21. Januar 2010 /OTZ

Für Fußgänger keine Hürde

Anlieger nutzen die Einwohnerversammlung zum Gedankenaustausch über das umfangreiche Bauvorhaben. Bauleiter Christian Voigt (r.) von der Heinrich Wassermann GmbH, NL Crossen, Rainer Apel (2. v. r.) vom Ingenieurbüro Setzpfand aus Plauen und Martina Pohl vom Kreisbauamt (3. v. r.) stehen als Gesprächspartner zur Verfügung.
Anlieger nutzen die Einwohnerversammlung zum Gedankenaustausch
über das umfangreiche Bauvorhaben. Bauleiter Christian Voigt
(r.) von der Heinrich Wassermann GmbH, NL Crossen, Rainer
Apel (2. v. r.) vom Ingenieurbüro Setzpfand aus Plauen und
Martina Pohl vom Kreisbauamt (3. v. r.) stehen als
Gesprächspartner zur Verfügung.
Foto: OTZ/Freund

Brückenbau in Bergaer August-Bebel-Straße läuft voraussichtlich bis September 2010

Von Kathrin Schulz Berga (OTZ).

Zumindest die 30 Bergaer, die sich Dienstagabend zur Einwohnerversammlung im Bürgersaal des Rathauses versammelt hatten, ahnen es schon: Das wird - zumindest verkehrstechnisch - kein leichtes Jahr für die kleine Elsterstadt. Denn der Ersatzneubau für die Pöltschbachbrücke unter der August-Bebel-Straße inklusive beiderseitigem Straßenanschluss und der Erneuerung der rechts vor der Bahnbrücke befindlichen Stützwand wird sich voraussichtlich vom 1. Februar bis Ende September 2010 hinziehen und mit einer Vollsperrung für Fahrzeuge verbunden sein. Dennoch, so betont Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) in seinen einleitenden Worten an die Bergaer, die Brücke sei marode und auch hinsichtlich des Hochwasserschutzes müsse hier endlich etwas geschehen, OTZ berichtete. Dass die Deutsche Bahn keinen Grund sieht, ihre Bahnunterführung zu sanieren, sei nicht zu ändern, allerdings soll die Sohle auch im Bereich des Bahnbauwerks ausgeglichen werden, hatte Planer Gernot Seifert von der beauftragten Ingenieurgemeinschaft Setzpfand aus Plauen auf Nachfrage Dr. Joachim Kästners ergänzt. Wilhelm Schubert fand die Bestätigung sehr wichtig, dass der Baubereich für Fußgänger jederzeit passierbar ist. Eine Tatsache, die Bauleiter Christian Voigt von der bauausführenden Heinrich Wassermann GmbH mit dem Fakt untermauert, dass eine Behelfsbrücke für Fußgänger eingeplant sei.

Gernot Seifert von der Ingenieurgemeinschaft Setzpfand aus Plauen erläutert die Planungen (Bild oben); Blick auf die marode Pöltschbachbrücke, die neu gebaut werden und mehr Wasser durchlassen soll.
Gernot Seifert von der Ingenieurge-
meinschaft Setzpfand aus Plauen er-
läutert die Planungen (Bild oben);
Blick auf die marode Pöltschbachbrücke,
die neu gebaut werden und mehr Wasser
durchlassen soll.
Foto: OTZ/Freund

Voigt erläuterte den Bauablauf: Mit dem Abbruch der alten Brücke werde man bis April zu tun haben; der Ersatzneubau soll bis August stehen, anschließend sei Deckenschluss für die Straße vorgesehen. Leitungsverlegung für Gas, Elektro und Telekom sei vor Baubeginn notwendig. Dem Einwand Gerhard Reißigs, warum man "für so ein mickriges Bauwerk so lange Zeit" brauche und ob an der Plattenstraße, die viele Bergaer ja als Schleichweg benutzen werden, eine Ampel geplant sei, setzt der Bauleiter entgegen, dass die Bauzeit aufgrund der Komplexität des Vorhabens ihre Berechtigung habe. So müsse das Bachwasser in Rohren über die Baustelle geleitet werden. Eine Ampel an der Plattenstraße sei nicht vorgesehen, ergänzte der Bürgermeister. Ein Anwohner kritisierte den Zustand der Umleitungsstrecke: "Loch an Loch - das muss man sich ansehen". Hier, so Martina Pohl vom Kreisbauamt, seien Reparaturen vorgesehen. Einen Vor-Ort-Termin sagte Büttner zudem auch Firmeninhaber Engelhardt zu, der nicht nur einforderte, dass das Umfeld nach dem Bau wieder in Ordnung gebracht werde. Er verwies auf die schmale Einmündung des Pöltzschbaches in den Mühlgraben und die zunehmende Versandung. Eine weitere Anwohnerin legte großen Wert darauf, an der Begehung zur Beweissicherung am Baubereich teilnehmen zu können.
Dass die Stützmauer am Pöltschbach gegenüber dem Sparkassenareal nicht erhöht werden soll, erboste Herrn Kolbe. Er erinnerte an das Hochwasser 1975, meinte, dass der Bau so "glatt vor den Baum" gehen müsse, ärgerte sich über die "Pappnasen" und verließ die Versammlung mit dem Hinweis, später ins Protokoll sehen zu wollen. Stephan Büttner empfahl allen Interessierten, die Fragen und Probleme zum Bau haben, ein Gespräch im Bergaer Bauamt bei Petra Pampel und Heike Kratzsch zu vereinbaren.

Kommentar

Nervenstärke gefragt

Von Kathrin Schulz

Nicht nur in Greiz wird den Kraftfahrern in diesem Jahr beim Bau der Hauptverkehrsader August-Bebel-Straße einiges an Nervenstärke abverlangt, auch die Bergaer werden einige Kilometer Umweg für den Brückenbau an ihrer August-Bebel-Straße in Kauf nehmen müssen. Denn abgesehen vom Schleichweg über die den Bergaern sattsam bekannte Plattenstraße führt die ausgewiesene Umleitung über die Kreisstraße 209 Neumühle - Unter- und Obergeißendorf - Waltersdorf - Sorge-Settendorf - Großkundorf nach Berga hinein. Die Ortsdurchfahrt Berga über August-Bebel- und Bahnhofstraße wird voraussichtlich vom 1. Februar bis 30. September 2010 für Fahrzeuge voll gesperrt sein. Fußgänger sollen über eine Behelfsbrücke den Baustellenbereich stets passieren können. Gerade hinsichtlich des Schulweges für die Regelschüler, die von außerhalb kommen, eine wichtige Sache. Einiges, das zeigte sich Dienstagabend im Rathaus, ist operativ vor Ort noch zu klären. Gut, dass doch einige Bergaer die Möglichkeit nutzten, sich bei den Planern direkt zu informieren. Nicht immer - so die bisherigen Erfahrungen - sind solche Veranstaltungen in der Stadt so gut besucht.


21. Januar 2010 /OTZ

Hebebühnen haben Hochkonjunktur

Schön, aber gefährlich: Eiszapfen.
Schön, aber ge-
fährlich: Eis-
zapfen.

Dachdecker vermehrt im Eiszapfen-Einsatz

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Sie sind von bizarrer Schönheit, doch auch gefährlich: Eiszapfen, die sich an Dachrinnen bilden. In den vergangenen Tagen und Wochen wurde bei den Dachdeckern der Region immer wieder "Eiszapfen-Alarm" ausgelöst. "Wir haben Einsätze gestartet und die Zapfen entfernt", sagt Bernd Wezel, Obermeister der Reußischen Dachdeckerinnung Schleiz-Zeulenroda-Greiz, und fügt an: "Hebebühnen haben Hochkonjunktur." Ursache für das Wachsen der Eiszapfen muss nicht unbedingt eine kaputte Dachrinne sein, wie Wezel sagt. Ein schlecht gedämmtes Dach kann ebenso Wachstumsbeschleuniger für Eiszapfen sein. Der Dachdecker erklärt: "Wenn sich warme Luft von innen nach außen bewegt, bildet sich Tauwasser, das nach unten fließt. Dort trifft es dann auf einen kalten Bereich, gefriert, es bildet sich eine Eisschanze." Die Eiszapfen beginnen zu wachsen, was für Passanten, die an dem Haus entlang laufen, gefährlich werden kann. Der Landesinnungsverband für das thüringische Dachdeckerhandwerk weist deshalb darauf hin, dass es die Aufgabe der Gebäudeeigentümer ist, die Zapfen zu entfernen, beziehungsweise entfernen zu lassen. Der häufigere Blick zum Dach ist übrigens auch bei leichtem Tauwetter und Sonne angesagt, denn selbst dann können sich Eiszapfen bilden. "Werden sie nicht rechtzeitig beseitigt und es kommt zu einem Unfall, könnte es Probleme mit der Haftpflichtversicherung geben", heißt es von Seiten des Verbandes. Gerade ältere Flachdächer und flach geneigte Dächer sollten vorsorglich von Schnee und Eis befreit werden, um eine eventuelle Gefahr schon im Vorfeld abzuwenden, rät der Dachdeckerverband. Denn auch die kleinen Schneelawinen, die bei Tauwetter von den Dächern stürzen, sind nicht ungefährlich. Schneefanggitter sind in dem Fall die beste Lösung.
Vermeiden lässt sich das Bilden von Eiszapfen, indem darauf geachtet wird, dass mit dem Dach alles in Ordnung ist. Wird ein Dach saniert, greift die seit 1. Oktober gültige Energieeinsparverordnung. "Wenn man sich daran hält, werden Eisschanzen vermieden", so Bernd Wezel, der jedoch auch weiß, dass Hauseigentümer skeptisch sind, weil eine Dachsanierung nach eben jener Verordnung teuer ist.


21. Januar 2010 /OTZ

Ortschronik-Ausstellung zum Neumühler Jubiläum

50 Jahre Selbstständigkeit wird gefeiert

Von Katja Grieser Neumühle (OTZ).

Exakt 50 Jahre nachdem der damalige Ortsausschuss im Kultursaal des Hartpappenwerkes Lehnamühle eine Festveranstaltung organisierte, steht in Neumühle wieder eine große Party an: Am Sonntag, 24. Januar, wird im Saal der Seniorenwohnanlage die 50-jährige Selbstständigkeit der Gemeinde Neumühle gefeiert. Bürgermeisterin Pedra Hofmeister und Siegfried Kleiner, ehemaliges Gemeinderatsmitglied und bei der Gründung der Gemeinde vor 50 Jahren sehr aktiv, werden die Gäste zunächst begrüßen und in ihren Reden einen Blick in die Historie des Ortes vor und nach der Gemeindegründung werfen.
Wer sich darüber hinaus über Neumühle und die Besonderheiten der Gemeinde informieren will, für den ist die Ortschronik-Ausstellung, die am Sonntag zu sehen sein wird, genau das Richtige. Edgar Schwarz wird die Gäste in der Schau mit spannenden Details zur Geschichte des Ortes zu unterhalten wissen. Wer die Ausstellung sehen möchte, hat dazu jedoch nur an diesem Sonntag Gelegenheit, darauf weist Dagmar Krahn, Leiterin der Seniorenwohnanlage in Neumühle, hin.
Neben Einblicken in die Ortschronik wird den Besuchern der Festveranstaltung - neben geladenen Gästen sind alle Neumühler und weitere Interessierte willkommen - noch mehr geboten. So wird nach der gemütlichen Kaffeerunde um 16.30 Uhr der Kindergarten ein kleines Programm präsentieren. Humor aus Thüringen wird dann ab 18 Uhr in der 40-minütigen Kabaretteinlage mit "De-Martha" versprochen.
"Geplant ist danach, den Abend gemeinsam zu verbringen mit Musik, vielleicht auch Tanz", so Dagmar Krahn. Sie hofft natürlich, dass am Sonntag zahlreiche Interessierte den Weg nach Neumühle finden und mit der kleinen Gemeinde das Jubiläum feiern werden.


21. Januar 2010 /OTZ

Farbenfrohe Tage am Gymnasium

Judith Hoyer gestaltet T-Shirts zur Projektwoche.
Judith Hoyer gestaltet T-
Shirts zur Projektwoche.

Projektwoche "Bunt ist meine Lieblingsfarbe" am Staatlichen Gymnasium Greiz

Greiz (OTZ).

Traditionell einmal im Jahr findet am Staatlichen Gymnasium Greiz Unterricht der etwas anderen Art statt. Denn zur jährlichen Projektwoche bleiben Schulbuch und Matheheft links liegen. Alle Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben können sich so auch vom 18. bis 22. Januar an verschiedenen Projekten beteiligen. Für die 5. und 6. Klassen wurde ein Plan erstellt, der vorsah, dass jeden Tag ein breit gefächertes Programm im Angebot ist. Die Schüler haben die Möglichkeiten, sich auf den Gebieten Sport, Naturwissenschaften, Musik, Kunst, Sprachen, Religion und Medienkunde zu beweisen. Durch den täglichen Wechsel wird gewährleistet, dass möglichst vielen Neigungen entsprochen werden kann.
Die Schüler der 7. Klassen konnten sich selbstständig in neun verschiedene Projekte einwählen, in denen sie eine Woche lang tätig sind. Das Journalistenteam erkundigte sich vor Ort über die Arbeit in den einzelnen Projekten. Dabei waren sie über die Vielfalt des Angebotes erstaunt. In vielen Projekten spielen Farben eine ganz wesentliche Rolle. So beschäftigen sich die Schüler im Projekt Physik mit den Farben der Natur. Sie experimentieren mit farbigen Licht- und Schattenphänomenen. Auch im Musical-Projekt "What a colourful world" spiegelt sich das Motto "Bunt ist meine Lieblingsfarbe" (Walter Gropius) wider. Es dreht sich dabei um ein Indianermädchen, das aufgrund ihrer bunten Kleidung ausgegrenzt wird, wodurch Konflikte entstehen. Wie es weitergeht, erfahren die Besucher am Sonnabend, dem 23. Januar, zum Tag der offenen Tür. An diesem Tag wird das Musical zweimal gegen 9.30 Uhr beziehungsweise 11 Uhr aufgeführt. Außerdem werden die Ergebnisse von vielen anderen Projekten vorgestellt.
Höchst interessant gestaltet sich auch das Geschichtsprojekt. Die Schüler beschäftigen sich mit dem Bauwesen des Mittelalters. Durch den Bau eines Modells des Klosters St. Gallen können die Schüler ihr Wissen praktisch umsetzen. Jeder Einzelne leistet seinen konkreten Beitrag bis zur endgültigen Fertigstellung des Modells. Auch die Projektgruppen Geschichte/Englisch ("Römischer Alltag"), Theaterprojekt Französisch (Sketche), Prima Bio (Magersucht), Mathematik (geometrische Körper) sowie Kunst (Malunterricht am Bauhaus) präsentieren ihre Endergebnisse am Tag der offenen Tür.
Nicht nur für das Journalistenteam des Gymnasiums Greiz ergab sich der Eindruck, dass viele Schüler der Meinung sind, dass die Projektwoche eine gelungene Abwechslung gegenüber dem "grauen" Schulalltag sei.


21. Januar 2010 /OTZ

SG 1. FC/Chemie Greiz enttäuscht in Schleiz

Fußball, OTFB-Hallenpokal, Vorrunde

Schleiz (OTZ/Friedel).

Bei der Vorrunde zur OTFB-Hallenmeisterschaft am vergangenen Sonntag in der Schleizer Böttgerhalle enttäuschte die im Vorfeld mitfavorisierte SG 1. FC/Chemie Greiz und kam vor 150 Zuschauern über den letzten Platz nicht hinaus.
Im Spiel gegen die Schleizer Turniersieger wurden die Tempelwald-Kicker mit 1:11 förmlich aus der Halle geschossen und in der Partie gegen Bad Lobenstein war es nur den Koseltalern zu verdanken, dass die Niederlage nur 2:6 ausfiel. Dabei hatten die Greizer vom Ergebnis her einen Auftakt nach Maß und kamen in ihrem ersten Spiel gegen den SV Moßbach in den Schlusssekunden zu einem 4:3-Erfolg. Aber auch in den anderen Partien bekleckerte sich die Spielgemeinschaft nicht mit Ruhm. Auch gegen Grün-Weiß Triptis verloren sie mit 0:2 und gegen den Namensvetter aus Tanna bei deutlichen Chancenvorteilen der Oberländer kamen sie wenigstens beim 1:1 zu einem Punkt. So waren nur vier Punkte bei einem Torverhältnis von 8:23 die magere Ausbeute.
Turniersieger wurde der FSV Schleiz. Die Lauke-Elf kam auf drei Siege und ein Remis. Die einzige Niederlage kassierten sie ausgerechnet gegen den SV Moßbach mit 1:2. Und auch der 3:2-Sieg im letzten Spiel gegen Tanna hing am seidenen Faden. Triptis, die Überraschung des Turniers, schlug in einem emotionsgeladenen Derby den SV Moßbach kurz vor dem Schlusspfiff noch mit 3:2 und kam am Ende mit einem Punkt Rückstand noch auf Platz zwei.
Dritter wurde der schwer ins Turnier startende aber am Ende noch mit zwei Siegen gegen Triptis (3:1) und Greiz (6:2) aufwartende VfR Bad Lobenstein. Der SV Moßbach startete nach Niederlagen gegen Greiz und Tanna (0:3) ebenfalls schwach, konnte aber gegen Bad Lobenstein (3:1) und Schleiz (2:1) noch zwei Siege verbuchen, was Platz vier bedeutet. Obwohl die Tannaer ein positives Torverhältnis hatten, landeten sie nur auf Platz fünf.
Torschützenbeste wurden mit jeweils sechsToren Markus Stankowski (Schleiz) und Jan Zeitler (Moßbach). Die gut leitenden Schiedsrichter Köhler (Göritz) und Janka (Triptis) mussten lediglich drei Zeitstrafen aussprechen, ansonsten verlief das Turnier in einem fairen Rahmen.

Greiz: Paulitz, Brettfeld, Gäbelein, Himmer, Gneupel, Nitschke, Körner, Dressler.

Ergebnisse: Schleiz - Triptis 5:0, - Bad Lobenstein 1:1, - Greiz 11:1, - Moßbach 1:2, - Tanna 3:2; Triptis - Greiz 2:0, - Tanna 2:1, - Bad Lobenstein 1:3, - Moßbach 3:2; Bad Lobenstein - Tanna 1:1, - Moßbach 1:3, - Greiz 6:2; Moßbach - Greiz 3:4, -Tanna 0:3; Tanna - Greiz 1:1 Abschlusstabelle: 1. FSV Schleiz 21: 6 10 2. Grün-Weiß Triptis 8:11 9 3. Bad Lobenstein 12:8 8 4. SV Moßbach 10:12 6 5. Grün-Weiß Tanna 8:7 5 6. SG Greiz 8:23 4


21. Januar 2010 /OTZ

Jubiläumsjahr für Kleingeraer Schützen

Der Vereinsvorsitzende Werner Schröder
Der Vereinsvorsitzende
Werner Schröder

Schießen, Neujahrspokal

Kleingera (OTZ/j.st.).

Es hat Tradition, das Kleingeraer Neujahrspokalschießen. "Ich stifte alljährlich den Pokal für den Sieger", erzählt Werner Schröder der Vorsitzende des Vogtländischen Schützenvereins, der im Elsterberger Stadtteil zu Hause ist. Er tut dies, um die neue Saison im Verein anzuschieben, das Interesse am Schießsport unter den Mitgliedern wieder zu aktivieren. An zwei Montagabenden bietet sich dazu den Mitgliedern die Möglichkeit, am Wettkampf auf dem vereinseigenen Luftgewehrschießstand in Kraußens Hof teilzunehmen.
Seit 2000 findet der vereinsinterne Wettbewerb statt. Werner Escher und Roland Vaupel hießen die Sieger in den Anfangsjahren. Mit je drei Pokalsiegen waren Ralf Krause und Klaus Wolf bisher am erfolgreichsten. 15 Schuss, je drei auf eine Karte, das ist der Wettkampfinhalt. Zum Zielen können die über 50-Jährigen die Waffe auflegen, die unter 50-Jährigen nicht. Die Resultate aller Schützen kommen in eine Wertung, der Beste erhält den von Schröder gestifteten Pokal.
Das beim Wettkampf verwendete Luftgewehr hat ein Diopter als Zielgerät, genauso wie die Biathleten an ihrer Waffe. "Nur diese schießen mit Kleinkalibergewehren und die Munition ist im Durchmesser etwas größer", berichtet Werner Schröder. Die Kleingeraer Schützen schießen auf zehn Meter Entfernung. Dabei wird die zehn mal zehn Zentimeter große Karte mit dem Seilzug in den Kugelfang bewegt.
"150 Ringe kann man theoretisch erreichen, wenn alle 15 Kugeln genau in der Zehn landen", erklärt der 58-jährige Vereinschef, der beruflich bei der Feuerwehr tätig ist. Schützenbruder Knut Dietzsch erreichte bisher mit 145 Ringen das beste Resultat, las Schröder aus der Ergebnisliste ab. Die anderen Sieger lagen meist so bei 130 Ringen.
Wieviel der Sieger im Jubiläumsjahr des Schützenvereins geschafft hat, das wird am 1. März bekannt gegeben. Da überreicht Werner Schröder ihm den Pokal. Gleichzeitig gibt es dann die ersten Infos zum 20. Schützenfest, das wieder in einem größeren Rahmen stattfinden soll.


21. Januar 2010 /OTZ

Kein Hochwasser trotz Tauwetter

Wehr der Weißen Elster bei Neumühle zwischen Gera und Greiz.
Wehr der Weißen Elster bei Neumühle zwischen Gera und Greiz.
Foto: OTZ/Christian Freund

TLUG Jena meldet noch normale Pegel für die Weiße Elster in Gera und Greiz

Von Elke Lier Gera/Jena (OTZ).

Es tropft und schmilzt: Die seit Tagen aufgetürmte weiße Schneepracht schrumpft zusammen Besteht Hochwassergefahr? Lutz Baseler von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) verneint: „An keinem der Thüringer Flüsse, eingeschlossen die Weiße Elster in Gera und Greiz, besteht Hochwassergefahr, alle Pegelmessstände im Ostthüringer Bereich liegen noch unter dem kritischen Meldebeginn. Solange die moderaten Temperaturen wenige Grade über Null lägen, so Dr. Baseler, könne man ruhig bleiben. Nur wenn es jetzt einen sprunghaften Temperaturanstieg auf 10 bis 12 Grad Plus und massive Niederschläge gebe, werde es gefährlich. „Denn der Boden ist nicht mehr aufnahmefähig für neues Wasser. Doch natürlich biete auch das Thüringer Talsperrennetz noch ausreichend Hochwasserschutz. Alle Interessierten können Pegelstände im Internet unter der Hochwassernachrichtenzentrale der TLUG Jena finden.
Für die nächsten Tage werden sich die Temperaturen bei niedrigen Frostgraden einrichten. „Das Wetter wird wieder winterlicher und kälter", teilte auf Anfrage Meteorologe Heiko Petzold von der Wetterstation Gera-Leumnitz mit. Bis Minus acht Grad könne das Thermometer in den Nächten wieder runterrutschen. Während sich die Erwachsenen um glatte Straßen und Schneewälle sorgen, dürfte der Dauerwinter die Kinder freuen: Ab 1. Februar beginnen die Winterferien und Schneemann, Schlitten und Schneeschuhe haben Chancen.

www.tlug-jena.de


21. Januar 2010 /OTZ

Lucas Oettert holt zwei Titel

Greizer Leichtathleten überzeugen bei den Thüringer Hallenmeisterschaften

Start des Sprintrennens über 60 Meter, in dem Lucas Oettert (Bahn 5) ebenfalls triumphieren konnte.
Start des Sprintrennens über 60 Meter, in dem Lucas
Oettert (Bahn 5) ebenfalls triumphieren konnte.
Lucas Oettert (375, rotes Hemd) beim 1000-Meter-Lauf
Lucas Oettert (375, rotes Hemd) beim 1000-Meter-Lauf

Erfurt (OTZ/Ralf Peter).

Am vergangenen Wochenende begann für die besten Thüringer Leichtathleten die Serie der Meisterschaften unter dem Hallendach mit den Einzeldisziplinen. Die guten Bedingungen in der Erfurter Leichtathletikhalle nutzten die vor allem in den Schüleraltersklassen zahlreichen Teilnehmer zu tollen Ergebnissen und vielen Bestleistungen. Wie erwartet gaben die Athleten aus den Sportgymnasien und den großen Leistungszentren den Ton im Kampf um die Medaillen an, aber auch die Sportler aus den kleineren Vereinen wussten zu überzeugen. Nach einer langfristigen und intensiven Vorbereitung gaben auch die Athleten des LV Einheit Greiz eine erfolgreiche Vorstellung ihres Könnens. Lucas Oettert ragte hier heraus und holte nach starken Laufleistungen die Landesmeistertitel in den Rennen über 60 sowie 1000 Meter der Altersklasse 12. Mit den Plätzen vier und acht im Weitsprung und Hürdenlauf bewies er einmal mehr seine Vielseitigkeit. Bei den 13-jährigen Mädchen konnten Vanessa Apitz im Hochsprung und Vanessa Geist im Kugelstoßen Endkampfplatzierungen und neue Bestleistungen verbuchen. Sarah Himmer lief über 800 Meter auf Rang neun. Nathalie Bauroth erkämpfte als Dritte im Kugelstoßen der Weiblichen Jugend A eine weitere Medaille, und Alisa Henkel erreichte in der B-Jugend ihr bestes Ergebnis mit Rang vier im Hürdensprint. Bei den Senioren der M 30 holte Mirko Molder nach Gold im Weitsprung noch Bronze im Hochsprung und 60-m-Lauf.

  • Ergebnisse:
  • W 13: 60 m: 29. Himmer 9,49 s; 60 m Hürden: 20. Apitz 11,40 s, 12. Geist 10,80 s; 800 m: 9. Himmer 2:48,91 min; Weitsprung: 23. Geist 3,99 m, 29. Apitz 3,79 m; Hochsprung: 5. Apitz 1,38 m; Kugelstoß: 7. Geist 8,02 m.
  • WJB: 60 m: 7. Henkel 8,73 s; 60 m Hürden: 4. Henkel 9,98 s; Weitsprung: 9. Henkel 4,36 m; Hochsprung: 5. Henkel 1,45 m.
  • WJA: Kugelstoßen: 3. Bauroth 8,48 m; M 12: 60 m: 1. Oettert 8,42 s; 60 m Hürden: 8. Oettert 11,56 s; 1000 m: 1. Oettert 3:13,81 min; Weitsprung: 4. Oettert 4,47 m.
  • M 30: 60 m: 3. Molder 8,50 s; 200 m: 4. Molder, Mirko 28,03 s; Weitsprung: 1. Molder 5,32 m; Hochsprung: 3. Molder 1,55 m.Start des Sprintrennens über 60 Meter, in dem Lucas Oettert (Bahn 5) ebenfalls triumphieren konnte.


21. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Taxi-Unternehmer will Motor-Präsident werden

Gerd Wolf
Gerd Wolf

Gerd Wolf bisher einziger Kandidat

Von Holger Zaumsegel Zeulenroda (OTZ).

Mit Gerd Wolf steht bisher nur ein Kandidat für die Präsidenten-Wahl beim Fußball-Thüringenligisten FC Motor Zeulenroda am morgigen Freitag fest. Auf der Mitgliederversammlung, die um 18.30 Uhr in der Vereinsgaststätte im Waldstadion Zeulenroda stattfindet, muss sich der Verein an der Spitze neu aufstellen, weil der bisherige Vereinschef Jürgen Leistner aus privaten Gründen nicht mehr kandidieren wird. Der Zeulenrodaer Taxi-Unternehmer Wolf, der dem FC Motor schon seit 20 Jahren als Sponsor zur Seite steht, will die Vereinsmitglieder morgen mit einem Konzept überzeugen. Darin enthalten ist die Marschrichtung für 2010 und 2011, die Wolf für den Verein vorgesehen hat. Besonders die Nachwuchs-Kicker hat er dabei im Blick. Sie sollen langfristig beim FC Motor und auch in der Region gehalten werden.
Ebenso strebt er eine enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsunternehmen in der Region an, um den Zeulenrodaer Fußball durch entsprechende Sponsoren in der Landesliga zu etablieren.
Im Falle seiner Wahl wird es wohl keine großen Veränderungen an der bisherigen Vereinsspitze geben. Sowohl Dieter Weinlich als Stellvertreter als auch Schatzmeister Heiko Oelsner sollen im Amt bleiben. Allerdings sei es für Wolf vorstellbar, dass einige neue Positionen in der Vereinsführung geschaffen werden.
Wolf hofft, dass der Verein morgen beschlussfähig ist. Die letzte Mitgliederversammlung vom 30. Oktober 2009 musste im November wiederholt werden - wegen zu geringer Teilnehmerresonanz. Allerdings müssen durch eine Satzungsänderung jetzt nur noch 30 statt bisher 50,1 Prozent der Mitglieder anwesend sein, um wichtige Entscheidungen zu treffen.


21. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

1,6 Grad über dem Mittel

Winterstimmung auf dem Weg von Silberfeld nach Quingenberg.
Winterstimmung auf dem Weg
von Silberfeld
nach Quingenberg.
Foto: Christa Geyer

Mit 2009 ging das wärmste Jahrzehnt seit 130 Jahren zu Ende

Zeulenroda (Lotthammer).

Auch das abgelaufene Jahr 2009 lag über dem langjährigen Durchschnitt der Temperaturen, die für unsere Region bei 8,3 Grad Celsius liegen - und das mit 9,9 Grad Celsius (Mittel aller drei Messstationen in Zeulenroda). Es ist dennoch interessant, dass Thüringen mit Sachsen und Bayern zu den drei kältesten Bundesländern zählt. Die mittleren Temperaturen aller Monate (Ausnahme Januar) lagen über dem langjährigen Durchschnitt, am höchsten im April und im September.
Große Unterschiede gibt es bei den Niederschlägen, wo in der Messstelle Goethestraße ein Defizit von 43 mm/m² gemessen wurde, während in der Flur Marke ein Plus von 85 mm/m² vorlag. Ein Messfehler? Auszuschließen ist das nicht. Andererseits: Während es zum Beispiel zum Thüringentag in Greiz in Strömen goss, fiel bei uns kein Tropfen. Gezählt wurden in der Stadt insgesamt 72 Sonnentage, 50 Sommertage (Temperatur über 25 Grad Celsius), aber nur zwei Tropentage (über 30 Grad Celsius). 2008 waren es noch zehn Tropentage. Frosttage wurden 25 registriert (2008: 53) und 16 Eistage. An 83 Tagen regnete es, an fünf Tagen fiel Schnee. Auch die Jahreszeiten lagen mit Ausnahme des Winters 2008/09 über dem langjährigen Durchschnitt, Frühjahr und Herbst mit mehr als drei Grad Celsius. Die höchste Temperatur wurde in der Flur Marke mit 34,0 Grad Celsius gemessen, die niedrigste mit minus 15 Grad Celsius in der gleichen Flur. Gewitter gab es 15.
Die Feststellung von 2008, dass die in Fernsehen und Presse gemeldeten Unwetter Zeulenroda in schöner Regelmäßigkeit umgehen, trifft nach wie vor zu.


21. Januar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Reichenbach rockt für Opfer in Haiti

Reichenbach – Mehr und mehr Musiker der Region wollen sich mit einem Benefizkonzert in Reichenbach an der Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti beteiligen, berichtet Rockmusiker Sven von der Gruppe „Anna and the Rocks“. Dabei sei es egal, ob man als Solist auftrete, Klassik oder Volksmusik präsentiere, als Band gastierte oder gemeinsam einige Rocktitel spiele. Es werde auf jeden Fall ein spannender Abend, sind sich die Initiatoren sicher.
Die Idee dafür stamme von Uwe Treitinger, Chef des Bergkellers Reichenbacher, der Kultadresse für Rockevents. Treitinger habe, so der Anna-Band-Chef, gleich sein Lokal für das Benefiz-Festival zur Verfügung gestellt.
Schon am Samstag, 23. Januar um 18 Uhr treffen sich die Organisatoren und potenzielle Mitstreiter vor Ort, um den Ablauf zu besprechen. „Es geht uns darum, möglichst viel Geld an eine ausgewählte Hilfsorganisation, bei der nicht zu viel in der Bürokratie versackt, zu spenden“, so der Musiker. „Schon zwei Euro können in Haiti einem Kind sehr viel helfen“, findet Rocker Sven.
fb


21. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Heute Verhandlung im Entwässerungsstreit

Landkreis klagt gegen Zweckverband Taweg

Greiz/Gera (OTZ/KG).

Heute wird vor dem Verwaltungsgericht Gera eine Klage des Landkreises Greiz gegen den Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster Greiz (Taweg) verhandelt. Gestritten wird um die Höhe der Gebühren für Straßenentwässerung.
Der Landkreis Greiz als Straßenbaulastträger beteiligt sich an den Kosten für die Entwässerung. Allerdings gibt es Differenzen zwischen dem Landkreis und dem Taweg bezüglich der Höhe der jährlich anfallenden Gebühren. Da der Landkreis sich an den Investitionskosten für entsprechende Anlagen des Zweckverbandes beteiligt habe, so die Argumentation, sieht er sich nun bei den Gebühren nicht noch zusätzlich in der Pflicht. Das Geraer Verwaltungsgericht wird also entscheiden müssen.
Verhandlungsbeginn ist heute um 10 Uhr.


Greizer ProLeben-Klinik in TV-Reportage

Greiz (OTZ).

Das Thüringen Journal des MDR-Fernsehens berichtet heute ab 19 Uhr im Rahmen einer Wellness-Reihe über die Greizer ProLeben-Klinik. Gegenstand der Sendung ist ein Gesundheitscheck, der in der ersten staatlich anerkannten Klinik für Biologische Medizin in Deutschland durchführbar ist. Autorin Theresia Schuler lässt mittels des Bio-Checks ihren Gesundheitzustand überprüfen, stellt fest, dass eine längst vergangene Weisheitszahn-Operation nicht wirklich optimal gelaufen ist und beguckt ihr Blut.
Neben den Möglichkeiten dieser Überprüfung verschweigt die Reportage auch die Kosten nicht. 500 Euro sind für einen Basis-Check fällig. Aber Gesundheit ist ein wertvolles Gut.


Nur wenige Stunden

Nur wenige Stunden alt ist die Thüringer Waldziege, die im Tiergehege in Waldhaus das Licht der Welt erblickt hat. Tierpfleger Tobias Raute achtet darauf, dass die Jungtiere trocken und vor dem Fuchs geschützt in den Ställen stehen.
Foto: OTZ/Christian Freund

Nur wenige Stunden alt ist die Thüringer Waldziege, die im Tiergehege in Waldhaus das Licht der Welt erblickt hat. Tierpfleger Tobias Raute achtet darauf, dass die Jungtiere trocken und vor dem Fuchs geschützt in den Ställen stehen.


Karikatur des Tages

Eiskalt geworden
Eiskalt geworden
Zeichnung: OTZ/Bruns


Baden gegangen

Während es draußen mächtig kalt ist, gelingt Uto Weber von den Landesliga-Wasserballern des VfL Gera bei der 13:15- Niederlage in Sömmerda nicht mehr als ein Tor. Am Sonnabend wird um 10.30 Uhr im Geraer Hofwiesenbad gespielt.
Foto: Jens Lohse

Während es draußen mächtig kalt ist, gelingt Uto Weber von den Landesliga-Wasserballern des VfL Gera bei der 13:15- Niederlage in Sömmerda nicht mehr als ein Tor. Am Sonnabend wird um 10.30 Uhr im Geraer Hofwiesenbad gespielt.


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