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02. Januar 2010 /OTZ
Festjahr bleibt in Erinnerung
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Gut gelaunt, mit einem Gläschen Sekt, verabschiedeten die
Besucher der Abschlussveranstaltung "800 Jahre Greiz" vor der
Stadtkirche "Sankt Marien" das zurückliegende Festjahr. -
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Beifall von den zahlreichen Besuchern der Stadtkirche gab es
für die Bildimpressionen und die Orgelimprovisation.
Fotos: OTZ/Christian Freund -
"800 Jahre Greiz" klingen mit Lesung, Bildimpressionen und Orgelmusik in der Kirche aus
Von Christian Freund Greiz.
"Jedes hat seine Zeit..." - mit den weisen Worten König Salomons schlug Superintendent Andreas Görbert den Bogen zum ausklingenden Festjahr "800 Jahre Greiz", das am späten Silvesterabend mit einer öffentlichen Abschlussveranstaltung in der Stadtkirche "Sankt Marien" ruhig und besinnlich endete.
"Viele Hände und viele Köpfe haben sich für das Gelingen des Festjahres Tag für Tag und wenn es sein musste, auch nachts engagiert", dankte Bürgermeister Gerd Grüner allen, die "800 Jahre Greiz" zum Erfolg verhalfen. "Mehrmals haben wir uns in dieser Kirche zu Veranstaltungen getroffen, ich denke da vor allem an die Festveranstaltung des Landes Thüringen am 3. Oktober oder an die Präsentation des Polizeimusikkorps", führte er weiter aus. Wie auch während der anschließend folgenden Bildimpressionen, die vom Greizer Fotoclub und Fotografen der Ostthüringer Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketingverein gestaltet und von Stadtkantor Oliver Scheffels mit Orgelimprovisationen zum Greizer Lied eindrucksvoll untermalt wurden, ließ Grüner die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren. So hatte bereits in den ersten Januartagen die Präsentation der Urkunden der Ersterwähnung der Stadt große Aufmerksamkeit erfahren, danach folgte Veranstaltung auf Veranstaltung mit dem Höhepunkt Thüringentag und natürlich dem auch trotz des anhaltenden, zweistündigen Regens unvergessenen Festumzuges. Ein besonderer Dank ging an das Reußenpaar Silke und Andreas Stark, das Greiz weit über die Stadtgrenzen hinaus präsentierte und das "standesgemäß" in der Fürstenloge der Kirche Platz genommen hatte.
"Bei allen Aktivitäten hat das Wir-Gefühl, das gemeinsame Erleben im Vordergrund gestanden, das sollten wir in die vor uns liegenden Jahre mitnehmen", ermunterte der Bürgermeister. Für die Besucher stand fest - das Festjahr wird ewig in Erinnerung bleiben. "Für mich war die größte Geschichte der Städtewettkampf auf der Bühne im Schlossgarten. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mit der GFG und weiteren Mitwirkenden eine stimmungsvolle Kulisse ´gezaubert´, das war einfach toll", freut sich noch heute Thomas Lämmer, der zahlreiche Veranstaltungen moderierte. Auch für Musiker Hasso Geipel, der das Umzugsbild "Die singenden Bademeister" mitgestaltete und dessen Frau Brigitte, die sich um die Perücken der Akteure des Umzuges kümmerte, bleibt das Ereignis unvergessen: "Nach dem Umzug konnte ich die Perücken auswringen, das war mir nicht einerlei", erinnert sie sich.
Mit einem Gläschen Sekt, das vor der Kirche gereicht wurde, feierten die Besucher ins neue Jahr.
Kommentar
Das "Wir-Gefühl"
Von Christian Freund
Seit Donnerstag sind "800 Jahre Greiz" endgültig Geschichte. Als am späten Silvesterabend schon jede Menge Raketen im Stadtzentrum unüberhörbar gen Himmel geschickt wurden, konnte in der Stadtkirche im feierlichen Rahmen in "großer Runde" in Erinnerungen geschwelgt werden. Bürgermeister Gerd Grüner beschwor dabei vor allem das im Festjahr gewonnene "Wir-Gefühl", welches mit in die nächsten Jahre genommen werden sollte.
Das Timing für die Abschlussveranstaltung war gut angelegt, so bekamen auch die Besucher der dritten Vorstellung des Silvesterkonzertes Gelegenheit, noch rechtzeitig zur "Sankt Marien" eilen zu können. Apropos Silvesterkonzerte: fast könnte es den Eindruck erwecken, dass diese Veranstaltungen Kult-Status erreichen. Nachdem vor Jahren die Orchesterleitung beschlossen hatte, in Greiz drei statt der bis dahin zwei Konzerte am letzten Tag des Jahres zu veranstalten, war die Kartennachfrage so groß, dass 2009 eine vierte hätte gestartet werden können. Auch im Rahmen von "800 Jahre Greiz" war der Klangkörper in Veranstaltungen eingebunden. Vielleicht ist es ein Stück "Wir-Gefühl", dass die Philharmonie hier so erfolgreich macht. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Donnernder Beifall und mehrere Zugaben
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Drei ausverkaufte Silvesterkonzerte mit der Vogtland Phil-
harmonie unter Leitung von Stefan Fraas mit den Solisten Anne
Ellersiek und Uwe Schenker-Primus begeisterten das Publikum.
Foto: OTZ/Christian Freund
Schwungvolle Silvesterkonzerte der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach
Von Irmengart Müller-Uri Greiz.
Man hatte den Eindruck, ganz Greiz ist auf den Beinen und strebt dem Theater zu, um am Schluss des großen Jubiläumsjahres noch einmal ein festliches Konzert mitzuerleben. Schade, dass so mancher Besucher sich nur zu Silvester aufrafft, einmal das Theater zu besuchen, wo es doch während des ganzen Jahres ein vielseitiges Angebot an ernster und unterhaltender Musik gibt. Ein guter Vorsatz für das Jahr 2010: Öfter ins Theater gehen.
Es war ein schwungvolles, heiteres Programm für jedermann, mit dem GMD Stefan Fraas mit den Musikern der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach (VPH) das Greizer Jubiläumsjahr musikalisch beendete. Alles war wieder so aufgebaut, dass die fröhliche Stimmung im Saal von Titel zu Titel stieg. Fraas begeisterte dabei mit seinem Temperament sowohl als Dirigent, als auch als Erzähler von Anekdoten.
Ebenso ließen es die beiden Gesangssolisten nicht an Lebendigkeit und Charme fehlen, sie unterstützten dazu noch mimisch und gestisch ihren Gesang. Vor allem der Bariton Uwe Schenker-Primus erwies sich schon bei dem Duett Papagena/Papageno aus Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" als Komödiant, mehr noch natürlich im zweiten Teil des Konzerts bei den Szenen aus Operette und Musical. Sein voller, weicher Bariton und seine Gewandtheit in Spiel und Gesang machten ihn auch ohne Requisiten zum Darsteller von handelnden Personen.
Seine Kollegin, die Sopranistin Anne Ellersiek, verband ihren Gesang ebenfalls mit lebhafter Gestik und grazilen Bewegungen und war damit ein liebreizendes Pendant zu dem kraftvollen Uwe Schenker-Primus. Ihre Stimme hatte ein wohlklingendes Timbre, und sie war flexibel in der Gestaltung ihrer Vorträge. Angefangen von der lustigen Papagena, über das betrübte "Arme Mädchen..." in Albert Lortzings "Waffenschmied" bis zur unbeschwert singenden "Christel von der Post" aus Carl Zellers Operette "Der Vogelhändler" erwies sie sich als wandlungsfähige Interpretin.
Stefan Fraas sorgte mit seinem Vortrag heiterer Verse von Erich Kästner und Heinz Ehrhardt gewandt und charmant für humorvolle und witzige verbale Einlagen zwischen den musikalischen Titeln.
Die Solisten in Abendkleid und Frack, Musiker der VPH in weißem Sakko, die Damen in glitzernden Roben, GMD Fraas im weißen Frack - das alles trug zur festlich-beschwingten Atmosphäre des Konzertes bei. Und es waren nicht allein die Begleitungen der Sänger, sondern vor allem die Programmpunkte, in denen die Philharmonie Ouvertüren oder auch den immer wieder zauberhaften "Blumenwalzer" aus Peter Tschaikowskis "Nussknackersuite" interpretierte - die Musiker verstanden es, die verschiedenen Ausdrucksformen heiteren Musizierens zündend zu überbringen.
Natürlich gab es donnernden Beifall und mehrere Zugaben, die beim ersten Konzert - wie beim Wiener Neujahrskonzert - mit dem "Radetzkymarsch" beendet wurden. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Ruhiger Jahresbeginn für Polizei und Feuerwehr
Greizer Kameraden rücken nur einmal aus
Greiz (OTZ/KG).
Obwohl das neue Jahr in Greiz und Umgebung dank Böller lautstark begrüßt wurde, blieb der Jahresbeginn für Polizei und Feuerwehr ruhig. Lediglich einmal musste die Freiwillige Feuerwehr Greiz in der Silvesternacht ausrücken, die Brandmeldeanlage in der Altstadtgalerie hatte Alarm geschlagen. Fehlalarm, wie sich vor Ort heraus stellte. Ansonsten war die Nacht für die Kameraden ruhig gewesen, wie schon in den vergangenen Jahren. Günstig sei bei diesem Jahreswechsel natürlich auch das nasskalte Wetter gewesen, bei dem die Gefahr, dass Feuerwerkskörper Brände auslösen, deutlich geringer ist.
"Auch bei uns war die Silvesternacht relativ ruhig", sagt Hans-Joachim Gerhardt von der Polizeidirektion Gera. In Gera und Ronneburg seien insgesamt drei Altpapiercontainer durch Böller in Brand geraten, doch insgesamt gesehen sei es ein entspannter Jahreswechsel gewesen.
Und selbst die Situation auf den vor allem gestern Morgen teils sehr vereisten Straßen sei weitestgehend ohne Folgen geblieben. "Probleme auf den Straßen sind uns nicht gemeldet worden", so Gerhardt. Zum einen liege das daran, dass am Neujahrsmorgen ohnehin nur wenige Fahrzeuge unterwegs und die Fahrer bei solchen Witterungsbedingungen vorsichtig seien, so der Polizist. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Supertalent als Überraschungsgast
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Kopfstand mit Prima Donna:
Supertalent Yvo Antoni
zur Silvestergala im
Bio-Seehotel.
Yvo Antoni tritt im Bio-Seehotel auf
Zeulenroda (OTZ/St.B.).
Mancher Hotelgast hat ihn in der Lobby erkannt, meinte aber, er werde wohl hier Urlaub machen. Am Silvester-Abend dann die Überraschung: Zur Gala im Karpfenpfeifersaal trat das frisch gekürte "Supertalent 2009" auf. Yvo Antoni und seine Jack-Russell-Dame "Prima Donna" begeisterten die rund 320 Menschen knapp zwei Stunden vor Mitternacht.
Vier Minuten lang kokettierte der 30-jährige Kölner mit dem Publikum und ließ seine vierbeinige Freundin zur Hochform auflaufen. Springen, Tanzen, Balancieren und Frech sein - der Terrier hat großen Spaß daran. Wie man ihn bei Lust und Laune hält? "Mit Futter, Spielzeug und Liebe", sagt Antoni. "Es ist das Gleiche, wie beim Menschen auch: Wir tun nichts, ohne dass wir etwas dafür bekommen."
Angekündigt wurde Antoni von Effenberg-Doppelgänger André Bauer, der den Abend moderierte und später noch als DJ Effe in der Lobby-Bar auflegte. Er arbeitet bei der Geraer Agentur Varia-Service, über die das Seehotel das Supertalent bereits buchte, als es noch gar kein Supertalent war. "Mit Sicherheit", antwortet Antoni deshalb auf die Frage, ob er heute teurer wäre.
Bei der Tournee der Supertalente, die am 29. Januar in der Messehalle Erfurt gastiert, ist Antoni ebenfalls zu erleben. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Neues Winterdienstauto kommt erst im Mai
Kreisstraßenmeisterei erhält Ersatz
Zeulenroda (OTZ/St.B.).
Die Kreisstraßenmeisterei darf sich ein neues Winterdienstfahrzeug der Marke MAN für 133 910,99 Euro anschaffen. Das beschloss der Werkausschuss des kreiseigenen Betriebes im alten Jahr. Unter dem Vorbehalt, dass der Doppelhaushalt des Landkreises noch vom Land bestätigt wird. Danach könnte der Auftrag ausgelöst und das Fahrzeug vermutlich im Mai in Dienst gestellt werden, sagte Werkleiter Andreas Künzel.
Bei der Neuanschaffung handelt es sich um eine Ersatzinvestition für einen Mercedes-Lkw Baujahr 1997. Der läuft zwar noch, entspricht aber nicht mehr dem Stand der Technik. "Der Verbrauch ist hoch und die Reparaturen häufen sich", begründet Künzel. Das neue Auto verfügt über die komplette Winterdienstausstattung mit einem Feuchtsalzstreugerät der Firma Schmidt und einem Schneepflug. Dazu die übliche Kommunalhydraulik samt normaler Kipper-Pritsche.
Alles in allem arbeiten in der Kreisstraßenmeisterei Zeulenroda und den Außenstellen Greiz und Bad Köstritz derzeit 26 Beschäftigte und ein Auszubildender. Ihnen stehen fünf Unimog und fünf Lkw sowie ein Multicar, mehrere Transporter, fünf Bagger sowie diverse Anbaugeräte zur Verfügung. Im Winterdienst ist die Kreisstraßenmeisterei für 150 Kilometer Kreisstraßen sowie weitere 100 Kilometer im kommunalen Auftrag verantwortlich. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Mittendrin im Intrigenspiel
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Der Weiße Saal erwies sich als idealer Spielort für die
„Gefährlichen Liebschaften", für deren Aufführung am Silvester
-nachmittag die Theater AG viel Beifall erhielt.
Foto: Silke Groß
60 Zuschauer sehen "Gefährliche Liebschaften" am Silvesternachmittag im Weißen Saal
Greiz (OTZ/Groß).
Welche Herausforderung und besonderen Reiz der Weiße Saal des Unteren Schlosses für ein Theaterstück um das 18. Jahrhundert darstellt, zeigten die Jugendlichen der Theater AG des Gymnasiums Greiz zu Silvester in ihrem Stück "Gefährliche Liebschaften". Zur Bühne avancierte der gesamte Saal und die 60 Zuschauer befanden sich mittendrin im Spiel um Sex, Intrigen, Macht und Rache. Als Vorlage des Stückes, in dem Jeffrey Döring Regie führte, diente das Script von Christopher Hampton. Das 60-Minuten-Stück eröffnen die Bediensteten mit ihren Erinnerungen an den Lebensstil der Monarchie vor der Revolution in Frankreich und an den wenig ehrenvollen Tod ihres Herren, Vicomte Sebastien de Valmont, dargestellt von Philipp Burkhardt, der sich mit den Trophäen seiner Verführungen schmückte. Zu spät erkannte er, dass seine amourösen Abenteuer Intrigen sind, die einzig dem Rachefeldzug der kaltherzigen Marquise Isabelle de Merteuil dienen. Ihren reizvollen Part mit französischem Charme, koketten Blicken und hellem Lachen spielt Johanna Vetter überzeugend. Voller Spielfreude und Witz auch die anderen Darsteller Sarah Hartung, Tobias Groneberg, Jan Bettermann, Tina Weidhaas und Christiane Bier. Die Umrahmung übernahm Sarah Stamboltsyan am Klavier.
Dies war die letzte von sechs Aufführungen, doch als nächstes Stück dürfen sich die Fans der Theater AG auf "Alice im Wunderland" freuen. Applaus und Blumen spendete das Publikum. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Auf Süßes und Fettiges verzichtet
Projekt der Jugendfeuerwehr
Von Robert Riedel Mohlsdorf (OTZ).
Ganz und gar nichts mit Feuerwehr hatte der vergangene Dienst der Mohlsdorfer Jugendfeuerwehr zu tun: Über gesunde Ernährung und Essgewohnheiten ging es bei dieser Gruppenstunde.
Die Jugendlichen bekamen aber nicht einfach etwas vorgesetzt, sondern waren an der Zubereitung der Speisen aktiv beteiligt - und hatten mächtig Spaß dabei.
Als Einstieg gab es Vollkornbrot mit Himbeerbutter, während des Lehrgespräches wurden Obst- und Gemüsespieße verzehrt. Hauptmenü waren Strammer Max und Backkartoffeln mit Quark, zum Abschluss gab es für die jungen Floriansjünger einen Salat aus Äpfeln, Orangen und Chicoree.
Den Jugendlichen war klar, dass Feuerwehrmänner immer fit sein müssen, so dass gesunde Ernährung auch in der Feuerwehr eine Rolle spielt. Sie hatten Spaß bei der Zubereitung und ließen die Gruppenstunde in Form eines Spielabends ausklingen.
Jetzt, wo alle Dienste des vergangenen Jahres vorbei sind, hat die Jugendfeuerwehr fast 180 Dienststunden bei 35 Diensten geleistet. Etwa die Hälfte der Dienste beziehen sich auf Freizeit, Sport und Spiel und allgemeine Jugendarbeit. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Nachdenkliches zum Wochenende
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Beate Stutter, Tschirma
Zuversicht für neues Jahr
Von Pastorin Beate Stutter, Tschirma
Wieder einmal stehen wir an der Grenze zwischen zwei Jahren. Zeit, innezuhalten und sowohl zurück, als auch nach vorne zu blicken. Was hat 2009 geprägt? Die Finanz- und Wirtschaftskrise, Schweinegrippe, der Tod von Michael Jackson, der Amoklauf von Winnenden...
Und natürlich unsere persönlichen Erlebnisse verbunden mit Not, Leid, Freude, Dankbarkeit, Trauer, Glück. Erlebnisse, die wir mit anderen geteilt haben und Erlebnisse, die wir allein getragen haben. Manches dürfen wir zurücklassen im zu Ende gehenden Jahr. Und gleichzeitig liegt ein Jahr vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt, offen für Neues, verbunden mit Erwartungen und Hoffnungen, vielleicht Ängsten und Befürchtungen. Wie kommen wir gut durch dieses neue Jahr? Was wird auf uns zu kommen an Schicksalsschlägen und an Glücksstunden?
Hoffentlich werden die guten Tage überwiegen. Die Jahreslosung für das Neue Jahr macht uns Mut: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!" (Johannes 14,1) Hier geht es nicht nur um eine Aufmunterung, sondern um tief fundierte Zuversicht. Unser Glaube trägt uns durch alles, was wir erhoffen oder befürchten und garantiert durch dieses neue Jahr, das wir beginnen. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie mit dieser Zuversicht die Grenze zum Neuen Jahr überschreiten können, wissend, dass wir gehalten, geführt, behütet werden.
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02. Januar 2010 /OTZ
Jahresrückblick 2009 Greiz und Umgebung Juli bis September
Tolle Kirmestage mit Tanz und Umzug in Berga gefeiert

Petra Grötsch ist neue Bergaer Marmeladenkönigin 2009
Berga.

Mit einem feurig-fruchtigen Gaumenschmaus überraschte und überzeugte Petra Grötsch aus Berga die zahlreichen Juroren zur Wahl der Marmeladenkönigin 2009 in der kleinen Elsterstadt.
Unter den 17 eingereichten Proben erhielt ihre Aprikosen-Chili-Marmelade die meisten Stimmen der insgesamt 67 Juroren, die am 11. September im Klubhaus bei der Verkostung ordentlich zulangten. Dagmar Reinhold erreichte Rang 2.
Auf dem großen Kirmesball am 12. September nahm Petra Grötsch den Hut der Marmeladenkönigin 2009 aus den Händen ihrer Vorgängerin Helga Reihl aus Großkundorf entgegen. Die bestickte Schürze überreichten ihr Irina und Tobias Strobach, das amtierende Kirmespaar.
Den besten Hollunderschnaps hat nach Meinung der Verkoster, die nach der Kirmeswanderung ordentlich Appetit hatten, Romy Maruszcak gebraut, die sich über einen Gutschein freuen konnte.
Einem aktuellen Thema wandte sich das Kirmesrätsel im vergangenen Jahr zu, dessen vielzeilige Lösung mit der rigorosen und mit viel Applaus vom Ballpublikum bestätigten Feststellung schloss: Ein neuer Supermarkt muss her.
Die Glücksfee aus der polnischen Partnerstadt Sobotka, die mit einer Delegation an den Kirmesfeierlichkeiten teilnahm, zog den Hauptpreis — einen 100-Euro-Shopping-Gutschein — für Ute Weise aus Berga.
Auch die Stärksten im Bierkrugstemmen wurden zur Bergaer Kirmes ermittelt: Ramona Benkel holte sich mit 3:33 Minuten
den Sieg bei den Frauen, während Uwe Hensel mit 8:50 Min. bei den Männern ungeschlagen blieb.
Mit den Späßen der Hobby-Comix und zur Musik von Volker und Evelyne von MixTour aus Gera amüsierten sich die Ballgäste in Berga bis in die Nacht hinein.
Ein schon traditioneller Höhepunkt der Bergaer Kirmes ist der Festumzug, der bei herrlicher Altweibersommer-Sonne mit 29 Bildern farbenfroh und fröhlich von Bergaern und Gästen gestaltet wurde.
Im F8-Oldie von Mike Steiner hatte das Kirmespaar Platz genommen, von Nicole Lieders Ponykutsche grüßten die Marmeladenköniginnen das Publikum am Straßenrand. Fröhlich bunt ging es bei den Waldspatzen und im Zug der Bergaer Grundschüler zu, während Carnevalsclubs aus Berga und Clodra Stimmung und Konfetti unter die Leute brachten.
Neu im Kanon der Festwagen ist 2009 die Zimmerei und Holzbau Christian Kubitz und Dienallart von Holm Zaubitzer aus Clodra. Seinen Lanz-Bulldog Baujahr 1937 stellte der Bergaer Eckhardt Oertel vor.
Im Fackelschein klang der Eröffnungsabend der Bergaer Kirmes am Abend zuvor aus, als vor allem Kinder und Jugendliche mit Lampions und Fackeln in einem Umzug durch die Stadt zogen, allen voran die Kleinreinsdorfer Schalmeienkapelle, die mit ihrer Musik einmal mehr die Zuhörer fesselte.
Für einen schwungvollen Auftakt sorgten bereits am Nachmittag die Bergaer Grundschüler mit einem bunten Programm und zum erstell Mal dabei war auch der Männerchor Braunichswalde auf der Bühne des Bergaer Klubhauses.
Zuvor begrüßten Bürgermeister Stephan Büttner und der Vorsitzende des Brauchtums- und Kirmesvereins, Mario Heine, die zahlreichen Besucher, darunter die Gäste der polnischen Delegation sowie Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), die im Anschluss an das Eröffnungsprogramm gemeinsam den Kirmeskranz hochzogen.
Das Greizer Reußenpaar und Maskottchen Perla überbrachten die Grüße aus der Park- und Schlossstadt nach Berga.
Schule geräumt

Lessing-Grundschüler mussten wegen Einsturzgefahr umziehen
Greiz (OTZ).
„Es ist ein bisschen aufregend, Angst haben wir aber nicht", gestehen die Lessing-Grundschüler Alexander Grätz und Hannes Herpich. Ende August mussten sie gemeinsam mit weiteren 118 Kindern ihre persönlichen Sachen zusammenpacken und die Klassenzimmer verlassen.
In den Unterrichtsräumen können die Schüler nicht mehr bleiben, denn es wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass die Decken den Belastungen nicht mehr gewachsen sind und vielleicht einstürzen könnten. Asyl findet die Lessing-Grundschule schließlich in der Goethe-Grundschule, in der die Kinder bis zum Ende der Sanierungsarbeiten, die derzeit noch laufen, unterrichtet werden können.
Prüfungen der Statik hatten ergeben, dass das Schulgebäude nicht mehr sicher ist. Die Untersuchungen waren zunächst angestellt worden, um eine groß angelegte Sanierung des Gebäudes vorzubereiten. Geplant sind dafür bis jetzt 1,4 Millionen Euro. Beginn der Arbeiten soll im Februar sein.
Für die Tragfähigkeit der Decken ist ein Belastungswert von 300 Kilogramm pro Quadratmeter vorgeschrieben. Die ersten stichprobenartigen Untersuchungen im gesamten Gebäude hatten ergeben, dass die geforderten Werte bei keiner der Decken nachgewiesen werden konnten. Mit rund 450 000 Euro Zusatzkosten rechnet der Landkreis Greiz, um diese Mängel zu beseitigen.
Nach erfolgter Sanierung soll die Greizer Lessing-Grundschule wieder als Grundschule genutzt werden.
100 Jahre Chemie in Greiz

Chemiestandort Dölau heute weltgrößter Thioplasthersteller
Greiz.
Zum 1. Juli 1909 erfolgte der Eintrag ins Handelsregister: Geburtsstunde des Chemiestandortes Greiz-Dölau, dessen 100. Bestehen am 4. September im Theater mit gut 350 Mitarbeitern, Ehemaligen und Gästen gefeiert wurde.
Klaus Kuhlage, Geschäftsführer der Akzo Nobel Functional Chemicals GmbH, nahm sein Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Firmengeschichte, die Höhen und Tiefen sah und dabei eng mit den Greizern verbunden blieb. Der Standort, einst mit zehn Leuten gestartet, ist heute der weltweit größte Thioplasthersteller und weiß sich trotz aktuell widriger Bedingungen am Weltmarkt zu behaupten. Mit 220 Mitarbeitern, darunter 26 Auszubildende, gehört das moderne Unternehmen zu den größten Arbeitgebern der Region.
Mit viel Applaus begrüßt wurde an diesem Tag Dr. Eberhard Schwarz, Enkel des Firmengründers Max Schwarz. Nach der Enteignung wagte die Familie in Oberlahnstein am Rhein den Neuanfang. Heute haben Zschimmer & Schwarz 20 Niederlassungen weltweit mit 850 Mitarbeitern. „Wir sind ein Familienbetrieb geblieben und haben fast alles ausschließlich mit eigenem Geld gemacht, weshalb uns die Finanzkrise nicht getroffen hat", erklärt Schwarz. Natürlich habe man nach der Wende geprüft, in Greiz wieder einzusteigen. Doch das Programm damals sei sehr weit weg vom eigenen Produktionsprofil gewesen. Bei einem Rundgang habe sich Schwarz gefreut zu sehen, dass alle helfen, den Standort zu stabilisieren und eine gesunde Weiterentwicklung erfolgt.
Fürstliche Reinlichkeit

Bad und Toilette der Fürstin Ida nach Restaurierung übergeben
Greiz.
Ein kleiner, aber teurer Baustein wurde am 21. August dem künftigen Rundgang im Unteren Schloss hinzugefügt: Die Restaurierungsarbeiten von Bad und Toilette der Fürstin Ida sind abgeschlossen, die beiden kleinen Räume fügen sich nun in den bereits fertig gestellten Bereich der Beletage ein.
Die kleinen Räume, in denen sich Badewanne und Toilette befinden, seien zuvor untergeordnete Abstellräume gewesen. Restauriert wurden sie anhand entsprechender Untersuchungsergebnisse. So wurden Fassungen an Wänden und Decken rekonstruiert, Teilflächen auch restauriert, Deckenstuck und Parkett aufgearbeitet, Türen und Fenster restauriert. Neu ist der Spiegel, der sich gegenüber der Badewanne befindet. Die Fensterdekoration wurde nach historischen Vorlagen neu gefertigt. Das Toilettenbecken, das nachweislich aus dem Bestand des Unteren Schlosses komme, wurde restauriert. Weitere Einrichtungsgegenstände — Badewanne, Ofen, Lampen — mussten gekauft werden, wobei man sich an den historischen Inventarlisten orientiert habe. 73 000 Euro haben die Restaurierungsarbeiten gekostet, 15 000 Euro davon wurden vom Landesamt für Denkmalpflege zugeschossen.
Auch wenn der Beletage ein weiterer Mosaikstein hinzu gefügt werden konnte, gibt es noch einiges zu tun, etwa der Grüne Salon oder der Zofenbereich. Da die Restaurierung jedoch zum Großteil aus städtischen Eigenmitteln finanziert wird, werde es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Vorzeige-Etage in ganzer Pracht erstrahlen kann.
Verhaltene Freude bei der CDU

Direktmandate geholt - Bei Landtagswahl aber Verluste eingefahren
Greiz.
Recht verhalten war die Freude unter den CDU-Mitgliedem, die das Wahlergebnis am 30. August im Greizer Landratsamt verfolgten. Und das, obwohl die Christdemokraten sowohl im Wahlkreis Greiz I mit Volker Emde, als auch im Wahlkreis Greiz II mit Horst Krauße das Direktmandat holen konnten. Grund dafür dürften wohl die Verluste sein, die die CDU im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl im Jahr 2004 eingefahren hat.
Horst Krauße hat im Wahlkreis Greiz II 29,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Bei der Landesstimme gingen im Wahlkreis Greiz II 35,6 Prozent der Stimmen an die CDU. Im Wahlkreis Greiz I ergatterte Volker Emde (CDU) 36,0 Prozent der Wählerstimmen und zieht somit wieder direkt in den Landtag ein. In der Landesstimme im Wahlkreis Greiz I kommt die CDU auf 34,8 Prozent.
Klare Sache war die Bundestagswahl am 27. September für den Christdemokraten Volkmar Vogel: Das Direktmandat geht wieder an ihn. Mit über 9000 Stimmen Vorsprung vor Frank Tempel (Die Linke) holte der CDU-Mann, der seit 2002 im Bundestag sitzt, das zweitbeste Wahlkreis-Ergebnis thüringenweit für die Christdemokraten. Mit Applaus werden Vogel und seine Frau Carmen im Foyer des Landratsamtes in Greiz zur Präsentation der Wahlergebnisse empfangen. „Das Wahlergebnis ist ein großer Vertrauensbeweis, der mich darin bestärkt, für alle im Wahlkreis da zu sein und mich für all jene einzusetzen, die ihr Geld mit ihrer Hände Arbeit verdienen", so Vogel am Wahlabend.
Im zweiten Anlauf alles korrekt

Langenwetzendorf hat seinen Beigeordneten
Langenwetzendorf.
Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Mit Knut Barthold (Bürgerbewegung) hat die Einheitsgemeinde Langenwetzendorf seit 24. August einen neuen Beigeordneten. Nach der von der Kommunalaufsicht für rechtswidrig erklärten ersten Wahl in offener Abstimmung gingen Gemeinderat und Verwaltung nun streng nach den Buchstaben der Kommunalgesetzgebung vor, die Bürgermeister Kai Dittmann sicherheitshalber in mehreren Bänden in die Sitzung mitgebracht hatte.
Neben Barthold, der in der nichtigen Wahl im Juli gewonnen hatte und von Dittmann selbst wieder vorgeschlagen wurde, nominierte die CDU-Fraktion ihr Mitglied Eberhard Neudeck für die Wahl. In der penibel geheim durchgeführten Abstimmung obsiegte Barthold klar mit 13 Stimmen, während drei Voten auf Neudeck entfielen.
Weitere Wahlen hatten über die Berufung beratender Bürger in Ausschüsse des Gemeinderates zu entscheiden. Für die laut Geschäftsordnung vier Sitze im Bau- und Umweltausschuss hatten sich gleich sieben Bürger beworben. Die meisten Stimmen in der gleichfalls geheimen Abstimmung erhielten Andreas Wirges, Dachdecker in der Meisterausbildung, der selbstständige Bauingenieur Dieter Dunse, der Elektromeister Thomas Weber und der Bezirksschornsteinfegermeister Uwe Scholz. Der dritte Wahlgang des Abends galt der Berufung beratender Bürger für den Kultur-, Sport- und Sozialausschuss. Hier setzten sich mit deutlichem Vorsprung der Berufsschullehrer Sören Lätzer und Andreas Hendrich durch.
Kameraden feiern Jubiläum

Freiwillige Feuerwehr Kleinreinsdorf feiert 75-jähriges Bestehen
Kleinreinsdorf (OTZ).
Wie stellte doch der Wehrleiter der Feuerwehr Kleinreinsdorf, Sven Wiedemann, am 1. August die Frage in den Raum: Ist die FFW Kleinreinsdorf 75 Jahre alt oder muss man das Gründungsdatum viel weiter nach vorn verlegen? In alten Akten des Fürstlichen Landratsamtes Greiz, betreffend das Feuerlöschwesen in Kleinreinsdorf, wird aus dem Jahr 1883 berichtet, dass ein Spritzenverband, welcher im Besitz einer Handdruckspritze mit Zubringer sowie zweier Haken und Eimer ist, schon bestanden hat. Doch der eigentliche Gründungstag wird mit dem 11. Juli 1934 (Greizer Zeitung) angegeben. Am 1. August jedenfalls feiert die Kleinreinsdorfer Feuerwehr 75jähriges Bestehen.
Derzeit umfasst die FFW Kleinreinsdorf 27 aktive Kameraden. Eine Jugendfeuerwehrgruppe befindet sich im Aufbau. 75
Jahre FFW Kleinreinsdorf — das sei ein Anlass zum Feiern, so Wiedemann, der zahlreiche Gäste begrüßen konnte.
Natürlich hatten sich die Damen des Feuerwehrvereins ein besonderes Begrüßungsständchen einfallen lassen und brausten mit der Feuerwehr in alten Einsatzuniformen zu den Klängen „Hurra, Hurra, die Feuerwehr ist da" vor, um Blumen zu verteilen. Dabei hatten sie auch ihren jüngsten Feuerwehrmann Max mit, der allerdings ein wenig konsterniert aus der Uniform schaute.
Ein besonderer Höhepunkt zum Fest war das 2. BobbycarRennen in Kleinreinsdorf. Ein Feuerwerk am späten Abend war der krönende Abschluss dieser Jubiläumsfeier. |
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02. Januar 2010 /OTZ
Pokalschreck Daßlitz
siegt beim OTFB-Pokal -1930 Teilnehmer zu Kreisjugendspiele

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).
Das zweite Quartal des Greizer Sportjahres beginnt im April, die erste Erfolgsmeldung können jedoch klassische Wintersportler liefern. Zum Deutschland-Pokal in Grimma erlaufen sich Silke Hartmann und Gerd Kittelmann vom Hainberger SV die Goldmedaille im Eiskunstlauf-Paarlauf.
Als jüngste Starterin überzeugt Yaren Meister vom 1. RSV 1886 als Gesamtdritte ihrer Altersklasse U 11 weiblich bei der Ostthüringen Tour des Radnachwuchses, die im 2009 April in Greiz endet.
1930 Kinder und Jugendliche beteiligen sich vom 18. April bis 12. Juni in 24 Sportarten an den Kreisjugendspielen.
Licht und Schatten erleben die Anhänger des FSV Berga. Am Pfingstwochenende wird das 150-jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Fest begangen. Sogar Drittbundesligist Erzgebirge Aue kommt zum Gratulieren vorbei, lässt den Bergaern aber beim 10:0 nicht den Hauch einer Chance. Leer geht der FSV Berga auch am Ende der Bezirksliga-Saison 08/09 aus. Platz 14 mit 32 Punkten bedeutet Abstieg in die Kreisliga. Auch den Hohndorfer SV als Tabellenletzter ereilt das gleiche Schicksal.
Besser macht es da die SG Daßlitz/Langenwetzendorf, die Sechster wird, und die SG 1. FC/ Chemie Greiz, die auf Rang vier abschließen.
Doch der Höhepunkt für Daßlitz soll noch folgen. Nachdem sie als regelrechter Pokalschreck Mannschaften wie den SSV Traktor Nöbdenitz oder die stark besetzte Mannschaft von Thüringen Jena besiegt haben, machen sie den Sieg im OTFB-Pokal mit dem 3:1-Erfolg gegen den SV Rositz perfekt.
Jubeln können aber auch die Fußballer des Hainberger SV, die im Juni den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffen. Gefeiert wird das ausgiebig. |
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02. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Eine ganz normale Nacht

Wie das Pflegepersonal im Seniorenpark "Am Birkenwäldchen" das neue Jahr begrüßte
Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).
Die Silvesterparty für die 85 Bewohner ist bereits ein paar Stunden her, als das neue Jahr mit Eisregen an die Tür klopft. Schon um 16 Uhr ging die Feier im Erdgeschoss des Seniorenparks "Am Birkenwäldchen" los, damit so viele Bewohner wie möglich was davon haben.
Um Mitternacht ist das Hallo vom frühen Abend längst verklungen. Nur noch eine Handvoll mobiler Pflegepatienten bleibt wach, schwärmt aber immer noch vom Festmahl, als der Nachtdienst kurz vor zwölf alles, was munter ist, auf der zweiten Etage zusammenholt.
Es hatte ganz typisch Roster mit Sauerkraut gegeben. Nun folgen zwei Flaschen Rotkäppchen-Sekt. Die erhoffte Aussicht auf das Feuerwerk über Zeulenroda bleibt leider aus. Der Nebel lässt von dem Farbenspiel am Himmel nicht viel durchdringen. Nur die Geräuschkulisse zeugt davon, dass es jetzt soweit sein muss: Willkommen im Jahr 2010!
Bewohner und Pfleger rücken auf der Couchgarnitur zusammen und prosten sich zu. Dass dabei Alkohol erlaubt ist, bleibt für die diensthabenden Mitarbeiter Gunhild Dreher, Susann Habel und Steffen Schuster die Ausnahme zum Jahreswechsel. Genau, wie die kleine Aufmerksamkeit der Heimleitung, die jedes Jahr die Arbeit zu dieser besonderen Zeit etwas erleichtern soll. Diesmal steht eine hübsch verpackte Flasche Sekt mit zwei Gläsern für jeden bereit. Auch keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit, wie die Pflegekräfte unisono urteilen.
Zum zweiten Mal sind Gunhild Dreher und Susann Habel mit einem Silvesterdienst dran. Und das in 18 Jahren, die sie nun schon in einem Altenpflegeheim arbeiten. Eine überaus akzeptable Quote, befinden sie. Die 55-jährige Langenwolschendorferin und die 40-jährige Zeulenrodaerin fingen beide im heutigen Heim "Zum Stausee" an, sind seit einiger Zeit in der Pausaer Straße. Und finden nichts Verwerfliches an dem Silvesterdienst. "Einer muss es machen", sagt Susann Habel und denkt kurz an die Familie, die in verschiedenen Orten feiert. Genau wie die Kinder von Gunhild Dreher. "Mein Mann ist zu Hause", sagt sie und stellt sich vor, dass er sicher irgendwann vorm Fernseher einschlafen wird. Hoffentlich kriegt sie keinen Ärger, wenn das jetzt auch noch in der Zeitung steht.
Jeder der drei Pfleger überwachte das Geschehen in einem Wohnbereich und führte die Routine-Tätigkeiten aus, die in der Zeit zwischen 21 Uhr und 6.30 Uhr zu erledigen sind: Drei Kontrollgänge, Nachbereitung des abgelaufenen Tages, Vorbereitung des nächsten. Mit einer Besonderheit, dass nicht nur Monats-, sondern auch Jahreswechsel anstand. Weshalb die Bewohnerdokumentationen komplett umzuheften waren.
In den Akten werden für jeden Tag im Monat die so genannten Grundpflegenachweise geführt - also vorgeschriebene Tätigkeiten aufgelistet und ihre Ausführung protokolliert. Neben dem Bürokram erledigt der Nachtdienst noch Standard-Handgriffe, wie die Essensbestellung und die Reinigung der Medikamentenschränke. Oder die Zusammenstellung der individuellen Arznei-Dosen für den Folgetag.
"Arbeit ist Arbeit. Und man muss froh sein, dass man welche hat", sagt Steffen Schuster, der nun seit einem Jahr bei der AWO AJS in Zeulenroda und seit Herbst im "Birkenwäldchen" beschäftigt ist. Für ihn war es nicht der erste Silvesterdienst, aber der erste auf Station. "Die letzten 15 Jahre habe ich jedes Jahr Silvester gearbeitet", sagt der 42-jährige Plauener. Denn er ist im Nebenjob Artist und Großillusionist, macht so ähnliche Sachen wie David Copperfield. Vom "Duo Charmant" könnte man ihn von mancher Festivität kennen, wo er für staunende Gesichter sorgt.
Im Seniorenpark blieben in der Neujahrsnacht Überraschungen aus. Obwohl man in diesem Job immer auf etwas Derartiges gefasst sein müsse, wie Steffen Schuster meint. "Wenn es klingelt, weiß man nie, was hinter der Tür ist", kommentiert er, als um 0.15 Uhr ein Hilferuf aus Zimmer 214 einläuft. Susann Habel macht sich auf den Weg, kehrt aber wenige Minuten später mit einem erleichterten Gesichtsausdruck zurück. Die Frau habe nur auf eine andere Seite gedreht werden wollen, berichtet sie. Solche Lagerungswechsel kommen über die Nacht verteilt häufig vor.
Im Wohnbereich I verlangt eine andere Bewohnerin nach etwas zu trinken, als die Zeitanzeige bereits auf 0.21 Uhr rutscht. Mancher kann nicht gut schlafen, bei dem Knaller- und Raketenkrach, der von der Stadt herüber hallt. Aber auch der ist bald vorbei. Und spätestens am Neujahrstag um 21 Uhr beginnt eine weitere ganz normale Nacht. |
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02. Januar 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes
Faultier sorgt für volles Kino
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"Ice Age 3" mit dem Faultier Sid war 2009 der
beliebteste Film im Zeulenrodaer Kino.
Foto: Filmtheater Odeon
Kinojahr 2009 geht in Zeulenroda und Greiz mit einem Besucherplus zu Ende
Von Juliane Maier und Katja Grieser Zeulenroda/Greiz (OTZ).
Die Geschichte des Faultiers Sid und seiner Freunde war im vergangenen Jahr im Filmtheater Odeon in Zeulenroda der Renner bei den Kinobesuchern.
Der dritte Teil des Animationsfilms "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los", in dem das schrullige Faultier Sid auch einmal Vater sein möchte und die Eier eines Tyrannosaurus Rex klaut, zog die meisten Besucher ins Kino.
Sids Freunde Mammut Manni und Säbelzahntiger Diego müssen ihn wieder einmal vor so manchen Katastrophen bewahren. Knapp hinter "Ice Age 3" auf Platz 2 der beliebtesten Filme in Zeulenroda lag "Harry Potter und der Halbblutprinz", dicht gefolgt von "Wickie und die starken Männer". Auch Streifen wie "2012" von Roland Emmerich, "Oben", ein Animationsfilm von Walt Disney, oder Till Schweigers "Zweiohrküken" erwiesen sich als Publikumsmagnete.
Das Kinojahr 2009 geht in Zeulenroda mit einem Besucherplus zu Ende. An die 35 000 Besucher kuschelten sich letztendlich in die Kinosessel. "Das sind 15 Prozent mehr als noch 2008", weiß Rudolf Reulbach, Inhaber des Filmtheaters. Er lässt aber nicht unerwähnt, dass 2008 aufgrund des Drehbuchautorenstreiks für die Filmbranche ein Katastrophenjahr war. Das vergangene Kinojahr sei dabei eher ein durchschnittliches gewesen.
"In Anbetracht des Bevölkerungsrückgangs, vor allem in den jüngeren Jahrgängen, kann ich zufrieden sein. Wir liegen mit den Besucherzahlen im Schnitt der ostdeutschen Kinos", zog Reulbach ein Fazit.
Einen Grund dafür, warum das Kino immer mehr Besucher verliert, sieht Reulbach darin, dass die Filmtheater vorrangig von den älteren Jahrgängen nicht mehr so gut angenommen werden. "Dass über 60-Jährige ins Kino gehen, ist sehr selten", hat der Zeulenrodaer Kinobesitzer beobachtet. Außerordentlich gut sei dagegen im vergangenen Jahr die Kinderkinofilmreihe bei den Steppkes angekommen.
Jubiläum feierte das Filmtheater Odeon in Zeulenroda 2009 mit seiner Reihe Mittwochskino. Bereits seit zehn Jahren wird jeden Mittwoch zusätzlich ein ausgewählter Film gezeigt. Über 500 Filme waren es in den vergangenen zehn Jahren. "Die Reihe ist etwas für Feinschmecker. Sie ist zwar nach wie vor spärlich besucht, aber es gibt immer wieder feine Sachen zu sehen", schwärmt Reulbach.
Die Sneak Preview, der Überraschungsfilm, der den Zuschauern im Vorfeld nicht bekannt ist, lief im vergangenen Jahr in den Ferien wöchentlich und lockte viele junge Menschen ins Kino. Die Filmreihe "Spirit Cinema", die in Zusammenarbeit mit dem Bio-Seehotel Zeulenroda lief, muss dagegen mangels Nachfrage eingestellt werden.
Der Trend im neuen Jahr geht weiterhin in Richtung Animationsfilm. 3-D-animierte Streifen erlebten im vergangenen Jahr überall ihren Durchbruch.
Allein 26 Filme konnten sich die Zuschauer mit den dazu notwendigen Spezialbrillen in 3-D anschauen. "Die Digitalisierung wird auch 2010 zunehmen", weiß Reulbach bereits jetzt von zahlreichen Animationsfilmen, die in diesem Jahr in die Kinos kommen werden. Wann im Zeulenrodaer Odeon Filme in 3-D gezeigt werden, konnte Rudolf Reulbach noch nicht sagen: "Es wird kommen, aber das ist eine Frage der Finanzierung."
Über 54 000 Besucher zählte das Greizer Kinocenter UT 99 bereits bis vor Weihnachten. "Wir haben zwischen acht und zehn Prozent mehr Besucher als 2008", freute sich Kinoleiter Mario Konrad. Mit 5 639 Besuchern zählte auch hier "Ice Age 3" zu den beliebtesten Filmen 2009. Auf Platz 2 landeten "Wickie und die starken Männer", gefolgt von "Harry Potter und der Halbblutprinz". |
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| 02. Januar 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Modellbahnschau in Seelingstädt
Seelingstädt (OTZ).
Traditionell beginnt der Modellbahnclub Seelingstädt sein Ausstellungsgeschehen wieder gleich zu Beginn des Jahres. In den vereinseigenen Räumen im "Haus der Modellbahn" in der Lindenstraße können Groß und Klein die unterschiedlichsten Modellbahnanlagen in verschiedenen Spurweiten bewundern. Die Termine sind der 9. und 10. Januar sowie der 23. und 24. Januar. Sonnabends ist die Schau von 13 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Kernstück der Präsentationen sind die zwei Clubanlagen in den Nenngrößen H0 und IIm (Gartenbahn). Beide Anlagen, deren Größe jeweils zirka 30 Quadratmeter beträgt, sind schon seit langem im Bestand des Vereins und werden stetig durch Um- und Ausbau verändert. So wird die Gartenbahn, welche komplett digital gesteuert wird, zurzeit einer umfangreichen Umgestaltung der Landschaft unterzogen.
Ein Höhepunkt für Zuschauer stellt auf der H0-Nebenbahnanlage, die so genannte "Rollende Landstraße" dar, wo Laster auf Eisenbahnwaggons gefahren werden und viele andere Straßenfahrzeuge unterwegs sind. Des Weiteren wird noch eine vereinseigene TT-Anlage gezeigt, die sicher Anregung für so manche Anlage zu Hause sein kann.
Karikatur des Tages
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Zeichnung: OTZ/Bruns
2010 lautstark begrüßt
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Foto: OTZ/Christian Freund
Mit unzähligen Böllern begrüßten die Greizer im Stadtzentrum - wie hier im Bild auf der Friedensbrücke - das neue Jahr lautstark.
MIT GLÜCKSBRINGERN
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Foto: OTZ/Christian Freund
MIT GLÜCKSBRINGERN gestaltet die angehende Floristin Franziska Zelinski von der Greizer Vogtlandblumen GmbH die Blumengrüße und wünscht damit allen ein gesundes neues Jahr.
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