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06. Januar 2010 /OTZ
Neue Gleitschleiferei produziert
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Vorarbeiter Stefan Drese (vorn), Patrick Pöhler (rechts) und
Ronny Schwabe arbeiten in der Gleitschleiferei, die in der neu
gebauten Halle der Spaleck-Oberflächenveredlung eingerichtet
worden ist.
Foto: OTZ/Christian Freund
Zwei-Schicht-System dieses Spaleck-Bereiches soll 2010 möglichst erweitert werden
Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).
"Galvanik und Gleitschleiferei laufen seit Montag 6 Uhr - die Galvanik hatte noch relativ hohen Warenbestand und ist im Drei-Schicht-System tätig, während die Gleitschleiferei das Jahr 2010 im Zwei-Schicht-System begonnen hat", informiert Dieter Höland, Geschäftsführer der Spaleck-Oberflächenveredlung GmbH. Sein Ziel im neuen Geschäftsjahr: Der Umsatz in der neuen Gleitschleiferei sollte sich mehr als verdoppeln, die Anlagen in der neuen Halle sollten im Drei-Schicht-System ausgelastet werden können, so dass allein für diesen Bereich neun bis zehn Mitarbeiter beschäftigt werden könnten.
Für die Erweiterung hat Höland für Greiz fünf Mitarbeiter eingestellt, so dass jetzt 55 Beschäftigte hier in Lohn und Brot sind. Zu den zwei Leuten, die Spaleck in Greiz ausbildet, sollen mit dem Lehrjahr 2010 möglichst noch ein, zwei Auszubildende eingestellt werden, gibt Höland einen kleinen Ausblick. Am 12. Februar hat sich das traditionsreiche Unternehmen - schon am 17. Dezember 1869 war Spaleck ins Greizer Handelsregister als Maschinenbauunternehmen eingetragen worden - zum 140. Firmenjubiläum und zur Einweihung der neuen Gleitschleiferei Freunde, Partner und Belegschaft eingeladen.
Die neue Gleitschleiferei wird am 12. Februar offiziell eingeweiht.
Dieter Höland, Geschäftsführer
"Die Erweiterung", so Höland, "war notwendig. Die Kapazitätsgrenze am Standort erreicht und die Logistik schwierig." Jetzt ist der vielseitige Lohnlieferant mit neuen Kunden im Gespräch: Man werde sehen, inwieweit sich die Ziele auch angesichts der Wirtschaftskrise umsetzen lassen, prognostiziert der Geschäftsführer vorsichtig. 2009 habe man acht Prozent weniger Umsatz gemacht. Die Erweiterung und die Neukoordinierung der technischen Abläufe standen an, darüber hinaus wurde auch in eine moderne Abwasseraufbereitung mit Kammerfilterpresse investiert.
Der Oberflächenveredler griff nicht auf Kurzarbeit zurück: "Wir arbeiten mit Zeitkonten, so dass Überstunden aus 2008 auch im ersten Halbjahr 2009 noch ausgeglichen werden konnten. Jede Firma, die mit solchen Instrumenten arbeiten kann, ist gut beraten", so die Erfahrungen des langjährigen Geschäftsführers. Im Oktober 1991 hatte die Spaleck-Oberflächenveredlung in Greiz ihre Arbeit aufgenommen. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Steuerersparnis für Personal und Investitionen
Erleichterung für Hotels der Region
Von Katja Grieser Greiz.
Nicht nur der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßen die am 18. Dezember im Bundesrat beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen auf sieben Prozent ab 1. Januar dieses Jahres, sondern auch die Hotelbetreiber der Region. Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage der OTZ.
Schlossberg-Hotel-Chef Wilhelm Wüstner weiß schon genau, was er mit dem gesparten Geld anstellen wird. "Sofort investieren", lautet seine Antwort. Ein Investitionsstau zwischen 70 000 und 80 000 Euro habe sich in seinem Hotel in den vergangenen Jahren angesammelt. Zwar seien 50 Prozent der Baumaßnahmen bereits trotzdem abgeschlossen worden, nun sei der Rest an der Reihe. Investieren will Wüstner zudem in Technik, etwa in neue Fernseher.
Dass es Lohnerhöhung für die in seinem Hause Angestellten geben wird, will Wilhelm Wüstner zwar nicht ausschließen, doch die Investitionen stehen an erster Stelle. Bei Fort- und Weiterbildung sei er bei seinen Mitarbeitern ohnehin hinterher, so dass hier kein zusätzlicher Bedarf bestehe. Preissenkungen für Hotelübernachtungen schließt der Unternehmer jedoch aus, da das Preislevel ohnehin schon am unteren Ende der Skala sei.
Auch im Landhotel Am Fuchsbach in Wolfersdorf seien die Preise derzeit bereits auf niedrigstem Niveau, Inhaber Heiko Smektalla sieht Preissenkungen deshalb ebenfalls nicht als realistisch, will jedoch erst einmal die weitere Entwicklung abwarten. "Was wir jetzt mehr haben, brauchen wir zum Überleben. Es wird ja alles immer teurer", sagt er. Smektalla will ebenfalls investieren.
Nachholebedarf in puncto Investitionen habe Joachim Elschner, Inhaber des Hotels Am Wald in Greiz. "Die Preissteigerungen der letzten zehn Jahre - Energie, Wasser etc. - konnten wir nicht umlegen. Wir konnten die Preise nicht anheben, weil sonst keine Gäste mehr kommen", sagt er. Die jetzige Steuereinsparung verschaffe den Hoteliers eine Verschnaufpause. Elschner will ebenfalls investieren, diverse Renovierungsarbeiten, die er in den letzten Jahren nicht realisieren konnte, stehen an. Aber auch seine Beschäftigten sollen profitieren. Da der Lohn in dieser Branche oftmals auf niedrigem Niveau hängen geblieben ist, will Joachim Elschner hier aufstocken.
Damit liegen die drei Hoteliers im Trend, denn der Verband Dehoga hat bei einer deutschlandweiten Umfrage das Gleiche festgestellt: Es wird in Ausstattung und Personal investiert. Mit niedrigeren Zimmerpreisen sollte der Gast also lieber nicht rechnen.
Kommentar
Preise bleiben
Von Katja Grieser
Wer als Hotelgast gehofft hat, von der Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen etwas zu spüren, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Nach Preissenkungen sieht es jedenfalls nicht aus. Dafür soll investiert werden und mancherorts sollen die Hotelmitarbeiter mehr in der Lohntüte haben. Letzteres ist natürlich für die Angestellten in den entsprechenden Hotels eine gute Nachricht. Und dass nun lange aufgeschobene Renovierungsarbeiten durchgeführt werden sollen, davon werden gewiss auch hiesige Unternehmen profitieren.
Begrüßt wird die Mehrwertsteuersenkung von den Hoteliers, so der Tenor. Schlossberg-Hotel-Chef Wilhelm Wüstner etwa ist begeistert. Er ist aber auch mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden, kann sich über eine 18-prozentige Auslastungssteigerung gegenüber 2008 in seinem Haus freuen. Mit dem Festjahr in Greiz habe das jedoch wenig zu tun, meint er. Da habe er die Buga 2007 in Gera und Ronneburg mehr gespürt. Doch nach dem überaus schlechten 2008 habe das vergangene Jahr wieder mehr gebracht. Nun liegen die Hoffnungen auf 2010, die Unterstützung von Seiten der Bundesregierung dürfte da ein Stück helfen.
In 21 von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gelten bereits reduzierte Sätze für die Hotellerie. Alle Mitbewerber Deutschlands waren bei der Mehrwertsteuer besser gestellt als Deutschlands Hoteliers: Frankreich (5,5 %), Spanien (7 %), Portugal (5 %), Niederlande (6 %), Österreich (10 %), Schweiz (3,6 %) - um nur einige zu nennen. Auch alle Anrainerstaaten mit Ausnahme Dänemarks wenden den Niedrigsteuersatz für ihre Hotels an.
Quelle: Deutscher Hotel- und Gaststättenverband |
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06. Januar 2010 /OTZ
Arge Greiz zählt 5639 Bedarfsgemeinschaften
Anstieg im Dezember auch bei Arbeitslosen
Greiz (OTZ).
In den drei Arbeitsgemeinschaften (Argen) des Agenturbezirkes Gera gab es im Dezember unterschiedliche Entwicklungstendenzen. So wurden im abgelaufenen Monat in allen drei Argen insgesamt 18 100 Bedarfsgemeinschaften (BG) mit 30 948 Leistungsempfängern registriert. Im November waren es 18 112 BG mit 30 969 Leistungsempfängern.
Dagegen gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen in den Arbeitsgemeinschaften. Aktuell sind in den Kreisen 17 050 Männer und Frauen registriert. Im November waren es 16 422.
Damit fällt die Bilanz in den Argen im Vergleich zum Vormonat durchwachsen aus - weniger Bedarfsgemeinschaften und weniger Leistungsempfänger, aber mehr Arbeitslose.
In der Arge des Landkreises Greiz stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vormonat. So zählte die Arge im Dezember 5639 Bedarfsgemeinschaften mit 9772 Leistungsempfängern. Im November waren es 5621 BG mit 9743 Empfängern von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Ebenfalls deutlich gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen - von 5502 im Vormonat auf aktuell 5802. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Aktuell 2250 Arbeitslose im Geschäftsbereich Greiz
Arbeitslosenquote steigt auf 11,6 Prozent
Greiz (OTZ).
Im Bereich der Geschäftsstelle Greiz der Arbeitsagentur Gera sind aktuell 2250 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 170 mehr als im Vormonat, jedoch 260 weniger als vor einem Jahr. Die Quote stieg gegenüber November von 10,8 auf 11,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 12,8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen stieg im Vergleich zu November von 410 auf 590 an. Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit gingen zurück. So konnten im Laufe des Dezember 420 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 40 weniger als im Vormonat.
Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit blieb nahezu konstant auf Vormonatsniveau. Damit sind knapp 170 Jugendliche ohne Beschäftigung. Im Dezember 2008 waren 44 Jugendliche mehr betroffen.
Bei den von Arbeitslosigkeit betroffenen Älteren über 50 bzw. 55 Jahre gab es gegenüber November einen Anstieg. Aktuell sind 910 Männer und Frauen über 50 betroffen, 60 mehr als im Vormonat. Unter den 50- bis 65-Jährigen befanden sich 540 Männer und Frauen über 55 Jahre, 10 mehr als im November. 2008 gab es zu dieser Zeit 80 Arbeitslose in der Altersgruppe über 50 mehr.
Bei den Langzeitarbeitslosen gab es einen Anstieg. Aktuell waren 770 Männer und Frauen über ein Jahr ohne Beschäftigung, 40 mehr als im Vormonat. Im Vorjahresmonat waren 250 Personen mehr arbeitslos. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Zur Stunde Null des Universums
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Zum Anfang von allem: Der in den USA lehrende deutsche
Physiker Prof. Dr. Martin Solowald blickt bei „Prominente im
Gespräch" zum Ursprung des Universums zurück.
Foto: Karsten Schaarschmidt
Physiker Prof. Martin Bojowald blickt in Greiz "Zurück vor den Urknall"
Von Karsten Schaarschmidt Greiz (OTZ).
Die wissenschaftlichen Überlegungen von Prof. Martin Bojowald führen in mehrfachem Sinn an Grenzen. An die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft, an die Grenzen, was moderne Physik erklären kann, und nicht zuletzt an die Grenzen des Anfangs unseres Universums. "Zuru¹ck vor den Urknall. Die ganze Geschichte des Universums" lautete in Anlehnung an seinen jüngsten Sachbuchbestseller der Titel seines Referats, das der 36-Jährige am Montag bei "Prominente im Gespräch" hielt.
Über 100 Zuhörer, und damit beinahe mehr als die Greizer Bibliothek fassen kann, drängten sich, um mit Bojowald 14 Milliarden Jahre zurück zu blicken. Einem Zeitpunkt, als alle Galaxien des Universums mit ihren Sternen, Planeten und jeglichen anderen Himmelskörpern auf ein Höchstmaß zu einem einzigen Knäuel mit unvorstellbarer Dichte zusammen gepresst waren. Seither dehnt sich das Universum aus, heutzutage dank der Daten moderner Forschungssatelliten verlässlich messbar - und dank Albert Einsteins genialer wie höchst komplizierter Allgemeiner Relativitätstheorie auch erklärbar. Was den jungenhaften, still und bescheiden wirkenden Physiker Bojowald und seine Mitstreiter vom Institut für Gravitation und Kosmologie der US-amerikanischen Pennsylvania State University, jedoch umtreibt, ist: Was war vor oder zumindest unmittelbar an dem so vertraut klingenden Begriff des Urknalls? An dieser Stelle versagen nämlich selbst Einsteins Formeln. Das früheste Bild unseres Universums lässt sich mittels der Mikrowellenhintergrundstrahlung "lediglich" rund 400 000 Jahre nach dem Urknall zeichnen.
Dem bis dato wissenschaftlich nicht exakt beschreibbaren Davor versuchen Bojowald und seine Forscherkollegen mit einer revolutionären Theorie auf die Schliche zu kommen. Warum - kombinieren sie Einsteins Relativitätstheorie und Modelle der Quantenmechanik - sollte nicht auch der Raum, in dem sich alle Materie bewegt, selbst eine atomare Struktur aufweisen. Diese Raum-Zeit-Atome stellen sie sich nicht rund wie Materieatome vor, sondern schleifenförmig und von kleinsten Ausmaßen. Werde ein Proton auf einen Meter vergrößert, würde ein Raum-Zeit-Atom gerade einmal die Größe eines Protons besitzen. Bojowalds Berechnungen dieses Raum-Zeitgeflechts ließen ihn immer weiter zu allem Ursprung zurück schauen. Er sah, wie sich alles immer stärker zusammenzog, bis, ähnlich einem mit Wasser voll gesaugtem Schwamm, keine größere Energiedichte mehr möglich war, und zur Überraschung des Physikers, das Raum-Zeit-Modell sich wieder auszudehnen begann. Damit hatte er als einer der Erben Einsteins eine Theorie gefunden, die sowohl den Urknall veranschaulicht, als auch Erklärungen für ein Davor in einer Art pulsierendem Rhythmus liefert.
Noch sei die Theorie nicht komplett, räumt der Forscher ein, dessen Aussprache nach langjährigem US-Aufenthalt einen zarten amerikanischen Klang aufweist. Und auch mancher Zuhörer mochte den Erläuterungen des Physikers nicht ohne Skepsis folgen, wie sich in der Diskussion offenbarte. Das allerdings ist nicht weiter verwunderlich, nahm doch Bojowald seine Gäste mit auf eine Reise in eine Welt, die jenseits derer liegt, die uns täglich mit ihren drei erfassbaren Dimensionen begegnet. Bestätigung für Bojowalds Überlegungen sollen in den kommenden Jahren noch empfindlichere Satelliten liefern, die die Berechnungen durch Messungen belegen könnten.Martin Bojowald, "Zurück vor den Urknall. Die ganze Geschichte des Universums", S.Fischer Verlag, Frankfurt/Main. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Silberfichten in Waltersdorf gefällt
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Der Kahlschlag neben der
einstigen Grundschule
empört die Waltersdorfer
- die Silberfichten
waren schon vor Weih-
nachten gefällt worden.
Foto: Fest
Anwohner sind empört über Kahlschlag an der einstigen Grundschule
Waltersdorf (OTZ/-lz).
"Die Bürger von Waltersdorf sind empört. Mindestens 16 gesunde und sehr dekorative Fichten, die um die 30 Jahre alt sein dürften, wurden vor dem Jahreswechsel gefällt. Mitten im sonst so beschaulichen Ortskern wurde ein Loch gerissen. Noch heute ist es ein Bild der Zerstörung", wie unser Leser Reinhard Fest jetzt in einer E-Mail an die Redaktion im Namen vieler empörter Waltersdorfer feststellt und die zuständige Stelle im Landratsamt auffordert, zu dieser Aktion Stellung zu nehmen. Auch der Ortsteilrat Waltersdorf und der Teichwolframsdorfer Bürgermeister Wolfgang Herold hatten keine Kenntnis darüber, dass die Bäume gefällt werden sollten.
Der Teichwolframsdorfer Bürgermeister konnte allerdings darauf verweisen, dass es sich nur um die Bäume im einstigen Schulgarten der nicht mehr genutzten Grundschule handeln könne. Diese Immobilie gehöre dem Landratsamt Greiz und sei seit Mitte Dezember 2009 zum Verkauf ausgeschrieben. Ein Fakt, den Ilona Roth, Pressesprecherin des Landratsamtes, bestätigt. Das mit einem dreigeschossigen Schulgebäude und einem eingeschossigen Nebengebäude bebaute Grundstück in der Waltersdorfer Dorfstraße 32 stehe zum Verkauf mit Mindestgebot laut Verkehrswertgutachten über 15 000 Euro. Kaufangebote mit Vorhabensbeschreibung werden zunächst bis 20. Januar 2010 erwartet. Die Fällung der Bäume, die in Waltersdorf für Empörung sorgt, begründet die zuständige Kreisverwaltung so:
Das Abholzen der etwa 15 Silberfichten sei in Absprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Berga erfolgt. Die Bäume mussten gefällt werden, weil ein Großteil von ihnen durch den erfolgten Straßen- und Gehwegbau massive Wurzelbeschädigungen aufgewiesen hätten, heißt es aus dem Landratsamt. Außerdem sei Rotfäule an Stamm und Wurzeln dazu gekommen. Durch das Fällen der massiv beschädigten Bäume seien andere in unmittelbarer Nachbarschaft in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt worden, da die Bäume zudem sehr dicht beieinander gestanden hätten. Des Weiteren habe sich nun die Gefahr von Windbruch ergeben, so dass diese aus Sicherheitsgründen ebenfalls gefällt worden sind.
Insgesamt sei die Holzfäll-Aktion an der ehemaligen Waltersdorfer Grundschule eine Maßnahme zur Wahrung beziehungsweise zur Wiederherstellung von Ordnung und Sicherheit im Grundstück und an der Grundstücksgrenze, heißt es zusammenfassend dazu aus dem Landratsamt Greiz. Die Fällung, auch das hatte die Bürger in Waltersdorf interessiert, weil sie unter anderem Absperrungen als Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Straßenbereich vermisst hatten, hätten eigene Mitarbeiter der Kreisverwaltung aus dem Sachgebiet Bauunterhalt/Ausstattung/Sicherheit realisiert. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Die richtige Kost für Amsel, Meise & Co.
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Der zu den Rabenvögeln zähl-
ende Eichelhäher ist ein
Allesfresser.
Nabu gibt Tipps zu Vogelfutter
Greiz (OTZ).
In der kalten Jahreszeit helfen viele Tierfreunde Meise, Amsel & Co. mit Vogelhaus und Futterknödel bei der Nahrungsaufnahme. Der Naturschutzbund Thüringen (Nabu) hat dazu ein paar Tipps parat.
Als Futter grundsätzlich ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen wie Speck oder Salzkartoffeln. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt. In ihrer Ernährungsweise teilen sich die Vögel in zwei Gruppen auf, die Weichfutterfresser und die Körnerfresser.
Weichfutterfresser suchen sich ihre Nahrung bevorzugt am Boden. Reine Weichfutterfresser sind Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star. Sie fressen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien. Ihnen ist mit grobem Körnerfutter nicht geholfen. Doch bei Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst oder dem in Zoofachgeschäften erhältlichen Mischfutter schlagen sie zu. Ein besonderer Leckerbissen sind in heißem Öl getränkte Haferflocken.
Die flexibleren unter den Weichfressern, die Allesfresser wie Meisen, Spechte und Kleiber stellen sich im Winter auf Körner um und nehmen auch Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn an. Zu den Körnerfressern zählen beispielsweise Finken, Sperlinge und Ammern. Sie sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und fressen Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien aus Futtermischungen. Für die Weichfutter- und Allesfresser eignen sich auch Fett-Körner-Mischungen wie Meisenknödel oder Ringe, sofern diese gut erreichbar sind. Die meisten reinen Weichfutterfresser nehmen diese Talgmischungen aber bevorzugt zerbröselt vom Boden auf. Das Fett ersetzt dabei die tierische Kost. Solche Fett-Körner-Mischungen haben zudem den Vorteil, dass die Körner in einem Fettgemisch vor Nässe geschützt sind.
Immer häufiger breitet sich die Allergie auslösende Pflanze Ambrosia durch Vogelfutter aus. Ehemals aus Nordamerika eingeschleppt, tritt das Gewächs jetzt auch in Deutschland vermehrt auf. Seine Pollen können starke allergische Reaktionen hervorrufen. Während sich in Deutschland Landwirtschafts-, Umwelt- und Gesundheitsministerium noch einigen müssen, wurde in der Schweiz bereits per Gesetz nur noch eine Toleranzgrenze von 0,005 Prozent Ambrosia in Futtermitteln erlaubt. Dies entspricht weniger als 10 Samen pro Kilo.
Einige Vogelfutter-Sorten unterschreiten den in der Schweiz geltenden Grenzwert. Dass die Problematik bei den Herstellern jedoch ernstgenommen und angegangen wird, zeigt das Beispiel Vivara. Der Hersteller praktiziert ein Verfahren zum Säubern des Futters, bei dem die enthaltenen Ambrosia-Samen auf unter 0,005 Prozent reduziert werden. |
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06. Januar 2010 /OTZ
"Stillstand bedeutet Rückschritt"
Unternehmer aus Greiz und Umgebung blicken zuversichtlich auf das Jahr 2010

Klaus H. Kuhlage, Chemiewerk Greiz-Dölau Die Auslastung für das erste Quartal 2010 ist ähnlich wie im Vorjahr auf einem eher niedrigem Niveau. Deshalb haben wir beschlossen, zunächst von Januar bis März, die Kurzarbeit weiterzuführen. Die Prognosen für das zweite Quartal des Jahres schätzen wir aber besser ein als im Vorjahr. |

Karl-Heinz Löffler, Bauzentrum Löffler, Greiz Ich gehe positiv in das Jahr. Hohe Erwartungen haben wir im Modernisierungs- und Sanierungsbereich. Mit Neubauten wird es weiter eher schleppend laufen. Vor allem im Energiebereich wird ein großer Teil der Arbeit liegen. Mit eigenen Energiefachberatern sind wir darauf gut vorbereitet. |

Toralf Zipfel, ZIBA-Bau GmbH, Greiz Der Auftragsvorlauf ist im Moment eher mittelprächtig, was aber nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit ist. Zum Glück hat uns die Wirtschaftskrise nicht so gebeutelt, das Konjunkturpaket konnte ein paar Lücken schließen. Ich würde unsere Erwartungen als gedämpft positiv beschreiben. |

Wilhelm Wüstner, EFA GmbH, Greiz-Gommla Ich erwarte, dass die Achterbahnfahrt des Vorjahres ein Ende hat und gehe zuversichtlich und positiv gestimmt ins neue Jahr. Bisher läuft es ungleich besser als Anfang 2009, wo in den ersten fünf Monaten eine schwierige Auftragslage herrschte. Wir sind bis August mit Großaufträgen ausgelastet. |

Rainer Taig, Wertbau GmbH & Co. KG Auf das Unternehmen bezogen erwarte ich, dass wir auch 2010 wieder Mengen- und Umsatzzuwächse verzeichnen können. Stillstand bedeutet Rückschritt und so können wir kein anderes Ziel verfolgen, als wieder mit viel Arbeit und innovativen Produkten deutschlandweiten Absatz zu finden. |

Jens Geißler, Feutron, Blech-Tech Wir haben ein hartes Jahr mit Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit hinter uns. Für 2010 hoffe ich auf eine Entspannung der Auftragslage. Bisher gestaltet sich der Auftragsvorlauf zufriedenstellend, allerdings hauptsächlich aus dem Ausland. Auf dem deutschen Markt wird es eher schwierig. |

Harald Jatho, Greizer Automatisierungs-Technik Wir sind immer optimistisch, das muss man ja auch sein. Das Jahr läuft gut an, wir haben viele Dinge in Aussicht. Im Vergleich zu Anfang 2009 ist unsere Lage wesentlich besser. Wir haben uns deutschlandweit neue Kunden gesucht, aber auch auf Stammkunden können wir zählen. |

Christian Tischendorf, Druckerei Tischendorf Wenn die Auftragslage so bleibt wie 2009 bin ich zufrieden. Ich denke, dass die Krise noch nicht überwunden ist. Daher werden wir marketingtechnisch einiges machen. Investitionen gibt es keine, aber wir sind hier gut aufgestellt. |
Es fragten: Susann Grunert und Marcel Hilbert
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06. Januar 2010 /OTZ
Ein Tor entscheidet
Hallenfußball: Zeulenroda gewinnt bei E-Junioren knapp vor Greiz
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Ein Gegentor war zu viel für die E-Junioren des 1. FC Greiz
(in blau), so reichte es nur für Platz zwei.
Foto: M. Hilbert |
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Das Zeulenrodaer Siegerteam (rot) gegen Bad Köstritz.
Foto: M. Hilbert |
Von Volker Georgius Greiz (OTZ).
Die Endrunde der Fußball-Hallenkreismeisterschaft der E-Junioren wurde mit sechs Mannschaften in Greiz ausgetragen. Der umsichtige Turnierleiter Gerd Moritz und die beiden Schiedsrichter Silvio Höfer und Ronald Patzer hatten mit dem sehr fairen Turnier keine Probleme.
Der FC Motor Zeulenroda und der 1. FC Greiz machten den Sieg unter sich aus und lagen am Ende sechs Punkte vor dem Dritten Ronneburg. Beide Teams trennten sich im direkten Vergleich torlos und gewannen ansonsten ohne Probleme. Vor dem letzten Spiel beider Mannschaften war Zeulenroda ein Tor im Vorteil, denn die Greizer hatten gegen den Turnierletzten Münchenbernsdorf beim 8:1-Sieg einen Gegentreffer kassiert. Greiz legte beim 10:0 gegen Blau-Weiß Niederpöllnitz vor, Zeulenroda zog nach und schlug Ronneburg ebenfalls mit 10:0, was zum äußerst knappen Turniersieg reichte. Zeulenroda kam auf 24:0 Tore, Greiz landete bei 24:1 Treffern, beide hatten 13 Punkte auf ihrem Konto. Der Bronzeplatz ging an die SG Ronneburg, die im entscheidenden Spiel gegen Niederpöllnitz mit 2:1 siegte.
Die OTFB-Meisterschaft findet am 16. Januar, 10 Uhr in Altenburg statt. Laut Festlegung des OTFB war der FC Motor Zeulenroda bereits qualifiziert, so das der Zweite 1. FC Greiz ebenfalls teilnimmt.
Den Pokal für den Besten Torschützen erhielt William Ehrenpfordt von Turniersieger Motor Zeulenroda, der neun Treffer erzielte.HallenkreismeisterschaftZeulenroda - Greiz 0:0; - Ronneburg 10:0; - Niederpöllnitz 6:0; - Bad Köstritz 2:0; - Münchenbernsdorf 6:0. Greiz - Ronneburg 3:0; - N´pöllnitz 10:0; - Bad Köstritz 3:0; - Münchenbernsdorf 8:1. Ronneburg - N´pöllnitz 2:1; - Köstritz 0:0; - M´bernsdorf 2:1. N´pöllnitz - Köstritz 1:0, M´bernsdorf 1:0. Köstritz - M´bernsdorf 2:1.
- 1. FC Motor Zeulenroda 24:0 13
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- 2. 1. FC Greiz 24:1 13
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- 3. SG FSV Ronneburg 4:15 7
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- 4. SG B-W Niederpöllnitz 3:18 6
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- 5. SV Elstertal Bad Köstritz 2:7 4
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- 6. Münchenbernsdorf 3:19 0
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06. Januar 2010 /OTZ
Vom Kindergartenalter bis zur 8. Klasse
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Andreas Mattern gibt Hinweise
Foto: Rudi Stöhr
Greizer Ringer-Nachwuchs im Trainingslager
Greiz (OTZ/Rudi Stöhr).
Von nichts kommt nichts, das wissen auch die Nachwuchsringer des RSV Rotation Greiz.
Sie nehmen die angebotenen Trainingslager in den Schulferien gern wahr. Das letzte des vergangenen Jahres 2009 fand vom 28. bis 30. Dezember im Stützpunkt Jahnturnhalle statt und erfreute sich einer regen Teilnahme. Etwa 20 junge Ringer vom Kindergartenalter bis zur achten Klasse - auch Mädchen - kamen täglich.
Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern und Siegfried Lippke bemühten sich um sie. Die täglichen zwei Stunden wurden abwechslungsreich gestaltet und beinhalteten kleine Spiele, Schnelligkeitsübungen und Festigung der Wettkampftechniken. Eine große Einsatzbereitschaft war bei allen festzustellen, die sich im Hinblick auf die Meisterschaft des Jahres 2010 auszahlen soll.
Die ersten stehen am Sonnabend (9. Januar) im Freien Ringkampf für E- und D-Jugendliche sowie weibliche Schüler und Jugendliche in Zella-Mehlis an.
In diesen Altersklassen wurden im Vorjahr fünf Titel, vier Silber- sowie zwei Bronzemedaillen errungen. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Holzlandpokal geht ins Vogtland
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Die C-Junioren des 1. FC Greiz.
Foto: Jens Watzek
C-Junioren des 1. FC Greiz ungeschlagen Pokalsieger
Hermsdorf (OTZ/Watzek).
Der SV Hermsdorf hatte zum Fußball-Holzland-Cup eingeladen. Die C-Junioren des 1. FC Greiz um Trainer Andreas Damm und Betreuer Thomas Völker waren gut auf ihr drittes Turnier der Hallensaison vorbereitet und reisten mit berechtigten Erwartungen auf ein gutes Turnierergebnis an.
Neben Gastgeber SV Hermsdorf, der mit zwei Mannschaften antrat, nahmen Vertretungen aus Rudolstadt, Jena-Zwätzen, Eisenach und Weisenfels teil. Waren die Teams aus Hermsdorf den Greizern aus der Bezirksliga bekannt, so kannte man Weißenfels (4. der Landesliga Sachsen-Anhalt), Jena-Zwätzen (11. der Landesliga Thüringen) und Rudolstadt (1. der Bezirksklasse Ost) nur aus der Fußballstatistik.
Im Spielmodus jeder gegen jeden mit vier Feldspielern und einem Torwart mussten alle sechs Spiele mit einer Dauer von zehn Minuten absolvieren.
Vor dem letzten Spiel waren bei den Greizern alle Signale auf Turniersieg ausgerichtet und mit einem Sieg gegen Eintracht Eisenberg konnten die Greizer alles klar machen. Doch auch Eisenberg hatte noch eine Chance auf den 2. Platz. Hermsdorf I lag mit einem Punkt Rückstand zu den Greizern in Lauerstellung. Bei einem Punktverlust der Greizer hatten sie ebenfalls noch Aussichten auf den Turniersieg. Die Spannung war nicht nur bei den Spielern auf dem Höhepunkt angekommen, sondern auch die mitgereisten Eltern hielt es nun nicht mehr auf den Bänken. Die Greizer begannen stark und gingen verdient durch Paul Rössler mit 1:0 in Führung. Aber fast im Gegenzug konnten die Eisenberger einen Treffer erzielen und zum 1:1 ausgleichen. Der 1. FC Greiz, im Spiel klar überlegen, nutzte seine zahlreichen Chancen nicht und brachte den Ball einfach nicht im gegnerischen Kasten unter. Jan Watzek scheiterte am gegnerischen Keeper genauso wie Paul Rössler, der nur den Pfosten traf.
In der letzten Minute warfen die Greizer alles nach vorn, und der 50 Sekunden vor Schluss eingewechselte Joey Lauterbach stand bei einer hereingegebenen Ecke genau richtig und konnte 20 Sekunden vor Abpfiff zum verdienten 2:1-Sieg einschießen.
Ungeschlagen mit 16 Punkten und 12:3 Toren standen die Greizer somit als Turniersieger fest, und der SV Hermsdorf I konnte auch im letzten Spiel den Turniersieg der Greizer nicht mehr gefährden.
- Abschlussstand:
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- 1. FC Greiz 12:3 16
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- 2. SV Hermsdorf I 13:2 13
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- 3. Rot-Weiß Weißenfels 11:13 10
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- 4. Eintracht Eisenberg 11:10 8
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- 5. Einheit Rudolstadt 9:8 7
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- 6. SV Jena-Zwätzen 6:9 2
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- 7. SV Hermsdorf I 3:14 2
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06. Januar 2010 /OTZ
Vierter Platz für Greizer Sven Thiele

Leichtathletik: Werdauer Silvester-Waldlauf
Werdau (OTZ/R. Th./R. P.).
Bei der sechsten Auflage des Werdauer Silvester-Waldlaufes schnitten die Teilnehmer aus Thüringen ausgezeichnet ab. Im 12-km-Lauf kam Sven Thiele vom RC Schloßbike Greiz in 45:34 in der Gesamtwertung auf den vierten Platz. "Für die Jahreszeit war es eine gute Strecke", sagte der 41-Jährige. "Es ist nur ungünstig, dass gleichzeitig in Gera der Silvesterlauf stattfand. Das sollte man in Zukunft unbedingt anders machen", meinte er.
Der Seelingstädter Marco Zetzsche belegte in 46:34 Minuten den fünften Rang. Sieger des Silvesterlaufes wurde Holger Zander (LB Schwarzenberg) in 43:47 Minuten. Mit zehn Klassensiegen trumpften die Thüringer Starter in der westsächsischen Stadt auf. 117 Aktive bewältigten die Distanz.
Hendrik Beiler und Ben Rödel machten den Doppelsieg bei den Junioren perfekt. Reinhard Fiedler und Michael Spengler überzeugten mit Siegen in der M60 und M55. Frank Schneider, der wie Michael Beiler und Ralf Peter noch unter einer Stunde blieb, lief auf Rang zwei der M60. Nur knapp über der Stundenmarke blieben Gabriele Giegling, Corinna Fink und Angela Müller. Sie konnten sich nach guten Laufleistungen jeweils die Siege in ihren Altersklassen sichern. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Fabian Thiel schnellster Greizer in Gera
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Lauferfolge zum Jahresabschluss
Greiz (OTZ/R. P.).
Die Qual der Wahl hatten die Ausdauerläufer für einen sportlich aktiven Jahresabschluss.
Während die Schüler des LV Einheit Greiz in Tanna überzeugten, musste sich der Rest der Laufgemeinde für einen Start bei einer von zwei weiteren Traditionsveranstaltungen am letzten Tag des Jahres entscheiden. Jubiläum hatte der Geraer Silvesterlauf. Zum 30. Mal schickte der Starter die Läufer, es waren erneut über 450, auf die Hauptstrecken über 11 und 20 km. Die kürzere Distanz war mit 340 Teilnehmern die beliebteste, aber zugleich schwer. Es war gefährlich glatt, und wegen teilweiser Unpassierbarkeit mussten die Streckenführungen geändert werden. Im 11-km-Lauf war Radsportler Fabian Thiel als Zweiter der MJB mit 51:26 schnellster Greizer, und Raimund Krauße sicherte sich in 55:06 den Altersklassensieg bei den 70-jährigen.
Die 20-km-Strecke beendete Thomas Drechsler nach 1:09:21 Stunden als Gesamtneunter und Zweiter der AK 40. Peter Voss holte sich mit Rang 2 der M55 ebenfalls einen Podestplatz, den Uwe Höppner knapp verfehlte. |
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06. Januar 2010 /OTZ
Fünf Runden vom Neunmeterpunkt notwendig

Dramatisches Neujahresturnier
Greiz (OTZ/P. R.).
Das Fußball-Neujahresturnier der Reservemannschaften in der Sporthalle in der Greizer Neustadt endete mit einem Erfolg für die SG Daßlitz/Langenwetzendorf III.
Zu Turnierende ergab sich, dass sowohl die Dritte der SG Daßlitz/Langenwetzendorf wie auch die Erste des FSV Mohlsdorf 7 Punkte bei einem Torverhältnis von 8:6 aufwiesen.
Nach der Ausschreibung musste nun das Stechen im Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Spannung pur bei den Aktiven und große Stimmung auf den Zuschauerrängen. Fünf Runden waren notwendig bis zur Entscheidung, denn viermal vergaben die Schützen ihre Schüsse, und dreimal hielten die Torhüter.
Denis Dox schoss die Erste des FSV Mohlsdorf mit 1:0 in Führung, doch Michael Geiler glich zum 1:1 aus. Steffen Wobst schoss Daßlitz/Langenwetzendorf III im fünften Versuch mit 2:1 zum Turniersieg.
Natürlich riesiger Jubel bei den Fan?s der SG Daßlitz/Langenwetzendorf, während die Spieler auf dem Hallenparkett tanzten. Es war ein sehr faires Hallenfußballturnier, in dem Michael Preising vom FSV Berga mit fünf Treffern die meisten Tore erzielte.
Bester Torwart dieses Turniers wurde Tony Friedrich vom SV Wismut Seelingstädt.
Christopher Förster, Sven Manke und Wolfgang Lohmann hatten als Schiedsrichter wenig Grund zum Eingreifen, da alle Mannschaften fair die Spiele gestalteten.
- Endstand:
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- 1. Dalitz/Langenwtzendorf II I 8:6 Tore/ 7 Punkte nach Neunmeterschießen,
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- 2. FSV Mohlsdorf 8:6 Tore/7 Punkte nach Neunmeterschießen
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- 3. FSV Berga II 11:7/6,
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- 4. Daßlitz/Langenwetzendorf II 8:9/4,
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- 5. SV Wismut Seelingstädt 4:11/3.
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- SG Daßlitz/Langenwetzendorf III: Thomas Schneider, Christoph Martinetz, Erik Göpel, Steffen Wobst, Kai Burkardt, Michel Geiler, Matthias Schäfer, Christian Wuschik.
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- FSV Mohlsdorf: Heiko Reiher, Dennis Dox, Alexander Zischka, Christoph Hollstein, Philipp Rohleder, Benjamin Richter, Michel Brettfeld, Martin Pelz.
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- FSV Berga II: Bert Schloser, Martin Penzold, Jacob Kanis, Torsten Jentsch, Julien Zick, Oliver Naundorf, Michael Preising.
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06. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Altes neues Kino
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Kinoinhaber Rudolf Reulbach
Das Odeon-Filmtheater feiert 100-Jähriges und ist eines der ältesten in ganz Thüringen
Von Juliane Maier Zeulenroda (OTZ).
Langsam geht das Licht im Kino 1 aus. Der grüne Vorhang schiebt sich zur Seite, die ersten Filmsequenzen flattern über die Leinwand und mit einer Tüte Popcorn macht es sich der Kinobesucher im Odeon-Filmtheater gemütlich. In diesem Jahr begeht das Zeulenrodaer Lichtspielhaus sein 100-jähriges Jubiläum und ist somit nach eigenen Angaben eines der ältesten Kinos in Thüringen, das immer noch Filme zeigt.
Dass das Kino in der Stadt bereits eine so lange Tradition hat, ist auch Rudolf Reulbach zu verdanken. Der heutige Inhaber kaufte das Haus 1992 von der Treuhand, nachdem die bereits sechsmal erfolglos versucht hatte, das Kino an den Mann zu bringen. Wer das Odeon-Filmtheater noch aus Kindertagen kennt, damals als es noch "Lichtspiele Erholung" hieß, erlebt heute beim Betreten des Foyers durch die großen Flügeltüren keine großen Überraschungen. "Wir haben versucht, viele alte Elemente zu erhalten", erzählt Reulbach nicht ohne Stolz und zeigt auf einen blau gekachelten Brunnen im Gang, der beim Umbau eigentlich einer Tür Platz machen sollte und in diesem Jahr erstmals seit 1928 wieder sprudeln wird. Auch den Stuck an den Decken erhielt Reulbach.
Am 8. Oktober 1910 lief das erste Mal im Zeulenrodaer Kino ein Stummfilm über den Projektor. Damals noch mit Klavierbegleitung und Erläuterungen durch einen Erklärer. 1929 wurde es zu einem Orchesterraum mit Bühne und Theatersaal mit Sperrsitz und Rängen umgebaut. 50 Jahre später kam die "Visionsbar" hinzu. Film schauen, rauchen und trinken - in Zeulenroda war das kein Problem mehr.
1991 dann das vorläufige Ende. Nachdem das Haus aus volkseigenem Besitz übergegangen war, fand sich kein Betreiber. Bis Rudolf Reulbach kam. Im Gepäck Visionen und Arbeitshefter, die dokumentierten, wie sich Besucher ein optimales Kino vorstellen. Als Angestellter beim deutschen Filmunternehmen UFA hatte er am Bau vieler Kinos in ganz Deutschland mitgewirkt, das Optimale darunter aber nie gefunden: "Ich wollte ein richtig gutes Kino haben, in das mir keiner reinredet". In Zeulenroda, glaubt er, sei ihm das ganz gut gelungen. Aus einem Kinosaal machte er im Laufe der Jahre drei, bietet so insgesamt 253 Besuchern Platz. Die dürfen sich in exquisite blaue Sessel kuscheln, nach denen der heutige Inhaber lange gesucht hat. "Die sind 105 Zentimeter hoch und bieten dem Kopf Rückhalt. Der Besucher kann sich ganz entspannt zurücklehnen", berichtet Reulbach. Vom Kino 1 waren die Zeulenrodaer und ihre Gäste begeistert, die Filmvielfalt stieg, so dass schnell Kino 2 und Kino 3 - die ehemalige Bühne - hinzukamen. Reulbach holte sich mit "Lucasfilm Sound effects" professionelle Hilfe aus den USA und stattete Kino 3, in dem 80 Mann Platz finden, mit einer einzigartigen Akustik aus. "Drei Kinos braucht man, wenn man mithalten will", ist sich der Kinoinhaber, der mit sieben Mitarbeitern den Betrieb aufrecht erhält, sicher.
Auch für das 100-jährige Jubiläum hat Reulbach Visionen. Er träumt von einer neuen Kinobar, auch um der aus seiner Sicht mangelnden Vielfalt in der hiesigen Gastronomie entgegen zu wirken. Helge Schneider und seinen Filmen wird eine ganze Nacht gewidmet, an drei Samstagen kommt der "Herr der Ringe" noch einmal ganz groß raus. Auch für die Kindergärten und Schulen stehen besondere Veranstaltungen auf dem Programm. Mit weiteren Details hält sich Reulbach zurück - schließlich gehören zum Kino auch Überrraschungen.
Kommentar
Drehbuch des Erfolgs
Von Juliane Maier Schnitt.
Da kommt ein Mann aus den alten Bundesländern und kauft sich im Osten Thüringens ein Kino. Schnitt. Richtet es mit viel Liebe zum Detail und dem nötigen Kleingeld wieder her. Schnitt. Scheut weder die Konkurrenz zu Greiz oder Gera. Schnitt. Zeigt, dass es geht. Klappe und Action!
An die 180 Filme werden jährlich im Odeon-Filmtheater gezeigt. 2009 waren es sogar noch ein paar mehr. Das Kino kann sich damit durchaus mit denen größerer Städte messen. Die Besucherzahlen sind seit Jahren mit kleinen Abstrichen konstant. Rudolf Reulbach machte seinen Traum wahr und beweist, dass es sich lohnt, Ideen in die Tat umzusetzen und an Visionen festzuhalten.
Auch im hundertsten Jahr seines Bestehens ist für das Kino in Zeulenroda noch kein Ende in Sicht. Auch dank seiner Besucher, die ihr Filmtheater in der Stadt gut angenommen haben. "Für ein Kleinstadtkino stehen wir ganz gut da" findet Reulbach. Ein Schlusswort, vorerst. Fortsetzung folgt. |
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06. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Günstigere Bilanz als zum Jahresende 2008
Arbeitslosenquote im Dezember 10,5 Prozent
Zeulenroda-Triebes (OTZ).
Auch im Bereich der Zeulenrodaer Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit ist für den letzten Monat des Jahres 2009 ein saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu vermelden.
Zum Jahresende waren 1287 Männer und Frauen erwerbslos gemeldet. Ende November waren es 1242. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Bilanz allerdings günstiger aus. Damals waren noch 166 Personen mehr ohne Beschäftigung. Ein Blick auf die aktuelle Arbeitslosenquote bestätigt dies. Die Quote liegt bei 10,5 Prozent; 0,4 Prozentpunkte über dem Novemberwert, aber 1,3 Prozentpunkte unter der Quote vom Dezember 2008.
Gestiegen ist auch die Zahl der Personen, die sich erstmals oder erneut arbeitslos melden mussten. So wurden 311 Zugänge registriert - 65 mehr als im November. Dem standen 268 Abmeldungen gegenüber - 29 weniger als im Vormonat. Unverändert zeigte sich die Situation bei den arbeitslosen Jugendlichen. Wie schon im November sind 120 Personen unter 25 Jahren ohne Beschäftigung. Gegenüber Dezember 2008 sind aktuell 38 Jugendliche weniger auf Jobsuche.
Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen stieg dagegen. So sind 523 Personen betroffen - 22 mehr als im November. Bei den älteren Arbeitslosen sind 290 über 55 Jahre (November: 280). Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg. Aktuell suchen 494 Personen seit einem Jahr oder länger einen Job, 33 mehr als November.
Passend dazu entwickelte sich der Stellenmarkt rückläufig. In der Geschäftsstelle Zeulenroda-Triebes waren im Dezember 56 Stellenangebote registriert, gegenüber November ist das ein Rückgang von 28. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 34 Stellen weniger.
In den drei Arbeitsgemeinschaften (Argen) des Agenturbezirkes Gera gab es im Dezember unterschiedliche Entwicklungstendenzen. So wurden im abgelaufenen Monat in allen drei Argen insgesamt 18 100 Bedarfsgemeinschaften (BG) mit 30 948 Leistungsempfängern registriert. Dagegen gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen in den Arbeitsgemeinschaften. Aktuell sind in den Kreisen 17 050 Männer und Frauen registriert. Im November waren es 16 422.
Damit fällt die Bilanz in den Argen im Vergleich zum Vormonat durchwachsen aus - weniger Bedarfsgemeinschaften und weniger Leistungsempfänger, aber mehr Arbeitslose.
In der Arge des Landkreises Greiz stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften auf 5639 mit 9772 Leistungsempfängern. Im November waren es 5621 mit 9743 Empfängern von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Ebenfalls deutlich gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen - von 5502 im Vormonat auf aktuell 5802. |
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06. Januar 2010 /Vogtland-Anzeiger
Mehr als 10 000 Analphabeten im Vogtland
Plauen – Er habe einen Mann kennengelernt, der in einem Kurs Lesen und Schreiben lernen wollte, erinnert sich Olav Winter, Koordinator bei der Plauener Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW).
Von Torsten Piontkowski
Das Besondere: Der Betroffene verfügte über die Fahrerlaubnis für Pkw und Lkw. Sämtliche Fragen und Antworten hatte er auswendig gelernt.
Eine Ausnahme. Aber dass Analphabeten – man unterscheidet funktionale und totale – sich auf zuweilen erstaunliche Weise durchs Leben hangeln, sei eher typisch. Die häufigste Ausrede: Man habe gerade die Brille nicht dabei, nicht genügend Kraft im Handgelenk und so weiter.
Wer als Analphabet eine Arbeit habe, ziehe, wenn keine Ausrede mehr greife, die Reißlinie – er kündigt. Schon in den Vorjahren habe sich die FAW Menschen angenommen, die weder lesen noch schreiben können. Bot Kurse an, um ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. „Selbst im Dienstleistungsgewerbe sind Menschen ohne diese Fähigkeiten nicht vermittelbar“, weiß auch Ingrid Ficker, ebenfalls Koordinatorin an der FAW. „Selbst ein Raumpfleger muss ja mittlerweile seine Arbeit schriftlich dokumentieren.“
Seit Montag fungieren die FAW in Sachsen, neben der in Plauen auch die Einrichtungen in Chemnitz, Leipzig und Dresden, als Koordinierungsstellen für Analphabeten. Und fast wörtlich zitiert Winter den sächsischen Kultusminister Roland Wöller: Man müsse die Öffentlichkeit sensibilieren und die Bildungsangebote noch breiter fächern.
Nun geht die FAW in den kommenden Wochen auf Partnersuche. Beispielsweise waren die Angebote für in Arbeit befindliche Analphabeten bisher eher gering. Vier Millionen Menschen können in Deutschland weder lesen noch schreiben, auf 202 000 beziffert die Evangelische Fachhochschule in Dresden die Zahl für Sachsen. Was die für das Vogtland betrifft, halten sich beide Gesprächspartner bedeckt. Bundesweite Erhebungen ergeben regionalunabhängig eine Quote von fünf Prozent der über 16-Jährigen, die ihre Muttersprache in Wort und Schrift nicht beherrschen.
Demnach beliefe sich die Zahl im Vogtland auf 12 500. Dass Analphabetismus noch oft ein Tabuthema und die Dunkelziffer vermeintlich hoch sei, ist Winter klar. Gerade auch deshalb werde man in nächster Zeit ein Koordinierungsprogramm erarbeiten, quasi maßgeschneidert für junge Analphabeten, für Ältere und wieder andere, im Berufsleben Stehende.
Erstaunlich sei, über welche Bildung einige der Betroffenen verfügen, weiß Winter aus bisherigen Kursen. Viele informieren sich nicht nur im Fernsehen, sondern auch aus Bildbänden. Im Klartext: Wer erfolgreich Lesen und Scheiben gelernt hat, muss nicht zwangsläufig in einem relativ anspruchslosen Beruf landen. Über die neuen Koordinierungsstellen sollen auch Nachfolgeangebote gesichert werden. Denn die bisherigen Kurse dauerten maximal ein dreiviertel Jahr – zu wenig für nachhaltige Effekte, wenn man bedenkt, dass man bei der Mehrzahl der Teilnehmer mit dem Lehrstoff der 1. Klasse beginnen müsse und auch das Tagespensum zunächst nicht vier Stunden überschreite. Um das Geld quasi nicht im Sande versickern zu lassen, so Frau Ficker, müsse man die Teilnehmer längerfristig betreuen.
Die meisten übrigens sind dankbar für die Möglichkeit, aus ihrer eigenen Welt herauszukommen, sich mit anderen Betroffenen zu unterhalten, auch über sekundäre Erfolge, wie beispielsweise die Zeitung oder den Fahrplan lesen zu können. Eine Fähigkeit, die manchem Jahrzehnte verschlossen blieb. Winter erinnert sich an die Frau, die 25 Jahre verheiratet war. Im Jahr der Silberhochzeit fragte sie ihr Mann, wohin sie denn neuerdings früh immmer hingehe. „In die FAW, um lesen und schreiben zu lernen“, antwortete sie. Der Mann hatte die ganze Ehe über nichts gewusst. Denn die meisten Analphabeten haben sich allerlei „Tricks“ angeeignet, um durchs Leben zu kommen. Die richtige Haltestelle merkt man sich anhand von Gebäuden, die Tüte Mehl an ihrem Aussehen. Wechselt der Hersteller die Verpackung, beginnt das Problem.
Laut Untersuchung sind von Analphabetismus alle Bevölkerungsschichten betroffen, gehäuft tritt er allerdings in „unteren sozialen Milieus“ auf, wie sich die Studie gewunden ausdrückt. Will heißen: In manchen Familien ist Analphabetismus Generationen übergreifend. Der Anteil von Frauen und Männern ist annähernd gleich, wobei Frauen eher bereit seien sich zu outen, weiß Ingrid Ficker. Die Situation an sich stagniert seit Jahren – eine Zunahme sei nicht erkennbar. Was die Misere nicht vereinfacht. Denn das Leseniveau von 13 Prozent aller Schulabgänger befinde sich auf niedrigstem Niveau, bei Hauptschülern gehe es ab der vierten Klasse massiv zurück.
Beide Koordinatoren freuen sich, dass Sachsen nun eine Vorreiterrolle übernommen habe. Das Projekt, viele Träger ins Boot zu holen, die strenge Qualitätskriterien erfüllen müssen, wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Sachsen. |
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06. Januar 2010 /Vogtland-Anzeiger
Behinderter 18-Jähriger in Reichenbach vermisst
Reichenbach – Seit heute Vormittag wird der 18-jährige Oliver Richter vermisst.
Der geistig behinderte junge Mann hatte sich am Morgen auf den Weg zur Behindertenwerkstatt in der Dammsteinstraße begeben, war dort jedoch nicht angekommen. Letztmalig wurde er 7.50 Uhr an der Kreuzung Dammsteinstraße / Greizer Straße gesehen.
Oliver Richter ist 1,55 bis 1,60 Meter groß, auffallend dick, scheinbares Alter 15 bis 16 Jahre, dunkelblondes kurzes Haar (Igelschnitt) und Brillenträger. Auffällig sind sein schwankender Gang und seine sehr undeutliche Aussprache. Der Vermisste ist bekleidet mit einer schwarzen Sweatjacke mit weißen Ornamenten und Kapuze, einer dunklen Hose sowie Goretex-Schuhen.
Er könnte einen blauen Rucksack bei sich führen. Oliver Richter fährt gern mit dem Zug oder dem Bus und klingelt auch bei ihm fremden Personen, um diese um Essen zu bitten. Hinweise bitte an das Polizeirevier Auerbach, v 03744/ 2550, oder jede andere Dienststelle. va |
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| 06. Januar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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Zeichnung: OTZ/Bruns
Werke Christian Aigrinners im „Spittel" zu sehen
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Foto: Archiv/M. Hilbert
Auch im neuen Jahr öffnet das Museum „Spittel" des Heimat- und Geschichtsvereins Berga seine Pforten für Kunstinteressierte. Montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr und an Wochenenden nach Vereinbarung können hier Werke und Arbeitsutensilien des Bergaer Malers und Grafikers Christian Aigrinner betrachtet werden.
Ferienspaß mit Skischule und Biathlon-Schießen
Winterferienlager im Vogtland
Greiz (OTZ).
Wer in den Winterferien noch keine Pläne hat, der kann seine freien Tage im Ferienlager des Schullandheimes Netzschkau verbringen.
Das diesjährige Winterferienlager steht unter dem Thema „Wintersport — selbst aktiv & live dabei" und findet vom 31. Januar bis 6. Februar statt. Geeignet ist es für Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren. Getreu dem Thema können sich die kleinen Feriengäste natürlich in erster Linie wintersportlich betätigen. So stehen ein Besuch auf der Kunsteisbahn und auf der Allwetter-Bobbahn in Eibenstock auf dem Programm Wer noch unsicher auf den Brettern ist, sollte sich am Schnupperkurs der Easy-SkiingSkischule beteiligen. Für entsprechende Ausrüstung und Liftpass wird Sorge getragen.
Wer einmal Kati Wilhelm, Magdalena Neuner und Co. nacheifern möchte kommt beim Biathlon-Laserschießen auf seine Kosten. Auf dem beleuchteten Rodelhang am Schullandheim lässt es sich prima herunter flitzen. Auch ein Besuch im Erlebnisbad sowie eine Fackelwanderung gehören zum umfangreichen Terminkalender.
Im Teilnehmerpreis enthalten sind die Übernachtung mit Vollverpflegung, das komplette Aufenthaltsprogramm und Betreuung durch ausgebildete Jugendgruppenleiter.
Anmeldung und Information direkt im Schullandheim Netzschkau per Telefon unter Tel. (03765) 3 43 91.
Instrumente in lockerer Runde vorstellen
Musikschule lädt am Sonnabend ein
Von Katja Grieser Greiz.
Wie klingt eine Zither, welche Töne kann man einem Cello entlocken und was kann man mit einer Gitarre alles anstellen — diese Fragen beantworten Lehrer und Schüler der Kreismusikschule Bernhard Stavenhagen Greiz am kommenden Sonnabend. In lockerer Ründe werden ab 11 Uhr im Weißen Saal des Unteren Schlosses die Instrumente vorgestellt, die beim diesjährigen Instrumentenkarussell näher kennen gelernt werden können.
Zirka eineinhalb Stunden, schätzt Musikschulchef Ingo Hufenbach, wird die musikalische Schnupperveranstaltung dauern. Schüler werden Näheres über ihre Instrumente erzählen und haben natürlich Klangbeispiele parat. „Wir werden im Anschluss die Fragen der Eltern und Kinder gern beantworten", so Ingo Hufenbach, der sich auf zahlreiche interessierte Kinder ab sechs Jahre freut.
Sollte der Nachwuchs Interesse an bestimmten Instrumenten haben, dann stehen zwei Kurse zur Auswahl, die im Februar starten. Jeweils vier Instrumente werden in diesen dann genauer vorgestellt.
In Kurs A, der am 10. Februar beginnt und für Kinder ab acht Jahre möglich ist, werden Cello, Zither, Saxofon und Akkordeon vorgestellt.
Kurs B mit Beginn am 12. Februar führt in die Klangwelt von Klavier, Violine, Gitarre und Blockflöte ein. Kinder ab sechs Jahre können sich hier einschreiben.
Anmeldeschluss für beide Instrumentenkarussell-Kurse der Musikschule ist der 15. Januar.
In zwölf Wochen können sich die Kinder dann mit den Instrumenten vertraut machen und herausfinden, welches ihnen am meisten liegt. Wer sich dann für den Unterricht für ein Instrument im kommenden Schuljahr entscheidet, muss sich bis 31. Mai angemeldet haben.
Neujahrsempfang verschoben
Zeulenroda-Triebes (OTZ).
Wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, ist der für kommenden Samstag, den 9. Januar 2010, angekündigte Neujahrsempfang der Stadt Zeulenroda-Triebes für alle Bürgerinnen und Bürger verschoben worden.
Die Veranstaltung, die traditionell in der Stadthalle stattfinden sollte, finde zu einem späteren Zeitpunkt statt, hieß es. Gründe für diese Entscheidung wurden nicht mitgeteilt. Der neue Termin werde in der OTZ rechtzeitig bekannt gegeben.
Kontaktstelle führt Arbeit fort
Zeulenroda (OTZ).
Die Kontaktstelle für Hilfesuchende am Markt 8 hat am Montag wie angekündigt ihre Arbeit in neuer Trägerschaft des DRK fortgesetzt. Leiterin Monika Glasik, jetzt nur noch allein dort, möchte sich bei allen bedanken, die zur Weiterführung dieser Einrichtung beigetragen oder sich darum bemüht haben. Die Öffnungszeiten sind: montags und mittwochs 8 bis 12.30 Uhr und 13 bis 15 Uhr, dienstags und donnerstags 9 bis 13 und 14 bis 21 Uhr sowie freitags 8 bis 13 Uhr.
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