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23. Januar 2010 /OTZ
Schnelleres Internet ab sofort
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Seit Jahrhunderten gibt es eine technische Anlage am Wehr
Neumühle, mit deren Hilfe man bei Bedarf den Mühlgraben vom
Elsterwasser trennen kann. Neumühle feiert am Sonntag 50
Jahre selbstständige Gemeinde.
Foto: OTZ/Freund
DSL-Breitbandnetz in Neumühle in Betrieb genommen
Von Katja Grieser Neumühle (OTZ).
Pünktlich zum Jubiläum bekommen die Neumühler ein "Geschenk" von der Telekom: Am Donnerstag ist das DSL-Breitbandnetz in Neumühle in Betrieb genommen worden.
Damit können die Einwohner nun bedeutend schneller im Internet surfen. "Die üblichen Geschwindigkeiten liegen bei 384 Kilo-Bit, in Neumühle haben wir die Geschwindigkeit jetzt verfünfzigfacht", sagte Pressesprecher Georg von Wagner.
In den vergangenen Wochen wurden umfangreiche Tiefbauarbeiten in der Gemeinde durchgeführt, um die vorhandene Glasfasertechnik für den Breitbandzugang via DSL aufzurüsten. Preiswert ist ein DSL-Ausbau nicht. Laut Unternehmensangaben müssen in einen Kilometer Kabelarbeiten einschließlich Tiefbau rund 50 000 Euro investiert werden. Oftmals arbeitet der Konzern deshalb mit den Gemeinden zusammen. So auch in Neumühle. 10 000 Euro hat die Gemeinde dafür aus den Konjunkturpaket-Mitteln eingesetzt, weitere 8000 Euro sind aus der Gemeindekasse draufgelegt worden. So, argumentiert Bürgermeisterin Pedra Hofmeister, haben alle Neumühler etwas vom Konjunkturpaket, schließlich könne sich jeder den schnellen Internetzugang holen. Dankbar ist Hofmeister, dass die Telekom den Breitbandzugang gebaut hat, der auch von anderen Anbietern genutzt werden kann. In Neumühle sei es, so die Bürgermeisterin, aufgrund der Lage nur durch Breitband möglich, an schnelles Internet zu kommen. Kommentar InternetgeschwindigkeitDie Internetgeschwindigkeit hängt generell davon ab, wie nah der Bürger am nächsten Netzknotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung, über die der Datenstrom ab dieser Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Physik im Kupferkabel nicht mehr mit. Um die Neumühler besser zu versorgen, hat die Telekom nun zusätzlich fast sieben Kilometer Glasfaser-Leitungen neu verlegt und mehrere Knotenpunkte in der Gemeinde ausgebaut. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Schritt für Schritt zusammen gewachsen
Fritz Pegler erinnert sich an die Gründung der Gemeinde Neumühle vor 50 Jahren
Von Katja Grieser Neumühle.
Wenn am Sonntag in Neumühle der 50. Jahrestag der Gemeindegründung gefeiert wird, ist Fritz Pegler selbstverständlich auch dabei.
Denn er gehört zu den ersten Gemeindevertretern, wurde bei der ersten Wahl gleich in den Gemeinderat gewählt. "Von den Gemeindevertretern im Gründungsjahr 1960 leben noch fünf", weiß Pegler, der sich auf ein Wiedersehen zur Festveranstaltung freut.
Auf die Frage, ob die Entscheidung, dass Neumühle selbstständige Gemeinde wird, richtig war, kommt wie aus der Pistole geschossen: " Na selbstverständlich." Auch wenn es in der Praxis nicht immer einfach war, die vier Ortsteile zusammen zu führen. Zunächst einmal sei es damals darum gegangen, dass sich die Leute kennen lernen. Da es kaum Autos gab, musste der Weg etwa zwischen Lehnamühle und Krebsgrund zu Fuß zurück gelegt werden, was natürlich mühsam war. Per pedes ging es auch zu den Gemeinderatssitzungen, erinnert sich Fritz Pegler. Drei Kilometer musste er so zurück legen, nachdem der ehemalige Lehrer am Morgen bereits die Strecke nach Nitschareuth bewältigt hatte, wo er unterrichtete.
Eine selbstständige Gemeinde zu gründen, war eine gute Entscheidung.
Fritz Pegler, einer der ersten Gemeindevertreter von Neumühle
Doch der Zusammenhalt in der Gemeinde sei schon sehr bald ungewöhnlich groß gewesen. So wurden gemeinsam Arbeitseinsätze durchgeführt, Wasserleitungen gelegt, der Krebsbach ausgebaut. Großreinemachen war in der Gemeinde ebenfalls eine Gemeinschaftsaufgabe.
Schwierigkeiten habe es in der Vergangenheit mit einigen Bürgermeistern gegeben, so Fritz Pegler. "Wir hatten einen hohen Verschleiß an Bürgermeistern", resümiert er. Auf Pedra Hofmeister, die jetzige Gemeindechefin, lässt der 85-Jährige, der noch heute in Neumühle wohnt, dagegen nichts kommen. |
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23. Januar 2010 /OTZ
In Spitzenzeiten knapp 300 Mann beschäftigt
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Kurt Büttner
Kurt Büttner war Leiter des Hartpappenwerks
Greiz (OTZ/gru).
"Zur Gründung von Neumühle als selbstständige Gemeinde war ich noch gar nicht vor Ort", erinnert sich Kurt Büttner. Doch ein Jahr später übernahm der Greizer die Leitung des Hartpappenwerkes in Lehnamühle.
"In Spitzenzeiten hatten wir bis zu 300 Mitarbeiter", erzählt der gelernte Kaufmann. Die waren im Betrieb gut versorgt. "Es gab Werkswohnungen, Konsum und Küche. Da hat man für 60 Pfennig ein ganz prima Mittagessen bekommen", erinnert sich Büttner. Der werkseigene Omnibusverkehr holte die Mitarbeiter aus den umliegenden Ortschaften. Um die 6000 Tonnen Pappe und Papier wurden jährlich produziert, "hauptsächlich Koffer- und Schuhgelenkpappe", so der ehemalige Betriebsleiter. Dafür wurde Altpapier zu einem Brei zerkleinert, der dann auf der Hartpappenmaschine bis zur gewünschten Stärke aufgewickelt wurde. "Solche Bögen haben bis zu fünf Kilo gewogen", beschreibt Büttner die schwere körperliche Arbeit.
Mehrere Hochwasser hätten ihm in 26 Jahren Dienstzeit das meiste Kopfzerbrechen bereitet. "Doch für die Pappeproduktion braucht man nun mal einen Standort am Wasser." Bis 1987 hatte Kurt Büttner die Geschicke im Hartpappenwerk in der Hand. Nach drei Jahren als ökonomischer Leiter zog er sich 1991 aus dem Berufsleben zurück. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Fernweh hautnah erleben
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Peter Zaumseil mit seiner "Reiseleiterin", Ehefrau Steffi
Gerhardt-Zaumseil.
Foto: OTZ/Christian Freund
Der Greizer Künstler Peter Zaumseil zeigt im Theaterfoyer seine malerischen Reisebilder
Von Katja Grieser Greiz.
Australien, Andalusien, Portugal, Malediven... - nur ein kleiner Ausschnitt der Orte, die Peter Zaumseil bereist hat. Die ungeahnten Reisemöglichkeiten, die nach der Wende auf den Künstler warteten, ließ er nicht ungenutzt. Die Erlebnisse vor Ort freilich konnte er nur in seinen Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Dafür ist es ihm dank seiner Kunst möglich, besonders schöne Eindrücke seiner Reisen zu vermitteln. Seit Donnerstagabend zeigt Zaumseil im Greizer Theaterfoyer seine malerischen Reisebilder.
Dabei ist malerisch im doppelten Sinne gemeint, denn neben zahlreichen Fotografien, die den Künstler unter anderem auf der Luftmatratze lümmelnd zeigen, sind auch großformatige Gemälde ausgestellt. Beeindruckend etwa das Bild des mächtigen Sandstein-Berges Ayers Rock in Australien, das allein durch seine Farbintensität beeindruckt. Solche Arbeiten sind es, die den Betrachter in diesen "schmutzig-trüben Wintertagen in ihren Bann ziehen", wie der "Zuhausegebliebene" Gotthard Brandler, ehemaliger Direktor des Greizer Sommerpalais, in seiner Laudatio sagt. Märchenhaften Zauber und Magie sieht Brandler in den ausgestellten Reisebildern, bei denen Peter Zaumseil zwischen Fernsichten und "kühnen, ausschnitthaften Nahsichten" wechselt. Sogar der Himmel kann so zum Ort für Bilder werden, wie Gotthard Brandler anerkennend feststellt.
Doch auch die bei Reisenden beliebten, weil wunderschön-romantischen Sonnenuntergänge dürfen bei Zaumseil nicht fehlen. Ebenso zu sehen sind Architekturbilder, etwa Fotos von der bizarr anmutenden Oper von Sydney. Auch nach Ägypten, dort war er 1999, 2001 und 2007, nimmt Peter Zaumseil den Betrachter mit. Der Künstler selbst bedankt sich bei seiner "Reiseleiterin", wie er seine Frau Steffi Gerhardt-Zaumseil liebevoll bezeichnet. Ohne sie wäre eine solche Ausstellung nicht möglich gewesen, so der Greizer, der hofft, dass den Leuten beim Betrachten seiner Bilder das eine oder andere Reiseziel besonders gefällt und sie es selbst entdecken wollen. In diesem Sinne gibt er den Vernissage-Gästen mit auf den Weg: "Die Welt ist riesengroß und man sollte sie sich anschauen."
Fotografische Eindrücke von OTZ/Christian Freund - Innerhalb einer Galerie wird durch Klicken auf das Vorschaubild das Bild in einem neuen Fenster in voller Größe angezeigt.
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23. Januar 2010 /OTZ
Gefährlicher Weg für Fußgänger
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Gerade im Winter ist das Laufen
auf der Straße äußerst
gefährlich.
Greizerin aus dem Feldweg weist auf ungünstige Straßensituation hin
Greiz (OTZ/KG).
Eine Leserin aus dem Greizer Feldweg hat auf eine Straßensituation hingewiesen, die gefährlicher kaum sein könnte.
Ihr geht es vor allem um die Leute, die vom Parkplatz Lehmgrube den Weg in die Innenstadt antreten. Sie beschreibt die Situation so: "Am Parkplatz führt ein Fußweg entlang, der endet mit der Auffahrt zum Feldweg. Dann führt ein Trampelpfad über die Wiese am Parkhaus vorbei, der aber nicht von jedem benutzt werden kann, da er sehr uneben ist und man auf ein ´Begehen auf eigene Gefahr´ hingewiesen wird." Also, schlussfolgert sie, bleibe dem Fußgänger nur Straße bzw. Auffahrt. Doch diese ist so eng, dass an manchen Stellen gerade so zwei Pkw aneinander vorbei fahren können. "Wenn zwei Autos kommen, weiß man nicht, wohin man ausweichen soll", sagt sie empört. Noch schlimmer sei es, wenn Lkw´s, die den Parkplatz benutzt haben, dann auf Gegenverkehr treffen.
Bei schlechten Wetterverhältnissen, fügt die Greizerin an, sei es zeitweise lebensgefährlich, auf der Straße zu laufen. Regen und Schnee würden die ganze Situation noch risikoreicher machen, als sie schon ist.
Schwierig sei es für Fußgänger, bis zur Kreuzung Marstall/Siebenhitze zu gelangen. Doch - und das ist die größere Sorge der Leserin - gerade ältere Leute, Schulkinder und Eltern mit Kleinkindern im Kinderwagen schweben dort in Lebensgefahr, meint die Greizerin. Die Anwohner des Feldwegs, zu denen sie ja gehört, müssen immer äußerst vorsichtig laufen und auch fahren, da das Ende der Straße sich mit dem Ende des Fußwegs kreuzt.
Die Greizerin fragt also: "Muss erst etwas passieren, bevor man einen sicheren Fußweg anlegt?" |
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23. Januar 2010 /OTZ
Kunterbunte Maskerade
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Christel Hübner, Mitarbeiterin im
Frauenverein, zeigt einen besonders
schönen Karnevalshut
Kostümverleih des Frauenvereins lässt zum Fasching Kinderherzen höher schlagen
Von Susann Grunert Greiz (OTZ).
Zur fünften und für viele schönsten Jahreszeit - dem Karneval - ist es doch vor allem die kunterbunte Maskerade, die Gelegenheit gibt, in andere Rollen zu schlüpfen. Gerade dies macht den Reiz am Fasching und die Grundlage für allerlei Karnevalsvergnügen aus.
Ob Rosenmontagsumzug, Kinderfasching oder Nachthemdenball - ohne Kostüm ist der Spaß nur halb so groß. Schwer tragen die Garderobenständer der Kaufhäuser in diesen Tagen an farbenfrohen und glitzernden Faschingskostümen. Doch auch für den kleinen Geldbeutel lässt es sich prima verkleiden.
Schon gut zehn Jahre offeriert der Greizer Frauenverein in seinen Räumen in der August-Bebel-Straße 7 zur Faschingszeit einen Kostümverleih. "Wir haben hauptsächlich Kinderkostüme. Einige haben wir selber angeschafft, der Großteil wurde aber gespendet", erzählt Mitarbeiterin Christel Hübner. Dort wo bis Aschermittwoch kleine Kinderherzen dank der glitzernden Verkleidungen höher schlagen, befindet sich sonst die Kindersachen-Tauschzentrale. Aus rund 70 Maskeraden bis Größe 164 können die Jüngsten wählen. "Hier haben wir eine kleine Erdbeere", weist Christel Hübner auf ein besonders witziges Exemplar samt passendem Hütchen hin. Auch in Katze und Cowboy, Zauberer und Sterntaler, Rotkäppchen und Vampir können die Kinder schlüpfen.
Von den klassischen Kostümfavoriten - Räuber oder Pirat bei den Jungen und Prinzessin bei den Mädchen - kann im Jahr 2010 keine Rede mehrsein. "Die Jungs wollen sich oft als Trapper verkleiden, Biene Maja ist bei den Mädchen beliebt. Oftmals sind es aber auch moderne Sachen, die ich gar nicht mehr kenne", erzählt Hübner lachend.

Die Übersicht über so viele verschiedene Persönlichkeiten wird ganz traditionell über einen Karteikarten-Ordner gewährleistet. Für die Ausleihe wird eine Kaution von fünf Euro, die bei Rückgabe des Kostüms erstattet wird, fällig, sowie ein Euro pro Ausleihetag. "Eltern können die Kostüme auch erst einmal mit nach Hause nehmen, probieren und sich erst danach zur Ausleihe entscheiden", erklärt Christel Hübner das Prozedere.
Die Tür in die Welt der bunten Kostüme ist zu den Öffnungszeiten des Frauenvereins, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, sowie freitags von 8 bis 12 Uhr, geöffnet. Christel Hübner selber setzt sich die Narrenkappe übrigens eher selten auf. "Als Kind mochte ich den Fasching lieber, ich war dann immer Schneewittchen, und die Jungs zogen mir an den langen Haaren", erinnert sie sich zurück. Auch wer außerhalb der närrischen Zeit für Kindergartenfest und Co. eine hübsche Verkleidung sucht, kann beim Frauenverein anfragen.
Wer ein besonders kreatives oder originelles Faschingskostüm besitzt, sollte dieses unbedingt im Bild festhalten und am Fotowettbewerb der OTZ teilnehmen. Senden Sie ihren schönsten Karnevalsschnappschuss an die Ostthüringer Zeitung, Burgplatz 10, 07973 Greiz oder mailen Sie das Foto in möglichst hoher Auflösung an foto-gr@otz.de. Zu gewinnen gibt es Freikarten für das Kabarett "Das Kaffeegespenst".
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23. Januar 2010 /OTZ
"Naumanneck" eingeweiht
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FDP-Landeschef Uwe Barth spricht zur
Eröffnung des Wahlkreisbüros von Dirk
Bergner (im Hintergrund).
FDP-Landtagsabgeordneter Dirk Bergner eröffnet in Greiz Wahlkreisbüro
Von Katja Grieser Greiz.
Mit einer großen Party hat FDP-Landtagsabgeordneter Dirk Bergner gestern sein Wahlkreisbüro in Greiz eingeweiht. Mit "Naumanneck" könnte das an der August-Bebel-Straße, Ecke Friedrich-Naumann-Straße, gelegene Büro in den Augen der Liberalen kaum einen passenderen Namen tragen. Mit Matthias Purdel konnte Bergner - neben zahlreichen Parteifreunden, Unternehmern und Vertretern von Institutionen - auch gleich einen Repräsentant der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung begrüßen.
Zur Einweihung gratulierte auch FDP-Landes- und Fraktionschef Uwe Barth, der sich über die nun anstehende Reise zu weiteren Wahlkreisbüroeröffnungen freute. Das sei das Ergebnis des für die FDP äußerst erfolgreichen Superwahljahres 2009. In allen 23 Thüringer Landkreisen sind die Liberalen vertreten, das Ergebnis der Europawahl sei ein gutes gewesen, der Einzug in den Thüringer Landtag sei ohnehin ein Erfolg und mit zwei Abgeordneten im Bundestag seien die Liberalen des Freistaats ebenfalls gut aufgestellt, resümierte Barth. Das nun eröffnete "Naumanneck", das auch die Jungen Liberalen nutzen werden, soll sich nach den Vorstellungen des Landeschefs zu einem "Ort liberalen Lebens in Greiz" entwickeln. Dirk Bergner indes sieht als zentrale Aufgabe nicht nur, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und sich ihrer Probleme anzunehmen. Er wolle zudem "die Region nach Erfurt tragen". Ostthüringen sei ein starkes Standbein in diesem Land, so Bergner. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Zwischen Frömmigkeit und Machtausbau
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Stadtarchivar Christian Sobeck
hielt den Vortrag.
Sonntagsgespräch über die Heinrichinger
Von Dr. Frank Reinhold Hohenleuben (OTZ).
Zum ersten Sonntagsgespräch im neuen Jahr hatte der Vogtländische Altertumsforschende Verein zu Hohenleuben (VAVH) ins Museum Reichenfels eingeladen.
Etwa 25 Interessenten fanden sich ein, um dem jungen Zeulenrodaer Stadtarchivar Christian Sobeck zu lauschen. Er arbeitet an einer Dissertation mit dem Arbeitstitel "Die älteren Heinrichinger, das Vogtland und der Deutsche Orden. Strukturgeschichtliche und prosopographische Untersuchungen". In dieser Arbeit sollen erstmals die verstreuten Nachrichten zum Thema gesammelt und zusammen ausgewertet werden. In seinem Vortrag gab der Referent, wie er es selbst nannte, einen Werkstattbericht, der erste Ergebnisse andeutete.
Der Deutsche Orden hatte im Vogtland und im angrenzenden Böhmen Niederlassungen in Plauen (1224), Reichenbach (1260/64), Tanna (1279), Asch (1289) und Adorf (vor 1328), wobei sich Plauen, Reichenbach und Adorf zu Kommenden entwickelten, während Tanna und Asch nur Pfarreien blieben.
Plauen, eine der ersten Kommenden innerhalb der Deutschordensballei Thüringen und frühestes Zeugnis für das diesbezügliche Wirken der Heinrichinger, sollte wohl der Ausgangspunkt für die christliche Missionierung des Dobnagaus sein. Außer in Plauen, dessen Kommende auf alleinige Initiative Heinrich IV. von Weida entstand, sind alle anderen genannten Niederlassungen staufische Gründungen.
Heinrichs Initiative - er stieg später selbst zum Landmeister des Ordens in (Ost)preußen auf - wurde aber sicher durch die Staufer gefördert. Ein Einfluss Friedrichs II. kann angenommen werden. In dessen Schenkungsurkunden treten die Heinrichinger auch als Zeugen in Erscheinung. Daneben bestand eine auffällige Nähe zu den Ludowingern, gingen doch Weida, Mildenfurt und Cronschwitz von diesen zu Lehen. Thüringer waren bereits bei der Gründung des Deutschen Ordens (1198) dabei, so dass dieser mitunter als ein "kaiserlich-thüringischer Orden" bezeichnet wird.
Das Engagement der Heinrichinger resultiert zum einen aus tiefer mittelalterlicher Frömmigkeit, aber auch aus der Einsicht, dass der Orden Potenzial für Versorgung und Karriere bot. Der Referent verwies auf Verflechtungen mit den Ebersteinern und den Lobdeburgern. Die Ebersteiner, ursprünglich Lehnsherren von Plauen, verzichteten auf dieses Hoheitsrecht, auch der Lobdeburgische Besitz Tanna ging, da keine Söhne als Erben existierten, an die Heinrichinger über, die es ihrerseits dem Deutschen Orden schenkten. Der Landkomtur hatte bis 1809 das Recht, den Tannaer Pfarrer einzusetzen. Erst Napoleon beseitigte diese Gepflogenheit. Der große Forst Kämmera ist noch heute in Kirchenbesitz. Alle Deutschordensgründungen im Vogtland lagen in Offenlandschaften und hatten deshalb große Pfarrsprengel aufzuweisen. Durch Schenkungen war der Deutsche Orden bis zur Reformation größter Patronatsherr im Vogtland; dort lagen allein sechs von insgesamt 16 thüringischen Niederlassungen.
Der zweite Teil von Sobecks Ausführungen betraf die personelle Komponente. Neben Heinrich IV. von Weida, seit 1238 Ordensmitglied und ab 1240 im Umfeld des Deutschordensmeisters Konrad von Thüringen auftretend, ist vor allem der Hochmeister Heinrich von Plauen, der "Retter der Marienburg" (Malbork nördlich von Danzig) in die Geschichte eingegangen. Neben elf Heinrichingern wurden zahlreiche vogtländische Ministeriale Angehörige des Ordens. Etwa Konrad Sack, 1302 Landmeister für Preußen. Im Ordensland Preußen wurden auch Vogtländer wie die Machwitze oder die Herren von Wolfersdorf (Siedlung Großwolfersdorf bei Rastenburg) ansässig, die keine Deutschordensherren waren.
Mit Fug und Recht kann somit gesagt werden, dass das Vogtland auch personell einen maßgeblichen Beitrag zum Aufbau des Deutschen Ordens leistete. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Brachialkomik mit reichlich Hintersinn
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Vicki Vomit
Vicki Vomit erklärt den Wahnsinn dieser Welt
Von Karsten Schaarschmidt Greiz (OTZ/KS).
Er ist nicht sonderlich talentiert, er ist nicht besonders intelligent, aber er sieht eben wahnsinnig gut aus. Das sagt der selbsternannte Diplomkomiker Vicki Vomit über sich - und hat recht damit. Vor allem aber ebneten ihm diese Eigenschaften den Weg nach oben.
Zum Beispiel am Donnerstag ins ausverkaufte Café Lebensart, wo er mit seinem Solokabarettprogramm die Lachmuskulatur der Zuhörer trainierte. Oder wussten Sie schon, dass man mit Geld keine Armut kaufen kann, doch um diese Marktlücke zu schließen, gibt es jetzt die Börse.
Es sind Zoten wie diese, die Vomit mit dem Tempo einer Maschinengewehrsalve vom Stapel lässt. Dabei hangelt er sich geschickt vom Hundertsten zum Tausendsten, mischt die Politik auf, hält sich am Älterwerden fest oder karikiert Alltagsthemen. Kostproben? "Als Kind wusste ich nicht, dass mein Opa Bauchredner ist, ich habe jahrelang geglaubt, mein Teddy will mir einreden, dass ich die Oma totmachen soll; Sachsen-Anhalt ist so trostlos, da stürzen sich ganze Häuser in den Baggersee." Äußerlich erinnern Rudimente, wie die schulterlangen Spaghettisträhnen und Metallzierrat an Handgelenken, an Vomits frühe Zeit als Heavy-Metal-Musiker.
Den Trash beim Akkorde schrubben hat er nun allerdings in seine Arbeit als Kabarettist überführt und sich seit langem als Meister der Tabulosigkeit etabliert. Ihm ist nichts heilig, aber gerade deswegen ist sein Blick auf den Irrsinn dieser Welt nicht von Heuchelei vernebelt. Trotz oder gerade wegen der Boshaftigkeit vieler seiner Pointen bleibt Vomit mit seiner Satire auf unser Dasein ehrlich und oftmals messerscharf tiefsinnig. Sicher, vieles ist Brachialkomik, aber gerade die erhebt Vomit mit Professionalität nicht nur zu seinem Markenzeichen, sondern zugleich zu einer Kunstform. Der derb-deftigen Verbalanarchie folgte im zweiten Teil des Abends die musikalische Seite. Der Musiker Vomit unterscheidet sich nicht zu sehr vom Kabarettisten. Wenngleich es musikalische Untermalungen aus Genres von Rock bis Blues gibt, im Mittelpunkt stehen die frech-witzigen Texte. Und so mussten die Gäste nicht auf Traditionslieder wie "Arbeitslos und Spaß dabei" oder Modeopfer "Mandy" verzichten. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Zweckverband erwägt Rechtsmittel
Berufung gegen Gerichtsentscheid möglich
Greiz (OTZ/KG).
Der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster Greiz (Taweg) erwägt, gegen die Entscheidung des Geraer Verwaltungsgerichts Rechtsmittel einzulegen.
Wie OTZ gestern berichtete, bekam der Landkreis vor dem Verwaltungsgericht Gera Recht. Er hatte gegen einen Taweg-Gebührenbescheid geklagt. Das Gericht hat sich bei der Entscheidung an einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts orientiert.
In den Augen des Taweg indes habe das Gericht in Gera „die gesetzgeberischen Vorgaben nicht richtig gewürdigt und die Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichtes fehlerhaft angewandt. Dem Berufungsgericht ist Gele
genheit zu geben, seine Rechtsprechung zu präzisieren, denn der Taweg hat sich letztlich nur so verhalten, wie es der Landesgesetzgeber wollte: Nutzen die Landkreise die kommunale Kanalisation, müssen sie den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil entrichten; zahlen sie weniger, fallen zusätzlich Gebühren an", heißt es in einer von Taweg-Geschäftsleiterin Ines Watzek unterschriebenen Erklärung. Wie Watzek sagt, habe sich der Landkreis zwar an den Investitionskosten für den Bau von Mischwasserkanälen, über die auch Oberflächenwasser entsorgt wird, beteiligt. Da dieser Betrag jedoch nicht ausreichend gewesen sei, habe der Taweg zusätzlich Gebühren verlangt. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Telefonlose Zeit bei Arztpraxis Linke beendet
Anschluss seit gestern eingerichtet
Greiz (OTZ/KG).
Seit gestern ist sie vorbei, die telefonlose Zeit bei der Arztpraxis Linke in Greiz.
Gut zwei Wochen war die Praxis ohne Anschluss (OTZ berichtete), nachdem zum 6. Januar der Anbieter gewechselt worden war. Funkstille herrschte seitdem nicht nur am Telefon, sondern auch von Versatel, dem ehemaligen Anbieter, und der Deutschen Telekom als neuem Anbieter. Auch auf OTZ-Nachfrage vor gut einer Woche gab es keine Auskunft.
Gestern Vormittag hat sich nun die Telekom gemeldet und in einer E-Mail mitgeteilt, dass es Probleme bei der Übernahme der Nummer vom alten Anbieter gegeben habe, der Anschluss nun aber eingerichtet wurde. |
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23. Januar 2010 /OTZ
Nachdenkliches zum Wochenende
Liebe leben
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Klaus Rudorf
Von Pfarrer i. R. Klaus Rudorf
Hallo, Melchior mein Name. Ich bin einer von den drei Weisen aus dem Morgenland. Als wir uns damals von dem Stern leiten ließen, waren Kaspar und Balthasar dabei. Wir haben noch oft über dieses umwerfende Erlebnis gesprochen. Da zogen wir aus, um einen neuen Herrscher zu begrüßen und finden ein Kind in einer Futterkrippe. Und doch fühlten wir uns nicht betrogen, sondern beschenkt von dieser Begegnung.
Das ist nun schon 40 Jahre her. Es kam mir schon seltsam vor, dass von diesem besonderen Menschen, den sie in Bethlehem Gottes Sohn nannten, so wenig bei uns im Osten zu hören war. Es ist wohl was dran an der Erfahrung, dass mit zunehmendem Alter Erlebnisse, die lange zurück liegen, wieder Bedeutung bekommen. Mir ging es so und ich wollte Kaspar und Balthasar zu einer neuen Unternehmung anstiften, auch wenn wir jetzt über die 70 sind. Ich konnte aber ihren Unternehmungsgeist von damals nicht wecken. Sie plagen sich mit gesundheitlichen Problemen und fanden meine Idee verrückt. Vielleicht war es das auch, aber ich wollte es wissen: Was ist aus dem Kind geworden? Ich machte mich allein auf den Weg.
In Jerusalem, im Tempel, begegnete ich einer kleinen Gruppe, die sich Christen nannten. Sie waren ganz glücklich, als ich ihnen vom Stall und dem Geschehen dort erzählte. Von ihnen war damals keiner dort. Sie konnten mir aber erzählen, was aus dem Kind geworden ist. Er war als Wanderprediger
durchs Land gezogen, hatte den Menschen Gottes Wort so verständlich gepredigt, dass sie darin Stärkung und Lebenskraft spürten, hat Kranke geheilt und wunderbare Dinge getan. Sie erzählten auch von seinem Leiden und Sterben und von seiner Auferstehung. In mir schwirrten die Fragen durcheinander. Warum musste
er sterben?
Sein Programm der Liebe passte nicht zur Gesetzeshörigkeit der Frommen seiner Zeit. Was ist das Programm der Liebe? Jesus hat das alte immer aktuelle Gebot der Liebe in die Mitte gestellt: „Gott lieben und seinen Nächsten lieben"
Was das heißt, habe ich in Jerusalem bei den Christen erfahren. Sie haben versucht, dieses Gebot täglich in ihrer Gemeinschaft umzusetzen. Das hat mich so ergriffen, dass ich auch so leben wollte. Meine Freunde hatten sich schon Sorgen gemacht, ich war sehr lange weg. Nun konnte ich erzählen. Sie lauschten gespannt, aber oft auch ungläubig und skeptisch. Da wurde mir klar, von der Liebe zu Gott und dem Nächsten zu reden, bringt nicht viel. Die Liebe musst du tun, leben. So bin ich zum Liebenden geworden. Das fiel in meinem Lebensraum auf. Sie fragten mich, „Melchior was ist mit dir? Du bist so gütig, so hilfsbereit und geduldig. Du tust uns einfach gut." Dann konnte ich ihnen von dem Christus erzählen und von seiner Botschaft der Liebe. So kann ich auch euch nur ermutigen: „Lebt diese Liebe. Sie ist ansteckend. Wir sind die Bibel, die auch heute noch gelesen wird." |
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23. Januar 2010 /OTZ
Greizer Jugend mit Podestplatz
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Der 1. FC Greiz (v.l.): Jannik Schlehahn, Paul Rohleder, Torben
-Ole Albrecht, Richard Helmrich, James-Kevin Nahr, Moritz Pohle,
Melissa Lautenschläger (nicht im Bild)
Fußball, OTFB-Hallenmeisterschaft, E-Junioren: Dritter Rang bei Ostthüringens Besten
Altenburg (OTZ/R.Helmrich).
Jüngst trafen sich die acht besten E-Juniorenteams zur Ostthüringer Meisterschaft im Hallenfußball in der Altenburger "Wenzelhalle". Den Landkreis Greiz vertraten der FC Motor Zeulenroda und der 1. FC Greiz. Mit dem SV Jena-Zwätzen und dem Lusaner SC 1980 waren sie der Staffel B zugelost. In Staffel A kämpften der ZFC Meuselwitz, FC Einheit Rudolstadt, VfR Bad Lobenstein und der FC Carl Zeiss Jena um den Sieg.
Im ersten Spiel hatten sich die Spieler vom 1. FC Greiz mit den Jungen aus Jena-Zwätzen auseinanderzusetzen. Letztlich verdient unterlag Greiz mit 1:3.
Durch die Auftaktniederlage stand man im zweiten Spiel gegen Lusan bereits enorm unter Druck. Ein weiterer Punktverlust hätte das Aus im Kampf um die beiden ersten Staffelplätze bedeutet. Das Spiel begann diesmal optimal für die Greizer. Richard Helmrich konnte in der ersten Minute mit straffem Schuss den Führungstreffer erzielen. Nach dem Ausgleich der Geraer brachte dann ein Doppelpack von James-Kevin Nahr und ein schönes Tor von Abwehrspieler Paul Rohleder den 4:1 Endstand.
Plötzlich war für die Greizer wieder alles möglich. Ein Sieg gegen Dauerrivalen FC Motor Zeulenroda, der zur Kreismeisterschaft nur wegen eines mehr geschossenen Tores vor dem 1. FC Greiz den Titel gewann, würde den Halbfinaleinzug bedeuten. Die Zeulenrodaer erwischten den besseren Start und gingen bereits nach zwei Minuten in Führung. Diesmal ließ sich das Nahr-Team jedoch nicht von seiner Linie abbringen und gewann dank einer starken Mannschaftsleistung und einem Hattrick ihres Torjägers James-Kevin Nahr verdient mit 3 : 1. Damit waren die Greizer als Gruppenzweiter für das Halbfinale qualifiziert.
Der Gegner im Kampf um den Finaleinzug war der hohe Turnierfavorit FC Carl Zeiss Jena. Bis zur Hälfte der Spielzeit konnten die Tempelwaldkicker gut mithalten, hatten sogar die besseren Torchancen, doch dann setzten sich die cleveren Jenaer noch mit 4:0 durch und erreichten das Finale, während der 1. FC Greiz das kleine Finale um Platz 3 zu bestreiten hatte.
Der Gegner im Kampf um die Bronzemedaillen war der ZFC Meuselwitz, der sein Halbfinale gegen SV Jena-Zwätzen mit 0:2 verloren hatte. Was keiner im Greizer Lager für möglich gehalten hatte, auch gegen die favorisierten Meuselwitzer bestimmten die Nahr-Schützlinge von der ersten Minute an das Geschehen auf dem Parkett und führten schon nach drei Minuten mit 2:0 durch zwei Tore von James-Kevin Nahr. Wie schon in den Spielen gegen Gera und Zeulenroda beherrschten sie ihren Gegner klar. Ausgehend vom fehlerlos agierenden Torben-Ole Albrecht im Tor meldeten die Abwehrspieler Moritz Pohle und Paul Rohleder ihre Gegenspieler klar ab. Im Mittelfeld war es Melissa Lautenschläger, die viele Angriffe abfing und die unermüdlich rackernden Stürmer James-Kevin Nahr, Richard Helmrich und Jannik Schlehahn mit klugen Pässen bediente. Da jeder Spieler an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit ging und sich voll in den Dienst der Mannschaft stellte, wurde das Spiel hochverdient durch ein weiteres Tor von James-Kevin Nahr mit 3:0 gewonnen. Damit belegte die Mannschaft des 1. FC Greiz in diesem hochkarätig besetzten Turnier den 3. Platz.
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23. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
"Den haben sie wirklich gut hingekriegt"
Großer Schnee-Penis erfreut in Pöllwitz
Pöllwitz (OTZ/St.B.).
Ein eisiges Kunstwerk der besonderen Art lässt Passanten am Pöllwitzer Anger staunen: Direkt an der Bushaltestelle - zwischen Wartebank und Wanderwegetafel - haben Unbekannte ein überdimensionales männliches Geschlechtsteil aus Schnee geformt. Sie gingen dabei äußerst sorgfältig zu Werke.
Die Pöllwitzerin Hannelore Baum war davon so begeistert, dass sie gestern Mittag gleich ihre Heimatzeitung informierte: "Den haben sie wirklich gut hingekriegt", sagte Frau Baum am Telefon. Wer den Schnee-Penis wann gestaltet hat, weiß die 69-Jährige nicht. Aber sie steht zu ihrer Meinung und habe auch schon andere, ebenfalls ältere Leute gehört, die dasselbe denken. "Die Zeit ist ja heute eine andere. Da erregt sowas nicht mehr den Anstoß", erinnert sich Frau Baum an früher, als es entschieden zugeknöpfter zuging.
Frau Baum denkt, dass die Menschen in Pöllwitz grundsätzlich sehr fortschrittlich sind. Was man beispielsweise in Sachen Fusion mit Langenwetzendorf gesehen habe: "Da haben wir ja schon mal eine Revolution zustande gebracht." |
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23. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Neujahrsempfang wird "Jahresempfang"
Bürgermeister entschuldigt sich im Amtsblatt
Zeulenroda-Triebes (OTZ/St.B.).
Der kurzfristig abgesagte und auf unbestimmte Zeit verschobene Neujahrsempfang der Stadt Zeulenroda-Triebes soll als "Jahresempfang" nachgeholt werden. Das teilt Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) im diese Woche erschienenen Amtsblatt der Doppelstadt mit.
Gegenüber OTZ waren keine Gründe für die Verschiebung genannt worden. Im Amtsblatt schreibt Steinwachs nun, dies sei eine Folge der Situation gewesen, die sich nach der Ablehnung des Haushaltsentwurfes durch den Stadtrat ergeben habe.
Aus diesem Grund sei der Start ins neue Jahr aus Sicht der Verwaltung als nicht so gelungen zu bezeichnen. Dennoch verteidigt der Bürgermeister den im Dezember abgeblitzten Etatentwurf weiterhin. Er sei ausgeglichen gewesen und habe die Lasten trotz denkbar schlechter Ausgangsbedingungen auf alle Schultern verteilt, ohne dass eine Leistung aus dem Katalog der Angebote für den Bürger gänzlich zur Streichung angestanden hätte.
Dass es nicht gelungen sei, Parlament und Personalrat der Stadtverwaltung von der Ausgewogenheit des Entwurfes zu überzeugen - dafür bittet er die Bürger um Verständnis und die Mitarbeiter, die im neuen Jahr dadurch keine Weiterbeschäftigung erhalten haben, um Entschuldigung. "Für die Verwaltung ziehe ich daraus die Schlussfolgerung, dass wir noch intensiver das Parlament in die Erarbeitung zukünftiger Haushaltsentwürfe einbinden müssen", kündigt Steinwachs an.
Am Mittwoch zur nächsten Stadtratssitzung steht der Haushaltsplan ein weiteres Mal zur Abstimmung, nachdem CDU, SPD und FDP gemeinsam Änderungswünsche einbrachten. |
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23. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Gold zum 7. Geburtstag

Ringen: Sachsenmeisterschaften - KSV-Youngster gewinnen die Vereinswertung
Pausa (OTZ/Jörg Richter).
Sein eigenes Geburtstagsgeschenk bereitete sich der Pausaer Ringer Maximilian Krauß. Der nun siebenjährige erkämpfte sich in der leichtesten Gewichtsklasse (bis 19 kg) in der jüngsten Altersklasse (E-Jugend) bei den Sachsenmeisterschaften in der heimischen Schulturnhalle die Goldmedaille. Großer Jubel in der Trainerecke, als der kleine KSV-Ringer im Finale Conrad Scherzer aus Zschopau bezwungen und den Sachsenmeistertitel 2010 erkämpft hatte. Max Schmalfuß (23 kg) und Martin Ziegenhagen (31 kg) holten Silber für den KSV, William Franz (21 kg) wurde am Ende der Meisterschaft mit Bronze geehrt.
Die Pausaer hatten nach vielen Sichtungsaktionen in der Region eine komplett neue Riege auf der Matte, und die Anfänger zeichneten sich durch großen Kampfgeist aus, gewannen die Vereinswertung dieser Altersklasse mit 30 Punkten.
Doch es gab auch Schatten in Pausa, denn bei den Frauen sowie der weiblichen Jugend ließen die Teilnehmerzahlen zu wünschen übrig. Bei den Schülerinnen gab es hingegen einige gut gefüllte Gewichtsklassen, wobei dort aus vogtländischer Sicht vor allem der Plauener RSV in der Vereinswertung mit dem fünften Rang glänzte. Holly Hermann (23 kg) und Franziska Richter (38 kg) gewannen Silber, Sophia Wittmer komplettierte die gute Leistung des Plauener RSV bei den weiblichen Schülerinnen in der leichtesten Kategorie bis 21 kg mit einer Bronzemedaille.
Ebenfalls knapp 100 Kinder und Jugendliche trafen sich bei den Landesmeisterschaften der Junioren und D-Jugend. Auch bei den D-Jugendlichen feierte am Ende der KSV Pausa. Die Erdachsenstädter gewannen wie schon bei den E-Jugendlichen die Vereinswertung. Mit 27 Zählern siegten die Youngster aus Pausa vor Weißwasser (24), Lugau (19) und dem ASV Plauen, der es auf 18 Zähler brachte. Nils Buschner (27 kg) wurde nach dem Finalsieg über Dauerkonkurrent Tim Hamann (Lugau) Landesmeister, und auch Travis Schröder (38 kg) erkämpfte sich nach siegreichen Duellen die Goldmedaille. Bastian Seidel (25 kg) wurde Dritter, genauso wie Chris Militzer (34 kg), der ebenfalls Bronze für den KSV Pausa gewann.
Freude beim KSV Pausa auch im Juniorenbereich. Hier kam Francis Weihold (74 kg) zum souveränen Titelgewinn, während Ludwig Höfer unglücklich unterlag und mit nur einer Niederlage am Ende ausschied. Auch die Ringer des ASV Plauen erwiesen sich in Gelenau als fleißige Medaillensammler. Bei den D-Jugendlichen gewannen Alexander Porst (34 kg), Fred Steinel (38 kg) und Axel Steeger (42 kg) drei Silbermedaillen für die Spitzenstädter.
Martin Bendig (24 kg) schrammte knapp am Podium vorbei und wurde Vierter.
Einen Landesmeistertitel gab es aber doch noch für die Schützlinge von Matthias Petzoldt und Ronny Lange, denn Felix Böttcher setzte sich bei den Junioren im Limit bis 66 kg durch, wobei er im Finale den Deutschen Vizemeister Toni Wohlgemuth (Zschopauer RV) bezwang. |
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23. Januar 2010 /Antje-Gesine Marsch
Wechsel von Fern- und Nahsichten
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Der in Elsterberg lebende und arbeitende Peter
Zaumseil zur Vernissage seiner Ausstellung
"Reisebilder" im Greizer Theater.
Elsterberger Peter Zaumseil zeigt im Greizer Theater „Reisebilder“
Text & Bild Antje-Gesine Marsch
"Wo sind denn überhaupt die Strichmännchen geblieben?", fragte am Donnerstagabend eine Besucherin der Ausstellungseröffnung "Reisebilder" des Elsterberger Künstlers Peter Zaumseil im Greizer Theater. Die ruppigen Holzschnittgestalten, die man oft und gern mit dem Künstler in Verbindung bringt, wird der Betrachter diesmal vergeblich suchen. Stattdessen entführt der Meister mit dieser Exposition in expressive, fremde Landschaften und Länder. Fünf Erdteile hat Zaumseil bereist; kehrte erst kürzlich aus Chile zurück. Die Möglichkeiten aufzubrechen, nutzte der 55-Jährige besonders nach der Wendezeit, als sich ganz neue Perspektiven erschlossen. Malerisch hat er seine ganz persönlichen Eindrücke dann daheim im Vogtländischen verarbeitet. Der Meister des Holzschnitts brilliert in dieser Ausstellung allerdings mit Malerei. Großformatige, farbintensive Ölbilder, bspw. der kolossale Sandsteinberg Ayers Rock in Australien beeindrucken dabei neben filigranen Architekturfotografien. Selbst ein Ausflug in den märchenhaften Zauber und die Magie aus 1001 Nacht ist zumindest visuell möglich. „Die Ausstellung ist beinahe eine Multi-Media-Schau“, wie Laudator Gotthard Brandler, ehemaliger Direktor des Greizer Sommerpalais, augenzwinkernd meinte und insbesondere den „Wechsel von Fern- und Nahsichten“ hervorhob. „Wir lernen heute eine ganz andere Seite von Peter Zaumseil kennen“, bekannten einige Interessierte, die sich besonders von den großflächigen Darstellungen im Oberen Foyer beeindruckt zeigten. Neben dem Künstler selbst war auch Ehefrau Steffi an diesem Abend gefragte Gesprächspartnerin. Seine „Reiseleiterin“, wie Zaumseil sie liebevoll nennt, war schließlich auf den Reisen hautnah dabei und inspirierte den Künstler. Freuen würden sich die beiden, wenn durch die „Reisebilder“ beim Betrachter die Sehnsucht auf fremde Länder geweckt würde. Wie sagte schon Jean Paul? Wer eine Reise beschreibt, beschreibt damit sich immer auch selber.“
Service:
Die Ausstellung „Reisebilder“ ist bis zum 5. April zu den Öffnungszeiten des Greizer Theaters zu besichtigen.
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Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Ende der Debatte! Alles klar?
Zeichnung: OTZ/Bruns
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