12. Januar 2010 /OTZ

Lediglich kalte Füße am Schulbus

Probleme gab es in den frühen Morgenstunden an den Bushaltestellen. Nach und nach wurden sie beräumt.
Probleme gab es in den frühen Morgen-
stunden an den Bushaltestellen. Nach
und nach wurden sie beräumt.
Foto: OTZ/Christian Freund

Wochenstart mit Verspätungen - weitere Kräfte aus Verwaltung und Werkstatt mobilisiert

Von Kathrin Schulz und Katja Grieser Greiz (OTZ).

Der Wochenstart nach Sturmtief "Daisy" brachte den Schulkindern der Region zwar einige kalte Füße, verlief aber bis auf einige Verspätungen recht reibungslos, wie Andreas Rieß, Geschäftsführer der Personen- und Reiseverkehrs GmbH Greiz (PRG), gestern auf OTZ-Nachfrage resümierte.
Angesichts der Schneemassen, die seit Freitagnachmittag fielen, keine Selbstverständlichkeit. Die 28 Schulbusse jedenfalls erreichten am Montagmorgen alle unfallfrei ihr Ziel, einige, wie beispielsweise im Bereich Berga, Großkundorf oder auch auf der Linie 24, Göttendorf, hatten dabei mit Schneeglätte und Verwehungen auf den Straßen zu kämpfen und kamen nach PRG-Angaben durchschnittlich 20 Minuten später an. "In der Vorbereitung haben wir am Sonntag vorsorglich im und am Betriebshof geräumt, um gut vom Hof zu kommen", betont Rieß.
Des Weiteren sind am Montagmorgen auch zusätzlich Mitarbeiter mobilisiert worden, um die Schüler sicher in ihre Schulen zu bringen. Der zweite Dispatcher räumte außerdem mit dem Unimog, denn vor allem an Wendeschleifen und Bushaltestellen gab es Probleme.
Auch auf der Linie 5 in Greiz musste der Bus in der Franz-Feustel-Straße auf den Schneepflug warten, da die Schneemassen eine zu schmale Gasse für das große Fahrzeug ließen. Ralf Knoch aus der Verwaltung sowie Jens Steinführer, Frank Suhr und Robert Jetschke verstärkten das Einsatzteam am Montagmorgen, schippten Schnee oder saßen am Bus-Steuer. Gegen 8.15 Uhr, so Rieß, sei alles entspannter gelaufen. "Auch wenn es manche nicht glauben wollen, der Winterdienst hat gut gearbeitet, mehr war einfach nicht drin", betont Andreas Rieß, der nicht versäumen möchte, auch seiner Belegschaft ein großes Kompliment für die hohe Einsatzbereitschaft auszusprechen. "Ich hoffe, dass wir das durchhalten bei dem anhaltenden Winterwetter", so der PRG-Geschäftsführer.
Relativ gut hat die Vogtlandbahn das verschneite und vereiste Wochenende überstanden, so die Einschätzung von Geschäftsleiter Hartmut Schnorr. Aufgrund von Weichenproblemen in Berga hatten zwei Züge Verspätungen. So kam der Zug, der am Sonnabend 5.17 Uhr in Greiz losfuhr, 15 Minuten später als geplant in Gera an. Gestern Morgen hatte der Zug in Gegenrichtung Verspätung, kam 25 Minuten später am Zielbahnhof Weischlitz an.
Insgesamt sei das Wochenende in Anbetracht der Witterungsbedingungen bei der Vogtlandbahn jedoch ohne größere Probleme verlaufen, so Schnorr. "Wir waren ja auch gut vorbereitet", sagt der Geschäftsleiter. So seien die Fahrzeuge entsprechend vorgeheizt worden und in den Werkstätten habe man Bereitschaftsdienst vorgehalten, damit im Havariefall sofort eingegriffen werden konnte.

Kommentar

Eisglatte Pisten

Von Kathrin Schulz

Sturmtief "Daisy" stellte unsere Region lange nicht vor die Herausforderungen, die die Bewohner Fehmarns oder Mecklenburg-Vorpommerns zu bewältigen haben, doch gegen Schneeglätte und Verwehungen hatte man auch hier zu kämpfen. Der Winterdienst war gut in der Spur, konnte allerdings nicht alles schaffen. Bürgersteige, Haltestellen, Wendeschleifen erwiesen sich Montagmorgen als Hindernis: Im Gartenweg blieb der Behindertenparkplatz ungeräumt, was bei Arztbesuchen schwierig war, mancher Passant musste sich durch die Schneewälle kämpfen und eierte auf eisglattem Bürgersteig durch die Stadt. Dennoch, die Zahl der Hand- und Sprunggelenksbrüche, die im hiesigen Krankenhaus am Wochenende zu behandeln waren, fiel deutlich niedriger aus als an den Wochentagen der vorigen Woche. Wer konnte, sparte sich den Weg über die eisglatte Piste oder hatte sich an die schneeglatten Fahr- und Gehbahnen gewöhnt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Wetterlage weiter entspannt und der Winterdienst die Spur hält. Na dann, Hals- und Beinbruch.


12. Januar 2010 /OTZ

Vom Krankenhaus ins Schloss Bellevue

Erika Brockmöller
Erika Brockmöller

Erika Brockmöller bei Bundespräsident

Von Katja Grieser Greiz/Berlin.

Wenn Bundespräsident Horst Köhler heute im Schloss Bellevue die Gäste bei seinem traditionellen Neujahrsempfang begrüßt, wird unter ihnen auch eine Greizerin sein. Erika Brockmöller, die seit 1965 im Krankenhaus Greiz arbeitete und im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging, darf als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement am Empfang teilnehmen. Vorgeschlagen für diese Auszeichnung wurde sie vom Landratsamt. Gewürdigt werden soll damit vor allem die Initiative der 1944 in Boizenburg Geborenen bei den "Guten Seelen". Diese hat sie im Jahr 2006 mit ins Leben gerufen und dafür gesorgt, dass sie inzwischen u. a. am Krankenhaus etabliert sind. Die "Guten Seelen" sind ehrenamtlich tätig, schenken den Patienten das, was dem medizinischen Personal oftmals fehlt: Zeit. "Dank ihrer umfassenden Qualifikationen im Pflegebereich sichert sie die fachliche Arbeit in diesem Netzwerk von Freiwilligen", heißt es in dem Vorschlag des Landratsamtes für diese Auszeichnung. Mit Fleiß und Einsatz habe Erika Brockmöller aus einem zunächst nur auf das Kreiskrankenhaus Greiz fokussierten Projekt eine nunmehr fest etablierte Plattform für Hilfe und soziale Zuwendung unter Einbeziehung einer Vielzahl von Trägern generieren können. Brockmöllers soziale Kompetenz sei von ihren Kollegen ebenso geschätzt worden wie ihre fachliche. Hilfsbereitschaft und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen seien charakteristisch für die in Greiz Lebende. Aktiv ist Erika Brockmöller auch im Privaten. So engagiert sie sich in der Landeskirchen-Gemeinschaft ebenso wie in der Evangelischen Allianz Greiz. Bei Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen wie Bezirks-Familien-Tagen oder "Lego-Land"-Vormittagen ist sie dabei. Bei Pro Christ oder auch der Kirchenmeile zum Thüringentag in Greiz im vergangenen Jahr brachte sich Brockmöller ebenfalls ein. Und auch im Greizer Wanderverein, in dem sie Mitglied ist, gestaltet sie ein attraktives Vereinsleben mit, lautet ein weiterer Punkt in der Begründung des Landratsamtes.
Erika Brockmöller wird heute mit zwei weiteren Thüringerinnen am Empfang des Bundespräsidenten teilnehmen. Helga Marr aus Viernau, die Senioren der Gemeinde betreut und Feste für sie organisiert, sowie Ingrid Trogisch aus Gera, Gründerin der "Geraer Nachbarschaftshilfe", die isoliert lebenden Menschen hilft, werden ebenfalls in Berlin sein.


12. Januar 2010 /OTZ

Verschnaufpause für Winterdienste

Nun stehen Nebenstraßen auf dem Programm

Greiz (OTZ/M. Hilbert).

Nachlassende Schneefälle lassen die Winterdienste in Greiz und den benachbarten Gemeinden zu Atem kommen. Nachdem am Wochenende vor allem die Befahrbarkeit der Hauptsstraßen gewährleistet werden musste, können sich die Räumdienste nun um Neben- und Anliegerstraßen und verschneite Plätze kümmern. Bodo Scheffel, Sachgebietsleiter des Greizer Bauhofes, zeigt sich zuversichtlich, "dass nun auch Straßen, die nicht als Hauptstraßen gelten, geräumt werden." So wurden gestern in den Vormittagsstunden speziell Straßen mit Gefälle angefahren, wie beispielsweise die Göltzschtalstraße oder die Beethovenstraße. Im Innenstadtbereich allerdings bleibt der Schnee und Schneematsch auf der Fahrtstrecke wohl vorerst erhalten. Unebenheiten im Kopfsteinpflaster machen hier das Räumen mit dem Schneepflug schwierig, erläutert Scheffel.
Fast einhellig lautete die Einschätzung der Bürgermeister von Berga, Teichwolframsdorf, der VG Leubatal, Langenwetzendorf und dem Vogtländischen Oberland, dass sich die Straßenlage den Winterumständen entsprechend gut darstellt. Wolfgang Herold, Bürgermeister von Teichwolframsdorf, erklärte, dass zwar auf den Bürgersteigen noch Nachholbedarf bestehe, doch werde sich jetzt auch um diese, außerdem um kleinere Straßen gekümmert. Nachdem gestern Morgen einige kleinere Reparaturen an den Einsatzfahrzeugen getätigt wurden, ging es dann auch schon wieder ans Räumen. "Unsere Fahrzeuge sind von 4 bis etwa 22 Uhr im Einsatz", so Herold weiter.
Bereits eine Stunde eher nimmt der Bergaer Winterdienst seine Arbeit auf. Bürgermeister Stephan Büttner zeigt sich zufrieden mit deren Leistung: "Natürlich werden unsere Straßen nicht schwarz gestreut, doch sind sie alle begeh- und befahrbar, die Ortsteile allesamt angebunden."
Auch Matthias Lindig, Chef der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal, ist zufrieden mit der Arbeit des eigenen Räumdienstes: "Über Weihnachten hatten wir mehr Probleme mit Verwehungen." Einzig bei den Schulbussen habe es am Morgen kleinere Verspätungen gegeben, aber, so Lindig, "besser, die Kinder kommen etwas später, dafür jedoch gesund in der Schule an."
Gelobt wurde der Winterdienst von Bewohnern aus Langenwetzendorf und den Ortsteilen. Das berichtet Bürgermeister Kai Dittmann freudig: "Auch für kommende Schneetage sind wir gut gerüstet."


12. Januar 2010 /OTZ

Streu- und Räumpflicht für Hauseigentümer

Das Nichträumen von Gehwegen kann teuer werden

Greiz (OTZ).

Derzeit sind die Straßen mit Schnee und Eis bedeckt. Von den schwierigen Straßenbedingungen sind besonders Arbeitnehmer betroffen, die sich morgens auf den Weg zur Arbeit begeben. Sie sind darauf angewiesen, dass Straßen und Wege geräumt oder gestreut sind. Dafür sind nicht nur Gemeinden zuständig, sondern auch der private Hauseigentümer ist für seinen Gehweg vor seinem Haus verantwortlich. "Wer sich nicht daran hält, für den kann es im Fall eines Unfalles teuer werden", so Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen. Passiert ein Unfall auf dem Weg zur oder von der Arbeit, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung Kosten für Heilbehandlungen und Rehabilitation. Wenn der Unfall bei ordnungsgemäßem Räumen hätte vermieden werden können, kann die Unfallkasse den Streupflichtigen zur Kasse bitten. Grundsätzlich obliegt die Räum- und Streupflicht zwar den Gemeinden. Allerdings können diese die Verantwortung für den Gehweg mittels Satzung auf den Anlieger übertragen. Auf Gehwegen sollte ein Streifen von mindestens einem Meter freigeräumt und rutschfest gemacht werden.


12. Januar 2010 /OTZ

Schneetief "Daisy" hat die Wälder der Region verschont

Greiz (OTZ/KG).

"Im Wald ist nichts passiert", sagt Förster Uwe Ruder auf OTZ-Nachfrage. Sturmschäden oder durch Schnee verursachte habe es nicht gegeben, Tief "Daisy" hat die Wälder im Greizer Raum offenbar verschont. "Der Schnee ist halt trocken und so viel war es nun auch nicht", so die Erklärung von Ruder. Der Teichwolframsdorfer Revierleiter Gottfried Nosofsky konnte ebenfalls keine Schneeschäden feststellen. "Es liegt viel Schnee, viele Bereiche sind schwer zugänglich, aber wir arbeiten trotzdem", sagt er. Dass der Schnee trocken war, sei großes Glück gewesen. "Wenn allerdings jetzt Nässe dazu kommt, wird es gefährlich", ist Nosofsky überzeugt. Da reiche Schneeregen, wie er gestern zu beobachten war. Dann könne es vorkommen, dass ganze Äste unter den Schneemassen nachgeben.


12. Januar 2010 /OTZ

Dankeschön-Tag nach Umbau

Wolfgang Reichert (rechts) überreicht einen 5000-Euro-Scheck für soziale Zwecke an OB Dr. Norbert Vornehm.
Wolfgang Reichert (rechts) überreicht
einen 5000-Euro-Scheck für soziale
Zwecke an OB Dr. Norbert Vornehm.
Foto: OTZ/Broschardt

Sparkasse Gera-Greiz präsentiert das für zwei Millionen Euro umgebaute Kundencenter

Von Sigrun Broschardt Gera.

Popcorn zur Begrüßung, Glücksrad, Comic-Figuren, Cheerleader, Greizer Reußenpaar, Sekt und Pralinen - im Kundencenter der Sparkasse Gera-Greiz in der Schloßstraße war gestern Dankeschön-Tag. Danken wollte man den Kunden für ihre Geduld und ihr Verständnis während der einjährigen Umbauzeit. Komplett umgestaltet vom behindertengerechten Eingangsportal bis hin zu den 14 neuen Beratungsräumen präsentiert sich seit Kurzem das größte Kundencenter der Sparkasse Gera-Greiz.
Der Service gleich am Eingang ist jetzt mit zwei Mitarbeitern besetzt, die den Bankkunden erste Orientierung geben und gleichzeitig auch einen Blick auf die Automaten im Selbstbedienungsbereich haben, falls es dort mal Probleme gibt. Service-Mitarbeiter nehmen außerdem an fünf Service-Points Kundenwünsche entgegen. "Wir wurden in der Bauzeit nicht mit Lob überschüttet", sagte Sparkassenvorstand Wolfgang Reichert, "aber auch nicht mit kritischen Worten". Was Kundencenter-Leiterin Patricia Obst bestätigen kann: Besonders für verbesserte Diskretion in den Beratungsräumen habe es lobende Worte gegeben. Insgesamt investierte die Sparkasse rund zwei Millionen in Umbau und Technik des Kundencenters, in dem jetzt auch LBS, Versicherung und das Sparkassen-Immobiliencenter Platz gefunden haben. An allen Wochentagen finden die Kunden hier von 9 bis 18 Uhr Ansprechpartner. Hier zeige sich, dass man in Krisenzeiten auch investieren und etwas Sinnvolles tun könne, so Geras OB Dr. Norbert Vornehm (SPD). Er konnte sich zudem über einen 5000-Euro-Scheck von der Sparkasse freuen. Das Geld wird ebenso wie weitere 5000 Euro für den Landkreis Greiz einem gemeinnützigen Verein zugute kommen.

Als Greizer Reußenpaar und damit offizielle Botschafter der Stadt Greiz begrüßen Silke und Andreas Stark die Besucher im neuen Kundencenter der Sparkasse Gera-Greiz in der Schloßstraße.
Foto: OTZ/Broschardt


12. Januar 2010 /OTZ

Leserbriefe

Lukrativer Alleingang

Zu „Waldhaus bietet Potenzial für sanften Tourismus", OTZ vom 29. Dezember:

Sanfter Tourismus in Waldhaus? Geplant ist ein Projekt am Eingang des Ortes mit Lust- und Laune-Spielplatz und auch sonst allen nur denkbaren Angeboten für Klein und Groß, das Potenzial bietet für ein geschäftliches Treiben der Herren Seebauer und Wolf. Also eine Attraktion, die dem Ort bereits am Eingang das touristische Publikum nimmt und die Öffentlichkeit weiterer Angebotsträger des Ortes, auch das Tiergehege, außen vor lässt. Der Dorfverschönerungsverein Waldhaus e. V. setzt sich laut Statut für den sanften Tourismus des gesamten Ortsbereiches ein und sieht das geplante Vorhaben als lukrativen Alleingang der Betreiber. Auch die geplante Waldbühne ist kein Beitrag zum sanften Tourismus in einem Naherholungsgebiet wie Waldhaus, auch wenn das die Initiatoren so darstellen. Sie haben den Dorfverschönerungsverein Waldhaus von ihrem Vorhaben bisher nicht unterrichtet. In der Gemeinde lag lediglich die Änderung des Flächennutzungsplanes zur Einsicht bis 8. Januar aus. Damit ist der Weg zu einem sanften Tourismus als Alleinbetreiber aber nicht frei. Nur in einer gemeinsamen Besprechung mit dem Dorfverschönerungsverein können diese Vorhaben erörtert werden und hier besteht Handlungsbedarf der Herren Seebauer und Wolf, wenn es um eine gute Sache mit Potenzial für sanften Tourismus gehen soll.

Ralf Naundorf im Namen des Dorfverschönerungsvereins Waldhaus


Bewegung ist gesund

Zum Verkehrskonzept für Greiz.

Erfreulicherweise wurde bei dem Thema „Verkehrskonzept" in Leserbriefen auch auf den nicht ganz unwichtigen Punkt der Gesundheit hingewiesen. Wegen seiner topografischen Lage hat Greiz bekanntlich ein Luftproblem. Nun leben ja glücklicherweise auch noch ein paar Menschen in der Stadt (sonst wäre die Stadt tatsächlich tot) und denen sollte man auch erträgliche Lebens- und Wohnbedingungen zuerkennen. Außerdem redet heute die ganze Welt von Klima und Rettung des Planeten — wäre es da nicht angebracht, nicht unbedingt und immer mit dem Auto bis vor den Laden zu fahren? Außerdem sagt uns jeder Arzt bei den verschiedensten Krankheiten: „Bewegung ist gesund" und das ist dazu noch kostenlos.

Brunhilt Franz, Greiz


Ge- und bestürzt „Fröhliche Weihnachten",

dachte ich am 24. Dezember gegen 10 Uhr während des Fallens auf der Friedensbrücke, als es mir beim Begehen des vereisten Fußweges die Beine wegzog und ich unsanft auf meiner Kehrseite landete. Auf dem Wege von zu Hause in die Innenstadt hatte ich schon bemerkt, dass die städtischen Gehwege, so z. B. auch der am ehemaligen Goethepark, total vereist und kaum begehbar waren, während der Gehsteig vor Privathäusern laut Stadtordnung vorschriftsmäßig geräumt und abgestumpft war. Was ist das für eine Stadtordnung, die von anderen verlangt, was die Verfasser selbst nicht tun wollen?
Interessehalber inspizierte ich nach meinem Sturz noch die Fläche vor dem Rathaus. Dort war, wie erwartet, nichts von vereisten Gehwegen zu sehen. Da fragte ich mich, wie die Situation denn wäre, wenn im Januar 2010 Bürgermeisterwahlen wären. Eine Stadt (Parlament und Verwaltung), die ihre Bürger nur dann wahrnimmt, wenn gewählt werden soll und die eigene Stadtordnung nur auf die Bürger von Greiz und nicht auf sich selbst bezieht, sollte doch wohl endlich mal in sich gehen.
Die Stadt Greiz hat einen übermäßig hohen Anteil von Rentnern. Kann man ihnen bei so einem Wetter nicht entgegen kommen und den Schnee räumen, bevor man auf ihn Salz streut und auf diese Weise den Weg in eine unbegehbare Eisbahn verwandelt?

Manfred Fischer, Greiz


Freude bereitet

Die Greizer Tafel bedankt sich ganz herzlich für die zahlreichen Sach- und Geldspenden im Namen aller hilfebedürftigen Bürger und vor allem der Kinder. Mit diesen Spenden konnten wir den Hilfebedürftigen zum Weihnachtsfest ein wenig Freude bereiten.

Petra Grimm, Leiterin der Tafel


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung.
Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lr-greiz@otz.de.


12. Januar 2010 /OTZ

Alle bestehen die Prüfung

Die Prüfungsteilnehmer nach bestandener Prüfung.
Die Prüfungsteilnehmer nach bestandener Prüfung.
Foto: Ina Kupka

Große Gürtelprüfung für 15 Greizer Judoka

Von Ina Kupka Greiz.

Am vergangenen Freitag war es nun endlich wieder soweit, und 15 Judoka des Greizer Judoclub wollten eine Gürtelprüfung ablegen, um eine neue Gürtelfarbe tragen zu dürfen. Unter ihnen waren 13 Kinder und zwei Erwachsene aus dem Verein. Für vier kleine Judoka war es die erste Gürtelprüfung überhaupt. Alle Teilnehmer waren sehr gut auf diese Prüfung vorbereitet und zeigten eine gute Vorführung. Somit konnten sie auch den Prüfer überzeugen, dass die den Anforderungen gerecht werden.
Letztlich konnten sich die Judoka über eine bestandene Prüfung und den jeweils verdienten Gürtel freuen.
Zu den Prüfungsinhalten zählten unter anderem verschiedene Wurftechniken, aber auch Bodentechniken und zudem Randori-Übungenen.
Je nach Gürtelfarbe wurden diese Aufgaben schwieriger, die Anforderungen an die Judoka wuchsen.
Nach fast zwei Stunden Prüfungszeit konnten alle Kinder ihre neuen Gürtel und Urkunden stolz in Empfang nehmen, worüber sich die jungen Sportler natürlich sehr freuten.
An dieser Stelle möchte sich der Greizer Judoclub bei Prüfer Robin Huth sowie allen Übungsleitern und Helfern bedanken, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Neue Gürtel vergebenFolgende Judoka legten den weiß-gelben Gürtel ab: Hannes Fuchs, Pascal Dölling, Brandon Leber, Paul Felix Walter und Willy Wagner; Den gelben Gürtel: Antonia Etscher und Marc Steinbrecher Den gelb-orangenen Gürtel legten ab: Lydia Gerlach, Jil-Amy Leber, Tina Gipser Den orangenen Gürtel erhielten: Tina Grätz, Titus Kupka, Tim Sommer, Hendrik Pannhausen, Lothar Sommer


12. Januar 2010 /OTZ

Mädchen mit großem Engagement

Axel Baumberger vom Kreissportbund überreicht Annika Golle den Pokal der besten Torhüterin.
Axel Baumberger vom Kreissportbund
überreicht Annika Golle den Pokal der
besten Torhüterin.

Fußball: Rudi-Geiger-Gedächtnispokal, Teil I

Greiz (OTZ/Rudi Stöhr).

Halbzeit war am vergangenen Donnerstag nach dem Mädchenfinale der Jahrgänge 1997/99 bei den Spielen um den Rudi-Geiger-Gedächtnispokal angesagt. Am Mittwoch traten fünf Mannschaften der Jahrgänge 1995/96 an, die in einfacher Punktrunde mit Spielen jeder gegen jeden über jeweils zehn Minuten die Endplatzierungen ermittelten. Die 35 Mädchen kamen aus den Staatlichen Regelschulen Greiz-Pohlitz, Langenwetzendorf, "Georg Kresse" Triebes, "Gotthold Ephraim Lessing" und dem Staatlichen Gymnasium Greiz. 23 Tore fielen, davon ein Eigentor. Es siegte ungeschlagen das Greizer Gymnasium vor Triebes, Pohlitz, der "Lessingschule" und Langenwetzendorf. Als beste Torhüterin wurde Janine Dorstewitz (Pohlitz) geehrt, beste Schützin wurde Melissa Lohmeier (Gymnasium) für vier Tore. Den Turnierabschluss der Mädchen absolvierten am Donnerstag die Jahrgänge 1997/99. Es traten die gleichen Schulen wie am Vortag an, lediglich Pohlitz stellte zwei Mannschaften. Die Vorrunde wurde in zwei ausgelosten Dreierstaffeln bestritten. In Staffel A siegte Pohlitz I vor Triebes und Pohlitz II, in Staffel B die Lessingschule vor dem Gymnasium und Langenwetzendorf. Im Halbfinale traten jeweils die Staffelersten gegen die -zweiten an. Dabei gab es jeweils 1:0-Siege von Pohlitz I über das Gymnasium und Triebes gegen die Lessingschule. Die beiden Staffeldritten spielten um die Plätze fünf und sechs, dabei hatte Langenwetzendorf 1:0 über Pohlitz II die Nase vorn. Platz drei holte sich die Lessingschule mit 1:0 über das Gymnasium. Im Finale leitete ein Eigentor die 0:5-Schlappe Triebes´ gegen Pohlitz I ein.
Alle Spiele liefen über zehn Minuten. 39 Mädchen waren am Ball, und es fielen 29 Tore inklusive des Eigentores. Als beste Schützin wurde Sarah Himmer (Pohlitz) für ihre sieben Tore geehrt, die beste Torhüterin kam mit Annika Golle vom Gymnasium. Das Fazit der drei Tage fällt positiv aus. Die jungen Schiedsrichter von der Pohlitzer Schule kamen ohne Zeitstrafen aus. 15 Mannschaften, 27 Spiele und 79 Tore waren identisch mit dem Jahr 2009, nur mit 102 Spielerinnen waren es drei weniger. Spannung ist in der Wertung um den Pokal für die zweite Hälfte in der nächsten Woche angesagt. Es führt Triebes (24 Punkte) vor Pohlitz (21 Punkte) und dem Greizer Gymnasium (20 Punkte).


12. Januar 2010 /OTZ

Greizer Sebastian Wendel siegt beim Kaderturnier

Ringertalente in Nürnberg

Nürnberg (OTZ/Dietmar Wolf).

Am vergangenen Sonntag fand im neuen Bundes-Nachwuchsleistungszentrum Nürnberg das DRB-Kaderturnier der Junioren (Jahrgänge 1990/91/92) und der Kadetten (Jahrgänge 1993/94/95) statt. Ausrichter dieses sehr gut organisierten Turniers war der Bundesligaaufsteiger SV Johannes 07 Nürnberg.
Trotz sehr schwieriger Witterungsbedingungen fanden 92 Sportler den Weg nach Nürnberg, darunter mit Sebastian Wendel (84 kg) und Joel Greschok (74 kg) bei den Junioren und Merlin Sewina (46 kg) bei den Kadetten drei Ringer von Zeitbundesligist RSV Rotation Greiz.
Bei den Junioren kämpften 41 Sportler in fünf Gewichtsklassen und bei den Kadetten 51 Ringer in zehn Gewichtsklassen um den Sieg. In der Gewichtsklasse von Sebastian Wendel, 84 kg, kämpften zehn Ringer um den Sieg. Sie war nicht nur leistungsmäßig, sondern auch zahlenmäßig am stärksten besetzt. Im ersten Kampf traf der Greizer auf Jan Platter aus Württemberg. Diesen besiegte er mit 2:0 (4:0/3:2) Runden. Im nächsten Kampf musste Wendel gegen den Deutschen Juniorenmeister des Vorjahres Christoph Pscherer von Johannes Nürnberg antreten. Dieser hatte sich im vorangegangenen Kampf verletzt und musste aufgeben.
In einem sehr spannenden Kampf besiegte der Greizer seinen Trainingspartner am Jenaer Sportgymnasium Karsten Meinhardt mit 2:0 (5:3/6:3) Runden. Im vergangenen Jahr unterlag er ihm noch bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften mit 1:2 Runden, und der Jenaer war Deutscher Vizemeister geworden.
Im Kampf gegen Waldemar Peil aus Nordrhein-Westfalen bewies Sebastian Wendel Kämpferqualitäten. Er besiegte seinen Gegner 2:0 (1:1/3:2), und nach diesem Sieg stand er im Finale. In diesem besiegte der Greizer den Württemberger Pascal Koch 2:0 (3:1/2:1) und wurde Turniersieger. Der Greizer zeigte im Turnierverlauf sein gewachsenes Leistungsniveau und ist damit die Nummer Eins bei den Junioren in seiner Gewichtsklasse.
Dies ist aber nur eine Zwischenstation.
Für Joel Greschok (74 kg) war schon die Teilnahme ein Erfolg. Er zeigte gute Ansätze, aber gegen Ringer, die bedeutend mehr trainieren als er, hatte der Greizer kaum Chancen. Er belegte unter neun Teilnehmern Platz sieben.
Merlin Sewina (46 kg) musste feststellen, dass die Trauben bei den Kadetten sehr hoch hängen und er im Training noch zulegen muss, um in dieser Altersklasse bestehen zu können.


12. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Ende nach sechs Monaten

Awo Zeulenroda will trotz Verkürzung des Dienstes weiterhin Zivis aufnehmen

Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).

"Ruben ist ein absoluter Glücksgriff"- wenn Ursula Töffels, Leiterin der Integrativen Awo-Kindertagesstätte "Pusteblume", von ihrem Zivi Ruben Emmeluth spricht, kommt sie aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Der 19-Jährige erledige seine Aufgaben zuverlässig, er sei flexibel einsetzbar und komme vor allem mit den Kindern gut klar. Spielen, bei den Hausaufgaben helfen, dem Hausmeister zur Hand gehen oder zur Stelle sein, wenn einmal irgendwo der Schuh drückt - die Zusatzaufgaben wären in der Kita so nicht möglich, gäbe es den Zivildienstleistenden nicht.
Mit dem Vorhaben der jetzigen Bundesregierung, den Zivildienst zum 1. Januar 2011 von neun auf sechs Monate zu verkürzen, ist eine Diskussion darüber entbrannt, inwieweit der Dienst in Sozial- und Pflegeeinrichtungen überhaupt noch gerechtfertigt ist. Einrichtungen überlegen, die Stelle ganz zu streichen.
"Wir werden auch weiterhin Zivis haben", bezieht Manuela Müller, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Soziale Dienste Zeulenroda gGmbH, eine klare Stellung. Seit 1991 hat die Zeulenrodaer Awo in ihren Einrichtungen Zivis. Waren es früher noch zehn bis 15 junge Männer, die anstelle ihres Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr lieber in Kinder- und Jugend- sowie Pflegeeinrichtungen der Awo halfen, so sind es aktuell nur noch sechs Stellen, die jährlich besetzt werden. "Heute werden junge Männer viel schneller ausgemustert als damals. Da waren die Bedingungen einfach strenger", hat Sabine Weeber, Personalleiterin bei der Awo Zeulenroda, beobachtet. Das sei ein Grund dafür, warum das Stellenangebot kontinuierlich geschrumpft sei.


Ein Jahr Zivildienst war eine schöne Zeit. Sechs Monate sind wenig.

Manuela Müller, Awo-Geschäftsführerin


Gerade bei den zwei Zivi-Stellen in den Pflegeeinrichtungen habe sie immer wieder Probleme, diese zu besetzen. "Wahrscheinlich trauen sich das viele nicht zu", mutmaßt Weeber. In den Einrichtungen der Awo Zeulenroda würden die jungen Männer hauptsächlich unterstützende Arbeit leisten. Die Pfleger bei der Betreuung der Bewohner in Seniorenheimen entlasten, mit den älteren Menschen Film schauen, spazieren gehen, sich unterhalten. Oder sie gehen dem Hausmeister zur Hand, schippen bei den derzeitigen Witterungsbedingungen Schnee, helfen bei Reparaturen oder in den Grünanlagen aus.
"In der Pflege sind sechs Monate eine kurze Zeit. Da haben die Zivis gerade einmal einen Bezug zu den Bewohnern aufgebaut und müssen dann wieder gehen", erzählt Müller. Sechs Monate, das hält auch Ruben Emmeluth, der seinen Zivildienst noch bis Ende März in der Kita "Pusteblume" absolviert, für zu kurz. Im Juli angefangen, sei gerade jetzt die Zeit, wo man sich langsam einfindet und weiß, wie man mit den Kindern umgeht. "Neun Monate sind akzeptabel", findet der 19-Jährige.
Die Einarbeitungszeiten sind in der Zeulenrodaer Awo relativ kurz. Das sei ein Grund dafür, warum Manuela Müller nicht vom Zivildienst in ihren Einrichtungen Abstand nehmen möchte. "Natürlich stellt sich bei nur noch sechs Monaten die Frage, ob man überhaupt noch Zivi machen soll. Bei Institutionen, die lange Ausbildungszeiten haben, lohnt es sich nicht wirklich", denkt Müller. Zivildienstleistende nehmen an Seminaren teil, müssen ihren Personenbeförderungsschein machen oder eine Erste-Hilfe-Ausbildung für den Einsatz im Rettungsdienst absolvieren. Nach der mehrwöchigen theoretischen Ausbildung käme die praktische einfach zu kurz.
Ein Alltag ohne Zivis - in der Awo kann man sich das aufgrund der zusätzlichen und entlastenden Arbeiten nicht vorstellen. Ruben, der sich aufgrund von Erzählungen von Freunden über den "langweiligen Grundwehrdienst" zum Zivildienst entschlossen hat, macht seine Arbeit viel Spaß. Kindergärtner oder Lehrer möchte er dennoch nicht werden. Die Architektur reizt ihn mehr.

Kommentar

Anfang vom Ende

Von Juliane Maier

Bereits 1990 verkürzte die damalige Bundesregierung den Zivildienst von 20 auf 15 Monate, 1996 nochmals auf 13, zuletzt gar auf neun Monate. Die Frage, ob ein halbes Jahr Zivi überhaupt noch Sinn macht, ist da durchaus gerechtfertigt. Mit der Verkürzung will der Staat vor allem eines: sparen. Denn dieser bezuschusst den Zivildienst mit Tagessätzen.
Für die Einrichtungen bedeutet die Verkürzung vor allem Verzicht. Verzicht auf Menschlichkeit, wenn sich die jungen Männer um behinderte oder ältere Menschen kümmern. Verzicht auf Unterstützung, wenn Zivis den Angestellten zur Hand gehen. Verzicht auf Entlastung, wenn sie zusätzliche Aufgaben übernehmen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Kürzung des Zivildienstes nicht ein Tod auf Raten ist.


12. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Neuer Bürgermeister für Hohenleuben gesucht

Klaus Köhler
Klaus Köhler

Insgesamt 40 Wahlen dieses Jahr im Kreis

Zeulenroda-Triebes (OTZ/am/St.B.).

2010 wird zwar kein Superwahljahr wie 2009, aber gewählt wird auch: In 40 der 53 kreisangehörigen Gemeinden des Landkreises Greiz sowie in der Stadt Hohenleuben stehen Bürgermeisterwahlen an. Die Langenwolschendorfer machen den Anfang, sie werden am 18. April an die Wahlurnen gebeten, gefolgt von den Bürgern in Neumühle, die am 30. Mai über den künftigen Bürgermeister abstimmen. In Zedlitz wird im Dezember gewählt, der genaue Wahltermin wird im Laufe des Jahres festgelegt.
Für alle anderen gilt der 6. Juni als Wahltermin. An diesem Tag finden Bürgermeisterwahlen in folgenden Gemeinden unseres Verbreitungsgebietes statt: Hohenölsen, Schömberg, Kühdorf, Braunsdorf, Silberfeld, Staitz, Göhren-Döhlen, Lunzig, Steinsdorf, Merkendorf, Teichwitz, Hain, Neugernsdorf, Weißendorf, Wildetaube, Zadelsdorf.
In der einzigen Stadt im Bunde - Hohenleuben - wird am 6. Juni auf jeden Fall ein neuer ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt. Denn Amtsinhaber Klaus Köhler, der in wenigen Tagen seinen 73. Geburtstag feiert, will aus Altersgründen nicht mehr antreten. Schon zur letzten Wahl 2004 habe er auf sein Alter hingewiesen. Dort habe ihm jemand entgegnet, der Adenauer habe schließlich auch erst mit Siebzig angefangen, Politik zu machen. "Aber ich bin nicht der Adenauer", meinte Köhler gestern. Ob bereits jemand als sein Nachfolger in den Startlöchern steht, weiß Klaus Köhler nicht. "Bei mir hat sich noch niemand beworben." Dazu müsse man nun abwarten, ob sich jemand erklärt, dieses Amt übernehmen zu wollen. "Da muss erst noch jemand seinen Hut in den Ring werfen", zog Köhler einen bildhaften Vergleich.
Unterdessen wird in Großenstein bald auch die Wahl des Gemeinderates wiederholt. Die am 7. Juni 2009 erfolgte Wahl der Gemeinderatsmitglieder ist von der Kommunalaufsicht für ungültig erklärt worden. Ein Bürger aus Großenstein, der für den Gemeinderat kandidiert hatte, beanstandete nach der bereits erfolgten Wahl, dass die Reihenfolge der Bewerber im Wahlvorschlag der Wählergruppe Pro Kommune nicht der Reihenfolge entsprochen habe, wie sie in der Aufstellungsversammlung der Wählergruppe am 8. April 2009 in geheimer Abstimmung festgelegt worden sei. Der Wahlvorschlag der Wählergruppe Pro Kommune hätte bereits vom Wahlausschuss der Gemeinde Großenstein nicht als gültig zugelassen werden dürfen.
Gegen den Bescheid des Landratsamtes habe niemand Klage erhoben, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts Gera, Bernd Amelung. Eine entsprechende Mitteilung erhielt auch das Landratsamt in Greiz. Dort sollte nun der Bescheid darüber verschickt werden, dass die Entscheidung der Kommunalaufsicht vom 2. Oktober Gültigkeit erlangt habe. Zudem werde ein Termin für die Wiederholung der Gemeinderatswahl festgelegt.


12. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Sogar Gäste aus Australien

Und dann die Hände zum Himmel: Das Publikum aus ganz Ostthüringen jubelt den Volksmusikstars zu.
Und dann die Hände zum Himmel: Das
Publikum aus ganz Ostthüringen jubelt
den Volksmusikstars zu.

"Oberhofer Bauernmarkt" begeistert am Sonntagnachmittag an die 250 Besucher

Von Thomas Stöcker Triebes (OTZ).

Der "Oberhofer Bauernmarkt" verspricht Stimmung und gute Laune. Und trotz der Tatsache, dass die gleichnamige Sendung inzwischen im Fernsehen eingestellt wurde - die Beliebtheit scheint geblieben. Schätzungsweise 250 Gäste erlebten am Sonntag im Saal des ,,Goldenen Löwen" für gut zwei Stunden ein buntes abwechslungsreiches Programm mit viel Musik und Humor. Bei vielen Liedern wie von Bauernmarkt-Urgestein Fred Schmidt (Elxleben) - er ist seit der ersten Sendung 1974 dabei - oder dem Zwickauer Duo Gitte & Klaus wurde spontan mitgesungen. Für einen Angriff auf die Lachmuskeln sorgte Humorist "Günti" alias Günther Rößler aus Sohland/ Lausitz, der für die Saalfelderin Leni Statz neu im Team ist. Die Pointen seiner Sketche waren treffsicher, unterhaltsam und mitunter mit sehr aktuellem Bezug. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Veranstaltung. ,,Es gefällt mir sehr gut, ich kenne die Lieder, auch wenn wir in Australien sind", zeigte sich Kriemhild Flach aus Perth begeistert. Gemeinsam mit ihrem Ehemann besucht sie ihre Verwandtschaft und freut sich über den Winter. Kein Wunder, wenn in Australien derzeit Sommer ist und Temperaturen um die 40 Grad Celsius plus herrschen. ,,Es ist schön, so viel Schnee zu sehen", ist Kriemhild Flach begeistert. Sehr zufrieden zeigte sich auch Gastgeber Mario Ehrhardt angesichts des Zuspruchs. Zusammen mit seiner Frau Ute Ehrhardt-Kaufmann hatte er den Nachmittag organisiert. Und die Begeisterung des Publikums gab ihm Recht. ,,Meine Erwartungen sind erfüllt, es ist eine sehr gute Stimmung sowie eine prima Unterhaltung", meinte Wolfgang Pensold aus Hohenleuben. Die Akteure live und hautnah gab es zudem bei einer kleinen Autogrammstunde zu erleben. Für viele Besucher gingen die zwei Stunden viel zu schnell vorbei.


12. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Für Kinder Herz und Portemonnaie geöffnet

Spende der Volksbank Vogtland will Kinderbüro in Bastelmaterial investieren

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

350 Euro für einen guten Zweck, das macht schon stolz. Noch mehr, wenn der Empfänger sich über die Spende richtig freut. Im besagten Fall sind es die Kunden der Volksbank Vogtland, die in der Vorweihnachtszeit ihre Herzen und das Portemonnaie öffneten und für das Kinderbüro Zeulenroda spendeten. Am gestrigen Nachmittag überreichte Falko Pasold, Firmenkundenberater der Zeulenrodaer Volksbank, symbolisch den Scheck an Marion Zabloswki, Leiterin des Freizeitzentrums, in dem auch das Kinderbüro integriert ist. Die Freude darüber war natürlich groß, zumal finanzielle Mittel auch im Kinderbüro recht knapp sind. Zabloswki wusste sofort, wo das Geld angelegt werden soll: "Bastelmaterialien für das Kinderbüro werden benötigt und vielleicht auch noch ein Gesellschaftsspiel." Das neue Bastelmaterial soll auch denjenigen eine schöne Stunde Freizeit bescheren, die den einen oder anderen Euro dafür aus eigener Börse nicht übrig haben. Und das Spiel soll die Sammlung ergänzen, die auch zu den Spielenachmittagen in den Ortsteilen der Doppelstadt mitgenommen werden soll. Nach Leitlitz, Läwitz und Förthen sollen diese Veranstaltungen auch noch in den anderen Ortsteilen durchgeführt werden.
Doch nicht nur in den Ortsteilen, sondern auch jeden Mittwochnachmittag sind im Kinderbüro kleine und große Gäste gern gesehen. Während die Jüngsten basteln oder spielen, können die Erwachsenen sich auch in Gesprächen mit der Fachfrau über die großen und kleinen Sorgen mit und um die Kinder austauschen.


12. Januar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Vogtland-Anzeiger Neujahrsempfang 2010

Plauen - Nun kann man schon guten Gewissens von einer Tradition sprechen.

Am Samstag hatte der Herausgeber des Vogtland-Anzeigers, Wilfried Hub, zum nummehr fünften Neujahrsempfang geladen und auch diesmal waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport trotz widriger Witterungsbedingungen der Einladung ins Vogtland Theater gefolgt, um in netter Atmosphäre und ebensolchen Gesprächen das Jahr einzuleiten.
Nachdem der Hausherr, Generalintendant Roland May, die etwa 250 Anwesenden begrüßt und auf die Höhepunkte des Spielplanes in der laufenden Saison aufmerksam gemacht hatte, ergriff der Gastgeber das Wort. Getreu der selbst auferlegten Devise „In der Kürze liegt die Würze“ ließ er nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren, sondern gab auch einen Ausblick auf das gerade begonnene. Trotz der Wirtschaftskrise, von der keiner der Gäste und auch der Vogtland-Anzeiger verschont geblieben sei, verlieh Hub seiner Überzeugung Ausdruck, dass es mit neuen Geschäftsideen und erweitertem Service-Angebot gelingen werde, dass die Zeitung auch künftig engagiert in der Region mit und für die Menschen wirken werde. Eine von Sopranistin Sabina Martin vorgetragene Arie aus der Oper „La Traviata“, die am 16. Januar Premiere in Plauen feiert, geriet zum künstlerischen Höhepunkt des Neujahrsempfanges, der von den Anwesenden mit lang anhaltendem Beifall honoriert wurde. Mit Gesprächen in kleinen Gruppen klang der Vormittag aus.
va


12. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Schluss mit Artenschutz
Schluss mit Artenschutz
Zeichnung: OTZ/Bruns


In Greiz

In Greiz wird abtransportiert: Aus der engen Marktstraße wurden gestern die Schneemassen von den Mitarbeitern des Greizer Bauhofes per Bagger auf Lkw zum Abtransport geschaufelt.
Foto: OTZ/Christian Freund

In Greiz wird abtransportiert: Aus der engen Marktstraße wurden gestern die Schneemassen von den Mitarbeitern des Greizer Bauhofes per Bagger auf Lkw zum Abtransport geschaufelt.


Lehrgang nötig zum Schlagen von Brennholz

Waldbesitzerverband empfiehlt Lehrgänge

Greiz (OTZ).

Zwei Drittel der Waldfläche Thüringens sind nach dem Standard PEFC zertifiziert. Nachdem im vergangenen Jahr die Standards überarbeitet wurden, gilt nun, dass ab 2014 in zertifizierten Betrieben Brennholzselbstwerber, die dies mit einer Motorsäge tun wollen, die Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang nachweisen müssen.
Der Waldbesitzerverband für Thüringen empfiehlt bereits jetzt die Teilnahme an einem solchen Lehrgang, weil noch zu viele Unfälle mit Motorsägen im Wald passieren. Dazu Jörg Göring, Präsident des Verbandes: „Dass jeder im Baumarkt ohne einen Lehrgang, noch nicht mal ohne Einweisung, ein solches Arbeitsgerät kaufen kann, ist eigentlich nicht hinnehmbar."
Zu den dreitägigen Lehrgängen an der Mobilen Waldbesitzer- schule, die gemeinsam von der Thüringer Landesforstverwaltung und dein Waldbesitzerverband organisiert werden, kann sich- jeder beim zuständigen Forstamt anmelden. Einmal jährlich kommt diese Schule in jedes Thüringer Forstamt.
An der Mobilen Waldbesitzer- schule wurden seit 14 Jahren jedes Jahr über 700 Waldbesitzer und Bürger • im Umgang mit der Motorsäge geschult.
Auskünfte zu den Lehrgängen gibt es über die Forstämter oder beim Waldbesitzerverband, montags bis donnerstags, unter Tel. (03624) 31 38 80.


xBrest-Helfer sind zurückgekehrt

Greiz (OTZ/Frd.).

„So viele Unfälle habe ich auf der Autobahn in Polen noch nie gesehen", sagte gestern Ulrich Jetschke, der mit der Mannschaft des Hilfstransportes für Tschernobyl wohlbehalten zurück gekehrt ist. Am Sonntag, 9 Uhr, befuhren sie die Autobahn-Ausfahrt Crimmitschau, erst 18 Uhr sind die Helfer in Greiz angekommen. Den gesamten Berg Ortsausgang Fraureuth mussten sie selbst streuen, ansonsten wäre eine Durchkommen unmöglich gewesen. Über die Fahrt des Hilfstransportes und die Begegnungen in Brest und Umgebung wird noch ausführlich berichtet.


Auf dem Weg zum Bauzentrum Löffler

Auf dem Weg zum Bauzentrum Löffler in Irchwitz blieb Torsten Jäger, der mit seinem großen Lkw am frühen Morgen im Zentrallager Schleinitz bei Naumburg gestartet war, an der Kreuzung Beethovenstraße/Vater-Jahn-Straße auf der beräumten, aber dennoch glatten Fahrbahn hängen. Karl-Heinz Löffler befestigte das Abschleppseil am Lkw, Tino Trommer zog mit dem Radlader das Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit den steilen Berg hinauf.
Foto: OTZ/Christian Freund

Auf dem Weg zum Bauzentrum Löffler in Irchwitz blieb Torsten Jäger, der mit seinem großen Lkw am frühen Morgen im Zentrallager Schleinitz bei Naumburg gestartet war, an der Kreuzung Beethovenstraße/Vater-Jahn-Straße auf der beräumten, aber dennoch glatten Fahrbahn hängen. Karl-Heinz Löffler befestigte das Abschleppseil am Lkw, Tino Trommer zog mit dem Radlader das Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit den steilen Berg hinauf.


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