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09. Januar 2010 /Antje-Gesine Marsch
Gymnasiasten beleuchten Bildung in Vergangenheit und Zukunft
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Mareike Dix ist eine von fünf Gymnasiasten, die sich in ihrer
Seminarfacharbeit mit "800 Jahre Bildung"
in Greiz beschäftigen.
Ausstellung zu 800 Jahre Bildung in Greiz – Zwölftklässler präsentieren Ergebnisse ihrer Seminarfacharbeit
Text & Bild Antje-Gesine Marsch GREIZ.
„800 Jahre Bildung in Greiz“ ist gleichsam Titel der Seminarfacharbeit der Zwölftklässler am Staatlichen Gymnasium Mareike Dix, Jeffrey Döring, Kristin Lange, Nathalie Marsch und Lisa Schüttenhelm, als auch der am 7. Januar in der Bibliothek eröffneten Ausstellung. Bereits seit Ende der 10. Klasse beschäftigen sich die Schüler mit der Thematik; fertigten einen ausführlichen geschichtlichen Abriss, führten Demoskopien durch, arbeiteten auch eigene Meinungen ein, beleuchteten die jeweiligen politischen Umstände und erstellten letztendlich Perspektiven. Auch eine selbst gedrehte Filmcollage mit Unterrichtsszenen, die den Bogen von der legendären „Feuerzangenbowle“ bis in die heutigen Klassen des Gymnasiums spannen, kann man anschauen. „Die heute eröffnete Ausstellung ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Seminarfacharbeit“, wie Nathalie Marsch dazu ausführte. So sind neben etwa 30 historischen Exponaten, wie Rechenschieber, Schreibfedern, einem alten Thüringer Lesebuch, Schreibmaschine, Zirkelkasten, alten Postkarten, FDJ-Hemd oder Pionierbluse auch die Ergebnisse des im September 2009 ausgelobten Wettbewerbs „Meine Schule im Jahre 2809“, also in achthundert Jahren, zu sehen. Wie Jeffrey Döring betonte, beteiligten sich daran Schüler des Gymnasiums und der Regelschule „G.E. Lessing“. Die Meinungsumfragen zur Thematik fanden vor allem zum Thüringentag, im Juni 2009, statt, als die fünf Gymnasiasten einen eigenen Info-Stand in der Thomasstraße betrieben. „Wir teilten an die Passanten Fragebögen aus - das Interesse war recht groß“, wie Mareike Dix resümierte. Nun bereiten sich Kristin, Lisa, Nathalie, Mareike und Jeffrey auf das Kolloquium vor, in dem sie ihre Seminarfacharbeit erfolgreich verteidigen müssen. Als „sehr interessant und konstruktiv“ bewerteten die Gymnasiasten die Recherchen zu diesem Thema, dessen Ergebnisse noch bis Ende Februar in der Greizer Bibliothek zu sehen sind. Herzlich bedanken möchten sich die Zwölftklässler bei allen Unterstützern, besonders bei Seminarfachlehrer Ingolf Eckardt und Bibo-Chefin Corina Gutmann, die sich ebenfalls für die „fruchtbare Zusammenarbeit“ mit den Gymnasiasten bedankte. So werde die bestehende Kooperationsvereinbarung, die zwischen dem Greizer Gymnasium und der Stadt- und Kreisbibliothek besteht, „mit Leben erfüllt“.
- Die Gewinner des Wettbewerbs „Meine Schule im Jahr 2809“:
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- 1.Platz: Markus Wahl
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- 2.Platz: Louise Klein
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- 3.Platz: Nathalie Donat und Anna Stecklum
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09. Januar 2010 /OTZ
Frisch aufgetischt
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In der Kantine des Akzo-Nobel-Standortes in Greiz-Dölau sorgen
Koch Rigo Schmidt sowie die Küchenhilfen Xenia Harpeng und
Birgit Weber (links) für die schmackhafte Zubereitung
der Speisen.
Foto: OTZ/Christian Freund
Greizer Akzo-Nobel-Standort in Dölau entscheidet für neuen Kantinenbetreiber
Von Kathrin Schulz Greiz.
In der Kantine der Chemiewerker in Dölau wird seit Montag frisch aufgetischt:
Der Betreiber dieser Einrichtung hat gewechselt. Nach einer Ausschreibung, die generell in den Firmen des Akzo-Nobel-Konzerns veranlasst worden war, um "auch im Bereich der Kantinen die Dienstleistungen zu vereinheitlichen und auf wenige Anbieter zu beschränken", wie Geschäftsführer Klaus H. Kuhlage begründete, habe man den bestehenden Catering-Vertrag mit Sodexo vorsorglich zum Jahresende 2009 gekündigt und neu ausgeschrieben. Neben dem bisherigen Betreiber beteiligte sich auch "Eurest", ein Unternehmen der englischen Compass-Gruppe und eigenen Angaben zufolge Marktführer in der deutschen Betriebsgastronomie, an der Ausschreibung.
Der neue Anbieter habe durch Alternativen überzeugen können, bestätigten sowohl Kuhlage als auch der stellvertretende Betriebsratschef Wolfgang Günther sowie Personalleiter Axel Nitschke. Bisher sei bis auf kleine Gerichte nicht vor Ort gekocht worden, jetzt werde von Koch Rigo Schmidt und zwei Mitarbeiterinnen das Essen frisch zubereitet. Neben zwei Hauptmenüs werden frische Salate und ein Imbissangebot bereitgehalten. 40 bis 60 Mittagessen täglich werden derzeit hier verputzt. Nachbarfirmen und weitere Interessenten sind darüber hinaus herzlich eingeladen, das Speisenangebot der Kantine in Dölau zu probieren.
"Gesundes Essen ist Bestandteil der Betriebsvereinbarung. In Zeiten der Wirtschaftskrise keine Selbstverständlichkeit", wie Wolfgang Günther vom Betriebsrat bestätigt. "Mehr Frische, mehr Service und mehr Qualität", das ergänzt der Geschäftsführer des Greizer Chemiestandortes, gehe auch mit Erhöhung der Kosten einher. Zwei Drittel davon trage das Unternehmen, ein Drittel die Beschäftigten. Unterm Strich sind es 60 Cent pro Portion, die die Mitarbeiter mehr zahlen. Schichtarbeiter bekommen darüber hinaus vom Unternehmen einen Euro Versorgungs-Zuschuss täglich. Mit dem Betreiberwechsel in der Kantine habe das Unternehmen außerdem rund 20 000 Euro in die Küche investiert. Und nicht nur das Nachtischbüffet am Montag zum Einstand der neuen Besatzung habe den Mitarbeitern gemundet, wie gestern verlautete.
Zur aktuellen wirtschaftlichen Situation des Greizer Chemiestandortes verwies Klaus H. Kuhlage erneut darauf, dass noch bis März 2010 Kurzarbeit vereinbart sei. Im zweiten Quartal allerdings sei in der Prognose eine Verbesserung zu sehen, sodass er optimistisch sei, im April dieses Jahres mit der Belegschaft wieder durchstarten zu können. Über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel habe man in Dölau nicht produziert, umreißt der Geschäftsführer die schwierige Situation zum Jahresende 2009, nachdem von September bis November die Kurzarbeit wegen besserer Auftragslage aufgehoben werden konnte. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Winterdienst gerüstet für "Daisy"
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Ein Schneepflug am Freitag bei
seiner ersten Runde.
Erste Räum- und Streutouren gestern am späten Nachmittag
Greiz (OTZ/-lz).
"Wir fahren jetzt los", gab Bauhof-Chef Bodo Scheffel gestern gegen 16.15 Uhr das Signal für seine Winterdienstmannschaft zu einer ersten Tour nach Einsetzen der Schneefälle, die Tief "Daisy" mit sich brachte. Zunächst rollten drei Räum- und Streufahrzeuge, um die Busstrecken sicher zu halten. Mehr sei nach Prüfung der Straßenverhältnisse am gestrigen späten Nachmittag nicht notwendig gewesen, meint Scheffel. Falls nötig, stehe die Mannschaft bereit, um in der Nacht die Zufahrt zum Krankenhaus oder andere neuralgische Punkte zu räumen. Turnusmäßig sollten sich heute ab 4 Uhr morgens wieder alle 20 Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen in Bewegung setzen, um die elf Winterdienst-Touren im Stadtgebiet zu räumen und zu streuen. "Bis in jede Anliegerstraße werden wir es wahrscheinlich nicht schaffen," meint Scheffel angesichts der Unwetterwarnungen von gestern. Aber die Haupt- und Nebenstraßen sowie die Höhenlagen fahre man regelmäßig an. Auch der Leiter der Kreisstraßenmeisterei, Andreas Künzel, informierte, dass alle verfügbaren Einsatzfahrzeuge bereit stünden, die Schneefräse aufgerüstet sei, ebenso ein weiteres Räum- und Streufahrzeug, das für Notfälle vorgehalten werde. Alle Mitarbeiter sind durchgängig in Bereitschaft. "Wenns ganz dicke kommt", so Künzel, "ist die Kreisstraßenmeisterei in der Lage, zwei Mal 12- Stunden-Schichten zu fahren - also rund um die Uhr."
Nach Einbruch der Dunkelheit hatte sich der Schneefall im Greizer Stadtgebiet gestern wieder beruhigt. Zu diesem Zeitpunkt war die Verkehrslage auch nach Aussage des zuständigen Leiters der Polizeiinspektion, Michael Vetterlein, noch entspannt. Verkehrsunfälle oder größere Behinderungen blieben bis dahin aus.
Gerüstet für Daisy
Von Kathrin Schulz
"Wir sind auf viel Schnee eingestellt", bestätigen sowohl die Winterdienstler als auch die Greizer Polizei. Wenn starker Wind und Schneefälle so kommen, wie der Wetterdienst permanent warnt, ist mit Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen durchaus zu rechnen. Freitag allerdings zeigte sich die Lage noch entspannt, "die Kraftfahrer im Landkreis haben sich auf die Wetterlage eingestellt", meint PI-Leiter Vetterlein, der für das Wochenende vorsorglich zusätzlich Kollegen in Bereitschaft versetzte. "Wir hoffen, dass der Winterdienst ebenfalls gut gerüstet ist", wünscht sich der PI-Chef ein möglichst unfallfreies Winterwochenende. Für Bodo Scheffel und seine Mitstreiter ist der Einsatzplan klar, alle verfügbaren Kräfte in Bereitschaft. Eine Bitte haben die Winterdienstler allerdings auch an die Kraftfahrer: Wer kann, sollte sein Auto im Grundstück und nicht auf der Straße abstellen, um die Räumfahrzeuge nicht zu behindern. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Gute Pflegenote für "Fazit"
Seniorenwohnzentrum veröffentlicht als erstes Transparenzbericht
Greiz (OTZ/M.Hilbert).
Als erste und bisher einzige stationäre Pflegeeinrichtung in Greiz hat das Seniorenwohnzentrum "An der Schloßbrücke" seinen Transparenzbericht veröffentlicht.
Mit der Gesamtnote 1,6 bewertete der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Qualität des Hauses, das zur Fazit-Gruppe gehört. Das Ergebnis der unangekündigten MDK-Prüfung vom 21. September des Vorjahres ist nun in einem 13-seitigen Dokument mit der Aufschlüsselung der Note in die 82 Testkategorien im Internet zu finden. Zudem wird der Testbericht im Pflegeheim ausgehängt. Dies kündigte Heimleiterin Sandra Meindl an. "Wir sind zufrieden mit unserer Note", so Meindl, "wir werden aber dennoch daran arbeiten, uns weiter zu verbessern." Noch besser als die Gesamtnote fiel die Beurteilung der Heimbewohner aus, die die Lebensqualität im Heim mit 1,3 bewerteten. Auf Berichte anderer Pflegeheime und -dienste wird man noch warten müssen. Hier wurden bisher noch keine MDK-Überprüfungen durchgeführt.
Die Ergebnisse sind im Laufe der kommenden Monate abrufbar unter: www.pflegelotse.de |
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09. Januar 2010 /OTZ
Auftakt des Wahljahres in Langenwolschendorf
Bürgermeisterwahlen finden 2010 im Bereich unseres Erscheinungsgebietes in Neumühle, Wildetaube, Neugernsdorf, Hain, Lunzig, Kühdorf statt. Insgesamt wählen 40 Orte im Landkreis. 40 Bürgermeisterwahlen im Landkreis
Von Angelika Munteanu Greiz/Gera/Großenstein (OTZ).
In Großenstein wird bald die Wahl des Gemeinderates wiederholt. Die am 7. Juni 2009 erfolgte Wahl der Gemeinderatsmitglieder in Großenstein hat die Kommunalaufsicht für ungültig erklärt. Ein Bürger aus Großenstein, der für den Gemeinderat kandidiert hatte, beanstandete nach der bereits erfolgten Wahl, dass die Reihenfolge der Bewerber im Wahlvorschlag der Wählergruppe Pro Kommune nicht der Reihenfolge entsprochen habe, wie sie in der Aufstellungsversammlung der Wählergruppe am 8. April 2009 in geheimer Abstimmung festgelegt worden sei. Der Wahlvorschlag der Wählergruppe Pro Kommune hätte bereits vom Wahlausschuss der Gemeinde Großenstein nicht als gültig zugelassen werden dürfen.
Gegen den Bescheid des Landratsamtes habe niemand Klage erhoben, sagte gestern der Sprecher des Verwaltungsgerichts Gera, Bernd Amelung. Eine entsprechende Mitteilung erhielt gestern auch das Landratsamt in Greiz. Dort solle heute der Bescheid darüber verschickt werden, dass die Entscheidung der Kommunalaufsicht vom 2. Oktober Gültigkeit erlangt habe. Zudem werde ein Termin für die Wiederholung der Gemeinderatswahl festgelegt. Weitere reguläre Wahlen von Bürgermeistern stehen zudem im Landkreis Greiz in diesem Jahr an. Gewählt wird in 40 der 53 kreisangehörigen Gemeinden sowie in der Stadt Hohenleuben.
Die Langenwolschendorfer machen den Anfang. Sie werden am 18. April dieses Jahres an die Wahlurnen gebeten. Gefolgt von den Wahlberechtigten der Gemeinde Neumühle, die in diesem Jahr das 50. Gemeindejubiläum feiern und zudem am 30. Mai über den künftigen Bürgermeister bzw. ihre Bürgermeisterin abstimmen. In Zedlitz wird im Dezember gewählt, der exakte Termin soll im Laufe des Jahres festgelegt werden.
Für alle anderen Gemeinden gilt der 6. Juni als Wahltermin für die Bürgermeister, in unserem Verbreitungsgebiet betrifft das neben den bereits genannten Orten noch die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal - Wildetaube, Neugernsdorf, Hain, Lunzig und Kühdorf. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Auf den Spuren der Blumenkinder
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Annika Jakob, Annekathrin Kliem, Sabrina Straube, Robin Fülle
lernten das Lebensgefühl der Hippies kennen.
Abiturienten-Quartett aus Greizer Berufsschulzentrum recherchiert die Hippies
Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).
"Wir haben ein Thema für unsere Seminarfacharbeit gesucht, das uns wirklich interessiert und sind bei den Hippies gelandet", erklären Annika Jakob aus Muntscha, Sabrina Straube aus Gera, Robin Fülle aus Gottesgrün und Annekathrin Kliem aus Gera, Abiturienten mit Ausbildung zum Gestaltungstechnischen bzw. Kaufmännischen Assistenten am Staatlichen Berufsschulzentrum Greiz/Zeulenroda-Triebes.
Das Quartett aus Klasse 13 wandte sich also der Hippiebewegung zu, nahm ihre Entstehung in Amerika und Deutschland unter die Lupe, machte mit Hilfe der Greizer Bibliotheksleiterin Corina Gutmann in Erfurt mit Professsor Dr. Wolf Wagner auch einen Zeitzeugen ausfindig, der offen und ohne Tabus über eine Zeit sprach, die die Teenager von heute nur aus Filmen kennen. Ein Gespräch, das für die Abiturienten in seiner Klarheit sehr aufschlussreich gewesen ist, wie Annika Jakob unterstreicht, vor allem auch deshalb, weil Gefühle eine große Rolle spielten.
In den Recherchen zu ihrer Seminarfacharbeit erfuhren die Jugendlichen unter anderem, dass sich in der Zeit der Hippies viele positive Veränderungen in den verschiedensten Lebensbereichen vollzogen. Sie stellen fest, dass sich diese Bewegung durch den gesellschaftlichen Kontrast zwischen dem westlichen Kapitalismus und dem östlichen Kommunismus, durch die veralteten Lehrmethoden an den Universitäten, über die sich die Studenten beschwerten und durch den Vietnamkrieg entwickelte. Auch die Frage danach, was wir heute aus der Zeit der Hippies übernommen haben, wird gestellt: Der Sexualkundeunterricht in der Schule - heute Selbstverständlichkeit - stammt aus den späten Sechzigern. Die "Blumenkinder" spielten hierbei eine entscheidende Rolle. Sie waren dagegen, dass Sex als ein Tabuthema gehandelt wird. Aktuell, so die Abiturienten, wirkt sich der Stil der Hippies auch auf unsere Mode aus. Verstärkt werden wieder Stirnbänder, Batikkleider und weite, mit großen Mustern bedruckte Oberteile getragen. Im Allgemeinen ist der legere, blumige Kleidungsstil von damals wieder Top. Immer häufiger taucht das Peace-Zeichen auf T-Shirts, Buttons, Ketten auf. Auch ein Blick in CD-Regale offenbart Musik aus den 68-ern, wie beispielsweise von Janis Joplin, Jimi Hendrix, "The Mamas and The Papas", "Santana" oder "The Doors". Und nicht zuletzt hat die heute allgegenwärtige Kultur der Wohngemeinschaften ihre Wurzeln im Prinzip der Kommune 1. Ein reichliches Jahr Recherche liegt hinter dem Quartett. In einem Kolloquium werden sie Ende Januar ihre Ergebnisse zum Thema Hippiebewegung verteidigen. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Greizer Bildung vor und in 800 Jahren
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Mit der Laufkarte durch
die Ausstellung.
Seminarfach-Ausstellung in der Bibliothek
Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).
Wann wurde in Greiz erstmals ein Schulmeister urkundlich erwähnt? Wer diese und andere Wissenslücken rund um das Thema "Bildung in Greiz" schließen möchte, sollte sich in den nächsten Wochen in die Greizer Bibliothek begeben. Denn bis Ende Februar ist dort die begleitende Ausstellung "800 Jahre Bildung in Greiz" zur gleichnamigen Seminarfacharbeit zu sehen.
Nachdem die Zwölftklässler Mareike Dix, Kristin Lange, Nathalie Marsch, Lisa Schüttenhelm und Jeffrey Döring vom Greizer Gymnasium ihr Projekt bereits im November vergangenen Jahres vorstellen wollten, konnte am Donnerstag nun endlich der Startschuss gegeben werden. Grund für die Verzögerung war die Installation der neuen Bibliotheks-Klimaanlage. Nachdem diese jetzt abgeschlossen ist, konnten die fünf Schüler die Räume des ersten Obergeschosses und das Treppenhaus mit den rund 30 Exponaten ihrer Ausstellung bestücken. Gezeigt werden neben Fotografien der Greizer Schulgebäude und Reproduktionen von historischen Postkartenmotiven auch alte Schulutensilien, wie ein Rechenschieber und ähnliches.
Allgemein bewiesen die Gymnasiasten Kreativität bei der medialen Gestaltung ihrer Facharbeit. So wurde selbst ein Film produziert, der auf Wunsch in den Bibliotheksräumen angeschaut werden kann. Um ja kein Exponat zu übersehen, gestaltete man zudem eine Laufkarte mit Fragen, wie der eingangs erwähnten, die sich durch die Infoschilder an den Exponaten beantworten lassen. So nehmen die Abiturienten den Besucher mit auf eine Zeitreise zu den Anfängen der Greizer Schulen im Spätmittelalter, über Weimarer Republik und Drittes Reich, bis in die DDR-Zeit.
Doch nicht nur zurück, auch in die Zukunft wird geblickt. Unter dem Motto "Meine Schule im Jahre 2809" richtete das Seminarfachteam einen Malwettbewerb aus, in dem sich die Schüler von Gymnasium und Lessingschule als Propheten versuchen durften. Die Bilder der Gewinner, die zur Eröffnung am Donnerstag gekürt und mit einem Preis bedacht wurden, stellen ebenfalls einen Teil der Ausstellung dar. Den ersten Platz belegte hier Markus Wahl, gefolgt von Louise Klein und Nathalie Donat, die gemeinsam mit Anna Stecklum auf Platz drei landete.
Dass das bunte Begleitprogramm zur Facharbeit nicht nur Effekthascherei ist, konnte das Quintett bereits beweisen und erhielt für den schriftlichen Teil die Höchstpunktzahl. Nun werden sie im Kolloquium am 19. Januar noch einmal alles geben, um diese Note auch bei der Verteidigung zu erreichen. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Olivenbäumchen in Elsterberg
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Inhaberin Katrin Raffelt (rechts im
Bild) mit Geschenkeset, Silke Zander
(links) mit Romanesco und Heiko
Gessner mit sizilianischen Clementinen.
Foto: Jürgen Stefaniak
Katrin Raffelt eröffnet Geschäft für Bio-Produkte aus Sizilien
Von Jürgen Stefaniak Elsterberg (OTZ).
Schon lange spielte sie mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. Jetzt hat sie den Schritt gewagt, die 38-jährige Katrin Raffelt aus Elsterberg. Im Nebenerwerb hat die gelernte Laborantin am Donnerstag ihr Geschäft in der Wallstraße eröffnet.
Obst und Gemüse, zertifizierte Bio-Produkte aus Sizilien, bietet sie im "Olivenbäumchen" an. Ein kleines Geschäft gleich neben dem Elsterberger Schulzentrum. "Mit dem Hauskauf im Vorjahr haben wir die Idee umgesetzt", erzählt die Mutter von Zwillingen, die im Hauptberuf als Verkäuferin arbeitet.
Lange haben die Raffelts nach einen Namen für das Geschäft gesucht. Mehr durch Zufall fiel die Wahl auf "Olivenbäumchen", weil ein solches damals in der Wohnung auf der Fensterbank stand, heute hat es seinen Platz im Laden.
Übers Internet habe sie einen Vertrieb in Modica gefunden, der Bioprodukte einer Gemeinschaft von Kleinbauern vertreibt, erzählt die junge Frau. Deren Angebot sich nach jenem auf der Mittelmeerinsel richtet. Derzeit sind es Clementinen, Romanesco-Blumenkohl, Cencara-Tomaten, Zucchini oder Stangensellerie. Sie bietet aber auch für Mittelmeerländer typische Speisezutaten, wie mit Basilikum versetztes Olivenöl oder Pesto-Paste an. "Mit weiteren Produkten haben wir unser Sortiment ergänzt," so Katrin Raffelt. Die sich herzlich bei ihrer Familie und ihren Freunden für die Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Idee bedankt. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Nachdenkliches zum Wochenende
Zeit-Diebe
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Pfarrer Bernhard Kühn
Von Pfarrer Bernhard Kühn, Zeulenroda-Triebes
In seinem Roman „Momo" erzählt Michael Ende die seltsame Geschichte von Zeit-Dieben und von einem Kind, das die gestohlene Zeit zurückbringt. Geheimnisvolle graue Herren schleichen sich in das Leben der Menschen ein, bedrängen sie, ihre Zeit zu sparen. Fast alle lassen sich von diesen Betrügern täuschen und bemerken gar nicht, wie ihnen die Zeit gestohlen wird. Nur einige spüren, dass ihr Leben freudloser und hektischer wird, dass Kälte sich in der Welt ausbreitet, dass die Menschen einander immer fremder werden. Zusammen mit Meister Hora gelingt es der kleinen Momo den Zeit-Dieben das Handwerk zu legen. Ein Märchen, welches gut ausgeht. Doch wie sieht es mit unserer Zeit aus? Sind schon neue Zeit-Diebe vielleicht mitten unter uns? Wie viele Termine für 2010 stehen schon in Ihrem Kalender? Hetzen wir nicht immer öfter von Termin zu Termin, nur um alles mitzunehmen, ja nichts zu verpassen und das eigentliche Leben bleibt dabei auf der Strecke? Würden wir auflisten, wie viel Zeit wir mit Unzufriedenheit, Neidgefühlen und Ärger verbringen, welche Summe an Stunden, Tagen oder sogar an Monaten käme im Jahr dabei heraus? Wie viele Minuten am Tag raubt uns das Fernsehprogramm, welches uns so nebenbei berieselt. Der Computer, das Mobiltelefon und viele andere elektronische Geräte? Zeit, die dann für Gespräche in der Familie und mit Freunden fehlt. Viele von uns haben für das gerade erst begonnene Jahr gute Vorsätze gefasst und am Ende des Jahres stellen wir dann fest, uns hat einfach die Zeit gefehlt, sie umzusetzen. Waren da vielleicht die modernen Zeit-Diebe am Werk? Momo kann uns nicht helfen, sie gibt es nur im Märchen. Trotzdem dürfen wir auf die Rettung durch ein Kind vertrauen: Jesus Christus, wir haben seine Geburt vor wenigen Tagen an Weihnachten gefeiert. Wenn wir auf sein Leben schauen, dann können wir verstehen, was der Meister Hora der kleinen Momo zu bedenken gibt. „Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verloren." Jesus hat seine Zeit mit dem Herzen wahrgenommen und gelebt. Er hat sie mit den Menschen geteilt. Er hat mit ihnen frohe Feste gefeiert und ebenso hat er sich die Zeit genommen, ihre Probleme anzuhören. Er hatte Zeit für die Ausgegrenzten. Zeiten der Stille und Besinnung waren für ihn wichtige Zeiten, die er im Gebet zu Gott verbrachte. Wenn wir auf sein Leben blicken, dann begreifen wir, dass das Leben ein großes Geschenk an uns ist. Wenn wir seine Worte in unser Herz aufnehmen, dann fällt von uns der Druck ab, alles selbst leisten zu müssen. Seine Worte warnen uns vor allzu ängstlicher Sorge. Jesus Christus ermutigt uns, Gott zu vertrauen. Gott, der fürsorgliche Vater aller Menschen. Diese Zeit, die wir in das Vertrauen auf Gottes Hilfe investieren, vertreibt alle Zeit- Diebe. Und wir sind nicht mehr Sklaven der Zeit. Wir können die Zeit, die wir haben mit dem Herzen leben. Wir haben wieder Zeit füreinander und Zeit, das Leben zu lieben. Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2010, dass es Ihnen gelingt, den Zeit- Dieben das Handwerk zu legen, dass Ihr Vertrauen in Gott Ihnen ein erfülltes und zufriedenes Leben schenkt, welches Sie aus vollem Herzen lieben können. |
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09. Januar 2010 /OTZ
Goldener Herbst
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Die B-Juniorinnen von Reudnitz (Orange) werden Herbstmeister
in der Handball-Landesliga.
Letzte Sonnentage für Sport im Freien genutzt
Greiz (OTZ/M. Hilbert).
Das Jahr neigte sich dem Ende und auch die 2. Ringer-Bundesliga steuerte auf den Saisonabschluss der Teamkämpfe zu. Mit dem 26:13-Sieg im Thüringen-Derby über den TuS Jena sicherte sich der RSV Rotation Greiz einen Podestplatz und beendete die Liga als Dritter.
Halbzeit hieß es dagegen für die Fuß- und Handballer in den jeweiligen Ligen. Während der Abwärtstrend der SG Greiz auch dank dem im Oktober verpflichteten neuen Trainer Dietmar Sengewald gestoppt wurde, konnten die Spieler der SG Daßlitz sich zur Saisonmitte im ersten Tabellendrittel festsetzen. Noch erfolgreicher schnitten die Faustballerinnen der B-Jugend von Concordia Reudnitz ab, die als Herbstmeister auf Tabellenplatz eins der Landesliga überwintern.
Der goldene Herbst wurde im Landkreis dann noch einmal für die unterschiedlichsten Sportveranstaltungen im Freien genutzt. Ob zu Fuß beim Herbstlauf in Pohlitz, zu Pferde bei Fuchsjagden in Arnsgrün und Mohlsdorf oder auf knatternden Motorrädern beim 5. Reinsdorfer Cross Country — die letzten Sonnenstrahlen des Jahres lockten noch einmal Sportfans jeglicher Art nach draußen. Auch die Hallen der Stadt füllten sich zusehends wieder mit Leben. Bei der ersten Greizer Ball-Nacht wurde beim Volleyball, Basketball und Fußball ein Tänzchen mit dem Gegner gewagt und die Gymnastikgruppe des LV Einheit Greiz erlangte dank der 82-jährigen Übungsleiterin Ingeburg Koch und eines ZDF-Kamerateams deutschlandweite Berühmtheit. Tim Sommer konnte sich unter vielen jungen Judoka behaupten und in Schmölln den Titel Thüringenmeister erlangen.
Bleibt nur zu hoffen, dass das erfolg- und abwechslungsreiche Sportjahr 2009 mit dem neuen Jahr 2010 einen würdigen Nachfolger findet. |
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09. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Ein Arzt für die ganze Familie
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Renate Linke (rechts) ist sichtlich
froh darüber, dass sich mit Kathrin
Theilig (Mitte) eine neue Hausärztin
in Zeulenroda-Triebes nieder-
gelassen hat.
Foto: OTZ/Heidi Henze
Praxiseröffnung von Dr. Kathrin Theilig - Lichtblick in Ärzteversorgung in Zeulenroda
Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).
Renate Linke, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes, freute sich sichtlich und war gestern eine der ersten Gratulanten zur Praxiseröffnung der Medizinerin Dr. Kathrin Theilig in der Zeulenrodaer Hohen Straße.
"Ein kleiner Lichtblick", meinte Linke mit Blick auf die Ärzteversorgung in der Doppelstadt. Wenn sich auch die komplizierte Situation in der hiesigen Hausarztbetreuung etwas entspannt habe, so könne sie doch nicht zufrieden stellen. Seit 2004 haben in der Stadt allein vier Allgemeinmediziner und diverse Fachärzte ihren Dienst quittiert, weitere werden altersbedingt folgen. Eine Neuansiedlung kann da nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, aber immerhin.
Im Falle der frischgebackenen Hausärztin Theilig ist die Freude doppelt groß, da die 43-Jährige ihren Heimatort für ihre Niederlassung wählte. Fast selbstverständlich, ohne dass die Stadtväter sie mit kostengünstigeren Räumen locken mussten - so wie es vor fünf Jahren als Offensive zur Ärztegewinnung von der Stadtverwaltung angedacht war. Allerdings ohne großen Erfolg.
Mit der Anstellung der beiden Krankenschwestern Sylvia und Anja schuf die Medizinerin zwei Arbeitsplätze. Die barrierefreien Praxis ist überdies nagelneu, keine Übernahme eines scheidenden Arztes.
Ich möchte Familien, vom Kind bis zu den Großeltern, alle kennenlernen und betreuen.
Dr.Kathrin Theilig, Hausärztin
Der Wunsch, Ärztin zu werden, sei durch ein persönliches Erlebnis geprägt worden, sagte Kathrin Theilig gestern. Mit sechs Jahren sei die gebürtige Triebeserin zur Diagnose in der Uniklinik Leipzig vorgestellt worden - unter dem Blick vieler Studenten. Diese Atmosphäre habe sie so begeistert, dass sie fortan vom Medizinstudium träumte. Und so studierte sie von 1986 bis 1992 Medizin in Leipzig, absolvierte die Facharztausbildung Urologie, arbeitete in Krankenhäusern der Region. Theorie und Praxis hielten das Gleichgewicht. Und obwohl 2005 im Klinikum Gera in der Urologie ein verlockender Arbeitsplatz wartete, entschied sie sich, erneut ein Studium aufzunehmen. Dieses Mal als Allgemeinmedizinerin. Begünstigt dadurch, dass ein solches Studium von der Kassenärztlichen Vereinigung gefördert wurde - ein Mittel gegen den Hausärztemangel.
Kathrin Theilig hat sich viel vorgenommen: Neben einzelnen Patienten will sie die Großfamilie, vom Kind bis zu den Großeltern, betreuen und kennenlernen.
Kommentar
Nur ein Tropfen
Von Heidi Henze
Ein Tropfen auf den heißen Stein ist die Praxiseröffnung von Dr. Kathrin Theilig. Auch deshalb nur, weil damit nun nicht zwingend folgend die Verbesserung der ärztlichen Versorgung in der Region in Sicht ist. Zumal bekanntermaßen sich weitere Ärzte im laufenden Jahr in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Mit der Hausarzt-Neuansiedlung konnte lediglich eine Katastrophe in der ärztlichen Versorgung der Bürger in der ländlichen Region verhindert werden. Doch weitere hiesige Ärzte haben das 50. Lebensjahr schon weit überschritten und Nachwuchs an Medizinern lässt auf sich warten. Auf fehlende echte Reformen im Gesundheitssektor wird vergeblich gehofft. Da ist das Vorpreschen von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert, die für eine finanzielle Förderung von angehenden Hausärzten während ihrer Facharzt-Ausbildung plädiert, auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. |
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09. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Rodelberg mitten in der Stadt
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Rodeln auf dem Markt.
Schätzungsweise 360 Kubikmeter Schnee auf dem Markt angehäuft
Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).
Es ist kein Riesen-Iglu und auch nicht die Vorarbeit für einen Schnee- oder Eisfigurenwettbewerb. Nein, einen Rodelberg hat der städtische Bauhof stattdessen mitten in der Stadt angelegt. Er wurde gestern mit Kindern aus den Einrichtungen "Frohe Zukunft" und "Sonnenschein" eröffnet.
Die Knirpse zeigten sich begeistert und fanden kaum ein Ende, auch wenn die beiden Abfahrten ziemlich vereist waren. Am Tag vorher hatte man sie extra noch mit Wasser besprengt und so haltbarer gemacht. "Und jetzt warten wir noch auf den neuen Schnee", sagte Bauamtsleiterin Karin Wagner mit Blick auf die Wetterprognosen. Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Aktion hatte Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) persönlich. "Wir haben eine große Fläche, und die soll auch mit Leben gefüllt werden", meinte er zur Nutzung des neuen Marktplatzes. Da die Möglichkeiten im Winter nicht gerade groß sind, habe man eben diese Variante ausprobiert. Mit dem Ziel, auch den Jungen und Mädchen im Stadtzentrum Winterspaß zu ermöglichen, ohne dass sie wer weiß wohin laufen müssen.
Die Abmaße des Berges schätzte Steinwachs auf 15 mal 8 mal 3 Meter. Summa summarum rund 360 Kubikmeter der weißen Pracht hat man folglich zusammenschieben und aus Tiergehege, Waldstadion und der ehemaligen Spedition tts anfahren lassen. Aufgeschüttet zu einem Hügel, der über eine richtige Schneetreppe und auch zwei Abfahrten verfügt. Das hölzerne Geländer sei anfangs nicht geplant gewesen, soll aber die Sicherheit der Kinder erhöhen. Da direkt am Fuße die neuen Karpfen zackig aus der Erde ragen und wenige Meter weiter auch der Verkehr auf der Bundesstraße rollt.
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09. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Tiere und Pflanzen der Region trotzen dem Frost
Kälte grundsätzlich nicht so dramatisch
Von Holger Zaumsegel Zeulenroda (OTZ).
Bedenklich stimmt so manchen Naturfreund derzeit der morgendliche Blick aufs Thermometer. Temperaturen bis zu minus 17 Grad wurden in den vergangenen Tagen in der Region gemessen. Die Menschen bibbern - wie mag es da wohl erst den Tieren und Pflanzen ergehen, die kein warmes Dach über dem Kopf haben?
Eckhard Titz vom Naturschutzbund (Nabu), Ortsverband Zeulenroda, gibt Entwarnung. Grundsätzlich stellen die Minusgrade für die heimischen Tiere und Pflanzen Fauna kein Problem dar. Gegen die Fütterung von Vögeln im Winter hat Titz dennoch nichts einzuwenden. Im Gegenteil: "Eine Fütterung weckt gerade bei den Jüngeren ein Verantwortungsgefühl für die Natur." Ebenso würden Kinder, die ein Vogelhäuschen beobachten, auf diese Weise schon einmal die verschiedenen heimischen Arten kennenlernen.
Der ehemalige Lehrer hat auch noch ein paar Tipps parat. Äpfel ruhig an den Bäumen hängen lassen, oder auf den Boden gefallene nicht wegräumen. Besonders Amseln würden sich über solche Leckerbissen freuen. Um den gefiederten Freunden die Suche nach den gestreuten Körnern zu erleichtern, könne man ein Brett schräg aufstellen, so dass kein Schnee auf die so geschaffene Fläche fällt. Die Körner soll man ruhig mit Talg vermengen. Eines ist Eckhard Titz noch wichtig: Toleranz bei der Fütterung. Es gäbe keine guten und bösen Vögel, sagt er. Holt der Sperber also mal eine Meise, die sich an den Körnern im Vogelhäuschen labt, sei dies der Lauf der Natur.
Auch Bernd Weber, Revierleiter Vogtländisches Oberland, hält die Minusgrade für unbedenklich. Deswegen käme eine spezielle Fütterung der Waldbewohner auch nicht in Frage und würde nur im äußersten Notfall angeordnet.
Natürlich könne es vorkommen, dass ein krankes Tier bei den Minusgraden erfriert. "Aber das ist der Lauf der Welt und geschieht nicht in bedenklichen Größenordnungen", erzählt Weber weiter.
Der Frost sei sowieso nicht so dramatisch für den Wald. Schlimmer sei extremer Schneefall, "gerade wenn er nass ist". Dann könnten die Tiere versinken und so in lebensbedrohliche Situationen kommen. Auch für die Bäume ist nasser Schnee eine Gefahr.
Durch die großen Lasten, die dann auf manchen Ästen ruhen, könnte es zu Brüchen kommen, die dem Baum großen Schaden zu fügen. Momentan, versichert Weber aber, bestehe überhaupt keine Gefahr. |
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09. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Wettbewerb wird schärfer werden
Unternehmer der Region zur Lage der Wirtschaft und ihren Aussichten fürs neue Jahr
Zeulenroda (OTZ).
Die Unternehmer der Region blicken realistisch, aber dennoch zuversichtlich auf das neue Jahr. Eine nicht repräsentative Bestandsaufnahme der OTZ.
Handwerkskammer-Präsident Klaus Nützel, zugleich Inhaber der Reinü-Fefa GmbH Zeulenroda:
Wir schauen optimistisch ins neue Jahr und werden unter allen Umständen versuchen, unsere Arbeitskräftezahl konstant zu halten. Zurzeit haben wir 43 Mitarbeiter und vier Auszubildende. Wie in den vergangenen Jahren, können wir nicht auf langfristige Aufträge bauen. Sondern es zeichnet sich wieder ein kurzfristiger Auftragseingang ab. Marktnischen suchen und finden sind wichtige Punkte für den optimistischen Blick in das Jahr 2010. Für einen konstanten Arbeitsprozess ist die eigene Akquise wichtig, worauf wir zukünftig noch größeren Wert legen werden. Dazu zählt auch unsere Teilnahme an den verschiedenen Messen. So sind wir auf der "Grünen Woche" in Berlin in der Halle Bauzulieferungen, auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig und Erfurt sowie auf drei Messen in Österreich.
IHK-Präsident Prof. Hans Bruno Bauerfeind, Vorstandschef der gleichnamigen AG:
Wir haben keine ambitionierten Ziele für dieses Jahr. Wir werden froh sein, wenn wir das Niveau des Vorjahres halten können. Und selbst dies wird uns wahrscheinlich nur durch das Auslandsgeschäft möglich sein. Denn die Situation in Deutschland ist nicht sonderlich gut.
Persönlich verspreche ich mir sehr viel von der inzwischen 3. Arena für Nachhaltigkeit, die wir im Bio-Seehotel veranstalten. Da gibt es schon große Resonanz und wir haben Top-Leute zu Gast.
Und - was oft viel zu kurz kommt - ich wünsche mir für dieses Jahr, dass es friedlich zugeht auf der Welt, denn das ist unser größtes Problem.
Andreas Bräuer, Geschäftsführer Feinelast Umspinnwerk Zeulenroda:
Das Jahr 2009 war schwierig und von vielen Umsatzverlusten gekennzeichnet. Mit gedämpftem Optimismus gehen wir ins Jahr 2010. Durch neue Produkte, wie etwa spezielle Garne im Strumpfbereich, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben, hoffen wir unsere Produktion konstant zu halten und unsere 82 Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können.
Michael Glock, Geschäftsführer des Neuform Türenwerkes Zeulenroda:
Insgesamt sind im Baugewerbe die Zahlen im Hochbau bzw. die Baugenehmigungen seit Jahren rückläufig. Ferner ist zu erwarten, dass die Kommunen und öffentlichen Träger, die einen Großteil der öffentlichen Gebäude errichten, in welche unsere Objekttüren eingebaut werden, aufgrund der Finanzkrise und der daraus resultierenden Verschuldung ihre Ausgaben drastisch drosseln. Deshalb wird im Baugewerbe die Wirtschaftskrise zeitversetzt ankommen.
In diesem schwierigen Umfeld ist es unser Ziel, den Vorjahresumsatz und das Betriebsergebnis annähernd zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Marketingaktivitäten und die Betriebsabläufe optimiert, neue Kundenbindungsstrategien und neue Produkte entwickelt. Personalabbau wollen wir durch Flexibilisierung der Arbeitszeit etc. vermeiden.
Lutz Heller, Prokurist der Raster-Zeulenroda Werkzeugmaschinen GmbH:
Trotz der allgemein schlechten Lage haben wir 2009 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen und den Umsatz gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert auf 9,1 Millionen Euro - ein Zeichen der positiven Weiterentwicklung unter Führung unseres neuen Gesellschafters Herrn Dörmann seit dem Jahr 2008.
Das neue Jahr wird schwierig, aber wir sind optimistisch, weil wir in die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter und in das breit gefächerte Leistungsspektrum unserer Firma vertrauen. Ziele sind vor allem die weitere Verbesserung unserer Präsenz am Markt, die Investition in die Weiterentwicklung unserer Produkte sowie die Fortführung der Restrukturierung des Unternehmens.
Ulrich Werner, Geschäftsführer der Barat Ceramics GmbH, Auma: Man muss immer optimistisch bleiben. Es wird sich jedoch nicht viel ändern zum Vorjahr. Der Wettbewerb in unserer globalisierten Welt wurde durch die aktuelle Krise nochmals verschärft. Im Vergleich zu den Boomjahren 2007 und 2008 war das vergangene Jahr ein deutlicher Einbruch. Wir wollen wieder moderat wachsen und setzen weiterhin verstärkt auf Ausbildung, auch um guten qualifizierten Nachwuchs heranzuziehen und bemühen uns die ausgebildeten Lehrlinge zu übernehmen. |
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09. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Motor feiert Jubiläum

OTZ-Serie zu 100 Jahre Fußball in Zeulenroda - Dieter Lerch blieb immer treu
Von Klaus Meitner Zeulenroda.
Ein großes Jubiläum steht in diesem Jahr ins Haus und wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Der Fußball in Zeulenroda kann auf eine mittlerweile 100-jährige Geschichte zurückblicken. Natürlich Anlass genug für den FC Motor Zeulenroda, vom 21. bis 27. Juni eine Festwoche zu veranstalten. Für alle Nachwuchs-Altersklassen - von den E-Junioren bis zu den B-Junioren - sind freundschaftliche Vergleiche beziehungsweise Turniere vorgesehen.
An den beiden Sonntagen, 20. Juni und 27. Juni, ist jeweils ein Vereinsstammtisch mit Gästen geplant. Die Festveranstaltung soll am Sonnabend, dem 26. Juni, in der Stadthalle stattfinden (Änderungen vorbehalten). Auch eine Broschüre über die 100-jährige Fußballgeschichte in der "Stadt auf der Höhe" ist schon in Arbeit. Die Ostthüringer Zeitung wird natürlich über dieses Ereignis berichten und die Leser schon jetzt mit der Serie "100 Jahre Fußball" auf dieses Jubiläum einstimmen. Dabei sollen ehemalige Fußballer vorgestellt und Geschichten rund um den Zeulenrodaer Fußball erzählt werden. Dieter Lerch ist dabei der erste Kicker, der vorgestellt wird:
Dieter Lerch, geboren am 15. Dezember 1932, verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit in seiner schlesischen Heimat. Schon als kleiner Junge flitzte er jedem Ball hinterher. So manches Paar Schuhe ging da beim Bolzen entzwei, in der damaligen Zeit ein teurer Spaß für Lerch´s Eltern.
Er war meist vom Körperwuchs her der Kleinste, fiel aber durch seine Schnelligkeit, Technik und Spielwitz auf. Dieter Lerch konnte man im wahrsten Sinne des Wortes als fußballerisches Naturtalent bezeichnen. 1945 kam er mit seiner Mutter und den Großeltern nach Zeulenroda. Dort traf er Fritz Gebhardt, der sich in der "Stadt auf der Höhe" mit großem Einsatz darum bemühte, den Fußballsport wieder in Schwung zu bringen. Der schreckliche 2. Weltkrieg hatte auch unter den Zeulenrodaer Fußballern viele Opfer gefordert. Schon mit 17 Jahren stand Lerch in der 1. Männermannschaft und wurde ganz schnell zu einem ihrer Leistungsträger.
Er war 20 Jahre jung, da wurden höherklassige Vereine wie Wismut Aue, Tennis Borussia Berlin und Jena auf ihn aufmerksam. Er bekam auch konkrete Angebote, aber Dieter Lerch blieb in Zeulenroda. Ein wichtiger Grund, dass er diese Offerten ausschlug, war seine körperbehinderte Mutter, die seine Hilfe und Fürsorge brauchte. Lerch schaffte mit Motor dreimal den Aufstieg zur Bezirksliga.
Auch als Spielertrainer stellte er sich zur Verfügung. Lerch absolvierte noch einige Jahre bei der Alt-Herren-Mannschaft, ehe er 1982 die Töppen an den "berühmten Nagel" hängte. |
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| 09. Januar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Zeichnung: OTZ/Bruns
Pistenspaß in Greiz und Umgebung
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Foto: OTZ/Christian Freund
Der Winter hat uns fest im Griff - wie man sieht auch zur Freude der Schlittenfahrer, die hier an einem Hang auf dem Reißberg ins Tal jagen. Pistengaudi ist heute ab 15 Uhr auch zum Rodelspaß in Kleinreinsdorf angesagt.
"Eisbär" mit Greiz-Gesicht
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Foto: OTZ/Christian Freund
Mit Greizer Motiven haben Luise Matthes und Steffi Bauch von der Werbeagentur Matthes den „Eisbären", der alle zwei Stunden das Eis erneuert, im Beisein von Bürgermeister Grüner und Eisbahn-Leiter Wolfgang Seifert gestaltet. Auch in dieser Saison rechnet die Stadt mit über 60 000 Eisbahnbesuchern, allein über die Feiertage - vom 25. bis 30. Dezember - drehten knapp 6000 Eislauffans ihre Runden. Geöffnet ist morgen von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 10 bis 22 Uhr.
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