04. Januar 2010 /Wolfgang Simon

26. Greizer Neujahrslauf

Am 3. Januar fand der diesjährige Greizer Neujahrslauf bei winterlichen Bedingungen statt.

Wolfgang Simon

Etwa 60 Läuferinnen und Läufer kamen zur diesjährigen Veranstaltung, wo von 23 Starter vorwiegend Kinder die 2 km Strecken in Angriff nahmen. Für die anderen führte die 8 km Strecke bis zum Wendepunkt Waldhaus und zurück nach Herrenreuth.
Mit über 80 Jahren war Günter Riese der älteste Teilnehmer. Der Gesamtsieger Thomas Drechsler lief die 8 km in 29:48 min.

Ergebnisse:

2 km
1. Lucas Oettert
2. Maximilian Kahnt
3. Vanessa Apitz
8 km Männer
1.Thomas Drechsler
2. Sven Thiele
3. Erik Krohn
8 km Frauen
1. Katrin Bauer
2. Angela Müller
3. Gabriele Giegling

Fotografische Eindrücke -
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04. Januar 2010 /OTZ

Kino-Daumen zeigt nach oben

Mit Popcorn „aufgetankt ging es in den Kinosaal: Insgesamt 256 Greizer Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freuten sich über das Angebot des Kinocenters UT 99, am Sonnabendnachmittag fünf Filme kostenlos ansehen zu können. Die Kino-Mitarbeiter hatten dafür sieben Vorstellungen angeboten.
Mit Popcorn „aufgetankt" ging es in den Kinosaal: Insgesamt
256 Greizer Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freuten sich
über das Angebot des Kinocenters UT 99, am Sonnabendnachmittag
fünf Filme kostenlos ansehen zu können. Die Kino-Mitarbeiter
hatten dafür sieben Vorstellungen angeboten.
Foto: OTZ/Christian Freund

Über 54 000 Besucher im Greizer Kinocenter UT 99

Von Katja Grieser Greiz.

"Wir haben zwischen acht und zehn Prozent mehr Besucher als 2008. Das ist gut", sagt der Greizer Kinoleiter Mario Konrad freudig. Noch vor Weihnachten konnte er schon um die 54 000 Besucher zählen, zwischen Weihnachten und Neujahr kamen gewiss noch etliche hinzu. Das Greizer Kinocenter UT 99 folgt damit dem bundesweiten Trend, nachdem das Kinojahr 2009 ein ausgesprochen gutes war.
Das liegt natürlich vor allem an dem Faktor, den die Kinobetreiber selbst nicht beeinflussen können: den Filmen. Und da hatte das abgelaufene Jahr einiges zu bieten. Allen voran natürlich die neuen Abenteuer von Sid, Manni und Diego in "Ice Age 3", die sich diesmal mit Dinos herumärgern mussten. Ein Kinospaß für die ganze Familie, der in Greiz über 5600 Besucher anlockte. Doch auch "Wickie und die starken Männer" entwickelte sich zum Publikumsmagnet, gefolgt von "Harry Potter und der Halbblutprinz" und "Illuminati". Gut angelaufen ist erwartungsgemäß auch "Zweiohrküken", sogar besser als "Keinohrhasen". Den Nachfolger der chaotischen Beziehungsgeschichte mit Til Schweiger und Nora Tschirner hatten in Greiz bereits im Dezember mehr Leute gesehen als den ersten Teil. Das liegt jedoch vermutlich auch daran, dass das Greizer Kino den ersten Teil nicht zum Bundesstart bekommen hat und somit zahlreiche Neugierige den Streifen bereits in anderen Kinos gesehen hatten. "Unser stärkster Monat war im vergangenen Jahr der Juli", so Mario Konrad. Und das, obwohl Sommerferien waren. Doch "Ice Age 3" und "Harry Potter", die im Abstand von 14 Tagen auf die Leinwand kamen, ließen eben in Greiz die Kinokassen klingeln. Als Erfolgsrezept hat sich der generationsübergreifende Trickfilm heraus kristallisiert, "Ice Age 3", aber auch "Küss den Frosch" zählen dazu. "Es sind zwar Kinderfilme, sie zielen trotzdem immer mehr auch auf Jugendliche und Ältere ab", weiß Konrad. So gebe es bei "Küss den Frosch" Passagen, die Kinder nicht verstehen, Erwachsene jedoch toll finden.
Dem "King of Pop" huldigten in Greiz zahlreiche Fans. Der Film über das Lebenswerk von Michael Jackson, "This is it", der eigentlich nur 14 Tage laufen sollte, habe "auf jeden Fall großen Zuspruch" erfahren, wie Mario Konrad sagt. Allerdings nur in eben jenen zwei Wochen, für die er angekündigt war. Nachdem sich Sony entschieden hatte, ihn zu verlängern, ließ in Greiz das Interesse nach. Kommentar Die erfolgreichsten Filme 2009Im Greizer Kinocenter UT 99, das im vergangenen Jahr zwischen acht und zehn Prozent mehr Zuschauer zählen konnte, sieht die Liste der erfolgreichsten Filme des Jahres 2009 so aus:

1. "Ice Age 3" mit 5639 Besuchern
2. "Wickie und die starken Männer" (3738 Besucher)
3. "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2660)
4. "Illuminati" (2217)

Kino als Ereignis

Von Katja Grieser

"Ice Age 3" ist das beste Beispiel: Im Sommer 2009 angelaufen, konnte der Streifen bereits zu Weihnachten als DVD unter dem Baum liegen. Warum, könnte man als Filmfan nun fragen, soll ich Geld fürs Kino ausgeben, wenn ich die Filme nur Monate später als DVD kaufen kann? Der Greizer Kinoleiter Mario Konrad hat die Antwort: "Kino ist ein Ereignis. Es ist etwas anderes, einen Film im Kino zu sehen als zu Hause im Fernseher. Selbst wenn ich noch so einen großen Bildschirm habe."
Da hat er Recht. Doch die in den letzten Jahren immer kürzer werdenden Abstände zwischen Kino- und DVD-Start treiben auch Interessenvertretern wie dem Kinoverband HDF die Sorgenfalten auf die Stirn. In dem ist auch das Greizer Kinocenter Mitglied und Konrad weiß, dass sich der Verband seit langem dafür ausspricht, dass die Auswertungszeit für Filme im Kino mindestens ein halbes Jahr betragen sollte. Denn Kino stehe nun mal ganz oben auf der Auswertungsliste, vor DVD etc. Je kürzer die Zeiten zwischen Kino- und DVD-Start sind, desto mehr werden das die Kinos zu spüren bekommen. Und das kann auf Dauer kein Kino verkraften.


04. Januar 2010 /OTZ

Detektivisches, Verrücktes und Blaues

Kinojahr 2010 hat von Sherlock Holmes bis zu den Schlümpfen viel zu bieten

Greiz (OTZ/KG).

Das Kinojahr 2010 verspricht so manchen Leckerbissen, den ersten bereits im Januar. Mit "Sherlock Holmes" kommt einer der berühmtesten Detektive auf die Leinwand, der diesmal einen perfiden Plan vereiteln muss. Weniger perfide, dafür umso nerviger präsentiert sich die mit komödiantischem Talent gesegnete Sandra Bullock als Stalkerin in "Verrückt nach Steve" (Filmstart im Februar). Wer Stars in Liebesnöten erleben will, der sei auf "Valentinstag" hingewiesen. Der Streifen, der - logisch - im Valentinstagsmonat Februar anläuft, kann mit Staraufgebot aufwarten: Julia Roberts, Jennifer Garner, Patrick Dempsey, Ashton Kutcher - und das sind längst nicht alle. "Ich hoffe, dass wir ihn zum Bundesstart in Greiz haben", sagt Mario Konrad, Leiter des Kinocenters UT 99, der sich von dem Streifen einiges verspricht.
Das Gleiche gilt im März für "Alice im Wunderland", eine Mischung aus Trick- und Realfilm, ähnlich wie "Charlie und die Schokoladenfabrik". Abenteuer und Action gibt es 2010 auf der Kinoleinwand ebenfalls. Mit "Legion", "Iron Man 2", "Robin Hood" und "Prince of Persia" seien nur einige genannt. Als "Action-Kracher der Extraklasse" wird "Expendables" angekündigt, der im September anlaufen soll und bei dem Action-Altmeister wie Sylvester Stallone, Mickey Rourke, Dolph Lundgren und Arnold Schwarzenegger mitmischen werden.
Harry-Potter-Fans müssen sich bis November gedulden, bis der erste Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" in die Kinos kommt. Gute Nachricht für Fans der kleinen blauen Helden: Die Schlümpfe sind wieder da. Am 16. Dezember sollen sie über die Leinwand "schlumpfen", über die Handlung ist derzeit jedoch noch nichts bekannt.


04. Januar 2010 /OTZ

Ehrenamts-Auszeichnung für Sabine Wonitzki

Katze im Freigehege
Sabine Wonitzki
Foto: Juliane Maier

Rückblick des Tierschutzvereins

Greiz (OTZ).

Das Jahr 2009 war für den Tierschutzverein Greiz neben der Bearbeitung zahlreicher Tierschutzfälle geprägt von einer vielfältigen Öffentlichkeitsarbeit.
Mit großem persönlichen Einsatz hat Heidi Hemmann einer Heimtier-Naturkost-Firma die monatliche Veranstaltungsreihe "Hundstage & Katzennächte" ins Leben gerufen, Referenten geworben und ihren Seminarraum zur Verfügung gestellt.
Mit einem aktuellen Flyer, den Neumitglied Michael Roth aus Zeulenroda ebenso wie die Riesenpfoten und das Vereinsschild an der neu gestalteten Tierheimfassade entworfen hat, präsentierte sich der Verein zum Thüringentag in Greiz. Eine Stunde lang wurde auf der Bühne des Sozialministeriums gemeinsam mit der jetzigen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht das Thema Tierschutz und seine vielfältigen Aufgaben vorgestellt. Vereinsvorsitzende Sabine Wonitzki und der "Hundebotschafter" des Tierheims Eddy erläuterten die Aufgaben, Ziele und Erfolge der Vereinsarbeit. Während Jutta Korn und Jutta Elst mit ihren Hunden über ihre regelmäßigen Besuche in verschiedenen Alters- und Pflegeheimen berichteten, betreute Frank Müller den Infostand.
Auch zum Tiergehegefest in Zeulenroda waren die Tierschützer mit einem Infostand präsent. Anlässlich der Eröffnung der Thüringer Tierschutzwoche am 13. Juni in Erfurt wurde die Vereinsvorsitzende für ihre geleistete Arbeit mit dem Thüringer Ehrenamtszertifikat ausgezeichnet. Im Thüringenjournal wurde über die ausgesetzten Mäuse berichtet, so konnten im Ergebnis zehn Mäuschen nach Bad Berka umziehen. Im Oktober gab es zum 13. Mal "tierisch-tierisch" aus Greiz. Die aufwändigen Dreharbeiten erforderten von den zwei- und vierbeinigen Akteuren vollen Körpereinsatz. Aber es hat sich gelohnt, denn fünf Katzen, darunter ein einäugiger Schmusekater, drei Hunde und das vorgestellte Angorakaninchen haben nun ein neues Zuhause.
Auch zur Ostereiersuche mit den "Eierspürhunden" am Gründonnerstag und mit der Ausstellung "Erste Hilfe für Hund und Katze" anlässlich des Tierheimfestes informierte der Verein die Besucher zu Tierschutzschwerpunkten.
Zur Mitgliederversammlung im Mai in Zeulenroda konnte Frau Fischer vom Veterinäramt begrüßt werden, die anschaulich und interessant über die Tierschutzschwerpunkte im Landkreis aus Sicht des Veterinäramtes referierte. In der Mitgliederversammlung am 2. Dezember war die Wahl das Hauptthema. Es wurden drei Vorstandssitzungen durchgeführt. Sieben Hundefreunde besuchten in Jena das vom Landestierschutzverband organisierte Seminar "Tierheim-Schicksal oder Chance?" mit der bekannten Hundepsychologin Clarissa von Reinhardt.
Nach Beschluss der Mitgliederversammlung wurde die Aktion "Kastrationszuschuss" im Herbst wiederholt. Die dafür bereit gestellten 2000 Euro wurden allerdings nur zur Hälfte in Anspruch genommen.

Tierheimfest zum Vereinsjubiläum

Tierschutzverein blickt auf das Jahr 2010

Greiz (OTZ).

Die Mitgliederversammlungen des Tierschutzvereins finden im neuen Jahr am 5. Mai in Zeulenroda und am 1. Dezember in Greiz statt. Beginn ist jeweils 19 Uhr.
Die Lokalitäten können der Tagespresse entnommen werden.
Der Arbeitseinsatz im Tierheim mit hoffentlich zahlreicher Beteiligung ist am 29. Mai von 9 bis 13 Uhr geplant. Das Tierheimfest am 5. Juni von 14 bis 17 Uhr steht ganz im Zeichen des 20-jährigen Vereinsjubiläums. Vorschläge für die Gestaltung nimmt der Vorstand entgegen.
Und natürlich gibt es am Heiligabend von 13 bis 15 Uhr wieder die bei Groß und Klein beliebte "Pfötchen-Weihnacht" im Tierheim.
Der Verein bittet, den Mitgliedsbeitrag in Höhe von 20 Euro bis zum 31. März zu überweisen.


04. Januar 2010 /OTZ

Bewegte 50 Jahre

Die neue Brücke steht, die Behelfsbrücke wird noch abgebaut.
Die neue Brücke steht, die Behelfsbrücke wird noch abgebaut.
Foto: OTZ/Christian Freund
Ein historisches Bild vom 15. April 1945 zeigt die gesprengte Elsterbrücke.
Ein historisches Bild vom 15. April 1945 zeigt die
gesprengte Elsterbrücke.
Foto: Archiv/Schwarz

Neumühle wurde 1960 eine selbstständige Gemeinde

Von Edgar Schwarz Neumühle (OTZ).

Wie ein Lauffeuer eilte die Nachricht in den kalten Wintertagen zum Jahreswechsel 1959/60 durch den kleinen Ort Neumühle/Knottengrund und die verstreut liegenden Häuser im Elstertal nördlich von Greiz: Der Heimatort sollte eine selbstständige Gemeinde werden.
Erste Bestrebungen, eine selbstständige Gemeinde zu gründen, sind besonders aus der Zeit von 1850 bis 1900 überliefert, als die Ortsteile größer und Neumühle zur Sommerfrische und Luftkurort wurde, der 1881 gegründete Verschönerungsverein Neumühle Wanderwege und Aussichtspunkte errichtete, die Gastronomie aufblühte und ein beliebtes Ausflugsziel der Greizer entstand. Sie wurden jedoch meist von den angrenzenden Ortschaften unterbunden. Auch ein um 1950 gebildeter Ortsausschuss der Nationalen Front, eine Art Bürgerbewegung, setzte sich für die Gemeindegründung ein, führte gut besuchte Einwohnerversammlungen mit Willenserklärungen durch und stellte beim Rat des Kreises Greiz den Antrag auf Gemeindegründung. Auf dem Dienstweg gelang der Antrag bis nach Berlin zum Ministerrat. Der entschied mit Beschluss über "die Herauslösung von Ortsteilen und Bildung selbstständiger Gemeinden, dass mit Wirkung vom 1. Januar 1960 die selbstständige Gemeinde Neumühle (Elster), Kreis Greiz, Bezirk Gera zu bilden ist." Nun war es soweit. Der Ortsausschuss organisierte am Sonntag, 24. Januar 1960, im Kultursaal des Hartpappenwerkes Lehnamühle, eine Festveranstaltung. 24 Mitglieder umfasste die neue Gemeindevertretung. Als Bürgermeister wurde Walter Giegling aus Waltersdorf gewählt. Die ersten Jahre waren sehr bewegt. Nicht zuletzt wirkte sich der häufige Wechsel der Bürgermeister aus. Trotz der jahrelangen Bemühungen um die Selbstständigkeit fand sich kein Neumühler als Bürgermeister. Erst nach der Wende erklärte sich Pedra Hofmeister bereit, das Amt zu übernehmen. Seit 1960 wurden 57 Ein- und Mehrfamilienhäuser in der Waltersdorfer Straße, am Gartenweg und in der Wohnanlage "Grüne Eiche" errichtet und 23 Wohneinheiten in der Knottenmühle neu geschaffen.
Positivem, wie dem Bau einer neuen Elsterbrücke 2006, stehen leider Veränderungen wie der Abbruch der letzten gastronomischen Einrichtung "Weidmannsheil" und die Schließung des seit 1875 bestehenden Bahnhofes Neumühle gegenüber.
Am Sonntag, 24. Januar 2010, wird das Jubiläum im Saal der Seniorenwohnanlage in Neumühle gefeiert.

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04. Januar 2010 /OTZ

Schnelles Internet für jeden

Zum Bahnanschluss bekommt die Gemeinde nun auch den Breitbandanschluss.
Zum Bahnanschluss bekommt die Gemein-
de nun auch den Breitbandanschluss.
Foto: OTZ/Christian Freund

Wie alle Bürger der Gemeinde Neumühle ihr Stück vom Konjunkturpaket bekommen

Von Kathrin Schulz Neumühle.

Wie steht die Gemeinde da in diesen Jubiläumstagen, fragen wir die Neumühler Bürgermeisterin Pedra Hofmeister. Die geborene Neumühlerin lächelt, doch sie ist längst nicht mit allem zufrieden.
Vorreiter ist die auf 425 Einwohner geschrumpfte Gemeinde mit ihrem Anschluss ans Glasfasernetz. "Kurz vor Wintereinbruch ist das Glasfaserkabel gelegt worden, so dass bis zum Jubiläum DSL für jeden, der es möchte, verfügbar ist", freut sich Hofmeister. 10 000 Euro sind aus dem Konjunkturpaket geflossen, 8000 Euro hat die Gemeinde aus der eigenen Kasse draufgelegt: "So haben alle Bürger etwas vom Konjunkturpaket, jeder Haushalt hat die Möglichkeit, sich anzuschließen", unterstreicht die Bürgermeisterin. Und während der Anschluss an die modernste Datenautobahn steht, ärgert sie sich, dass es mit dem Straßenausbau und vor allem der gefährlichen Engstelle im Ort nicht voran geht. Dabei habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht - der Fels ist beräumt, die Gemeinde hat das Grundstück gekauft, weitere Grundstücksfragen seien geklärt. Doch der einst versprochene Ausbau der Ortsdurchfahrt 2010 werde jetzt als Umleitung gebraucht für den anstehenden Straßenausbau in Teichwolframsdorf, erklärt Pedra Hofmeister, dass sie aus dem Geraer Straßenbauamt erneut eine Absage bekam. Dafür könne jetzt der Brückenbau zum Gelände des ehemaligen Hartpappenwerkes abgeschlossen werden. Eine Voraussetzung für die Einrichtung des Nassholzlagerplatzes durch den Forst, der auch von den Anwohnern hier begrüßt werde, versichert die Kommunalpolitikerin im Ehrenamt. Zudem steht der Ausbau der Kreisstraße 208 an (OTZ berichtete). Die Brücke Lehnamühle ist übrigens das dritte Brückenbauwerk, das die Gemeinde Neumühle nach der Wende stemmt. Die erste Brücke wurde zum Neuhammer über die Bahn gebaut. Die zweite für den Rad- und Wanderweg zur Bretmühle. Und schließlich nicht zu vergessen das Großprojekt Elsterbrücke in Regie des Straßenbauamtes.
Eine gute Entscheidung sei der Drei-Millionen-Umbau des ehemaligen Pflegeheimes Neumühle in ein Betreutes Wohnen mit ambulanter Pflege gewesen, versichert Pedra Hofmeister. "Die Gemeinde ist 100-prozentiger Gesellschafter. Alle Gelder, die wir erwirtschaften, fließen ins Haus zurück". Das Mitarbeiterteam zählt stolze 25 Personen, die gegenwärtig 32 Bewohner in 24 barrierefreien Wohnungen betreuen. Der Saal des Hauses ist zum Gemeindezentrum geworden. Wenn im Heim gefeiert wird, sind die Neumühler eingeladen. Und beim Dorffest im August treffen sich nicht nur die Senioren aus der Umgebung - übrigens auf dem neu gebauten Dorfplatz. Neumühle ist guter Gastgeber und stolz auf seine Selbstständigkeit, für die sich schon zweimal die absolute Mehrheit aussprach.
Übrigens: Das nächste Projekt steht schon, doch bisher reicht das Geld im Gemeindesäckel nicht zur Realisierung. Das Sägewerk zur Knottenmühle soll zu einer gastronomischen Einrichtung ausgebaut werden. Das Projekt dafür steht schon.


04. Januar 2010 /OTZ

In der Chronik der Neumühler geblättert

Ansicht aus längst vergangenen Zeiten: der Luftkurort Knottengrund bei Neumühle a. d. Elster.
Ansicht aus längst vergangenen Zeiten: der Luftkurort
Knottengrund bei Neumühle a. d. Elster.
Foto: Archiv/Schwarz

Edgar Schwarz ist Chronist von Neumühle.

Neumühle (OTZ/Edgar Schwarz)

Urkundlich nachweisbar waren die ersten Mühlen "Lehna, Knottenmül und Newmöle", bereits seit dem 14. Mai 1449 in der Belehnungsurkunde des Kurfürsten Friedrich II von Sachsen und Landgraf von Thüringen, in der die beiden reußischen Fürsten ihr Herrschaftsgebiet erhielten. Doch die Mühlen standen schon viel früher. So soll als erste Mühle die Knottenmühle um 1200 erbaut worden sein, um 1350 die Neue Mühle, um 1400 die Lehnamühle, 1549 der Neuhammer, ein Hammerwerk, das durch die Kraft der Elster angetrieben wurde, 1565 die Krebsmühle und um 1600 die Bretmühle, ein Bauerngut mit Hammerwerk und Sägemühle.
Der Bau der Mühlen machte sich notwendig, nachdem im Zuge der sogenannten Ostkolonisation ab 1150 auf den ebenen Höhenzügen rechts und links der Weißen Elster Bauerndörfer entstanden waren, deren Siedler ihr Getreide zum Mahlen brachten. Die Ansiedlungen um die Mühlen entstanden etwa um 1800. Die Häuser lagen alle auf dem Grund und Boden der angrenzenden Gemeinden - eine geschlossene Ortslage gab es nicht. Fluss und Bäche stellten die Grenzen dar und die Zusammengehörigkeit wurde erschwert, weil links der Weißen Elster das Fürstentum Reuß älterer Linie bestand und rechts das Gebiet des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. So gehörte der Ortsteil Knottengrund rechts der Elster und des Krebsbaches und die Krebsmühle zur Gemeinde Waltersdorf und diese zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach; der Ortsteil links der Elster um Neue Mühle, Knottenmühle, Bretmühle und Neuhammer zur Gemeinde Nitschareuth und diese zum Fürstentum Reuß ä. L.; die Krellenschänke und die Grüne Eiche zu Kleinreinsdorf und die Lehnamühle zu Tschirma.


04. Januar 2010 /OTZ

Erfolgreicher Jahresausklang

Oettert, Apitz und Elschner holen silbernen Mannschaftspokal beim Tannaer Silvesterlauf

Start über 3,6 Kilometer, die beliebteste Laufdistanz beim Tannaer Silvesterlauf.
Start über 3,6 Kilometer, die beliebteste Laufdistanz beim
Tannaer Silvesterlauf.
Foto: Ralf Peter
Vanessa Apitz (links) läuft auf Rang zwei bei den Mädchen.
Vanessa Apitz (links) läuft auf Rang
zwei bei den Mädchen.
Foto: Ralf Peter

Von Ralf Peter Tanna (OTZ).

Über 350 Teilnehmer ließen beim 38. Tannaer Silvesterlauf das Jahr sportlich ausklingen. Nasskaltes Wetter sorgte dabei für nicht gerade angenehme äußere Begleitumstände. Aber Läufer sind bekanntlich hart im Nehmen, und es wurde in allen Läufen bis zum letzten Meter um gute Platzierungen gekämpft. Die Athleten des LV Einheit Greiz nutzten traditionell diesen Wettkampf zur Formüberprüfung und weiteren Vorbereitung auf die nächsten Wettkampfhöhepunkte in den kommenden Wochen und Monaten.
Den Auftakt machten die Bambinis mit ihrem Lauf über 600 Meter. Lilli Oettert konnte sich nach einer guten Vorstellung am Ende über den dritten Platz bei den Mädchen bis sieen Jahren freuen. Anschließend absolvierten die Schüler bis 12 Jahre die doppelte Distanz. Tolle Leistungen zeigten hier vor allem Laufsieger Lucas Oettert sowie Vanessa Apitz und Sarah Himmer, die sich die Ränge zwei und drei in der Gesamtwertung sicherten. In den Altersklassenwertungen gab es dann für die Greizer noch einige Male Grund zum Jubeln.
Bevor mit dem Hauptlauf über zehn Kilometer die Veranstaltung ihren Ausklang fand, gab es den Start der 3,6 Kilometer langen Mittelstrecke, die auch in diesem Jahr zur beliebtesten Distanz wurde. Laura Bechmann kam nach einem guten Lauf als Vierte bei den Frauen ins Ziel und gewann in der Altersklasse 13 vor Sophia Koller.
Ergebnisse: 0,6 km: Lilli Oettert 2. W7; 1,2 km : Lucas Oettert 1. M11, Vanessa Apitz 2. W12, Sarah Himmer 3. W12, Vanessa Geist 4. W12, Paul Elschner 2. M10, Niclas Goller 3. M10, Cassandra Schulz 3. W9; 3,6 km: Laura Bechmann 1. W13, Sophia Koller 2. W13.


04. Januar 2010 /OTZ

Zehn Syrauer unter den Besten Sachsens

Bianca Schenker (vorn Mitte) und die Athleten Alicia Hoffmann, Julia Schiller, Alexander Kuhn, Tom Kleeberg (hinten v. li.), Svea Männel, Marie Kessler und Pauline Peikert (Mitte v. li.), Annika Freund und Tim Hoffmann (vorn).
Bianca Schenker (vorn Mitte) und die Athleten Alicia Hoffmann,
Julia Schiller, Alexander Kuhn, Tom Kleeberg (hinten v. li.),
Svea Männel, Marie Kessler und Pauline Peikert (Mitte v. li.),
Annika Freund und Tim Hoffmann (vorn).
Foto: OTZ/Jürgen Stefaniak

Pauline Peikert aus Cossengrün in den Leichtathletik-Landeskader berufen

Syrau (OTZ/j. st.)

22 junge Leichtathleten aus dem Vogtland wurden im Dezember in den Landeskader Sachsens berufen. Allein zehn davon vom SC Syrau. Die anderen kommen vom LATV Plauen (fünf Sportler), der SG Blau-Weiß Reichenbach (vier Sportler) sowie je ein Nachwuchsleichtathlet vom VfB Lengenfeld, dem Treuener LV und dem SV Theuma.
Am Mittwoch erhielten die Syrauer Schüler vor dem Training in der Turnhalle des Ortes ihre Berufungsurkunden. Landestrainer Erdmann hatte diese ausgestellt, Bianca Schenker, Trainerin in der LG Vogtland, überreichte sie. Die Syrauer Sportler sind E-Kader. Sie kommen aus dem Schülerbereich, sind zwischen 11 und 14 Jahren alt. "Die Sportler im E-Kader sind Entwicklungskader. Es ist die erste Kaderstufe in Sachsen", erklärte Thomas Kleeberg, ein Syrauer Trainer bei der Veranstaltung.
Zweigeteilt war die Aufgabe, die die besten Nachwuchs-Leichtathleten Sachsens in den unterschiedlichsten Disziplinen lösen mussten, um in den Landeskader E berufen zu werden. In Teil eins war bei verschiedenen Wettkämpfen im Sportjahr eine Qualifikationsnorm zu erbringen. Dazu kam ein Talentesichtungstest mit Beweglichkeits-, Koordinations- oder Rumpfkraftübungen sowie Tests im Sprint mit fliegendem Anlauf und im Hochstart oder Weitsprung mit 10 Meter Anlauf. Diese Aufgaben wurden im Talentestützpunkt in Chemnitz absolviert.
In den E-Kader schafften es vom SC Syrau: Annika Freund, Ann-Kathrin Hartmann, Alicia Hoffmann, Tim Hoffmann, Marie Kessler, Tom Kleeberg, Alexander Kuhn, Svea Männel, Pauline Peikert aus Cossengrün und Julia Schiller.


04. Januar 2010 /OTZ

Sport als Würdigung eines Greizer Fußball-Idols

Rudi Geiger
Rudi Geiger

Morgen beginnt Rudi-Geiger-Turnierserie

Greiz (OTZ/P. R.).

Morgen beginnen sie wieder, die Rudi-Geiger-Turniere im Hallenfußball für Schulmannschaften. Und das nun schon zum 29. Mal in Folge.
Eine Hallenfußball-Turnierserie für Schulmannschaften, die wohl so in Thüringen und in den anderen Bundesländern ihresgleichen sucht.
Rudi Geiger, den Greizer Fußballfreunden sicher als Fußballidol vom Greizer Tempelwald noch bestens bekannt, ist der Namensgeber dieser Turnierserie. Von jeher galt Rudi Geiger?s besondere Liebe, neben seiner Familie, dem Sport und insbesondere dem Fußball.
Bereits mit 17 Jahren spielte er in der ersten Fußballmannschaft der damaligen Sportgemeinschaft Greiz-Mitte. Seine größten Erfolge waren wohl, neben den rund 40 Einsätzen in der Fußballbezirksauswahl Gera, der Gewinn des FDGB-Pokal des Bezirkes Gera 1962 und der Aufstieg der Greizer Fortschritt-Elf im gleichen Jahr in die II. DDR-Liga. Im Pokalendspiel wurde Einheit Rudolstadt mit 2:1 Toren und im Aufstiegsspiel zur II. DDR-Liga Motor Zeiss Jena mit 2:0 Toren besiegt. In beiden Spielen war Rudi Geiger Kapitän der Greizer Fortschritt-Elf.
Er war ein überragender Fußballer, der durch seine Technik und Schnelligkeit sowie durch seine Schussgenauigkeit glänzte, für den Greizer Fußball in der damaligen Zeit eine nicht wegzudenkende Stütze und für seine Gegner schwer einschätzbar.
Welche Wertschätzung Rudi Geiger bei den Greizer Sportanhängern genoss, davon zeugt unter anderem die zweimalige Wahl zum populärsten Sportler des Kreises Greiz in den sechziger Jahren. Aber auch in seinem beruflichen Leben war er dem Sport stets eng verbunden. So wurde er bereits 1947 in das städtische Sportamt Greiz berufen. Ab 1949 studierte er an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig und schloss sein Studium mit dem Lehrerexamen ab. Erst als Sportfunktionär im Kreis Greiz, ab 1953 Berufsschullehrer und dann Oberlehrer an der Erweiterten Oberschule Greiz sowie ab 1959 als Kreisturnrat beim Rat des Kreises Greiz tätig, erwarb er sich große Verdienste bei der Entwicklung des Kinder- und Jugendsportes in Greiz.
Für viele junge Sportler war Rudi Geiger in seiner Zeit Vorbild. Um so schmerzlicher war sein früher Tod am 11. März 1977. Noch heute ist sein Name ein Begriff und Verpflichtung, dem die jungen Kicker der Schulmannschaften auch im diesjährigen Rudi-Geiger-Turnier gerecht werden wollen.
Doch nicht nur die jungen Kicker treten an des runde Leder. Nein auch die Kickerinnen sind mit von der Partie und eröffnen am 5. Januar in der Sporthalle an der Regelschule Greiz-Pohlitz, neben den Schulmannschaften der Grundschulen (Sporthalle Greizer Neustadt) den Reigen der Rudi-Geiger-Turniere für Schulmannschaften. Am 6. und 7. Januar sind es erneut die Mädchen und jungen Frauen, die in der Sporthalle an der Regelschule Greiz-Pohlitz ihre Besten ermitteln, während die Jungen und jungen Männer am 13., 14. und 15. Januar ebenda in das Turniergeschehen eingreifen. Turnierbeginn ist jeweils 14 Uhr.
Neben der Siegerehrung am 15. Januar wird sicher das Turnier am 11. Januar um den Pokal der Euregio Egrensis für Berufsschul- und Gymnasialmannschaften ein weiterer Höhepunkt der Turniere werden, das ab 14 Uhr in der Sporthalle der Greizer Neustadt angepfiffen wird.
Ein fußballerischer Höhepunkt für die Schuljugend des Landkreises Greiz, der seine Beachtung bei den Fußballfreunden im Territorium finden und zu einem Besuch führen sollte.


04. Januar 2010 /OTZ

Waltersdorfer Zweite optimistisch für 2010

Kreisliga-Kegler starten von Platz vier ins Jahr

Waltersdorf (OTZ/H. Löffler).

Tabellenplatz vier nach zehn von 18 Spieltagen bei 12:8 Punkten - so geht die Waltersdorfer Kreisliga-Mannschaft ins neue Jahr.
Das entspricht alles in allem wohl den internen Erwartungen und ist demzufolge erfreulich anzumerken.
Grundlage hierfür waren vor allem die vier Auswärtserfolge in sechs Partien auf fremden Bahnen, weswegen die "zweiten" Waltersdorfer bis dato zu den erfolgreichsten Auswärtsteams der Liga gehören. Von den bisher vier Heim-Begegnungen wurden je zwei gewonnen und verloren. Die beiden letztgenannten Spielverluste sollte man jedoch etwas relativiert betrachten, weil sie zum einen gegen starke Konkurrenz, nämlich die beiden Landesklasseabsteiger aus Greiz und Ronneburg, erfolgten und man zum anderen nach der teilweisen Kegelbahnsanierung während der Spielserie Probleme hatte, sich neu zurecht zu finden, sich wieder zu akklimatisieren. Das scheint mittlerweile, nach den letzten Ergebnissen des zu Ende gegangenen Jahres, zu einem guten Teil schon gelungen zu sein.


04. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

2010 viel vorgenommen

Kai Dittmann (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Langenwetzendorf
Kai Dittmann (parteilos),
Bürgermeister der Gemeinde
Langenwetzendorf

Bürgermeister der Region blicken dem neuen Jahr optimistisch entgegen

OTZ

Trotz Krise geht die Gemeinde Langenwetzendorf laut Kai Dittmann gestärkt ins Jahr 2010. Dass die Wirtschaftsprognosen für Ostdeutschland nicht so schlecht aussehen, wie in den alten Bundesländern, liegt seiner Meinung nach an der feingliedrigen Struktur auch ortsansässiger Unternehmen.
Seinen Einwohnern und Mitgliedern wünscht der Bürgermeister für das neue Jahr viel Erfolg und Gesundheit. Viel Kraft will die Gemeinde in diesem Jahr in den Umbau der Kindergärten investieren. Zum einen sei dort der Bedarf da, zum anderen würde so die Infrastruktur aufgewertet und die Gemeinde attraktiver, auch für Auswärtige sich dort niederzulassen. Auf dem Plan stehen zudem verschiedene Maßnahmen der Zweckverbände, so etwa die Flurneuordnung in Nitschareuth. Der Kreisverkehr, der in Langenwetzendorf anstelle der Kreuzung in Richtung Zoghaus und Richtung Daßlitz in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauaumt Ostthüringen entstehen soll, wird laut Dittmann aufgrund der Krise wohl doch nicht in diesem Jahr, sondern erst 2011 gebaut.
Kai Dittmann, der persönlich auf ein aufregendes und bewegtes, für die Gemeinde aber erfolgreiches Jahr zurückblickt, will auch 2010 mit den Mitteln, die Langenwetzendorf zur Verfügung stehen, das Optimale herausholen. Seinen Einwohnern verspricht er keine Beeinträchtigungen oder Kürzungen. "Das Schlimmste ist es, als Pessimist durchs Leben zu gehen. Das ist nicht der Weg, um erfolgreich zu sein", ist sich Dittmann sicher.
Holger Reinhold (Freie Wähler), stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Langenwolschendorf An den Traditionen wie dem Lindenfest und dem Weihnachtsmarkt in Langenwolschendorf will Holger Reinhold auch 2010 festhalten. Über geplante Baumaßnahmen wollte er aber noch nicht sprechen. Stattdessen dankt er allen Vereinen für die gute Zusammenarbeit 2009, die maßgeblich zur Gestaltung des Dorflebens beigetragen haben, und hofft auf eine Fortsetzung im neuen Jahr. Für ihn ein entscheidender Punkt 2010 sind auch die Bürgermeisterwahlen. Dort will er nämlich kandidieren.
Matthias Lindig, Vorsitzender der VG Leubatal Froh, dass 2009 endlich der Startschuss für die Sanierung der alten Regelschule in Wildetaube und der Kindertagesstätte in Hohenölsen fiel, ist Matthias Lindig. Der Vorsitzende der VG Leubatal hofft, dass diese beiden Maßnahmen im neuen Jahr "weiter vorwärts kommen und zumindest in Teilen fertiggestellt werden können".
Außerdem steht 2010 der Ausbau landwirtschaftlicher Wege auf der Agenda. So ist diesmal der Teilabschnitt zwischen Hohenölsen und Teichwitz im Blickpunkt. Damit wäre auch der Radweg von Wildetaube bis Teichwitz fast durchgängig, weiß er.
Der Verwaltungschef im Hohenleubener Rathaus möchte noch einmal allen danken, die ehrenamtlich tätig sind und zu einer funktionierenden VG im vergangenen Jahr beigetragen haben und wünscht sich auch für das neue Jahr eine gute Zusammenarbeit.
Hartmut Strobel (CDU), Ortsteilbürgermeister Triebes Weiterhin eine so engagierte Bürgerschaft wünscht sich Hartmut Strobel im neuen Jahr. Diese gäbe ihm immer wieder Hinweise, die einem "manchmal durch die Lappen gehen", so der Ortsteilbürgermeister. Um notwendige Investitionen in Angriff nehmen zu können, sei Triebes darauf angewiesen, dass der Haushalt der Stadt Zeulenroda-Triebes in naher Zukunft bestätigt wird. Dieser sei die Arbeitsgrundlage für den Ortsteilrat. "Ich hoffe, dass auch bei schwierigen Situationen die freiwilligen Leistungen für den Ortsteil unterstützt werden", spricht sich Strobel etwa für den Erhalt des Naturfreibades sowie der zahlreichen Vereine, die das Leben im Ort sozial, sportlich und kulturell bereichern, aus.
Nach wie vor keine direkte Lösung gibt es für das Versorgungsproblem im Ort. Die Einkaufsverhältnisse seien, so Strobel, nicht akzeptabel. 2010 will er diese Problematik nochmals aufgreifen und versuchen, die aktuelle Situation für die Einwohner zu verbessern. Derzeit gibt es nur einen Lebensmitteldiscounter im Ort. "Darüber müssen wir uns Gedanken machen und darauf hinwirken, doch noch einen Versorger hier zu integrieren", setzt sich Strobel ein Ziel für 2010. Als möglichen Standort könnte er sich den Triebesgrund vorstellen.
Sabine Lehmann (WG-Pö), Bürgermeisterin der Gemeinde Vogtländisches Oberland Sabine Lehmann hofft, dass die Maßnahmen des Konjunkturpakets II in ihrer Gemeinde ordentlich zu Ende geführt werden.
Gernot Purkart (CDU), Bürgermeister der Stadt Auma und Vorsitzender der VG Auma-Weidatal 2010 hat Gernot Purkart viel vor. So soll es eine Umgestaltung der Baulücke hinter dem Rathaus geben, auch die Sanierung der Kegelbahn in Auma steht auf der Agenda, ebenso das Dorfgemeinschaftshaus in Wenigenauma. Ob all diese Maßnahmen umgesetzt werden können, hänge zum einen von der Zustimmung des Stadtrates ab, und zum anderen davon, ob die VG die dafür erforderlichen Fördergelder auch erhält.
Mit Blick auf das vergangene Jahr ist Purkart froh, dass durch das Konjunkturpaket II zusätzliche Gruppenräume in der AWO-Kindertagesstätte "Sonnenschein" geschaffen werden konnten. Ebenso hebt er den Ausbau eines Teilabschnittes der Zeulenrodaer Straße, den Abschluss der Arbeiten an der Brücke über die Auma sowie die Verbesserung der Straßenbeleuchtung hervor.
Er dankt allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Bürgermeistern und Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2009. "Es ist immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen", erklärt Purkart. "Es wird auch in Zukunft auf die Gemeinschaft ankommen, wenn wir Sachen bei uns selber gestalten wollen."
Frank Steinwachs (CDU), Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes Frank Steinwachs hat als einziger leider nicht auf die Anfrage der OTZ reagiert, trotz schriftlicher und mündlicher Kontaktaufnahme. KommentarDas neue Jahr ist erst wenige Tage alt, doch Vorsätze haben Bürgermeister und VG-Chefs der Region bereits gefasst. OTZ fragte in den Städten und Gemeinden nach den Vorhaben und Projekten für das Jahr 2010.

Große Wunschliste

Von Holger Zaumsegel

Die Liste mit den Vorhaben mancher Bürgermeister und VG-Chefs aus der Region für das neue Jahr ist lang - zu lang, denkt vielleicht der eine oder andere, gemessen an den Dingen, die in den letzten Jahren umgesetzt werden konnten. Da scheint es manchmal wie mit den guten Vorsätzen zu sein, die sich viele zu Jahresanfang setzen. Nach ein paar Wochen hat man sie oft schon wieder aus den Augen verloren.
Aber, und hier liegt der Unterschied zu den guten Vorsätzen, es liegt in der Regel nicht an den Personen selbst - in diesem Falle den Amtsinhabern, wenn die Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden können. Dazu sind Städte und Gemeinden viel zu abhängig von Fördergeldern. Deswegen ist es gerade zum Jahresanfang wichtig, einen möglichst großen Wunschzettel zu schreiben und Anträge bezüglich aller eventuell möglichen Förderungen zu stellen. So ist erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass zumindest ein Teil der Vorhaben auch realisiert werden kann.


04. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Inventur im Verbandsgebiet

Abwasserbeseitungskonzept des ZV Taweg

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

"Es geht um eine richtige Inventur im Verbandsgebiet, um zu entscheiden, was wirtschaftlich am günstigsten ist", erklärt Taweg-Geschäftsleiterin Ines Watzek das Abwasserbeseitigungskonzept, das bis März 2010 auch vom hiesigen Zweckverband zu erstellen ist.
Eine Novelle des Thüringer Wassergesetzes 2009 verlangt, dass der Zweckverband grundstücksgenau nachweist, wie die Abwasserbeseitigung erfolgt. Eine Mammutaufgabe bei rund 10 000 Grundstücken im Verbandsgebiet und eine Analyse des erreichten Status, um wirtschaftlich fundierte Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Gegenwärtig stellt sich die Situation so dar: Neben zentralen Kläranlagen in Greiz, Berga, Mohlsdorf und Daßlitz gibt es im Verbandsgebiet des Taweg elf Wohngebiets- bzw. Gewerbegebietskläranlagen in einer Größenordnung für 50 bis 200 Einwohner. Zudem stehen 630 biologische Kleinkläranlagen und 3700 Dreikammergruben bzw. Mehrkammerausfallgruben für die Abwasserbeseitigung bereit.
Im Investitionsprogramm 2010 im Bereich Abwasser sind Investitionen im Umfang von 4,3 Millionen Euro geplant, wie Ines Watzek informiert. Die Taweg-Verbandsversammlung habe diesem ehrgeizigen Ziel zugestimmt. Zu den Schwerpunkten gehört der Hauptsammlerbau im Zuge des grundhaften Straßenausbaus der Teichwolframsdorfer Ortsdurchfahrt. 685 000 Euro sind dafür eingeplant. 2011/2012 soll im Ort eine Kläranlage für voraussichtlich 1500 Einwohner errichtet werden. Auch in Großkundorf werden im Jahr 2010 im Zuge des Straßenbaus Abwassersammler für 650 000 Euro und parallel dazu neue Trinkwasserleitungen für 220 000 Euro gebaut. Eine Kläranlage sei am Ortsausgang Großkundorf geplant. Dafür, so Watzek, werde gegenwärtig noch die Umsetzung einer Containerkläranlage für 2011/2012 geprüft.
In Mohlsdorf steht der Abwassersammlerbau und der Anschluss an die Kläranlage in der Friedhofstraße/Juchhöhe für 150 000 Euro im Investplan des Taweg.


Alles andere muss aus Eigenmitteln finanziert werden.

Ines Watzek, Geschäftsleiterin ZV Taweg


Der Sammlerbau im Naitschauer Schulweg soll 2010 für 200 000 Euro realisiert werden als Voraussetzung für die zentrale Kläranlage, die 2012/2013 dort im Plan steht.
An der Salzmest in Reinsdorf steht Sammler- und Trinkwasserleitungsbau im Zuge des Straßenausbaus an. 260 000 Euro im Abwasser- und 60 000 Euro im Trinkwasserbereich sollen hier investiert werden. Reinsdorf wurde 2009 an die zentrale Kläranlage angeschlossen, zur Senkung der Abwasserlast ins Grundwasser des Göltzschtals. Die Kläranlage Dölau, am 1. November 2009 begonnen und für 800 Einwohner ausgelegt, soll im Herbst 2010 fertig gestellt sein. 930 000 Euro sind hier im kommenden Jahr an Investitionen geplant. Hinzu kommen 300 000 Euro, die für die notwendige Elsterquerung gebraucht werden, um auch das Wohngebiet Eichleite an diese Anlage anschließen zu können.
Und schließlich wird der grundhafte Ausbau der Greizer August-Bebel-Straße 2010 und 2011 auch für den Zweckverband Taweg eine Herausforderung, wie Ines Watzek betont. Für 2010 sind 580 000 Euro im Abwasserbereich und 150 000 Euro im Trinkwasserbereich vorgesehen. Durch die Gräßlitz werde ein Nord- und ein Südsammler im Straßenuntergrund notwendig, unterstreicht die Taweg-Chefin.
Gut 100 000 Euro werden für die Nachrüstung der Kläranlage Berga zur Phosphateleminierung aus Abwasser eingesetzt. Es gehe hier darum, den Phosphatgehalt der Weißen Elster weiter zu reduzieren.Die Fördermittel für Teichwolframsdorf und Naitschau 2010 sind sicher.


04. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Musikalisches Feuerwerk

Ein Geburtstagsgruß von Juri Lebedev für Martina Menzel.
Ein Geburtstagsgruß von Juri Lebedev
für Martina Menzel.

Junge Musiker des Landesjugendorchesters Thüringen faszinieren die Zuhörer

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Es war ein musikalisches Feuerwerk, was die Zuhörerschar am Sonnabendabend in Zeulenrodas Dreieinigkeitskirche zu hören bekam. Die jungen Musiker des Landesjugendorchesters (LJO) Thüringen hatten zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art eingeladen, und alle diejenigen, die die Einladung ausschlugen, haben wahrhaftig etwas verpasst. Das Fazit der Zuhörer nach dem gut zweieinhalbstündigen Konzert: Ein solches Konzert verdient ein volles Haus. Es war gut gefüllt, wenngleich auch noch ein paar mehr Gäste Platz gefunden hätten. Die besten jungen Musiker des Freistaates, zusammengefasst in einem Symphonie-Orchester, ließen ihre Finger auf den Instrumenten tanzen, dass es eine Freude war, ihnen dabei zu zusehen. Der Hörgenuss war professionell, und dem künstlerischen Leiter Juri Lebedev bereitete das Dirigieren sichtlich Freude.
"So ein großes Orchester mit einer solchen professionellen Leistung findet man ganz selten, schwärmt der in St.Petersburg Geborene. Er hat Orchester in Russland, wie das Staatliche Symphonieorchester St. Petersburg oder in Deutschland die Jenaer Philharmonie oder die Staatskapelle Weimar dirigiert. Er selbst kam ins Schwärmen, als er gegenüber der OTZ von der Leistungsbereitschaft, vom Lernniveau und von den Musikern überhaupt sprach. "Sie sind fantastisch, große Talente und unheimlich konzentriert", so Lebedev. Nur eines findet er besonders traurig: Die Landesregierung des Freistaates reduziert immer mehr die Gelder. "Wir können im kommenden Jahr nur ein Projekt starten", so der künstlerische Leiter und ist daher besonders dankbar, wenn es Menschen mit großem Kulturverständnis gibt, wie in Zeulenroda. 2007 wurde eine Kulturförderung durch die hiesige Firma Bauerfeind mit dem LJO Thüringen durch eine Vereinbarung über vier Jahre besiegelt. 2008 und 2009 umrahmten die Musiker die Nachhaltigkeitsarena im Bio-Seehotel, sozusagen als kleinen Dank. Auch das Konzert in der Dreieinigkeitskirche fand im Rahmen dieser Vereinbarung statt. "Schließlich ist es ein Anliegen des Kulturfördervereins der Dreieinigkeitskirche Zeulenroda, die kulturelle Vielfalt zu unterstützen, so Martina Menzel, Vorstandsvorsitzende des Vereins.
Alljährlich findet zum Jahreswechsel die Probenphase der 12- bis 22-jährigen Musiker in Weimar statt. Vier Tage lang probten 60 junge Musiker. In Zeulenroda überzeugten 50 junge Leute mit ihrem Können. Nicht nur Händels Harfenkonzert stand auf dem Programm, sondern auch Dvoraks 8. Sinfonie, Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 sowie Schostakowitschs Ballettsuite Nr. 5. Dass die Proben wieder ein großer Erfolg waren, darüber sind sich alle einig. Mit Händels Harfenkonzert wurden die Gäste sanft auf das bevorstehende musikalische Feuerwerk eingestimmt. Antonin Dvoraks 8. Sinfonie verriet ein Bruchteil des Könnens der Musiker, die stetig ihr Repertoire erweitern.
Das Violinkonzert Nr.2 mit Solistin Jutta Klement zwang dann auch die letzten Gäste zur senkrechten Haltung in den Bänken und ließ sie aufhorchen. Die sich anschließende Ballettsuite Nr.5 von Dimitri Schostakowitsch war der krönnende Höhepunkt, in dem mit so viel Freude gespielten sinfonischen Werken aller Stilepochen.
Der Anspruch des Orchesters, insbesondere von Juri Lebedev, liegt darin, die jungen Musiker ihrem jeweiligen musikalischen Entwicklungsstand entsprechend zu fördern. Damit ist das Orchester auch eine wichtige Bereicherung des instrumentellen Ensembleunterrichts an den Musikschulen und so war es für das Publikum besonders schön, auch bekannte junge Musiker aus der Region erleben zu dürfen.


04. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes

Standesgemäßer Sieg

Das Team ZPM hinterließ beim Turnier einen guten spielerischen Eindruck.
Das Team ZPM hinterließ beim Turnier
einen guten spielerischen Eindruck.
Foto: Thomas Stöcker

Hallenfußball: Landesliga-Vertretung gewinnt Vereinsturnier des FC Motor Zeulenroda

Von Klaus Meitner Zeulenroda (OTZ).

Einen Tag vor Silvester trug der FC Motor-Zeulenroda in der Rötlein-Turnhalle sein Vereinsturnier aus. Die Veranstaltung ist mittlerweile schon zu einer schönen Tradition geworden. An den Start gingen drei Teams, gespielt wurde mit Torwart und drei Feldspielern.
Der erste Turniertreffer ging auf das Konto von René Greger, einst Spieler beim FV Zeulenroda in der Amateur-Oberliga, für die Alten Herren des FCM. In der zweiten Begegnung zwischen der Zeulenrodaer Präzisions-Maschinenbau (ZPM) GmbH und den B-Junioren des FC Motor erzielte Nachwuchs-Kicker Marcus Lederer mit tollem Direktschuss unter die Latte das schönste Tor des Tages.
Im Turnierverlauf kristallisierten sich zwei Mannschaften als mögliche Sieger heraus. Das waren Motor I und die Übungsleiterauswahl, die sich u. a. mit Chris Schiller und Sebastian Michler verstärkt hatte. Den direkten Vergleich gewann Motor I mit 2:1. Dabei bot beim Sieger Keeper Jens Kutzner eine famose Leistung.
In der vorletzten Begegnung zwischen den Übungsleitern und den B-Junioren ging es spannend und dramatisch zu. Carsten Hermann, Trainer der B-Junioren, musste sich als Torhüter der Übungsleiter vier Mal geschlagen geben, doch am Ende setzte sich die Routine durch. Mit 6:4 siegte die Mannschaft von Carsten Hermann und sicherte sich damit in der Endabrechnung den zweiten Platz.
Zum Abschluss der Veranstaltung trafen Motor I und Motor II aufeinander. Doch auch Thomas Kirsch, der mit seiner Technik brillierte, konnte die 0:5-Niederlage von Motor II nicht verhindern.
Damit stand folgender Endstand fest: 1. FC Motor Zeulenroda I (15 Punkte/22:2 Tore); 2. Übungsleiter/FC Motor Zeulenroda (12/21:13); 3. FC Motor Zeulenroda II (9/16:13); 4. Alte Herren/FC Motor Zeulenroda (4/11:21); 5. Zeulenrodaer Präzisions-Maschinenbau GmbH (2/8:16); 6. B-Junioren/FC Motor Zeulenroda (1/8:21).
Christian Wittig (FC Motor I) und Sebastian Michler (Übungsleiter) waren mit jeweils acht Treffern die erfolgreichsten Torschützen des Turniers. Gerd Bürger, Siegfried Gneupel und Bernd Eismann von den Alten Herren sorgten als Turnierleitung und Schiedsrichter für einen reibungslosen Verlauf der Spiele. Auch die Versorgung in Form von Essen und Trinken war bestens organisiert.
Kleine Preise für die besten Teams, die erfolgreichsten Torschützen, den besten Torwart bzw. Feldspieler hätten dem ganzen noch die Krone aufgesetzt, fehlten aber leider.


04. Januar 2010 /Vogtland-Anzeiger

Reichenbacher zeigt Courage

Reichenbach – Wilfried Reißmann hat nicht weggeschaut, als im März diesen Jahres die Kassiererin im Reichenbacher Penny-Markt von einem Dieb bedroht wurde.

Er griff beherzt ein und verhinderte, dass die Frau möglicherweise schwer verletzt wird.
Selbst trug Wilfried Reißmann dabei so schwere Verletzungen davon, dass er heute noch Schmerzen hat und sogar froh ist, nicht sein Augenlicht oder gar sein Leben verloren zu haben. Für dieses Engagement wurde der Geschäftsführer einer Mylauer Computerfirma jetzt mit einem von der Sparkasse Vogtland ausgelobten Bürgerpreis ausgezeichnet. 300 Euro bekam er für sein Engagement, bei dem er einem anderen Menschen geholfen und nicht zuerst an sich selbst gedacht hat.
Wilfried Reißmann hielt den Dieb davon ab, weiter auf die Kassiererin einzuschlagen. Bei dem Versuch, den Täter an der Flucht zu hindern, war er dann im Eingangsbereich des Marktes gestürzt. Das nutzte sein Gegenüber aus und trat ihm mit seinem Springerstiefel gegen die Augenbraue. „Hätte er das Auge erwischt oder gar die Schläfe, hätte es noch viel schlimmer für mich ausgehen können“, sagt Wilfried Reißmann im Nachhinein.
Vor dem Tritt hatte er noch einen Schlag auf den Oberkiefer abbekommen. „Dadurch war mein Gesicht wahrscheinlich schon so taub, dass ich gar nicht mehr viel gespürt habe.“ Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er eine reichliche Woche im Krankenhaus bleiben musste und danach noch fünf Wochen krank geschrieben war. Bis heute befindet sich ein Implantat in seinem Körper, dessen medizinische Entfernung dem 56-Jährigen noch bevor steht.
Trotzdem, bekennt der mutige Reichenbacher, würde er in einer ähnlichen Situation wieder helfen. „Ich habe mich eingesetzt, weil ein Mensch in Not war“, sagt er und gibt zu, nicht damit gerechnet zu haben, dass die Situation so eskaliert. Und außerdem war er wohl davon ausgegangen, dass andere Kunden ihm zu Hilfe kommen. Das geschah nicht. Die anderen haben weggeschaut, genau wie in München und anderen Städten, wo beherzte Menschen Gewalt verhindern wollten und dabei selbst Opfer von Gewalt wurden.
Bei der Verhandlung gegen den Dieb und Schläger war Wilfried Reißmann als Zeuge geladen. Viel gebracht habe das aber nicht, erzählt er enttäuscht, denn soviel er wisse, befinde sich der Mann nach wie vor auf freiem Fuß. Verwandte und Bekannte stärken Wilfried Reißmann seit dem Vorfall im März den Rücken. Sie sind zwar froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist, können seine Handlungsweise aber durchaus verstehen.
ina


04. Januar 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Mit dem Kasper auf der Bühne

Als Mitmach-Theater wird das Märchen von Kasper und der verzauberten Prinzessin gestaltet.
Als Mitmach-Theater wird das Märchen
von Kasper und der verzauberten
Prinzessin gestaltet.
Foto: Hein 

Crimmitschauer Puppentheater gastiert in Greiz

Greiz (OTZ/gru).

Kleine und große Märchenfreunde sollten sich ein Datum besonders vormerken. Denn am Donnerstag, dem 14. Januar, gastiert das Puppentheater "Kasper´s Märchenstube" aus Crimmitschau im Theater der Stadt Greiz. Mit original Handpuppen führen die Märchenerzähler dann die Geschichte "Kasper und die verzauberte Prinzessin" auf. Beginn dieser zauberhaften Erzählung für Kinder ab zwei Jahre ist 16.30 Uhr.
Doch hinter Kasper´s Märchenstube steckt kein normales Kindertheater, bei dem die kleinen Besucher still auf ihren Plätzen sitzen müssen. Die Crimmitschauer Märchenfreunde gestalten ein Mitmach-Theater, das heißt, die Kinder werden selber Teil der Märchenwelt. Sie dürfen, und müssen sogar, dem Kasper helfen, den Zauberer Rotbart das Handwerk zu legen. Wenn am Ende die verzauberte Prinzessin vom Kasper und den Kinder gerettet wurde, kann sich dann jeder Mini-Akteur persönlich vom Kasper verabschieden.
Wer sich bei dieser interaktiven Theateraufführung einen Platz, nicht nur im Theater, sondern auch auf der Bühne sichern möchte, der hat die Möglichkeit, bei der Ostthüringer Zeitung 5x2 Freikarten zu gewinnen.
SMS Senden Sie eine SMS mit OTZ GR bis 12. Januar, 14 Uhr, an 83900 (0,49 € + Transportanteil) Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.


Zwei Verkehrsunfälle durch Schneeglätte

Es bleibt aber bei Sachschäden

Greiz (OTZ).

Aufgrund von Schneeglätte kam es im Landkreis Greiz zu zwei Verkehrsunfällen. Auf der B 94 kurz vor Neuärgerniß kam am Sonnabend, gegen 9.30 Uhr, eine 55-jährige Opel-Fahrerin am Ausgang einer Linkskurve ins Schleudern und anschließend von der Fahrbahn ab. Außer Sachschaden kam niemand zu Schaden. In Greiz kam ein 59-jähriger Mazda-Fahrer gegen 9.50 Uhr zwischen Greiz und Silberloch von der Fahrbahn ab. Der Mazda rutschte in der Folge acht Meter den Hang hinab.
Hier kam es glücklicherweise auch nur zu Sachschaden.


Karikatur des Tages

Viel Vergnügen!
Viel Vergnügen!
Zeichnung: OTZ/Bruns


Winterspaß auf dem Reißberg

Felix, Lisa, Vanessa und Angelique bei reichlich Schnee auf dem Reißberg zum Bau von Schneehöhle und Schneemann. Auch in den kommenden Tagen hat der Winter den Landkreis fest im Griff.
Foto: Silke Groß

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Felix, Lisa, Vanessa und Angelique bei reichlich Schnee auf dem Reißberg zum Bau von Schneehöhle und Schneemann. Auch in den kommenden Tagen hat der Winter den Landkreis fest im Griff.


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