsclubs gelegt wurden. Heckel jun. ist seit 23 Jahren im Greizer Verein. "Der damalige GFG-Vorstand Ulli Drescher fragte mich, ob ich mitmachen möchte", sagt Heckel über seinen närrischen Start. So sitzt er seit 1990 im Vereinsvorstand und ist in der sechsten Saison Präsident des Elferrates.
Im Saison-Motto "33 Jahre GFG - 33 Jahre Gennerhee" steckt der Schlachtruf, der schon zur Aufzeichnung der MDR-Fastnachtsshow in der Erfurter Messehalle ertönte und der auch beim Plauener Faschingsumzug am 14. Februar erklingen wird. Dort ist das Prinzenpaar im weißen Trabi-Cabriolet mit vielen weiteren Vereinsmitgliedern dabei.
Insgesamt absolviert der Verein 33 Veranstaltungen bis Mitte März. Dabei sind natürlich die eigenen Sitzungsabende, der Büttenabend in Oelsnitz, der Besuch beim EFC in Heckels Heimatstadt oder der "Männerballet-Grand Brie" in Ziegenrück.


27. Januar 2010 /OTZ

GFG mit Fernsehauftritt und Schürzenbällen

Ein witziges Showprogramm verspricht die GFG auch in dieser Saison.
Ein witziges Showprogramm
verspricht die GFG auch in
dieser Saison.

Karten können Freitag abgeholt werden

Greiz (OTZ).

Die Hauptsaison hat noch nicht einmal so richtig begonnen, da haben Liesbeth und Meda von der Greizer Faschingsgesellschaft (GFG) ihren ersten Auftritt in 2010 bereits hinter sich. Am Sonnabend weilten beide mit weiteren 25 Mitgliedern des Vereins in Erfurt zur Aufzeichnung der Sendung "Herrlich Närrisches Thüringen" in der Erfurter Messehalle. 1500 Gäste verfolgten ein kurzweiliges Programm und Liesbeth und Meda waren mittendrin. Aufgeregt waren natürlich beide, verriet GFG-Präsident Peter Heckel.
Aber die beiden haben ihre Sache ausgezeichnet gemacht und von Eva Hempel, der Programmleiterin, viel Lob für ihren ersten Fernsehauftritt erhalten. Ausgestrahlt wird die Sendung am Mittwoch, 3. Februar, ab 20.15 Uhr im MDR. Auch sonst ist der Präsident der Faschingsgesellschaft mit dem Verlauf der 33. Greizer Faschingssaison zufrieden. Die Vorbestellungen für die beiden Schürzenbälle am 6. Februar mit der Live-Band Borderline und am 13. Februar mit der Albrecht- Schmidt-Formation laufen auf vollen Touren.
Die Nachfrage für den 2. Schürzenball übersteigt bereits bei weitem die Kapazität und somit bittet die GFG darum, entweder auf den 1. Schürzenball oder den traditionellen Rosenmontagsball auszuweichen. Die Kleinsten kommen beim Kinderfasching am 7. Februar ab 15 Uhr zum Zug. Am Donnerstag, 11. Februar, wird der Weiberfasching zelebriert. Neben Männerballetts aus der Region hat die GFG diesmal zwei Menstripper gebunden. Unterstützt wird dieser Abend von Uwe Heinl und der Vogtlandradiodiskothek. Männer dürfen den Saal an diesem Abend erst nach 22.30 Uhr betreten.
Schon zur Tradition geworden und nicht mehr aus der Stadt wegzudenken - der Rosenmontagsumzug. Seit 1996 organisiert die Greizer Faschingsgesellschaft diesen Umzug. Den Abschluss der Saison bildet wie jedes Jahr der Rosenmontagsball. Hier sind neben vielen Gastvereinen auch die Sponsoren der GFG geladen.
Am Faschingsdienstag sind dann die Jüngsten der GFG unterwegs und bereiten in Kindergärten und in anderen Einrichtungen ein stimmungsvolles Faschingsprogramm. Wer sich das Ganze nicht entgehen lassen will, der sollte am Freitag, 29. Januar, von 18.30 bis 21 Uhr seine bestellten Karten abholen.
Am Donnerstag, 4. Februar, erfolgt, ebenfalls von 18.30 bis 21 Uhr, der Freiverkauf. Der Kartenvorverkauf findet wieder in der Sportschule Kurt-Rödel in Greiz statt. Noch können unter www.genner-hee oder unter der Hotline (03661) 40 72 67 geordert werden. Alle Faschingsveranstaltungen außer dem Kinderfasching beginnen 19.30 Uhr.


27. Januar 2010 /OTZ

Frühlingsträume und Spielwelten

Geplante Sonderausstellungen und Veranstaltungen im Unteren Schloss

Greiz (OTZ).

Vielfältig präsentiert sich der Ausstellungsplan des Unteren Schlosses in diesem Jahr. "Frühlingsträume - Vom Eise befreit", eine Fotoschau des Fotoclubs Greiz, ziehen vom 20. März bis 11. April in das Untere Schloss ein. Fraureuther Porzellan des 19. und 20. Jahrhunderts ist Gegenstand der Exposition "Das weiße Gold der Reußen", die sich vom 18. April bis 26. September anschließt.
Zurück zur Fotografie kehren die Museumsbetreiber mit der Ausstellung "Abenteuer Fotografie - Vom Hof- zum Starfotografen", die das Vermächtnis des Hoffotografen Heinrich Fritz beinhalten soll. Vom 2. Oktober bis 28. November ist der Besuch dieser Schau möglich.
Nach Spielzeug aus 40 Jahren DDR-Geschichte befasst sich auch die neue Weihnachtsausstellung mit Spielwaren, sie ist mit "Spielwelten - damals und heute" überschrieben und dauert vom 5. Dezember bis März 2011.
Zu den festen Terminen im Veranstaltungskalender des Museums zählen auch in diesem Jahr der Internationale Museumstag am 16. Mai, die Kinderkulturnacht am 28. Mai, das Familienfest der Museen Greiz zusammen mit der Musikschule am 13. Juni sowie ein Turnier zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni. Auch auf Museumsnacht (27. August), Tag des offenen Denkmals (12. September) und Fürstenweihnacht (11./12. Dezember) kann man sich freuen.


27. Januar 2010 /OTZ

Im Winter kein Zuckerschlecken

Sabine Arold sorgt dafür, dass die Kurtschauer ihre Zeitung bekommen.
Sabine Arold sorgt dafür,
dass die Kurtschauer
ihre Zeitung bekommen.

Zähigkeit der Zeitungszusteller gefragt

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Im Winter ist der Job eines Zeitungszustellers wahrlich kein Zuckerschlecken: Zum zeitigen Aufstehen kommt zum einen die Kälte hinzu. Da ist Zähigkeit gefragt. Doch gegen die beißende Kälte können die Zusteller wenigstens noch etwas tun. Dick eingemummelt machen sie sich trotzdem jeden Morgen in aller Frühe auf den Weg, damit die Abonnenten ihre Ostthüringer Zeitung pünktlich zum Frühstück lesen können. 125 Zusteller sind jeden Morgen allein in Greiz und Umgebung im Einsatz, um die OTZ zu verteilen. Deren größtes Problem ist derzeit die Glätte auf den Gehwegen. Oftmals gleiche der Weg zu den Briefkästen der Abonnenten einer Schlitterpartie. Die Austräger können mitunter auf den Gehwegen kaum laufen, weil sie so glatt sind. Wie gefährlich das ist, muss nicht erwähnt werden.
Deshalb appellieren die Zusteller an alle Hauseigentümer und bitten darum, dass sie die Bürgersteige von Schnee und Eis befreien und möglichst auch streuen. Nur so kann Unfällen, die bei Witterungsbedingungen wie den aktuellen immer wieder vorkommen, vorgebeugt werden.
Die Zusteller jedenfalls sind dankbar für jeden geräumten Weg. Denn das bedeutet für sie, dass sie ihren Job gut und in gewohnter Schnelligkeit erledigen können. Ein "Eiertanz" auf vereisten Gehwegen ist nicht nur gefährlich, sondern führt unter Umständen auch dazu, dass sich die Zustellung der OTZ verzögert. Und das will schließlich keiner.


27. Januar 2010 /OTZ

Regionalmanagement entwirft Gaststättenführer

Förderung Gastronomie im Vogtland als Ziel

Greiz (OTZ).

Das Regionalmanagement der Region Greiz erarbeitet einen Gaststättenführer für den Landkreis Greiz. Ziel dieses Projektes ist die Förderung der Gastronomie des Vogtlandes in Thüringen. Nachdem die Broschüre „Hofläden und Direktvermarkter im Vogtland" im vergangenen Jahr ein großer Erfolg war, soll nun eine Übersicht der Gaststätten, Cafés, Eiscafés und der Erlebnisgastronomie erscheinen. Bürger und Gäste erhalten somit eine handliche Übersicht, um gezielt aus der Fülle von Gaststätten eine nach ihrem „Geschmack" auswählen zu können.
In der Broschüre werden dann pro Seite drei Gaststätten vorgestellt. Der Eintrag ist gegen eine geringe Gebühr möglich. Interessierte Gastronomen des Landkreises können das Anmeldeformular unter der Internetadresse www.region-greiz.de herunter laden. Die Broschüre wird noch in diesem Jahr erscheinen und in Tourismusinformationen, Beherbergungsbetrieben, in den Städte- und Gemeindeverwaltungen und Gaststätten kostenlos zu erhalten sein. Nähere Informationen unter Tel.: (03661) 61 14 52 oder per E-Mail an s.scheller@region-greiz.de.


27. Januar 2010 /OTZ

Kufenflitzer bestätigen Topform

Marcel Müller und Franz Scherf beim Einlaufen zum Vereinswettkampf in Erfurt
Marcel Müller und Franz Scherf beim
Einlaufen zum Vereinswettkampf
in Erfurt
Foto: Katrin Müller

Eisschnelllauf, Vereinswettkampf in Erfurt und U-23-Cup in Chemnitz

Von Katrin Müller Erfurt/Chemnitz (OTZ).

Insgesamt zwölf Sportler des TSV Mylau starteten am 23. Januar in Erfurt beim International Race. Hierbei ging es hauptsächlich um eine Leistungsüberprüfung und die Steigerung der jeweiligen persönlichen Bestleistungen. Dies gelang auch den meisten Sportlern sehr gut. So knackte beispielsweise Franz Scherf (14) seine Bestmarke über 500 Meter und Marcel Müller (14) seine auf 1000 Meter. Alicia Barndt (11) und Michelle Reinhold (14) verpassten ihre Bestzeiten nur knapp.
Nach dem einwöchigen Skilager der drei 14-jährigen Gymnasiasten, dem Trainer Reiner Roth wegen Trainingsausfall und Verletzungsgefahr mit einigen gemischten Gefühlen entgegen gesehen hatte, zeigten die Sportler, dass sie trotz des kurzzeitigen Wechsels ihrer Sportart ihren hervorragenden Leistungsstand auf den schnellen Kufen beibehalten hatten.
Zur gleichen Zeit fand in Chemnitz der U-23-Cup statt. Mit Denise Roth und Felix Scherf war der Verein auch hier mit zwei Sportlern des Vereins vertreten.
Bei Läufen über 500 Meter konnten beide siegen und über die 1000 Meter belegten beide jeweils den zweiten Platz. Diese Platzierungen bestätigen auch hier eindrucksvoll, dass die Eisschnellläufer des TSV Mylau ganz vorn mitlaufen können.
Ergebnisse: Alicia Barndt (11): 100m 12,62; 1000m 1:44,41; Michelle Reinhold (14): 500m 44,88; 500m 44,79; Franz Scherf (14): 500m 44,89; 1000m 1:34,39; Marcel Müller (14): 500m 45,22; 1000m 1:32,37.


27. Januar 2010 /OTZ

Theuma schlägt Greiz vom Punkt

Die Vertretung des SV Theuma konnte sich in diesem Jahr den Sieg im Alte-Herren-Turnier des Hainberger SV in der Kurt-Rödel-Turnhalle sichern. In ihrem Auftaktspiel trafen sie auf den FSV Treuen (in Rot).
Die Vertretung des SV Theuma konnte sich in diesem Jahr den
Sieg im Alte-Herren-Turnier des Hainberger SV in der Kurt-
Rödel -Turnhalle sichern. In ihrem Auftaktspiel trafen
sie auf den FSV Treuen (in Rot).
Foto: Marcel Hilbert

Hallenfußball, Turnier des Hainberger SV, Alte Herren: Gastgeber landet auf Rang vier

Greiz (OTZ/Birke).

Traditionell führte der Hainberger SV am Sonnabend das Hallenfußballturnier um die von der Dachdeckerfirma "Hammer und Brücke" gestifteten Pokale durch. Am Vormittag spielten die "Alten Herren" um den Turniersieg. Es nahmen acht Mannschaften teil, die in zwei Gruppen die Vorrunde ausspielten. In Gruppe eins konnte sich die Mannschaft der SG 1. FC/Chemie Greiz (6 Punkte) vor dem SV Theuma (6 Punkte), dem Hohndorfer SV (3 Punkte) und dem FSV Treuen (3 Punkte) durchsetzen. In Gruppe zwei siegte der Greizer SV (7 Punkte) vor dem Hainberger SV (6 Punkte), dem Elsterberger BC (4 Punkte) und dem PSV Delitzsch (0 Punkte).
Bei den Platzierungsspielen belegte der FSV Treuen den 7. Platz. Das Team setzte sich klar gegen Delitzsch mit 5:0 durch. Im Spiel um Platz fünf standen sich dann Elsterberg und Hohndorf gegenüber. In diesem Derby sicherten sich die Hohndorfer mit einem 4:1 den fünften Platz.
Im ersten Halbfinale siegte der SV Theuma mit einem 3:2 gegen den Greizer SV. Das zweite Halbfinalspiel bestritten die SG Greiz und der Gastgeber vom Hainberger SV. Hier behielten die Spieler der SG mit einem 4:0 klar die Oberhand und folgten dem SV Theuma ins Finale. Im Spiel um den dritten Platz standen sich dann der Hainberger SV und der Greizer SV gegenüber. Wie im Vorrundenspiel behielt der Greizer SV die Oberhand und sicherte sich mit einem 1:0-Sieg den Bronzeplatz. Das Finale zwischen der SG Greiz und Theuma schien früh entschieden zu sein. Die Greizer führten schnell mit 3:0 und waren dem vierten Treffer nahe. Doch die Theumaer schienen dies als Weckruf verstanden zu haben. In der letzten Minute erzielten sie gar den Ausgleich und verlagerten so die Entscheidung ins Neunmeterschießen. Hier konnte der Theumaer Torwart mit einem gehaltenen Neunmeter seinem Team den Sieg sichern. Wie bereits 2006 errang Theuma den Turniersieg und den umkämpften Pokal.
Bester Torschütze wurde Frank Reichardt (Greizer SV) mit neun Treffern. Er traf fast doppelt so oft wie der Zweitplatzierte Marco Vogel (SG 1. FC/Chemie Greiz), der fünf Treffer erzielte. Frank Spörl (Hohndorfer SV) wurde zum besten Torhüter gewählt.


27. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Nächtelanges Basteln am PC belohnt

Marcus Daßler gewinnt mit seiner von ihm entworfenen Homepage den zweiten Preis beim WebAward 2009.
Marcus Daßler gewinnt mit seiner von
ihm entworfenen Homepage den zweiten
Preis beim WebAward 2009.

Marcus Daßler gewinnt mit Homepage zweiten Platz beim WebAward 2009 in Bad Köstritz

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Wenn andere bereits tief und fest schliefen, leuchtete im Zimmer von Marcus Daßler noch Licht. Dann saß der junge Mann hinter seinem PC und bastelte an seiner Internetseite. Ein halbes Jahr lang. Den Lohn für seine nächtlichen Mühen bekam der Zeulenrodaer jetzt überreicht. Beim WebAward2009 des Bad Köstritzer Unternehmervereins erreichte er in der Kategorie "Privat" für seine Homepage www.marcus-dassler.de den zweiten Platz. Bereits zum neunten Mal vergab der Verein den Preis, mit dem er Bemühungen um eine attraktive und übersichtlich gestaltete Seiten honoriert. Zum ersten Mal hatte Daßler sich daran beteiligt. "Ich habe davon gehört und einfach mitgemacht. Es ist doch toll, wenn man sich nur anmelden braucht und dann einen Preis bekommt", freut er sich.
Ganz so einfach war es doch nicht, denn über einen Monat lang konnten Internetnutzer online über ihren Favoriten abstimmen. "Meine Mutti hat sich in der Nacht sogar den Wecker gestellt, um alle zwei Stunden neu abzustimmen", lacht Daßler.
Mit seiner grafisch hoch anspruchsvollen Seite, die er selbst entworfen und gestaltet hat, sei er von Anfang an mit ganz vorne dabei gewesen. Beruhigende Farben, die ineinander überfließen, bestimmen das Bild. Die unterlegte Musik stammt von Daßler, der in seiner Freizeit verschiedene Musikprojekte betreut. Harter Konkurrent und letztendlich der Sieger wurde die Homepage des Geraer Leichtathletikvereins. Zahlreiche Mitglieder hatten für dessen Seite geklickt.
www.marcus-dassler.de


27. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Sichere Straßen auch fürs Wild

Warn-Reflektoren sind an der B 94 zwischen Zeulenroda und Neuärgerniß angebracht.
Warn-Reflektoren sind an
der B 94 zwischen Zeulen-
roda und Neuärgerniß an-
gebracht.

Warn-Reflektoren sollen Unfälle verhindern

Von Holger Zaumsegel Zeulenroda (OTZ).

So mancher Autofahrer, der auf der Bundesstraße 94 zwischen Zeulenroda und Neuärgerniß unterwegs war, mag sich gefragt haben, was das für "blaue Teile" an den Straßenbegrenzungspfosten sind. Es sind Wild-Warn-Reflektoren. Dieser Abschnitt der B 94 dient als Testlauf, der im Landkreis bald Schule machen könnte. Die Kreisjägermeisterschaft Greiz hat in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Greiz ein Projekt gestartet, in dem getestet wird, wie die Zahl der Wildunfälle minimiert werden kann. Dabei stieß man, wie Kreisjägermeister Karsten Haase erzählt, auf die Warn-Reflektoren. Sie reflektieren das Licht der Autos auch in die angrenzenden Wälder und würden dem Wild somit eine frühzeitige Warnung zu kommen lassen, dass etwas im Anmarsch ist. Denn die herkömmlichen Reflektoren, die an allen Straßenbegrenzungspfosten angebracht sind, würden nur den Autofahrern etwas nützen.
Bereits seit drei Jahren testen Polizei und Jäger die Wild-Warn-Reflektoren schon auf der B 92 zwischen Daßlitz und Greiz - ebenfalls eine Strecke, auf der es häufig zu Wildunfällen kommt. Mit sehr gutem Erfolg, wie Haase betont. Einziger Unterschied zur B 94: Hier sind die Warn-Reflektoren rot-weiß. Zwischen Zeulenroda und Neuärgerniß kommen jetzt die blauen zum Einsatz, die die Kreisjägermeisterschaft gekauft und auch an die Straßenbegrenzungspfosten angebracht hat. "Die blauen Warn-Reflektoren seien die besten, das behauptet zumindest der Hersteller", sagt Karsten Haase.
Das Projekt müsse aber erst einige Jahre laufen, bevor man Genaueres sagen könne.


27. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Zwei Lager vor der Sitzung

Heute Abend im Zeulenroda-Triebeser Stadtrat zweiter Anlauf für Haushaltsplan 2010

Von Steffen Beikirch Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Vor der Stadtratssitzung heute Abend in Zeulenroda (18 Uhr im Rathaussaal) hegen die einzelnen Fraktionen unterschiedliche Erwartungen. Der Stadtrat scheint in zwei Lager geteilt. Einig sind sich aber alle fünf Fraktionschefs in einer Sache: Es wird Zeit, dass der Etat grünes Licht bekommt. Ob dem so wird, machen Linke und Bürgerinitiative (zusammen acht Stimmen) allerdings von weiteren Informationen des Bürgermeisters abhängig. "Dass das Personalkonzept schlüssig vorgestellt wird" erwartet Linke-Fraktionsvorsitzender Frank Höhn und findet Unterstützung bei der neuen BIZ-Fraktionschefin Bärbel Rentzsch: "Das ist der Dreh- und Angelpunkt, weil wir uns ungern für eine verfehlte Personalpolitik in der Verwaltung vors Loch schieben lassen."
CDU, SPD und FDP (16 Stimmen plus Bürgermeister) sind sich dagegen weitgehend einig, wie bereits der abgestimmte Beschlussantrag in der Hauptausschuss-Sitzung zeigte (OTZ berichtete). Diese Änderungswünsche sind mittlerweile im Haushalt wiederzufinden, weiß CDU-Fraktionschef Dr. Bernd Grünler und fühlt sich ausreichend informiert. "Es ist im Vorfeld genug gesprochen worden", sagt er und wünscht sich, dass der Haushalt heute alle Hürden nimmt.
"Irgendwie muss es ja weitergehen", stimmt SPD-Fraktionschef Ulrich Herrmann zu. Die Personalhoheit würde er - wie in der freien Wirtschaft auch - beim Verwaltungschef belassen wollen. "Der Geschäftsführer muss mit bestimmten Kompetenzen ausgestattet sein, um seinen Laden in Schuss halten zu können. Dazu gehört auch das Personal", zieht er einen Vergleich, ohne die Sozialverträglichkeit geplanter Maßnahmen vernachlässigen zu wollen.
"Die Zielvorgabe Stundenabbau ist bekannt. Wir haben gesagt, dass es sozial verträglich geschehen soll", pflichtet FDP-Fraktionschef Dr. Horst Gerber bei. Und eben, weil man bisher nicht ausreichend informiert war, habe man ja mittlerweile verlangt, diesen Prozess in Zukunft begleiten zu können.


Ergeben sich zum Personalkonzept keine schlüssigen Informationen, werden wir genauso abstimmen wie im Dezember.

Frank Höhn, Die Linke


Einen Unterschied macht Gerber beim zweiten großen Vorhaben: Die Ausgliederung freiwilliger Leistungen in eine Dienstleistungs GmbH. Hier gebe es bislang ja noch gar keine weiteren Details. Wenn die heute nachgereicht würden, wäre es schön, meint Gerber. Sieht das aber auch nicht so dramatisch, da die Gründung einer solchen Firma bislang als mittelfristiges Ziel deklariert sei und dies somit 2010 noch nicht haushaltsrelevant werde. "Hier geht mir Gründlichkeit vor Schnelligkeit", wünscht er sich für die konzeptionellen Überlegungen im Rathaus.
Hinsichtlich der Investitionsvorhaben kommen die Stadträte offenbar leichter auf einen Nenner. Die SPD drängt zwar nach wie vor auf die oberste Priorität fürs Energiekonzept, zeigt sich aber kompromissbereit. Trotzdem will Ulrich Herrmann erneut deutlich machen, wie wichtig allgemeine Daseinsvorsorge ist. "Wir müssen schauen, dass die Menschen nicht abwandern, sondern hier eine Lebensperspektive bekommen", mahnt er. Unter diesem Aspekt müssten nochmal alle Vorhaben überprüft werden.
Mit der künftigen Verkehrsführung im Zeulenrodaer Zentrum wird sich außerdem ein Antrag der FDP befassen. Vor dem geplanten Umbau des Rosa-Luxemburg-Platzes wollen die Liberalen einen Grundsatzentscheid haben: Man möge zuerst das innerstädtische Verkehrskonzept behandeln, bevor man weitere Baumaßnahmen initiiert.


27. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Im Winter ein hartes Brot

Birgit Roschkowski stellt die Zeitung zu.
Birgit Roschkowski stellt
die Zeitung zu.

Auch Zeitungszusteller kämpfen mit Wetter

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

Eingepackt in drei Pullover, eine Jacke, dicke Stiefel, Handschuhe und 75 Zeitungen unter dem Arm - so stapft Birgit Roschkowski derzeit jeden Morgen durch den Schnee. Seit fünf Jahren sorgt die Zeulenrodaerin dafür, dass die Leser in Weckersdorf und Läwitz jeden Morgen ihre Ostthüringer Zeitung pünktlich auf dem Tisch haben. Was im Sommer für sie ein Vergnügen ist und Spaß macht, ist im Winter eine Tortur. "Die Straßenverhältnisse auf den Hauptstraßen sind kein Problem. Die Nebenstraßen dagegen sind glatt und nicht gestreut", schildert die 52-Jährige ihren derzeitigen Alltag. Früh um halb vier klingelt der Wecker, dann bleibt ihr eine halbe Stunde, um sich bei den eisigen Temperaturen dick einzupacken und ins Auto zu steigen. Gut, wenn das dann anspringt, bei den Minusgraden sei das nicht immer der Fall. "Da steht man und weiß nicht, wo man sich ein Auto leihen kann. Schließlich schlafen alle noch", erzählt Roschkowski weiter.
Mit Taschenlampe bepackt, nimmt sie das Wagnis Zeitungszustellung in Angriff. Das sei aufgrund der glatten und mit Schnee überhäuften Gehwege nicht immer einfach. "Im Dunkeln sieht man überhaupt nicht, wo man hintritt", spielt die Zustellerin auch auf die aktuellen Straßenzustände in Läwitz an. Dort wird seit Monaten gebaut, so dass sie ihr Auto oftmals am Ortseingang parkt und die Zeitungen zu Fuß in Richtung Briefkasten trägt. "Bei den Bauarbeiten in Läwitz waren die oftmals abmontiert, so dass ich die Zeitung dann an den Bauzaun gesteckt habe. Zurückbringen kann ich sie nicht", erläutert die 52-Jährige. Das Baustellenproblem sei dabei nicht wie die Jahreszeit eines, das irgendwann wieder vorbei geht. Als der Markt in Zeulenroda noch gebaut wurde, mussten Roschkowski und weitere Zusteller einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen, um zum Sammelpunkt in der Schuhgasse zu kommen.
Allen 82 Zustellern, die im ehemaligen Kreisgebiet die OTZ austragen, dürfte es derzeit ähnlich gehen. Wetter und Witterungsverhältnisse machen es ihnen manchmal unmöglich, die Zeitung spätestens bis 6 Uhr morgens zu den Abonnenten zu bringen.
"Auf meiner Strecke gibt es niemand, der morgens schon unruhig an der Tür auf seine Zeitung wartet. Ich gehe aber auch früh genug los, so dass ich es immer rechtzeitig schaffe", erzählt Roschkowski weiter. Wer seine Zeitung doch einmal nicht rechtzeitig bekommt, der hat sie spätestens am Nachmittag im Briefkasten. "Wir sind immer bemüht, die Zeitung noch am gleichen Tag zuzustellen", betont die für Zeulenroda zuständige Aussenstellenleiterin Sonja Liebold.


27. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Keine Sieger beim Trabi-Rennen

Lutz Jacob (mit der roten Fahne) schickte am Vormittag die 13 Teams auf den 800 Meter langen Kurs.
Lutz Jacob (mit der roten Fahne)
schickte am Vormittag die 13 Teams
auf den 800 Meter langen Kurs.
Foto: Stefaniak

Motorsport: Spaß steht beim "Manöver Schneeflocke" für 13 Teams im Vordergrund

Pausa (OTZ/j.st.)

13 Teams beteiligten sich am Samstag am "Manöver Schneeflocke" in Pausa. So hatten die Organisatoren um Lutz Jacob vom Trabant-Club Pausa das 1. Winter-Trabantrennen genannt. 800 Meter war der Kurs im Gewerbegebiet lang. Gefahren wurde auf einem Teilstück des Sommerkurses in entgegengesetzter Richtung. Fast 1000 Zuschauer, so die Angaben der Veranstalter, sahen dem Spektakel zu, das bis zu Beginn der Dunkelheit andauerte. Am Ende gab es keine Sieger, "denn es war ein Spaßwettbewerb", fasste Vereinschef Jacob zusammen. Elf Serien a je zehn Runden absolvierten die Piloten. Am Start waren nur Piloten aus der Region, die erfahren sind in Pausaer Trabantrennen. Natürlich saßen dabei Erik Schmidt aus Pöllwitz, Gunter Rost aus Ebersgrün oder Michael Wermig aus Pausa hinter dem Steuer. Aus Niederböhmersdorf bei Triebes war "200 Puls" angereist, ebenso die "Teufelskerle" von der Schleuse im Greizer Vorort Obergrochlitz.
Spaß gemacht hat es allen. Denn alle Fahrzeuge absolvierten 110 Runden. "Nach jeder Rundenserie legen wir eine Pause ein", erklärte Lutz Jacob am Morgen, "damit die Teams ihre Fahrzeuge warten können." So wurden am Ende auch die Resultat in Wertungsgruppen eingeteilt und Urkunden dafür ausgegeben. Für die Besten gab es ein "Hervorragend". Das waren "Cool Runnings" aus Ebersgrün, "Devil Racing" aus Tanna, "200 Puls" aus Niederböhmersdorf und die "Schleuse 1" aus Obergrochlitz. Lutz Jacob fasste das Geschehen so zusammen: "Wir haben kein Rennen veranstaltet, sondern wollten die Trabis mal auf den Schnee bewegen. Dabei stand der Spaß im Vordergrund."


27. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Neue Afghanistan-Strategie
Neue Afghanistan-Strategie
Zeichnung: OTZ/Bruns


Wetterfestes Wander-Häschen

Ganz in Holz erwartet Meister Langohr, entworfen von Marion Zablowski (2. v. r.), als Maskottchen des MDR-Osterspazierganges die Gäste in Zeulenroda-Triebes. Am 4. April ist die Doppelstadt Gastgeber des Events. Es wurden bereits neue Wanderstrecken angelegt und hunderte Netze gehäkelt - für die bis zu 13 000 Ostereier zum Schmuck der Stadt.
Foto: OTZ/Heidi Henze

Ganz in Holz erwartet Meister Langohr, entworfen von Marion Zablowski (2. v. r.), als Maskottchen des MDR-Osterspazierganges die Gäste in Zeulenroda-Triebes. Am 4. April ist die Doppelstadt Gastgeber des Events. Es wurden bereits neue Wanderstrecken angelegt und hunderte Netze gehäkelt - für die bis zu 13 000 Ostereier zum Schmuck der Stadt.


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