15. Januar 2010 /OTZ

Erfolgsjahr 2009

Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (r.) und Stefan Fraas, GMD der Vogtland-Philharmonie, unterzeichnen den Mietvertrag. Die Verwaltung des Orchesters zieht in ein ehemaliges Gartenschau-Gebäude um.
Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (r.) und Stefan
Fraas, GMD der Vogtland-Philharmonie, unterzeichnen den Miet-
vertrag. Die Verwaltung des Orchesters zieht in ein ehemaliges
Gartenschau-Gebäude um.
Foto: OTZ/Freund

Vogtland-Philharmonie knackt die magische 100 000-Besucher-Marke

Von Katja Grieser Greiz.

"2009 war das erfolgreichste Jahr bisher", kann Stefan Fraas, Generalmusikdirektor (GMD) der Vogtland-Philharmonie Greiz/Reichenbach, stolz verkünden. Zugleich sei das vergangene Jahr auch das arbeitsintensivste gewesen, was schon allein durch die geballten Großereignisse in Greiz und Reichenbach begründet war. "Da waren wir häufiger an der Belastungs- und Schmerzgrenze und darüber hinaus", gesteht Fraas. Eine ganze Reihe von Erkrankungen der Musiker habe der Klangkörper so auch zu verkraften gehabt, mit Aushilfen musste deshalb häufiger gearbeitet werden. Dafür stimmt der Blick in die Bilanz froh. Mit 193 Konzerten, davon 80 Prozent in der Region, war der Klangkörper 2009 quasi omnipräsent. Mit 103 962 Zuhörern konnte die Vogtland Philharmonie erstmals die magische 100 000-Besucher-Marke knacken. Das entspricht einer Eigenerwirtschaftungsquote von 22 Prozent, betont der GMD. "Das Orchester erwirtschaftet sich zu 22 Prozent selbst - das findet man nicht oft", so Stefan Fraas. Als Beispiel nennt er die fünf- bis achtprozentige Eigenerwirtschaftungsquote bei Theatern, bei Orchestern seien zwischen acht und zwölf Prozent üblich. Nicht unerwähnt ließ der Philharmonie-Chef, dass es nur durch die Finanzierungsvereinbarungen mit den Ländern Thüringen und Sachsen, den beiden Landkreisen sowie den Städten Greiz und Reichenbach möglich sei, mittel- und langfristig solide zu planen. Die Rede ist von drei Millionen Euro jährlich, die die Philharmonie bekommt. Zu den künstlerischen Höhepunkten gehörten 2009 natürlich die Feierlichkeiten zu 800 Jahre Greiz mit dem Thüringentag sowie die Landesgartenschau in Reichenbach. Beide Großereignisse haben die Philharmoniker mit ihren Auftritten mit enormem Aufwand mitgestaltet, erinnert sei hier nur an die "Queen Classic Night" in der Greizer Eishalle im September. Doch auch die Auftritte im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, im Prinzregententheater München oder "Classics unter Sternen" mit über 5000 Besuchern in Chemnitz zählen zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres.
Mit dem Mietvertrag, den Stefan Fraas und Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling gestern unterzeichneten, werden sich künftig die Arbeitsbedingungen für die Verwaltungsmitarbeiter des Klangkörpers verbessern. Denn im März ist der Umzug in das Hauptgebäude auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände geplant. Ab April wird die Verwaltung dort zu finden sein, Proben finden künftig teils dort sowie im Neuberinhaus, das weiter das Konzerthaus in Reichenbach für das Orchester bleibt, und natürlich in Greiz statt.

Kommentar

Vorfreude groß

Von Katja Grieser

Die Vorfreude auf die neue Stadthalle in Greiz ist bei der Vogtland-Philharmonie groß. Verständlicherweise, bietet doch das Theater wirklich keine optimalen Bedingungen. Und auch der Förderverein des Klangkörpers, mit über 500 Mitgliedern wohl einer der größten vergleichbaren in Deutschland, kann es kaum erwarten. Der Verein hat seine Planung sogar auf die Einweihung der Stadthalle ausgerichtet, wie Vorsitzender Dieter Kießling sagte. So wird der nächste Orchesterball nicht im Herbst dieses Jahres stattfinden, sondern im Frühjahr 2011. Dann, so Kießling, in der neuen Stadthalle. 2012 wird der Orchesterball in Reichenbach veranstaltet, denn die Stadt feiert in dem Jahr 800-Jähriges. Der Terminkalender der Philharmonie für 2011 und 2012 beginnt sich also zu füllen. Sogar Termine für 2014 habe Stefan Fraas bereits in Sack und Tüten.

Das Jahr 2009 in Zahlen
· Die Vogtland Philharmonie bestreitet 193 Konzerte, davon 22 kammermusikalische. 81 Konzerte geben die Musiker in Sachsen (42 Prozent), in Thüringen 73 (38 Prozent) und außerhalb der beiden Freistaaten 39 (20 Prozent).
· 103 962 Besucher hören sich die Konzerte des Klangkörpers an, eine Steigerung um 15 Prozent gegenüber 2008.
· Die Einnahmen belaufen sich auf 850 000 Euro, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Eigenerwirtschaftungsquote des Klangkörpers liegt bei 22 Prozent.


15. Januar 2010 /OTZ

Vertrag von Jiri Malat verlängert

Chefdirigent der Vogtland-Philharmonie bleibt drei weitere Spielzeiten

Der Vertrag von Jiri Malat, Chefdirigent der Vogtland-Philharmonie Greiz/Reichenbach, wird um weitere drei Spielzeiten verlängert. Seit August 2004 ist Malat bei dem Klangkörper, zunächst wurde ein Drei-Jahres-Vertrag geschlossen, der dann 2007 um weitere drei Jahre verlängert wurde. Nun ist der Dirigent bis Sommer 2013 an das vogtländische Orchester vertraglich gebunden. "Ich freue mich sehr darüber und glaube, es ist eine gute Sache, dass wir die Zusammenarbeit, die sich so gut entwickelt hat, weiter fortsetzen", sagt Jiri Malat, der aus Prag stammt, aber seit 1992 in Deutschland lebt und bis 2002 Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim war. Die Beziehung zwischen ihm und den Musikern der Vogtland-Philharmonie sei gut, das Gleiche gelte für die zu GMD Stefan Fraas. Das Greiz-Reichenbacher Orchester zeichne sich vor allem dadurch aus, dass sich die Musiker untereinander hervorragend verstehen. "Das ist wirklich nicht alltäglich", weiß der Chefdirigent aus Erfahrung. Ein Grund für die gute Stimmung sei, so Malat, dass der Klangkörper ausgelastet ist, die Musiker "unter Volldampf" arbeiten.
Zur künftigen musikalischen Arbeit lässt sich Jiri Malat nur wenig in die Karten schauen, verrät aber so viel: "Ich habe noch viel vor, was das Repertoire betrifft", so der Dirigent und fügt an, dass er auch in Zukunft dem "Publikum viel Interessantes bieten" werde.


15. Januar 2010 /OTZ

Erfolgreich praktizierte Bürgernähe

 

Neuer Kontaktbereichsbeamter vorgestellt

Von Susann Grunert Mohlsdorf (OTZ).

Nach gut sieben Jahren bekommen die Bürger von Mohlsdorf und Teichwolframsdorf mit Dirk Salusa einen neuen polizeilichen Ansprechpartner. Salusa, bisher als Kontaktbereichsbeamter (KOBB) in Weida tätig, löst Ulrich Bergner ab, der nun als KOBB für Harth-Pöllnitz tätig sein wird. Die Bürgermeister beider Gemeinden bedankten sich bei Bergner für die Aufbauarbeit vor Ort. "Mit Herrn Bergner konnten wir erfolgreich Sicherheit für unsere Bürger demonstrieren", würdigte Mohlsdorfs Bürgermeister Häckert. Dass sich der Einsatz von KOBBs bewährt habe, brachte auch Michael Vetterlein, Leiter der Polizeiinspektion Greiz zum Ausdruck. "Mit den KOBBs konnte die Polizei erfolgreich Bürgernähe praktizieren", so Vetterlein. So sei Polizeipräsenz auch in Gemeinden möglich, die von normalen Streifenfahrten nicht immer bedient werden können.
Aus gut sieben Dienstjahren konnte Ulrich Bergner natürlich einiges berichten. Denn obwohl es sich um einen "relativ ruhigen Abschnitt" gehandelt habe, ging die Arbeit auch schon mal über alltägliche Polizeiarbeit hinaus. "Bei einem Streit zwischen zwei Geschäftsleuten sind einmal 56 000 Dollar verschwunden. Nach einem dreiviertel Jahr Ermittlung quer durch die Republik habe ich das Geld dann in Leipzig ausfindig machen können", berichtet der Polizist nicht ohne Stolz. Kriminalitätsgeschehen und Ordnungswidrigkeiten seien aber selten geworden, zieht Bergner Bilanz. Trotzdem sollte sein Nachfolger sein Amt nicht unterschätzen. "Auch der ländliche Bereich hat es in sich", gab PI-Leiter Vetterlein Dirk Salusa mit auf den Weg.
Sprechzeit: Mohlsdorf: Donnerstag,15 bis 18 Uhr, Gemeinde; Teichwolframsdorf: Dienstag, 15 bis 18 Uhr, Gemeinde


15. Januar 2010 /OTZ

Den Kopf voller Ideen

Noch bis heute ist der neue künstlerische Leiter des Theaterherbstes Nico Dietrich auf Antrittsbesuch in Greiz, um sich gemeinsam mit Projektmanagerin Annett Geinitz die Stadt anzuschauen.
Noch bis heute ist der neue künstlerische Leiter des Theater-
herbstes Nico Dietrich auf Antrittsbesuch in Greiz, um sich
gemeinsam mit Projektmanagerin Annett Geinitz
die Stadt anzuschauen.
Foto: Marcel Hilbert

Nico Dietrich heißt der neue und bisher jüngste künstlerische Leiter des Theaterherbstes

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Hamburg, Zürich, Weimar, Eisenach - in all diesen und noch weit mehr Orten hat Nico Dietrich schon inszeniert. Seit 15 Jahren arbeitet der Brandenburger mal als Darsteller, mal als Regisseur oder Produzent auf den Bühnen der Republik. Dabei ist er gerade einmal 30 Jahre alt - und damit der jüngste künstlerische Leiter, den der Greizer Theaterherbst e. V. je für diesen Posten wählte. Nachdem in den letzten beiden Jahren der Berliner Stefan Neugebauer dieses Amt inne hatte, war es nun wieder an der Zeit, frisches Blut in das Greizer Theaterfestival zu bringen, wie Projektmanagerin Annett Geinitz den Wechsel begründete. Aus den verschiedenen Bewerbungen, die in den vergangenen Wochen eingetroffen waren, habe Dietrichs besonders heraus gestochen. "Der Vorstand war sehr angetan", erklärt Geinitz gestern bei der Vorstellung des neuen künstlerischen Leiters, "er war einer der wenigen, der bereits konkrete Vorstellungen und inhaltliche Gedanken in sein Schreiben einbrachte." Außerdem, unterstreicht die Projektmanagerin, sei es eine gute Vorraussetzung, wenn man bereits im soziokulturellen Bereich Erfahrungen habe. "Nico Dietrich betätigt sich schon eine geraume Zeit in der freien Szene und hat daher einige Projekterfahrung sammeln können." Damit spielt sie auf das Großprojekt "Kosmonautenschule" Dietrichs an, in dem Veranstaltungen und Kunstereignisse mit deutschlandweit etwa 100 freien Künslern, Musikern, Architekten und anderen organisiert werden. "Jeder, der Lust hat, kann mitmachen", erklärt der Theaterherbst-Neuling und stellt damit auch gleich die Schnittstelle zu den Greizer Theatertagen heraus. "Als ich dann noch erfuhr, dass es bereits die 19. Auflage ist, war ich begeistert", so Dietrich weiter. Seit Mittwoch ist der 30-Jährige zu Besuch in Greiz und war, wie er selbst berichtete, sofort von der Stadt begeistert. Gemeinsam mit Annett Geinitz habe er bereits eine kleine Tour durch Greiz unternommen, auch im Hinblick auf mögliche Außenspielorte. "Ich habe den Kopf voller Ideen und freue mich darauf, Theater in und mit der Stadt zu spielen", so der neue künstlerische Leiter.


Ich freue mich darauf, Theater in und mit der Stadt zu spielen.

Nico Dietrich, künstlerischer Leiter des XIX. Greizer Theaterherbstes


Über ganz konkrete Ideen und Pläne allerdings möchte der Regisseur noch nichts sagen. Nur ein Beispiel hält er parat, um das Spektrum seiner Ideen zu veranschaulichen: "Ich habe einmal ein Auto-Theater veranstaltet. Die Fahrerin war die Darstellerin, die Fahrgäste waren die Zuschauer. So kam es zu einer besonderen Nähe von Publikum und Schauspieler." Die nächsten Wochen werden Dietrich und die Theaterherbst-Verantwortlichen gemeinsam den Wust an Ideen konkretisieren. Finanziell braucht er sich dabei wahrscheinlich nicht zu sorgen, denn, so Annett Geinitz, "die Förderanträge sind raus und wenn wir von Kürzungen verschont bleiben, rechne ich mit einer ähnlichen Unterstützung wie in den Vorjahren." Insgesamt beläuft sich die Fördersumme von Stadt und Land Thüringen dabei auf etwa 100 000 Euro, allerdings für das gesamte Jahr. Und so kann sich Nico Dietrich, der elfte künstlerische Leiter des Theaterfestivals, ganz auf die inhaltliche Erfüllung seines Vorhabens für den Greizer Theaterherbst konzentrieren: "Ich möchte zum einen handwerkliche Qualität nach Greiz bringen, zum anderen den Theaterherbst weiter überregional publik machen."
Der XIX. Greizer Theaterherbst findet vom 10. bis 18. September statt.


15. Januar 2010 /OTZ

Kein Anschluss unter Praxis-Nummer

Ärztin verärgert über Kommunikationspanne

Greiz (OTZ/KG).

Wer derzeit versucht, die Praxis von Dr. med. Petra Linke in Greiz telefonisch zu erreichen, hat Pech. Seit 6. Januar bereits kommt man an die Praxis weder via Telefon, noch Fax oder Internet heran. Die Ursache des Problems liegt noch im Dunkeln. Fakt ist, dass die Praxis den Telefonanbieter gewechselt hat. Der Vertrag mit Versatel sei fristgerecht gekündigt worden, die Telefonnummer sollte beibehalten werden. Als neuen Anbieter ab 6. Januar hat sich die Praxischefin für die Telekom entschieden. So weit, so gut. Doch seit diesem Termin herrscht Funkstille. Petra Linkes Mann Falk hat bereits einiges unternommen, um Informationen über die Kommunikationspanne zu bekommen. "Widersprüchlich und teilweise ignorant" seien jedoch die Auskünfte gewesen, die die Greizer erhalten haben. "Telekom hat gesagt, Versatel hat die Nummer noch nicht freigegeben", so Falk Linke. Das war´s, Informationen über die voraussichtliche Dauer dieses kommunikationsarmen Zustands habe er nicht bekommen. OTZ hat von Versatel ebenfalls keine Auskunft bekommen und auch die Telekom hat sich trotz mehrfacher Nachfrage und zweitägiger Wartefrist nicht zu dem Thema geäußert.
Bleibt Petra Linke und ihrem Team also vorerst nur, bei Patienten und Kollegen um Verständnis zu bitten, dass es derzeit nur schriftlich oder persönlich möglich ist, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.


15. Januar 2010 /OTZ

Derzeit mehr Hexenschuss-Patienten

Schneeschieben als Ursache ausgemacht

Von Katja Grieser Greiz.

Wer selbst schon einmal Schnee geschoben hat, wird gemerkt haben, dass das ganz schön auf den Rücken geht. Und so verwundert es nicht, dass beispielsweise Dr. med. Holger Büttner, niedergelassener Orthopäde im Medizinischen Versorgungszentrum Gartenweg in Greiz, derzeit mehr Patienten mit Hexenschuss behandeln muss als sonst. "Solche Fälle sind in den letzten Tagen verstärkt aufgetreten", sagt er auf OTZ-Nachfrage. Wenn die Schneeschipp-Saison aktuell ist, klagen mehr Leute über Rückenprobleme. Zu beobachten seien vermehrte Hexenschüsse jedoch auch im Herbst, wenn im Garten Umgraben angesagt ist. Eine rückenschonende Haltung beim Schneeschippen sei übrigens kaum möglich, so Büttner. "Es ist schwierig, denn Schnee wird in gebückter Haltung geschoben, es müssen relativ große Gewichte mit einem langen Hebel bewegt werden", sagt der Orthopäde, der auch bei sich selbst feststellen musste, dass während des Schiebens der Rücken schon mal weh tun kann. Doch bei einem Menschen ohne Rückenprobleme gibt sich das im Regelfall schnell wieder, wenn man mit Schippen fertig ist.
Wer allerdings rückenmäßig vorbelastet ist, sollte lieber die Finger vom Schneeschippen lassen. "Vom orthopädischen Standpunkt her ist das auf jeden Fall besser", bestätigt Dr. Holger Büttner. Wer kann, sollte diese Aufgabe also an andere delegieren, um so eventuellen Rückenproblemen vorzubeugen. "Doch das ist ja leider nicht immer möglich", weiß der Orthopäde. Und so wird er wohl auch künftig in Zeiten, in denen Schneeschieben zur Tagesordnung gehört, mehr Hexenschuss-Patienten im Wartezimmer sitzen haben.


15. Januar 2010 /OTZ

Zahl der Schusswaffen leicht rückläufig

Landkreis-Statistik nicht im Thüringen-Trend

Greiz (OTZ/-lz).

Die Tatsache, dass im Freistaat Thüringen die Zahl der angemeldeten Schusswaffen mit 128 600 im Jahr 2009 auf einen Höchstand geklettert ist, der seit Jahren nicht mehr zu verzeichnen war, lässt sich im Landkreis Greiz nicht entsprechend nachvollziehen. Im Gegenteil, hier besagt die Statistik des Ordnungsamtes im Greizer Landratsamt eher eine leichte Entwicklung gegen den Trend. Die Zahl der angemeldeten Schusswaffen ist im Jahr 2009 mit 5191 gegenüber dem Vorjahr mit 5207 leicht rückläufig. Vor allem die Zahl der Langwaffen sank: Hatten 2008 noch 3577 Jäger und Sportschützen ihre Gewehre im Tresor, sind im eben zu Ende gegangenen Jahr 3554 angemeldete Langwaffen im gesamten Landkreis Greiz registriert. Die Kurzwaffen dagegen haben um sieben Stück zugelegt, ihre Zahl stieg von 1630 auf 1637 Pistolen und Revolver.
Merklich gesunken ist die Zahl der Inhaber einer Waffenbesitzkarte: Hier waren 2008 noch 1282 Landkreisbewohner registriert, während es 2009 nur noch 1218 Inhaber dieser ganz speziellen Doppelkarte gab. In der Waffenbesitzkarte können bis zu acht Waffen eingetragen sein, hieß es erläuternd dazu aus dem Greizer Landratsamt.


15. Januar 2010 /OTZ

Hilfsgüter haben Brester Region erreicht

Auch Hilfstransport kämpft mit "Daisy"

Greiz (OTZ/ Jetschke).

Mit zirka zwölf Stunden Verspätung kam das Team des Brest-Hilfstransports, attackiert vom Tief "Daisy", am 9. Januar aus Brest zurück. Das Hauptziel ist erreicht: Hilfsgüter konnten abgeliefert werden und auf der Brester Weihnachtsfeier gab es zahlreiche herzliche Begegnungen, man spürte die Dankbarkeit der Kinder und Eltern bis hin zu den Großeltern, wie Ulrich Jetschke berichtet. "Leider mussten wir wieder neuerkrankte Kinder kennenlernen, wie Maxim Schidlowitsch vom Dorf Diwin aus der Region Kobrin. Am 19. Januar wird Maxim 15 Jahre, hat Leberkrebs und zwei Operationen hinter sich. Die dritte, letztmögliche Operation erfolgt in diesen Tagen. Natürlich waren wir aufgewühlt, hoffen, dass diese Operation dem überaus aufgeschlossenen Jungen Gesundheit bringt." Große Freude gab es bei den mittlerweile erwachsenen Kranken. Moderne Polstermöbel, Küchen, Schrankwände und technische Dinge helfen, dass sie sich eine Wohnung einrichten können, berichtet der Vereinschef weiter. "Unser Team ist ständig im Wechselbad der Gefühle. Einerseits freuen wir uns über positive Lebensverläufe, andererseits gibt es immer wieder Rückschläge bei Neuerkrankungen, Rückfällen oder Todesfällen unserer "Schützlinge". Aber die Unterstützung der Menschen aus der Greizer Region gibt dem Team Kraft, weiter zu machen.
Im Mai/Juni startet der nächste Transport. www.hilfstransport-greiz-brest.de


15. Januar 2010 /OTZ

Familien- und Kinderfest soll ausgebaut werden

Programm am Abend verlängert

Greiz (OTZ/KG).

Die Ortsteilräte von Sachswitz, Dölau und Rothenthal haben in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dass das Familien- und Kinderfest in diesem Jahr ausgebaut werden soll. „Das Programm wollen wir am Abend verlängern", sagt Ortsteilchef Hartmut Giehler. Neben den Aktionen für die Kinder sollen eben auch die Erwachsenen mehr vom Fest, das für den 31. Juli geplant ist, haben.
Unterstützen wird der Ortsteil- rat auch 2010 das Sport- und Familienfest des SV Chemie Greiz, das vom 4. bis 6. Juni veranstaltet wird. Das Gleiche gilt für die Rothenthaler Alpennacht am 11. September, bei deren Durchführung der Ortsteilrat ebenfalls Hilfe zusichert. Und auch für Tierheimfest und die Veranstaltung des Hundesportvereins wollen sich die Räte wieder einsetzen, so Hartmut Giehler.
Die drei Ortsteile wollen sich in diesem Jahr erstmals an dem vom Lionsclub Greiz organisierten Frühjahrsputz beteiligen. „Wir haben bisher immer mitgemacht bei einer sächsischen Aktion für Kinderspielplätze. Das machen wir weiter. Am Frühjahrsputz wollen wir darüber hinaus teilnehmen", so Giehler. Auf der Agenda für 2010 steht zudem ein Lesecafé im Bürgerzentrum Dölau, bei dem Schüler der Greizer Lessing-Regelschule die Gestaltung übernehmen. Die Seniorenweihnachtsfeier soll in diesem Jahr am 13. Dezember stattfinden, so der Plan.


15. Januar 2010 /OTZ

Reithalle wird Strandfußballplatz

In der Reithalle laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
In der Reithalle laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Zehn Teams haben bereits fürs "Indoor Beach Soccer"-Turnier in Mohlsdorf gemeldet

Von Peter Reichardt Mohlsdorf (OTZ).

Wer bei diesen Temperaturen barfuß läuft, ist entweder im heimischen Wohnzimmer unterwegs oder kommt gerade aus der Sauna. In zwei Wochen aber werden 16 Teams ohne Schuhe durch die Reithalle in Mohlsdorf jagen. Der örtliche FSV organisiert von Freitag, 29. Januar, bis zum Sonntag, 31. Januar, das erste "Indoor Beach Soccer"-Turnier der Region. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen. Im Mohlsdorfer Reiterhof Jäschke wird jedenfalls schon straff am Aufbau und der Pflege des Untergrundes gearbeitet, so dass ein tiefer Sandboden die Aktiven erwartet. Zudem wird die Halle beheizt sein.
Ein Starterfeld von 16 Mannschaften ist für dieses Turnier über drei Tage avisiert, wobei bereits zehn Mannschaften ihre Teilnahme zugesagt haben. Die Mannschaftsstärke sollte zehn Spieler pro Team nicht überschreiten. Es wird mit Torwart und vier Feldspielern gespielt, die fortwährend gewechselt werden können. Gekickt wird zwei mal sieben Minuten - am 30. Januar die Gruppen- und am 31. Januar die Final- und Plazierungsspiele.
Am Freitag werden sich ab 18 Uhr in der Mohlsdorfer Reithalle bereits die Sponsoren des Turniers drei mal zehn Minuten gegenüber stehen. Danach werden die Gruppen ausgelost.
An diesem letzten Sonnabend des Monats stehen von 10 Uhr bis 18 Uhr die Gruppenspiele an. Am Sonntag zur gleichen Zeit steigen die Plazierungsspiele, die alle ausgespielt werden. Im Anschluss daran erfolgt die Siegerehrung. Insgesamt können 16 Teams mitspielen. Anmeldungen sind noch möglich. Weitere Informationen zum Turnier bei Matthias Pätz in Fraureuth, Telefon (03761) 18 38 87 oder (0172) 36 28 81. Anmeldungen sind auch per Fax (03761) 18 38 87 oder per E-Mail unter matthias-paetz@onlinehome.de möglich.


15. Januar 2010 /OTZ

Gute Chancen für Greizer Ringer

Ringen, Vorschau, Landesmeisterschaft

Jena (OTZ/Wolf).

Am morgigen Sonnabend finden die Thüringer Landesmeisterschaften im Freistil-Ringen in vier verschiedenen Altersklassen statt. Ausrichter ist in diesem Jahr der Zweitbundesligist TuS Jena. Beginn ist 10 Uhr in der Ringerhalle des Sportgymnasiums Jena.
Gekämpft wird in den Alterklassen Männer (Jahrgang 1990 und älter), A-Jugend (Jahrgänge 93/94/95), B-Jugend (Jahrgänge 96/97) und C-Jugend (Jahrgänge 98/99).
Wenn alle Greizer Ringer gesund und frei von Verletzungen sind, möchte der Greizer Nachwuchsvereinstrainer Andreas Mattern mit insgesamt 23 Sportlern in Jena an den Landesmeisterschaften teilnehmen, das heißt nicht nur einfach teilnehmen, sondern auch ernsthaft um die Landesmeistertitel und vordere Platzierungen kämpfen. Die Chancen dazu stehen sicherlich nicht schlecht. Nun heißt es, allen teilnehmenden Greizer Ringern beide Daumen zu drücken.


15. Januar 2010 /OTZ

Erfolgreicher Saisonabschluss

Eine Niederlage und einen Sieg erreichten die Faustballer der ersten Kurtschauer Mannschaft (in Orange) am letzten Spieltag vor heimischem Publikum gegen Verbandsliga-Spitzenreiter Bachfeld I.
Eine Niederlage und einen Sieg erreichten die Faustballer der
ersten Kurtschauer Mannschaft (in Orange) am letzten Spieltag
vor heimischem Publikum gegen Verbandsliga-Spitzenreiter
Bachfeld I.
Foto: Silvia Böhm-Lämmer

Faustball, Verbandsliga Herren - Kurtschau I im Halbfinale der Landesmeisterschaft

Von Sebastian Lange Kurtschau (OTZ).

Der angekündigte Spitzenspieltag der Verbandsliga hielt, was er versprochen hatte: spannende Duelle, spielerisch hochwertige Aktionen, kämpferische Spieler sowie die führenden Mannschaften der Saison mit Bachfeld (Tabellenführer), Kurtschau (zweiter Platz) und der Mannschaft aus Erfurt (dritter Platz).
Tabellenführer Bachfeld I und Gastgeber Kurtschau I forderten im ersten Spiel des letzten Vorrundenspieltages alles voneinander ab. Der erste Satz wurde klar von den heimischen Faustballern beherrscht. Die Gäste kamen jedoch nach der Pause besser ins Spiel und sicherten sich, wenn auch nur knapp, den zweiten Satz. So musste die dritte Runde entscheiden. Da Bachfeld immer stärker wurde und Kurtschau nur bedingt mithalten konnte, entschied der Tabellenführer das Spiel für sich.
Die Erfurter Mannschaft wurde, im Gegensatz zu Bachfeld, von Anfang an gut beherrscht und klar in zwei Sätzen bezwungen.
Zum Rückrundenstart hieß es auch diesmal: Bachfeld gegen Kurtschau, Tabellenführer gegen den aktuell Zweitplatzierten. Im zweiten Spitzenspiel des Tages ließ sich die Kurtschauer Mannschaft nicht unterkriegen und zog ihr Spiel durch. Obwohl der erste Satz in die Verlängerung ging, sammelten die Kurtschauer beim Seitenwechsel ihre Nerven und konnten so einen deutlichen 11:4 - Satzgewinn für sich verbuchen und den Sieg somit einfahren.
Wie schon im Hinspiel konnten die Erfurter auch im zweiten Duell gegen Kurtschau nicht an ihre bisherige Saisonleistung anknüpfen. Deutlich überlegen gewannen die Kurtschauer gegen den Tabellendritten.
Nach Abschluss der Vorrunde stehen mit Bachfeld, Kurtschau, Erfurt sowie Bachfeld II die Teilnehmer für die Landesmeisterschaft fest. In den Halbfinals treffen am 7. März Kurtschau und Erfurt aufeinander sowie im vereinsinternen Duell die Mannschaften aus Bachfeld.
Da Zeulenroda seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat, steht diese als Absteiger in die Bezirksliga fest.
Kurtschau II geht auf Grund des 8. Tabellenplatzes in die Relegationsspiele um den Verbleib in der Verbandsliga.
www.sg-kurtschau.npage.de

Statistik und TabelleErgebnisse:
Bachfeld - Kurtschau 2:1 (06:11/11:09 /11:06) Bachfeld - Erfurt 2:0 (11:04/ 11:07); Kurtschau - Erfurt 2:0 (11:05/ 11:06); Bachfeld - Kurtschau 0:2 (11:13/ 04:11); Bachfeld - Erfurt 2:1 (11:06/ 08:11 / 11:09); Kurtschau - Erfurt 2:0 (11:09 / 11:04).

Vorrunden-Tabelle:
1. Bachfeld 14 26:8 26:2 342:265 2. Kurtschau 14 25:6 24:4 328:221 3. Erfurt 14 19:15 16:12 326:311 4. Bachfeld II 14 17:17 14:14 325:297 5. Sömmerda 14 16:16 12:16 296:314 6. Frankenh. 14 12:20 10:18 276:307 7. Schleusing. 14 11:2 38:20 256:325 8. Kurtschau II 14 6:27 2:26 236:345 9. Zeulenroda 0:0 0:0


15. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Nichts Neues
Nichts Neues
Zeichnung: OTZ/Bruns


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